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Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Do 21. Okt 2004, 23:00
von Carsten
Hi,
und ich werf nochwas nach:

1. Beim SM sind die Wellen kugelgelagert. Da gibt es kaum Vergang. Neue Buchsen passend einsetzen kann JEDE Feinwerkstatt. Für ~50 muss das gehen.

2. Neue Welle machen: Fast nie nötig, denn
-man kann die neue Buchse etwas dicker lassen, und die Welle nachdrehen, oder
-die alte Welle ist eh härter als das Aluguss/MAZAK-Gehäusezeug. Also hat meistens das Gehäuse das Problem, nicht die Welle.

3. Putze, Putze ..... !

4. Kanäle: Dremel, Bleikugel raus, Reibahle rein, Schmodder raus, dann Pfeifenreiniger rein, dann Pressluft, dann Sichtkontrolle, dann Montage mit Schrotkugeln. Dicht.

5. Wechseln von Teilen: Bei fast allen Webern sind die Lufttrichter oben nur reingesteckt. Es gibt gar einen speziellen Auszieher dazu.

6. Fussdichtungen: Man könnte da ja mal benzinfeste Dichtmasse oben und unten hinmachen, oder nicht ?

Nochwas zu VGS- ich wollte da mal die Weber-Tools zum NACHFORMEN der Düsensitze kaufen, das ist so Dreh-schlag-werkzeug. Und die kleinen Flaschenbürstchen mit 1-2 mm Durchmesser, um die Pfeifenreiniger zu ersetzen- HABEN SIE NICHT. Ja, womit machen die das denn dann selber ?

Ich würd auch gern mal nen Tag auf dem Prüfstand da verbringen, den SM so richtig super abstimmen, aber mangels Kohle muss ich das selber erarbeiten. Die Lambda-Sonde ist der nächste Schritt, nach dem Abstimmen der Vergaser.

Carsten

P.S:- wenn es auch nicht VGS-500-Euro-kompatibel wird, besser als vorher wird es immer sein, wenn man sorgfältig überlegt arbeitet, und okay, mir reicht ein 350 E- Ergebnis aus :-)

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: So 24. Okt 2004, 12:08
von MenrathU
Carsten schrieb:

> Nochwas zu VGS- ich wollte da mal die Weber-Tools zum
> NACHFORMEN der Düsensitze kaufen, das ist so
> Dreh-schlag-werkzeug. Und die kleinen Flaschenbürstchen mit
> 1-2 mm Durchmesser, um die Pfeifenreiniger zu ersetzen- HABEN
> SIE NICHT. Ja, womit machen die das denn dann selber ?

Moin Carsten,

ich habe keine Vorstellung von der erforderlichen Länge dieser Bürstchen, doch falls ca. 15 mm Länge genug sein sollten, habe ich einen Tipp parat: Interdentalbürsten für die Mundhygiene!

Beste Grüße

Uwe

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: So 24. Okt 2004, 22:00
von Carsten
Hi Uwe,

nene, so 10-15 ZENTImeter braucht man dann doch....

Ich schabe sie aus, Feinreinigung mit Pfeifenreiniger, dann Nachspülen mit irgendwas Kohlenwasserstoff, dann Druckluft 10 bar, dann Bleikugeln reinprügeln.

ABER für die kleinen Übergangslöcher ist die Idee genial !, zumal man an die ja nur seitlich an der DroKla vorbei drankommt, und die Interdents gewinkelt sind.

Danke,

Carsten

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: So 14. Nov 2004, 10:58
von ACCM Alex
Hallo,

jetzt noch ein Nachtrag bzw. eine Neuerung verbunden mit einer Frage. Ich habe jetzt das Citroën Vergaser- Ersatzteilhandbuch hier vorliegen, das es bei ebay immer wieder mal als Kopie gibt. Da sind beide Vergaser schön als Explosionszeichnungen mit allen Teilen und Ersatzteilnummern abgebildet.
Ich habe nun die Ersatzteilnummern verglichen und komme zu folgenden Unterschieden:
Hauptleerlaufdüse
Nebenleerlaufdüse
Luftkorrektordüse
So weit, so gut. Diese Teile sind ja leicht zu tauschen. Was mich aber immer noch beschäftigt, sind die Lufttrichter. Diese beiden "Einsätze"( ich nenne sie mal so) sind pro Vergaser zweimal in den Ansaugtrichtern vorhanden und alle dieselben. Die sehen so aus wie ein Kreuz, mit etwas Phantasie. Aber ich glaube, die waren nicht gemeint, oder?
Ich denke, Ihr meintet scheinbar den Trichter an sich, der müsste also praktisch zylindrisch sein und in die beiden Stufen eingepresst sein, oder? Und die haben zwar die gleichen Außendurchmesser damit sie austauschbar sind, aber verschiedene Innendurchmesser, eben beim DM 1
20/ 26 und beim DM 2 24/ 27. Ist das soweit richtig? Wenn ja, wie bekomme ich denn nun diese Lufttrichter aus dem Gehäuse heraus ohne das Gehäuse oder den Trichter zu beschädigen?

Danke und Grüße

Alex

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Mo 15. Nov 2004, 17:10
von Georg
Hallo,

ich glaube, Du meinst die richtigen Trichter.
Normalerweise gehen sie leicht raus (ohne Werkzeug, mit den Fingern), wenn nicht, in Öl einlegen, evtl. aufkochen!? Was sagen die anderen?

Gruß Georg

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Mo 15. Nov 2004, 21:19
von ACCM Alex
Hi,

ich habe nun den Deckel vom Vergaser mal abgenommen und muß nun leider feststellen, daß man die beiden Trichter wohl doch nicht auswechseln kann. Es ist keinerlei Naht zu sehen, sodaß sie nicht seperat ins Gehäuse eingesetzt sind sondern einen festen Teil des Gehäuses bilden. Ich habe mir nun überlegt, ob es möglich wäre, den gewünschten größeren Innendurchmesser durch aufbohren o.ä. zu erreichen. Ich habe diesbezüglich nun mal die Firma Viktor Günter angemailt, mal sehen, was die mir sagen.

Grüße

Alex

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 22:04
von Durango95
Hi,

da bin ich mal wieder .-)

Ich hab jetzt den Durango angefangen, mal endlich auch auf die Strasse kommen mit dem Dingen.

Problem: Weber 28/36, Droklawelle ausgenudelt, wie ausbuchsen ?

Ich hab folgendes gedacht. Kann mir jemand sagen, ob ich richtig dachte ?:

(DroklaWelle ist 8mm dick).

1. Welle raus, dann das eine der beiden Seitenlöcher (A) aufbohren auf 9 oder sowas.
2. Dort eine Buchse rein, die dann sicher noch nicht perfekt in Flucht mit der anderen Bohrung gegenüber (B) steht.
3. Durch die ALTE Bohrung B durch bohre ich mit 8 mm drüben durch die Bronzebuchse. Damit habe ich dort ein Loch von 8 mm, das zentrisch zur anderen Seite steht.
4. Nun ist auch B dran, aufbohren auf 9, Buchse rein, und
5. Durch die in A steckende Buchse mit zentrischem 8er Loch bohre ich jetzt in die B-Seite rüber.

6. Nun reibe ich die Bohrungen von HAND so auf, das ich dort die Welle sauber einschieben kann.

Geht das ?

Dann mach ich das so. Alle Anbieter hier verlangen echtes Geld bisher.

Carsten (der olle Geizknochen).

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Di 7. Jun 2005, 07:59
von Georg
Hi Carsten,

das Problem (oder auch nicht) ist das Anfertigen von Buchsen - ich hab 50€ für folgende Arbeiten bezahlt, mit der Auflage, nie mehr mit einem Vergaser zu kommen, weil die Dreharbeiten richtig aufwändig gewesen seien:

1) Langer Bohrer 9mm: Vergaser gut auflegen und durch Bohrung A&B bohren, das wird erstaunlich zentrisch.
2) Reibahlen 9,1-ca. 9,5: Herstellen einer glatten Oberfläche für die spätere Preßpassung
3) Anfertigen einer ALU-Hülse (damit die Welle in Zukunft nicht noch mehr , etwas größer als 9,5 (da war ich nicht mehr dabei) mit einem Innendurchmesser kleiner 8
4) Ausreiben der Hülse auf das Maß der neuen Welle (lange, durch beide Bohrungen reichende Ahle) bzw. auf das Untermaß der verputzten alten Welle

5 und der wichtigste Punkt): VORSICHT!!! Durch das Durchbohren entsteht ein zusätzlicher "Überströmkanal" am Austritt der Welle zur Drosselklappe, daher muß die Buchse etwas in den Luft-Trichter reichen, sie kann mit einem Dremel(Handschleifer) auf die Kontur des Lufttrichters gebracht werden. Das ist bei Alu-Buchsen natürlich leichter möglich als bei Messing!

Alternativ dazu bekommst Du sicher bei Viktor Günther Reparatur-(Messing-)Buchsen und neue Wellen. Die Maße ergeben sich damit von selbst.

Gruß Georg

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Di 7. Jun 2005, 16:21
von Durango95
Hi,

den Punkt mit dem "zusätzlichen Luftkanal , der sich bildet", den verstehe ich nicht. Wieso ist das so ?

Der Rest ist einigermassen klar ;-)

Grüsse,

carsten

Re: Frage an die Vergaserspezialisten

Verfasst: Di 7. Jun 2005, 16:24
von Durango95
Ah, jetzt hab ich es auch. Der kreisförmige Verschluss ist dann da nicht mehr dich. Klar, da käme dann Luft nach unten durch.

Oh Gott, das wird ja ein Trouble. Ich glaube fast, ich lasse es so, und dichte notdürftig ab :-).

Oder ich besorge Rep-Buchsen.

Ich weiss, warum iEs kamen :-)

Carsten