prinzipiell kann man sagen: Je höher die Drehzahl, je mehr Zylinder, je günstiger der Drehmomentverlauf, je Ereignisabhängiger Zündung und ventilsteuerung, je kontrollierter die Verbrennung, um so weniger Masse benötigt die Schwungscheibe. Nicht zu verwechseln mit den Ausgleichsgewichten für die dynamische Auswuchtung der Kurbelwelle bei Betriebslauf.
Gehe ich mit der Drehzahl auf ca. 500 RPM (Leerlauf) zurück, "verlieren" sich einige der o.g. Parameter. Wenn jetzt eine statische (festeingestellt) Mindestfrühzündung (wie beim DS) wirkt, kann es zu Explosionen in die falsche Drehrichtung geben.
Die falsche Drehrichtung wird aber dann durch die gespeicherte "Drehmomentenergie" in der Schwungmasse verhindert.
Gehen wir jetzt mit der Drehzahl auf ca. 50 RPM (Starten), würde der Starter vermutlich die "Frühzündungsexplosionen" (falsche Drehrichtung) nicht überwinden. Da muß dann bei solchen Zündsystemen die gute alte Schwungscheibe helfen. Diesem Umstand hatten auch Autofahrer ihren Armbruch beim Ankurbeln zu verdanken.
Bei dem Beispiel LANZ-Schlepper sieht es noch krasser aus. Hier haben wir nur eine Drehzahl von 1 Explosion/sec
Bei wohl den meisten Motoren mit Zündverteilern á la DS, ist i.d.R. auch bei Leerlauf eine Frühzündung vorhanden. Wenn also unser Zündverteiler mit seiner Frühzündungsverstellung noch nicht regelt, hat der Motor aber trotzdem schon seine Mindestfrühzündung.
MfG
Hans-Uwe