Re: 20W 50
Verfasst: Fr 7. Mär 2008, 22:50
Liebe Kollegen,
ich bin Maschinenbauingenieur und habe vor vielen Jahren am Lehrstuhl einer TU studiert, die sich speziell mit der erprobung von Schmiermitteln von Ottomotoren beschaeftigt hat.
Ich habe noch immer die Worte meines alten Professors in der Vorlesung "Verbrennungskraftmaschinen" im Ohr, der sagte:
"Sofern die Klassifikation SF-CC stimmt, fuellen Sie immer schoen das allerbilligste Oel ein und machen Sie lieber mal oefter einen Oelwechsel, anstatt teures Oel zu verwenden."
Das mache ich nun bei meinen DS seit nunmehr 25 Jahren. Immer schoen das billigste vom Baumarkt und alle 5000 km kommt es raus (natuerlich incl. Filter).
Ich nehme immer gern etwas dickeres Oel, um auf Nr. sicher zu gehen (20W50), zumal ich im Winter selten fahre. Die Motoren werden behutsam warm gefahren und gut ist.
Ich habe mir noch niemals irgend einen Motor beschaedigt und so werde ich es auch in Zukunft machen. Und es kommen einige 100.000 km zusammen in all den Jahren.
Das Argument, dass man duennfluessiges Oel fahren muesse, weil im ersten Moment des Startens die Reibflaechen nicht benetzt seien, ist fuer mich nicht nachvollziehbar:
Egal, wie lange der Motor steht, es ist immer Oel in allen Leitungen, da das Oel aus den Leitungen oberhalb der Oelpumpe nicht raus fliessen kann, denn die Oelpumpe ist ein"Verdraenger" (Zahnradpumpe) und keine Turbopumpe. Es kommt im allerersten Moment eben nur nicht so viel Oel nach, weil die Oelpumpe neues Oel aus dem Sumpf erst ansaugen muss. In so einem Fall von Mangelschmierung im ersten Moment des Anlassens ist es natuerlich immer besser, moeglichst dickes Oel zu haben, um den Schmierfilm nicht abreissen zu lassen.
Aber wenn man nach sehr langem Stehen des Motors erst mal alle Zuendkerzen heraus dreht und dann den Motor vorsichtig von Hand oder auch per Anlasser durch dreht, kann aber doch wirklich nichts passieren.
Ich finde die Diskussion ueber das Oel hier ehrlich gesagt viel zu aufgeregt: es ist meines Erachtens eigentlich gar kein Thema, jedenfalls nicht beim halbwegs modernen (fuenffach gelagerten) DS- Motor.
Viele Gruesse
Sebastian
ich bin Maschinenbauingenieur und habe vor vielen Jahren am Lehrstuhl einer TU studiert, die sich speziell mit der erprobung von Schmiermitteln von Ottomotoren beschaeftigt hat.
Ich habe noch immer die Worte meines alten Professors in der Vorlesung "Verbrennungskraftmaschinen" im Ohr, der sagte:
"Sofern die Klassifikation SF-CC stimmt, fuellen Sie immer schoen das allerbilligste Oel ein und machen Sie lieber mal oefter einen Oelwechsel, anstatt teures Oel zu verwenden."
Das mache ich nun bei meinen DS seit nunmehr 25 Jahren. Immer schoen das billigste vom Baumarkt und alle 5000 km kommt es raus (natuerlich incl. Filter).
Ich nehme immer gern etwas dickeres Oel, um auf Nr. sicher zu gehen (20W50), zumal ich im Winter selten fahre. Die Motoren werden behutsam warm gefahren und gut ist.
Ich habe mir noch niemals irgend einen Motor beschaedigt und so werde ich es auch in Zukunft machen. Und es kommen einige 100.000 km zusammen in all den Jahren.
Das Argument, dass man duennfluessiges Oel fahren muesse, weil im ersten Moment des Startens die Reibflaechen nicht benetzt seien, ist fuer mich nicht nachvollziehbar:
Egal, wie lange der Motor steht, es ist immer Oel in allen Leitungen, da das Oel aus den Leitungen oberhalb der Oelpumpe nicht raus fliessen kann, denn die Oelpumpe ist ein"Verdraenger" (Zahnradpumpe) und keine Turbopumpe. Es kommt im allerersten Moment eben nur nicht so viel Oel nach, weil die Oelpumpe neues Oel aus dem Sumpf erst ansaugen muss. In so einem Fall von Mangelschmierung im ersten Moment des Anlassens ist es natuerlich immer besser, moeglichst dickes Oel zu haben, um den Schmierfilm nicht abreissen zu lassen.
Aber wenn man nach sehr langem Stehen des Motors erst mal alle Zuendkerzen heraus dreht und dann den Motor vorsichtig von Hand oder auch per Anlasser durch dreht, kann aber doch wirklich nichts passieren.
Ich finde die Diskussion ueber das Oel hier ehrlich gesagt viel zu aufgeregt: es ist meines Erachtens eigentlich gar kein Thema, jedenfalls nicht beim halbwegs modernen (fuenffach gelagerten) DS- Motor.
Viele Gruesse
Sebastian