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Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 8. Okt 2004, 23:42
von Bernhard (Süd)
Hallo Christof,
die Erfahrung mit der langen Warmfahrdauer teile ich.
Ansonsten habe ich mit meiner DS (allerdings mit LHS,- diese HA soll weniger exakt und "weich" einstellbar sein als die mit LHM, und auch stärker temperaturabhängig sein) jetzt die beiden Leerlaufdrehzahlen sehr nahe beieinander eingestellt, also mit wenig Drehzahlunterschied. Und siehe da: Jetzt läuft die Schalterei schnell UND sehr weich!! (Weiß nicht, ob das jetzt durch Zufall via Ausgleich diverser Verschleißerscheinungen kommt, oder ob dies prinzipiell als Tip geeignet ist: Ausprobieren!). Jedenfalls ist ein "lustvoller" kleiner Gasstoß beim Runterschalten unter Last erforderlich und schnell antrainiert.
Nur das Runterschalten vor einer Kreuzung klappt ganz schlecht, also Motorbremse isnich bzw. ich muß kräftig bremsen, zum Runterschalten etwas Gas geben, weier bremsen. Das verlängert den Bremsweg erheblich. Hat jemand eine elegante Lösung???
Petermannerneuerte herrliche LHS-Schwebegrüße: Bernhard
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 22. Okt 2004, 21:51
von ACCM Alex
Hallo,
nochmal eine Frage bezüglich des Anfahrens und Kupplungsspiels. Ich habe bei mir mal pobiert, die besagte 14er Schraube zur Einstellung des Kupplungsspiels soweit herauszudrehen, bis sich der Rückwärtsgang nicht mehr geräuschlos einlegen lässt, siehe den weiter oben abgegebenen Tip. Nur ist es bei mir so, daß ich praktisch fast mit der Schraube an der Lenkung anstosse, und sich der Rückwärtsgang immer noch geräuschlos einlegen lässt, ich bin also von der richtigen Einstellung kurz vor dem "krachen" noch weit entfernt, oder?
Außerdem bekomme ich den Anfahrbeginn bzw. das Anfahren an sich einfach nicht hin. Das Schalten während der Fahrt ist okay, auch das auskuppeln beim bis zum Stillstand abbremsen funktioniert.
Leider ist das anfahren bisher immer folgendermaßen: von der Bremse gehen, nichts passiert, etwas Gas geben, nichts passiert, etwas mehr Gas geben und der Gang wird hereingedroschen und der Wagen fährt in Bocksprüngen los... Auch wenn man gaaaanz vorsichtig Gas gibt, läßt sich nicht ohne ruckeln anfahren und ebenso wenig ohne Ruckeln in den zweiten Gang schalten! Bitte gebt mir dem entscheidenen Tip, ich habe bereits Stunden mit den Einstellungen zugebracht bringe es aber letztendlich nicht zufriedenstellend hin.
Ich hoffe auf den Geistesblitz Eurerseits!
Danke und Grüße
Alex
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 22. Okt 2004, 22:06
von Til
@Bernhard: beim Bremsen kuppelt auch meine DS nicht mehr ein, jedoch tut sie das (und zwar sanft), sobald ich von der Bremse gehe - dass Du hierbei noch Gasgeben musst, liegt wahrscheinlich am von Dir recht niedrig eingestellten erhoeten Leeerlauf ('kriecht' die Dame denn beim parkieren?). Das alles mE jedoch nur auf Passstrassen relevant, da beim kurzdauerdem bremsen (z.B. vor Kreuzungen) die eigentliche Bremse die bessere Wahl darstellt als Kupplung und Motor.
@Alex: das duerfte primaer an der Einstellung des Fliehkraftreglers liegen. Ich wuensch Dir immer viel Platz beim Ein- und Ausparken (aus eigener leidvoller Erfahrung
Til
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 22. Okt 2004, 23:50
von patric
hallo Alex,
es bringt nichts, nur eine Sache einzustellen - man muß schon wie im Handbuch vorgeschrieben vorgehen:
1. Kupplungsspiel einstellen (wenn's nicht kracht gut - nur wenn's noch kracht weiter REINschrauben)
2. Leerlauf einstellen
3. Anfahrbeginn einstellen
4. erhöhten Leerlauf einstellen
5.Kupplungskorrektor einstellen
Wenn Du das alles nach Vorschrift gemacht hast und es immernoch Probleme gibt gibts noch folgende Möglichkeiten die mir einfallen:
- Gas im Hydraulik-System
- defekter Fliehkraftregler
- defekter kupplungskorrektor
- defekte Kupplung
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Sa 23. Okt 2004, 07:19
von ACCM Alex
Hallo Patric,
wie gesagt, die Grundeinstellungen habe ich exakt nach handbuch bereits mehrere Male hinter mir! Was mich halt am meisten wundert ist, daß ich( siehe oben) es anscheinend nicht hinbringe, die Kupplung/ das Getriebe kurz vor den Moment zu bringen, wo es beim einlegen des Rückwärtsgangs krachen würde. Wie gesagt, die 14er Schraube berührt schon fast die Lenkung! Wie lang ist diese Schraube eigentlich?
Das irgendetwas kaputt ist, kann ich eigentlich ausschließen, da bis zu dem Zeitpunkt, wo ich Lenkung, Kühler usw. draußen hatte zwecks Erneuerung der Lenkmanschetten alles okay war.
Grüße
Alex
nichtIdealzustand
Verfasst: Sa 23. Okt 2004, 22:04
von patric
Hallo Alex,
hast Du denn den Schleifpunkt wirklich?
Ist das System entlüftet?
kannst Du mit der Verstellung des Kupplungskorrektors irgend eine Veränderung erreichen?
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: So 24. Okt 2004, 12:05
von ACCM Alex
Hallo Patric,
das System ist soweit entlüftet. Worüber ich allerdings nichts gefunden habe ist, wie der Kupplungskorrektor entlüftet wird?
Die Sache mit dem Schleifpunkt der Kupplung ist so eine Geschichte. Ich glaube, hier im Forum hatte schon einmal jemand das gleiche Problem. Und zwar, daß das Loch im Kennzeichenblech, die Führung dahinter und das Loch im Getriebe, wo die Verlängerung eingesteckt wird, nicht in einer Linie liegen. Das heißt, ich bekomme zwar mit ein bischen hin- und herbewegen di Verlängerung ins Getriebe. Nur bin ich mir nicht sicher, ob sich die Verlängerung bereits im Schleifpunkt der Kupplung mitdrehen würde oder aber halt erst, wenn fast komplett eingekupelt wäre aufgrund des ziemlichen Widerstandes der durch das anliegen der Verlängerung an der Führung usw. besteht.
Was mich auch noch speziell wundert ist, daß das anfahren mal gut klappt und mal wieder nicht, ich habe gestern mal wieder am DS gearbeitet. Vielleicht spricht das wirklich für Luft im Sytem, speziell Fliehkraftregler, Kupplungskorrektor? Bin mal gespannt, ob ich es noch mal hinbekomme...
Denn das anfahren mit Bocksprüngen ist auf Dauer nicht wirklich angenehm.
Grüße
Alex
nicht Idealzustand
Verfasst: So 24. Okt 2004, 14:03
von patric
Hallo Alex,
die Gurkerei mit der Kurbel hing mir auch immer zum Hals raus - Dirk Müller hat mir dann den Tipp gegeben es einfach mit dem Finger zu machen (mit dem Finger nicht der ganzen Faust, Frank!). Sprich unter dem Luftleitblech durchgreifen und da draufdrücken wo sonst die Kurbel ins Getriebe geht. Man spürt dann sehr genau wo der Schleifpunkt ist - aber VORSICHT menschliche Finger haben kein Kugelgelenk, das eine rotierende Bewegung schadlos überstehen würde.
Auf meine Frage ob Du mit dem verstellen des Kupplungskorrektors irgendeine Veränderung erreichst hast Du nicht geantwortet, wäre aber wichtig zu wissen. Ansonsten den Fliehkraftregler nochmal entlüften, daß klappt nicht immer auf Anhieb - den Kupplungskorrektor kann man glaub ich nicht entlüften, das sollte automatisch klappen.
Wie stellst Du denn den Anfahrbeginn ein? Springt da auch das Auto nach vorn?
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: So 24. Okt 2004, 15:04
von ACCM Alex
Hallo Patric,
danke für den Tip, dann werde ich es mal mit den Fingern probieren, ich muß ja keinen Finger hineinstecken

! Es dürfte ja genügen, das betreffende Teil leicht mit der Hand festzuhalten und zu gucken, wie lange man es noch festhalten kann. Wenn man dann den Punkt gefunden hat, wo man es noch leicht festhalten kann, soll man die Schraube laut Handbuch ein bis zwei Umdrehungen wieder hereinschrauben. Was empfiehlst Du? Wie weit wieder hereinschrauben?
Ja, die Sache mit dem Kupplungskorrektor. Es ist jetzt zumindest so, das das Wechseln der Gänge während der Fahrt gut funktioniert. Damit müsste die Einstellung des Korrektors doch okay sein, oder? Zum entlüften desselben: da ist halt auch eine Entlüftungsschraube drauf, daher dachte ich, die Entlüftung wäre auch sinnvoll. Nur ist darüber halt nichts in den Büchern zu finden.
Ich werde es nachher nochmal versuchen, so wie Du es gesagt hast und über den Fortschritt berichten.
Grüße
Alex
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: So 24. Okt 2004, 18:51
von ACCM Alex
Hallo Patric und alle anderen,
ich war vorhin bei mir an der Halle und habe da in einem ruhigen Feldweg ca. eine halbe Stunde zuerst das Kupplungsspiel verringert. Erst hatte ich mich ja nicht so recht getraut, die Schraube weiter herauszuschrauben. Ich habs dann doch getan und letztendlich doch das besagte leichte krachen erreicht, allerdings kracht es bei mir eher beim einlegen des 1. Gangs, nicht beim Rückwärtsgang. Von dieser Position habe ich dann die 14er Schraube wieder etwas hereingedreht, bis das krachen wieder weg war. Und siehe da, Patric hatte absolut recht. Jetzt fährt der Wagen nach lösen der Bremse innerhalb von 1 Sekunde ruckfrei an und lässt sich auch ruckfrei beschleunigen. Anschließend habe ich noch den Fliehkraftregler dahingehend verstellt, daß das anfahren für meinen Geschmack sanft erfolgt, ebenso musste ich den Korrektor etwas verstellen, damit er nicht beim schalten zu schnell wiedereinkuppelt. Dann bin ich noch einige Male den Feldweg hoch und runter gefahren, habe diverse Male angehalten und bin angefahren und muß sagen, jetzt ist es so, wie ich es mir vorgestellt habe! Es ist wirklich so, wie es hier schon gesagt wurde:
DAS ENTSCHEIDENDE IST DAS RICHTIGE KUPPLUNGSSPIEL!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ist es zu groß, nähert sich die HA wie immer dem Schleifpunkt an, lässt dann die Kupplung schleifen, wo aber noch nichts zum schleifen lassen ist, da das Spiel zu groß ist und kuppelt dann halt nur brutal ein. Also, nochmal ein Dank an alle und ein spezielles Dankeschön an Patric, der mir hier die entscheidenden Tips gab!
Daniel, meine DS und natürlich auch ich werden Dich in unser Nachtgebet einschließen

!!!
Grüße
Alex