Übertemperaturanzeige

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Langhuber Verified
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von Langhuber Verified »

@Andreas
die Nummer des NTC hatte ich doch schon geschrieben: "NTC mit der Conradnummer 502359 - 62."

@Thomas Held
das tut er natuerlich nicht, da das Kuehlsystem ein geschlossenes mit 300 mbar Ueberdruck ist. Der originale Temperaturwarnschalter in meinem Auto macht bei 102 Grad Kontakt.
Ja, das ist mir später auch eingefallen, das klingt plausibel.

@MichaelW
ich will dir meine Lösung nicht aufdrängen, nur zeigen dass es sehr diskret und ausserdem komplett rückrüstbar ist.
Ich war vorhin nochmal in der Garage: Meine Madame hat an der Stelle definitiv keinen Gewindeeinsatz. D. h. ich müsste den Deckel abschrauben und ein Loch reinbohren.
Zudem sind die Vorstellungen der einzelnen Leute ja durchaus unterschiedlich: Den einen genügt es, wenn eine rote Lampe angeht, ich als Meß-Freak stelle mir vor, wenn ich schon einen Aufwand betreibe, dann will ich ein geeichtes Thermometer.
Das ändert aber in Bezug auf den Fühler selbst nichts: Es gibt sowohl Temperatursensoren (NTC-Widerstände) als auch Temperaturschalter mit Gewindeanschluss. Man kann also prinzipiell das Eine oder das Andere einbauen.

Schöne Grüße
Klemens
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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
dominik
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von dominik »

Hallo,

wenn man nicht bohren möchte könnte man, falls das Messgerät das hergibt, ja auch die Anzeige kalibrieren.
Man bringt den Messfühler als Anlagethermometer außen an repräsentativer Stelle am Zylinderkopf oder im Bereich der Wasserpumpe an. Dann fährt man das Auto unter Belastung so heiß wie möglich, lässt es dann vielleicht noch ein bis zwei Minuten (unter Beobachtung) im Stand stehen und misst dann mit einem Thermometer die Flüssigkeitstemperatur im Kühler.
Vereinfachend davon ausgehend daß immer ungefähr die gleiche Temperturdifferenz zw. Messpunkt und Kühlwassertemperatur besteht, könnte man dann die Anzeige mit diesem Delta-T als Korrekturfaktor kalibrieren. Als Frühwarnsystem für kritische Betriebszustände wäre so eine Lösung meiner Meinung nach ausreichend, auch wenn sie nicht die 100%ig exakte Temperatur wiedergibt, zudem stellt sich die Frage, welche Temperatur eigentlich die richtige/wichtige ist.

Wenn man sich die serienmäßigen Temperaturanzeigen heutiger Fahrzeuge ansieht tut sich abhängig von der Belastung eigentlich nie etwas. Der Zeiger ist nach 3 km im Normalbereich und da bleibt er auch, egal was man gerade mit dem Auto macht. Meine These ist, daß die Hersteller eine sehr große Dämpfung der Anzeige vorgesehen haben um den Fahrer nicht zu verunsichern, z.B. wenn er nach scharfer Autobahnfahrt plötzlich im Stau steht. Das Zeigerinstrument suggeriert nur Messgenauigkeit, eine Lampe würde aber eigentlich ausreichen.

Vielleicht ist eine Öltemperaturmessung ja eine Alternative; indem man einfach am Ölpeilstab einen Pt 100 direkt ins Öl einführt, ich glaube ich habe von solchen Lösungen schon mal gehört.
Viele Grüße Dominik
klaus_id19 Verified
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von klaus_id19 Verified »

Öltemperaturmessung ist tatsächlich eine interessante Alternative, hatte ich mal (mangels Wasserkühlung :-) ) bei meinem 2 CV realisiert durch einen Temperaturgeber, der anstatt der Ölablassschraube eingesetzt wurde. Hat übrigens damals sehr gut funktioniert...

Gruesse

Klaus
Langhuber Verified
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Dominik,
Dominik hat geschrieben: Man bringt den Messfühler als Anlagethermometer außen an repräsentativer Stelle am Zylinderkopf oder im Bereich der Wasserpumpe an.
Das war meine Idee, den Fühler mit einer thermisch gut leitenden Kupferschelle an einer der Schrauben am Block festzuklemmen.
Dann fährt man das Auto unter Belastung so heiß wie möglich, lässt es dann vielleicht noch ein bis zwei Minuten (unter Beobachtung) im Stand stehen und misst dann mit einem Thermometer die Flüssigkeitstemperatur im Kühler.
Vereinfachend davon ausgehend daß immer ungefähr die gleiche Temperturdifferenz zw. Messpunkt und Kühlwassertemperatur besteht, könnte man dann die Anzeige mit diesem Delta-T als Korrekturfaktor kalibrieren. Als Frühwarnsystem für kritische Betriebszustände wäre so eine Lösung meiner Meinung nach ausreichend, auch wenn sie nicht die 100%ig exakte Temperatur wiedergibt, zudem stellt sich die Frage, welche Temperatur eigentlich die richtige/wichtige ist.
Genauso hatte ich mir das vorgestellt: Es interessiert nicht irgendeine "pseudoexakte" digitale Angabe, sondern schlicht die Frage, unter welchen Betriebszuständen welche Hausnummer angezeigt wird. Auch die originalen Temperaturanzeiger im Armaturenbrett waren ja nicht in Grad geeicht, sondern in den drei Bereichen "kalt, warm, heiss".
Sowas in der Art könnte man auch mit einem Fensterdiskriminator, den es als passendes IC zu kaufen gibt und ein paar LEDs auch bauen, aber die Thermo-Module gibt es halt fertig zu kaufen...

Klemens
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dominik
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von dominik »

Entschuldige Klemens, ich wollte keinen Ideenklau begehen. Ich bin erst später richtig eingestiegen, da gings nur über Wasserthermometer.
Dominik
Langhuber Verified
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Re: Übertemperaturanzeige

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=dominik]
Entschuldige Klemens, ich wollte keinen Ideenklau begehen.
[/quote]
Nö, ist doch gar kein Problem. Es ist doch gut, wenn zwei Leute die gleiche Idee haben. Das bedeutet, dass man möglicherweise nicht alleine auf dem Holzweg ist. :-)

Klemens
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