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Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 16:30
von Bernhard(Süd)
Hallo,
...Ihr seht mich verblüfft:
1) Kapitän Barawitzka gibts wirklich und ist kennenlernbar-??? O-hauerha...
(Die Bücher sind ergötzlich, aber -Vorsicht- etwas langatmig geschrieben).
2) Waaaaah!!! Ich erkenne mich als Zwischenwesen: Fahrender Fummler!
O Graus..., und ich dachte, das sei eher häufig, daß man behutsam sein Erstlack-Auto(!) fährt, sich an Patina und schönen Original(!)-Schrauben mit dem filigranen, eingeprägten Doppelwinkel erfreut (eben!) und peu a peu technisch optimiert, schon um den Genuss an der hydraulischen Schaltung und an der immer leiser und spielfreier werdenden Vorderachse zu steigern,
-oder??? Ist das nicht ein herrlicher "Kompromiss"-???
3) Ich würd? den Markt-Artikel nicht zu eng verstehen:
Aus museumskonservatorischer Sicht ist das doch sicher alles korrekt (und bedenkenswert!),
-und darüberhinaus kann man doch ganz SICHER auch ein soweit, als eben möglich original belassenes Auto technisch behutsam richten und mit diesem:
FAHREN!
(Und weil mir mein obiges Bild gar zu gut gefällt: Opa wirkt mit jeder Falte charaktervoller und interessanter, eben authentisch und kann viele Geschichten erzählen, -und natürlich wird er nicht geschminkt oder alternativ stillgelegt und ausgestopft, sondern hat die dritten Zähne usw. usw., um "technisch" fit zu bleiben).
Danke für die differenzierten und anregenden Beiträge, HUF und Doctor!
Allez les anciennes,
Be
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 00:43
von dsfan
Jeder soll doch nach seiner Facon selig werden. Ich persönlich lehne Helicoils aufgrund schlechter Erfahrungen ab und damit basta. Das Ölablassgewinde habe ich dementsprechend nachgeschnitten. Sollte wohl mit der Menge "Fleisch" dort bei der DS wohl auch kein Problem sein.
Ich fand übrigens die Diskussion nicht fehl am Platze in dem anderen angesprochenen Thema, als sie noch sachlich war. Dasselbe finde ich hier bei dieser Diskussion. Argumente würden teils mehr bringen als bloße Worte.
Und teilweise fand ich das zu derbe hier und habe mich daher auch bislang nicht geäußert.
Jeder darf es doch so machen, wie er will. Langsam verkommt das zu einem Kindergarten hier...
Gruß
dsfan
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 18:42
von Pit
Hallo,
ich glaube auch nicht, dass die fahrenden Fummler (evtl. Sommer fahren, Winter fummeln) so selten sind. Vielleicht kommen sie nicht so oft zum Doktor Frank. Ich würde mich selbst auch dazu zählen. Ich kann nur Bernhard beistimmen. Es ist schön, wenn die Göttin jedes Jahr leiser, schwebender, dichter, zuverlässiger wird.
Zum eigentlichen Thema muss ich zugeben, dass ich auch schon ausgerissenen M7 zu M8 gemacht habe. Da sind die Messungen dann schon aufschlussreich und beruhigend. Toll ist so eine Göttin mit gelb chrom und überall Doppelwinkelschrauben schon, aber ich bin mit meiner genauso glücklich. Man muss ja nicht alles werten. Früher war es schon fast eine Pflicht als "Edelschrauber" die Gehäusedeckelschrauben der japanischen Motorräder durch Inbus zu ersetzen, sollte man das wieder rückgängig machen wegen Originalität? Ich finde nicht.
Frohes Fummeln und Fahren
pit
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 18:55
von Thomas Held
Pit schrieb:
> Toll ist so eine Göttin mit gelb chrom
> und überall Doppelwinkelschrauben schon, aber ich
> bin mit meiner genauso glücklich.
Ab wann waren die Doppelwinkelschrauben eigentlich gelbchromatiert? Als die Schokoladenfarbe für die verschiedenen Blechteile kam? Und kam diese parallel zur Umstellung der M5-Gewindesteigung?
Bei meiner 70er ist alles Blech schwarz und alle(?) Doppelwinkelschrauben sind blauchromatiert (oder zumindest nicht gekbchromatiert).
Gruss,
Tom
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 19:17
von Jint Nijman
Thomas Held schrieb:
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> Ab wann waren die Doppelwinkelschrauben eigentlich
> gelbchromatiert? Als die Schokoladenfarbe für die
> verschiedenen Blechteile kam? Und kam diese
> parallel zur Umstellung der M5-Gewindesteigung?
> Bei meiner 70er ist alles Blech schwarz und
> alle(?) Doppelwinkelschrauben sind blauchromatiert
> (oder zumindest nicht gekbchromatiert).
An meinem DS19 von Februar 1968 sind meiner Meinung nach die Doppelwinkelschrauben (am Getriebe zum Beispiel) gelb chromatiert.
Einen Foto der das beweisst (das glaube ich jedenfalls) kann ich liefern.
gruss
Jint
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 19:30
von Thomas Held
Jint Nijman schrieb:
> An meinem DS19 von Februar 1968 sind meiner
> Meinung nach die Doppelwinkelschrauben (am
> Getriebe zum Beispiel) gelb chromatiert.
Hallo Jint,
ein Gedanke an das Getriebe hat zum Fragezeichen hinter dem Wort 'alle' in meinem Ursprungsposting geführt...da bin ich mir auch nicht sicher.

Die Luftführungsbefestigung am Kühler oder die Reserverad-Haltestrebe sind jedoch bei meinem Wagen doppelwinklig, aber nicht gelbchromatiert.
Ebenso gibt es z.B. die Federn an der automatischen Scheinwerferhöhenverstellung gelbchromatiert oder eben silbrig grau (wie bei meiner 70er).
Gruss,
Tom
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 20:04
von Bernhard(Süd)
Hallo,
...grau in allen Abstufungen bis hin zu schwarz wie die Nacht sind die Schrauben an meiner Langhuberin,-
bzw. vor sehr langer Zeit wohl mal fast metallisch blank (keinerlei gelbliche Spur) und mittlerweile ...nun, eben patiniert. Aber keineswegs rostig.
Konkret:
Was is nu mit Gewindeschneidwerkzeug für M 5 x 0,75-? Keine konstruktiven Vorschläge und Hilfen-???
Grüße:
Be
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 20:26
von Hans-Uwe
Bernhard(Süd) schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
> [...]
> Konkret:
> Was is nu mit Gewindeschneidwerkzeug für M 5 x
> 0,75-? Keine konstruktiven Vorschläge und
> Hilfen-???
>
> Grüße:
> Be
... Schneideisen oder Gewindebohrer? Da ich mich ja nun hier selber etwas unter Zugzwang gesetzt habe, werde ich mal nachsehen. Bitte kurz Antworten.
HUF
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 20:33
von Bernhard(Süd)
Hallo Hans-Uwe,
das wäre nett, wenn Du gelegentlich die Fühler ausstrecken könntest nach dem frankophilen Gewindemaß...
Wie gesagt, ein unscheinbares Bauteil, das aber als Stehbolzen bis Mitte/Ende der 1960er in SEHR vielen Hydraulikverbindungen und im Innern des Armaturenbretts verbaut wurde. Plausiblerweise halt auch von anderen französischen Maschinenbauern.
Danke,
A+
Be
Re: M7 auf M8 aufbohren
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 20:34
von Bernhard(Süd)
Achso:
Bedarf besteht, denke ich, eher an Schneideisen (die Gewinde stecken ja im Fahrzeug).
Gruß Be