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und sonst nicht...
Verfasst: So 6. Jul 2008, 10:35
von patric
Hallo "dsfan",
ich weiß nicht wer Dir auf die Lunte getreten ist, und warum Du hier hemmungslos rumpöbelst, aber jetzt ist langsam das Maß voll. Mangelnde Technik-Kenntnisse mit Unverschämtheiten zu kompensieren mag anderswo gerne gesehen zu sein - hier wird es nicht toleriert.
Zukünftige Entgleisungungen dieser Art von Dir werde ich kommentarlos löschen.
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: So 6. Jul 2008, 22:56
von dsfan
was ist denn Dein Problem?
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 01:06
von Gerhard Klaus
… lies Dir Deine ersten beiden Einträge noch mal durch (und die folgenden).
Lustig ist was anderes.
Möchtest DU auch so angemacht werden, wenn Du ein technisches Problem hast?
Außerdem gibt's keine blöden Fragen, sondern nur Antworten, die man sich manchmal auch mal verkneifen kann…
Lass doch einfach gut sein.
Gerhard
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 09:02
von Hans-Uwe
Erklärungsversuch.
Wenn ein warmer Motor mit Vollgas gestartet werden soll, dann geht diese Empfehlung davon aus, dass der Motor ein zu fettes Gemisch, und damit nicht zündfähiges Gemisch, ansaugt. (Wird auch bei abgesoffenen Motor empfohlen.)
Passiert das nur bei warmen Motor, muss die Wärme die Ursache sein. Während des Betriebes wird der gesamte Vergaser durch nachlaufendes kühles Benzin (Schwimmerkammer) und durch Vergasung (Drosselklappenbereich) gekühlt. Auch streicht ein "Fahrtwind" über die Vergaseroberflächen.
Wird der Motor abgestellt, fallen die drei Kühlvorgänge aus und die Vergasertemperatur steigt vermutlich stark an. Der Sprit in der Schwimmerkammer wärmt sich auf und dehnt sich entsprechend aus. Der Sprit läuft über und fliesst in den Ansaugkrümmer. Die Menge ist sicherlich von der Temperatur und der Schwimmernadeleinstellung abhängig.
Ergo, solange die Temperatur am Vergaser ansteigt (Aufwärmzeit), solange tröpfelt es unten aus dem Röhrchen.
Da eine gewisse Wärmemenge erst einmal vom Vergaser aufgenommen werden muss und je nach Schwimmernadeleinstellung der Spritpegel hoch/niedrig ist, wird eine gewisse Zeit vergehen, bis der "Überlauf" beginnt (einige Minuten?).
Konstruktionsbedingt dürfte man also nicht allzuviel daran ändern können.
HUF
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 21:31
von sebastianklaus
Hallo Hans-Uwe,
ich hatte mal in grauer Vorzeit einen 300´er Adenauer mit zwei großen Doppelregistervergasern.
Weil man bei Mercedes ja so besonders gute Motoren konstruiert, ist man dort auf die Idee gekommen, Ein- und Auslasskruemmer abwechselnd auf einer Motorseite anzuordnen. Das Kochen des Sprits in den Vergasern ist dort so katastrophal gewesen, dass man bei Mercedes eine ganz verrueckte, aber wirkungsvolle Idee hatte:
auf den Schwimmerdeckeln wurden große Magnetventile angeordnet, die im Leerlauf und nach Abschalten des Motors oeffneten und die (großen Mengen !) von Kraftstoff ueber zwei dicke Rohre nach unten ins Freie ableiteten. Die Magnetventile waren an den Gleichstromlichtmaschinenregler angeschlossen, bei leicht erhoehter Leerlaufdrehzahl gab es ein laut vernehmbares "Klacken" und die Ventile waren geschlossen und das wars.
Mit diesen Magnetventilen war das Warmstartverhalten wesentlich verbessert. Der Spritverbrauch lag -bei sehr vorschtiger Fahrweise- bei ca 25 l/100 km, aber das ist eine andere Geschichte.
Bei den DS ist das Problem sicher nicht so heftig, weil Ein- und Auslassventile auf den jeweils gegenueberliegenden Seiten des Zylnderkopfes angeordnet sind.
Ich persoenlich habe trotz ganz vieler DS noch nie Probleme mit abgesoffenen Einlasskruemmern gehabt, ich verstehe nicht, warum das Problem an einigen Autos auftreten soll und an anderen nicht.
Ich habe mir jetzt eine 1,2,3- Zuendung einbauen lassen (Ich bin wirklich begeistert, aber das ist wieder eine andere Geschichte), mit der habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Wagen mit viel weniger Gas angelassen werden MUSS als mit der alten Zuendung, weil das Gemisch sonst offenbar ueberfettet ist.
Um Dir einen Rat zu geben:
Vorausgesetzt, die Zündung ist korrekt eingestellt, wuerde ich persoenlich einfach die Dichtungsplatte zwischen Kruemmerflansch und Vergaser dicker machen, dann ist das Problem sicher weg.
Viele Gruesse
Sebastian
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 21:44
von MenrathU
sebastianklaus schrieb:
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> Um Dir einen Rat zu geben:
> Vorausgesetzt, die Zündung ist korrekt
> eingestellt, wuerde ich persoenlich einfach die
> Dichtungsplatte zwischen Kruemmerflansch und
> Vergaser dicker machen, dann ist das Problem
> sicher weg.
Hallo Sebastian,
und wie geht das? Soll ich etwas drauffeilen

?
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Mo 7. Jul 2008, 22:12
von sebastianklaus
Hallo Uwe,
ich wuesste im Moment keinen guten Kleber, um die Feilspaene auf die Dichtung zu kleben.
Vielleicht hilft Dir aber eine Alternative:
Man kann sich dickes Gummi besorgen (gebrauchtes Förderband, gibt es in allen Staerken, Z.B. in Zementwerken, habe immer was davon in meiner Halle) und zuschneiden oder man besorgt sich entsprechend dickes Isoliermaterial (schau mal bei Ebay nach) oder oder oder. Ggf. musst Du die Stiftschruaben gegen laengere austauschen.
Viel Erfolg
Sebastian
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Di 8. Jul 2008, 08:35
von job-ds
Salut déesistes,
habe gerade beim Stöbern diesen Thread entdeckt, zur Vervollständigung habe ich für Euch noch ein Bild aus dem Motorraum eines 11CV, wo auch an der Ansaugbrücke ein Überlaufröhrchen installiert ist. Dort muß man übrigens wirklich aufpassen, daß der Sprit nicht auf den heißen Auspuffkrümmer tropft, sonst wird's RICHTIG warm...
Beste Grüße, Jochen
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Di 8. Jul 2008, 08:46
von Hans-Uwe
Moin,
... dass bei einem DS mehr Sprit 'rausläuft als bei anderen, oder sogar garnicht, halte ich für normal. Einfluss auf ein Überlaufen der Schwimmerkammer sind z.B. folgende:
- Fahrweise
- Klima
- Bergiges Land
- Motortyp
- Fahrzeugtyp/Gewicht/Rollwiderstand
- Motorleistung
- Zündeinstellung
- Vergasereinstellung, zu mager.
- Kühlsystem und seine Einstellung/Thermostat.
- Zustand des Kühlkreislaufes/verschlammt
- Zustand des Kühlwasserkanales im Ansaugkrümmer
- Zustand des Schwimmerventils. Kammer randvoll.
- Schwimmerpegel-Einstellung. Fast randvoll.
- Wärmeisolierung am Vergaserfuss unwirksam.
- usw., usw.
Unter worst case Bedingungen müsste man sogar alle Möglichkeiten gleichzeitig in Betracht ziehen. Ich habe sicherlich einige neg. Einflüsse in der Aufzählung vergessen. Bei diesen verschiedenen Einflüssen kann man sich aber jetzt schon vorstellen, das diese eben mehr oder weniger zur Wirkung kommen.
Zwei Abwehrmassnahmen scheinen mir hilfreich:
1. Den Benzinpegel in der Kammer möglichst niedrig halten. Dann hat man einen grossen "Sicherheitsabstand/Störabstand" bis zum Überlaufen.
2. Die Wärmeisolierung am Vergaserfuss erneuern. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese sich über die Zeit verdichtet (das Material) hat und in ihrer Wirkung nachgelassen hat. Vor allen Dingen die vier Schrauben >> NICHT ZU FEST !!!!! << anziehen. Ich habe noch keinen Vergaser gesehen der nicht zu fest angezogen war. Immer war der Vergaserflansch stark verbogen und die Wärmeisolierung stark zusammengedrückt (verdichtet).
Um das Schwimmerventil und den Pegelstand zu prüfen/messen, sollte man sich eine elektr. benzinpumpe kaufen (auf Druck achten!). Jetzt kann man in aller Ruhe im Stand und ohne Motor den Vergaser checken.
Evtl. auch den Motor mal laufen lassen, um reale Betriebsbedingungen zu erhalten (Ventilsitz bei Vibrationen).
HUF
PS: Die elektr. Benzinpumpe sollte man installiert lassen. Die hilft und vermeidet bei längeren Standzeiten das "Trockenkurbeln" beim Anlassen. Siehe auch: Suchfunktion.
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Do 10. Jul 2008, 14:13
von Thomas Held
Hallo,
Das Auftreten von Benzingeruch ist bei meiner DS eindeutig mit der (Kuehlwasser-)Temperatur korreliert.
Mit Einbau eines Thermostaten, das bereits bei 73 statt 79 Grad oeffnet und der Originalbauform mit dicker Feder und groesserem Wasserdurchlass, hat sich die Situation (Benzingestank durch ueberkochende Schwimmerkammer) etwas gebessert.
In meinem nach 10 Monaten und 10000 km nun wegen Nutzlosigkeit wieder ausgebauten Zusatzbenzinfilter (bluetenweisses Filternetz ohne jegliche Ablagerungen) zwischen Pumpe und Vegaser konnte man bei heissem Motor (Temperatur im oberen Drittel des weissen Bereichs im optionalem Thermometer der Rundinstrumenteneinheit ab 1969) deutlich das kochende Benzin sehen. Ob das Kochen schon/auch in der Benzinpumpe passiert oder nur in der Schwimmerkammer und aufgrund des Sprudelns das Nadelventil teilweise oeffnet und die Blasen in den Schlauch zurueckdrueckt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Bei heissem Motor tritt das kochende Benzin jedenfalls nicht (nur) am Ablaufschlauch aus, sodern auch aus der Deckeldichtung, wie folgende Fotos zeigen:

Ich fuerchte, ich muss doch mal die Ansaugbruecke abnehmen. Wenn ich an die Kalkskulpturen im alten Kuehlwasserrohr zwischen Kuehler und Wasserpumpe denke, kann ich mir vorstellen, wie es dort und womoeglich auch im Zylinderkopf aussieht. (Ist das Wasser an der Cote d'Azur eigentlich besonders hart?)
Die Isolierung zwischen Ansaugbruecke und Vergaser habe ich durch die bei Sassen angebotene Pfefferminzplatte (gruen-weiss) ersetzt. Diese ist offensichtlich aus anderem Material als die originale (Pertinax?-)Platte und etwas dicker - ich musste nach dem Wechsel meinen Kupplungskorrektor mit Distanzstuecken (wie im Ersatzteilkatalog angegeben) hochlegen.
Gruss,
Tom