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Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Di 9. Nov 2010, 18:08
von andreas wisniewski
Hallo Tom,
wenn doch bei ext. Speisung alles " ruhig " ist....
oder sollte man sich mal die Rechteckimpulse am Anschluss im Wagen ansehen - mit ´nem tragbaren Oszilloskop ( nur zeitgemäs ) ??
VDR´s haben ein schnelles Ansprechverhalten lt. Datenblättern im microsekundenbereich - da halte ich es für fraglich - das Instrument ist ja wohl sehr träge. wobei die mech. Dämpfung recht gering erscheint.
Andreas
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Di 9. Nov 2010, 22:42
von Thomas Held
andreas wisniewski schrieb:
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> Hallo Tom,
>
> wenn doch bei ext. Speisung alles " ruhig "
> ist....
Da hast Du allerdings recht, Andreas.
> oder sollte man sich mal die Rechteckimpulse am
> Anschluss im Wagen ansehen - mit ´nem tragbaren
> Oszilloskop ( nur zeitgemäs ) ??
Haette ich schon laengst gemacht, wenn ich eins zur Verfuegung haette. (Habe ich im Prinzip, allerdings ohne den notwendigen teuren Batterieeinsatz.)
Gruss,
Tom
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 16:05
von Hans-Uwe
Hallo,
so richtig verstehe ich die Schaltung in Bezug auf den VDR nicht. Das muss aber nix heissen

. Läge dieser parallel zum Instrument und wird erst leitend, wenn die RPMmax deutlich überschritten wird, dann wäre es ein plausibler Überspannungsschutz für das Instrument. Evtl. müsste man die Schaltung noch einmal überprüfen.
Vielleicht liegt das Problem nicht am DZM sondern am Geber. Die Bordspannung usw. würde ich da erst einmal ausklammern. Als Geber dient der mech. Unterbrecher-Kontakt. Der kann prellen oder/und in Resonanz geraten.
Um hier überhaupt mal in diese Richtung zu prüfen, sollte man ggf. neue Kontakte einbauen und die Andruckfeder testweise verstärken. Z.B. duch Zwischenklemmen eines Gummistückes.
Ein moderner Drehzahlmesser kann als Vergleich nicht herhalten. Diese sind i.d.R. vollelektronisch und reagieren z.B. nur auf die Vorderflanke und blenden das Prellen aus.
HUF
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 20:13
von andreas wisniewski
Hallo Hans-Uwe,
ich hatte auch schon mal den Eindruck, nach Tausch der Kontakte hätte sich das Thema erledigt - leider nicht.
Im WHB sind für die Verteiler von SEV und Ducellier die Federkräfte für die Kontakte angegeben - für Bosch leider nicht.
Ich messe 900 +- für die Kontakte - wenn ich mich an den Werten der SEV / Ducellier VT orientiere, bin ich da nicht beunruhigt.
Gruß
Andreas
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 20:35
von Hans-Uwe Fischer
Hallo Andreas,
den Druck auf den Unterbrecherkontakt zu erhöhen, war nur als Test, bzw. als systematische Fehlersuche gemeint, um eine Veränderung/Beseitigung des Fehlers zu bekommen. Unabhängig davon, ob offensichtlich alles i.O. ist.
Ich habe seinerzeit meine Zündverteilerprüfbank auf Super Bright LEDs umgebaut. Bei dunkler Umgebungslicht waren dann plötzlich im mittleren Drehzahlbereich starke Fehlkontaktierungen zu erkennen.
Durch Verstärken der Andruckskraft habe ich diese fast beseitigen können. Ich habe die Welle geschlffen, neue Gleitlager eingepasst und das Kontaktprellen war vorbei.
Die Kontakte waren absolut nicht die Ursache. Aber die Resonanzschwingungen/Rattern übertrugen sich auf diese. Also nur zum Ausprobieren, ob hier eine Veränderung des Fehlers zu erkennen ist.
Grüsse
Hans-Uwe
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 20:45
von andreas wisniewski
ja, ok - aber eine VT - Prüfbank ist nicht in meinem Fuhrpark vorhanden

- da verlasse ich mich notgedrungen auf den " überholten " Verteiler.
Als Maßnahme zur Eingrenzung durchaus ohne viel Aufwand möglich mit der Erhöhung des Federdrucks.
Das Fehlerbild ist ja wohl kein Einzelfall, da gab es ja auch schon einige Rückmeldungen, wobei nichts konkretes herauskam.
Gruß
Andreas
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 23:34
von Thomas Held
Hallo,
ich kann nur beitragen, dass sich der Effekt auch bei Austausch des Verteilers nicht geaendert hat (okay gebraucht gegen gebraucht getauscht...). Kontakte wechsele ich im 10.000 km-Rhythmus und habe da nie einen Unterschied bemerkt.
Mittlerweile habe ich einen fast neuen Verteiler (10.000 km 'alt') montiert, diesen aber noch nicht ausprobiert (Wagen und Motor stehen noch ein paar hundert Meter auseinander...).
Gruss,
Tom
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Do 11. Nov 2010, 08:31
von Hans-Uwe Fischer
andreas wisniewski schrieb:
-------------------------------------------------------
> ja, ok - aber eine VT - Prüfbank ist nicht in
> meinem Fuhrpark vorhanden

- da verlasse ich
> mich notgedrungen auf den " überholten "
> Verteiler.
.... Muss ja auch nicht sein. Ich fand das Ergebnis interessant, dass mechanische Resonanzen eine negative Auswirkung auf einwandfreie Unterbrecher-Kontakte haben. Das ist m.E. ein guter Lösungsansatz.
> Als Maßnahme zur Eingrenzung durchaus ohne viel
> Aufwand möglich mit der Erhöhung des Federdrucks.
.... Richtig.
> Das Fehlerbild ist ja wohl kein Einzelfall, da gab
> es ja auch schon einige Rückmeldungen, wobei
> nichts konkretes herauskam.
.... Deswegen mein Einsatz hier. Der Fehler ist meiner Überzeugung nach einfach einzukreisen.
HUF
PS: Ich möchte aber nicht nerven

Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Do 11. Nov 2010, 13:08
von Chris
Hallo HUF
Ich denke, mechanische Kontaktpreller als Ursache kann man ausschliessen. Der Fehler tritt auch mit 123 Zündungen auf.
Viele Grüsse,
Chris
Re: Drehzahlmesser
Verfasst: Do 11. Nov 2010, 15:32
von Hans-Uwe
Hallo Chris,
da hast du Recht ( ich hätte den kompletten Thread lesen sollen).
Irgendwie komme ich aber von meinen Resonanzschwingungen nicht so richtig weg. Tritt dieser Fehler nur während der Fahrt auf, oder auch beim Stillstand mit entsprechender Drehzahl?
Ich denke da ad hoc an das Schwingen/Rattern der Tachowelle. Das könnte sich vielleicht bis zum Drehzahlmesser mechanisch übertragen. Tacho und DZM sind fest miteinander verbunden und nur einige Zentimeter voneinander entfernt.
Grüsse
HUF