Hallo H-U et al.,
> das saß

Trotzdem möchte ich dazu (etwas eingeschüchtert)
> ein paar Anmerkungen machen:
Hab ich Einen sitzen? Du hast gefragt ich habe geantwortet - rein subjektiv und ohne Einschüchterung. Fakten, Fakten, Fakten...
> ZÜNDKABEL GRAPHIT-SEELE:
> Also, das mit dem Bleistift war schon toll. Nur.... es gibt
> garkeine Zündkabel mit Graphit-Seele.
Na super! Da nennen die die Dinger so und packen da noch'n bischen Graphit-brösel Immitat mit dabei, nur um so "wat is e'ne Dampfmaschin'-Typen" wie mich aus dem Konzept zu bringen.
> Wenn Du z.B. ein sog.
> Graphitkabel (rotes Kabel) zerlegst,
Hab' ich gemacht.
> wirst du folgenden Kabelaufbau sehen:
> 1. Die Seele besteht aus einem hochflexiblen, nichtleitenden
> Kunststoffkern.
> 2. Um diese Kunststoffseele ist ein nichtleitender (!),
> graphithaltiger, weicher und flexibler Mantel angebracht.
O.K. das ist interessant -
wie behandelt man Graphit, damit es nicht mehr leitet?
Uund 2. warum nimmt man teures Graphit, macht es, umständlich und kosten intensiv, nichtleitent anstatt gleich billiges Knetgummi zu nehmen, das diese Eigenschaften von Hause aus mitbringt, oder besser noch gleich den Ganzen Schalmmassel in hoch flexiblen, nicht leitenden Kunststoff zu gießen, wo man eh schon mal dabei ist (super billig)? Oder mag man es bei Citroën einfach gerne teuer und umständlich?
> 3. Um, bzw. auf diesen Mantel wird der eigentliche
> elektrische Leiter gewickelt. Dieser flexible, metallische
> Leiter (Widerstandsdraht) ist ca. 0,1 mm dick und wird
> spulenförmig gewickelt. Der Leiter/Draht bettet sich in den
> "weichen" Mantel ein und gleichzeitig werden dadurch die
> einzelnen Windungen untereinander isoliert.
Wunderbar! Die eigentlich relevante Komponente eines Zündkabels mit Graphit-Seele ist also ein seelenloser Messing(?)draht?
Nun gut - ich revidiere somit meine Aussage, daß Graphit Krams leicht bricht und somit zum Ausfall des Zündkabels führt (auch der Bleistift-Vergleich sei hiermit schamvoll zurückgenommen).
Als Ersatzt-Behauptung (freihlich mit gleichem Ergebnis) behaupte ich nun, das ein 0,1 mm starker Draht nur unwesentlich widerstandsfähiger (im mechanischen - nicht elektrischen Sinne) ist als Graphitgebrösel und somit leicht zum Ausfall des Zündkabels führt.
> Ca. 3 cm Spulenlänge, also Zündkablelänge brauchen da etwa
> 70 cm Draht. Mit anderen Worten, ein Graphit-Zündkabel ist
> eine sehr lange und flexible Spule.
> Das erklärt auch, daß ein "Graphit-Kabel" solch einen hohen
> Widerstand besitzt. Die Spule hat dann zusätzlich auch noch
> eine entsprechend hohe Induktivität. Diese wirkt dann den
> hohen Störfrequenzen dämpfend entgegen. In einer steilen
> Ein/Auschalt-Flanke befinden sich praktisch alle Frequenzen.
Gut das ist ja 'ne tolle Sache aber wie D-Dietemar ja schon schrieb läßt sich das Ganze leicht mit den entsprechenden Widerständen auch erreichen und das sehr einfach und verschleißarm.
> Viel wichtiger bei einem solchen Zündkabel ist ihre
> Oberflächenbeschaffenheit. Ist das Kabel porös, rissig,
> verletzt, vom Marder angeknabbert usw., dann dringt leitende
> Feuchtigkeit/Schmutz in die Isolierung-Ummantelung.
wenn das so ist, dann ist ein Ausfall der Funktion bei diesen Kabeln vorprogrammiert, denn die Enden sind völlig offen und ohne jeglichen Schutz (Oberfläche) der feindlichen Feuchtigkeit ausgesetzt.
> Das gibt dann Nebenschlüsse und Störkapazitäten. Diese Kapazität liegt
> parallel zu dem langen Draht und erzeugt einen langsamen
> Spannungsaufbau (Strom eilt voraus). Erstens muß diese
> Energie von der Zündspule zusätzlich aufgebracht werden und
> zweitens gibt es "Zündhemmungen" und
> Zünzeitpunktverschiebungen bei hohen Drehzahlen.
Ja, genau und dann checkt man Pontius und Pilatus bis man endlich auf die elenden Kabel kommt - also ich mußte innerhalb von 6 Jahren 2x die tollen Rothäute erneuern natürlich war der Abstand immer genau solang, daß man sich schon nicht mehr an das typische Fehlerszenario erinnern kann und der Ausfall verläuft - ebenso natürlich - vollkommen schleichend, so daß man ganz anderes als Ursache vermutet. Ich würde die Kabel gerne in Zukunft als Fehlerquelle ausschließen können.
> KERZENSCHACHT-ABDECKUNGEN:
> Diese Abdeckungen verhindern sehr wirksam, daß kein Dreck in
> die Kerzenschächte gerät.
Das - mit Verlaub - hast Du selbst schon wiederlegt, und Du wirst ja auch nicht Müde immer wieder daruafhinzuweisen, daß die Schächte unbedingt vor dem Kerzenwechsel auszublasen sind - eben weil sich immer Dreck darin sammelt:
Zitat:
Nicht die Kerzen herausschrauben bevor ausgeblasen wurde!!! Das empfiehlt sich auch bei JEDEM Zündkerzenherausschrauben. Der gesamte Dreck im Kerzenschacht fällt sonst immer in den Verbrennungsraum.
wie ich aus eigener Erfahrung mit den originalen Abdeckungen weiß.
> Das ist besonders bei senkrechten
> Schächten wichtig. Dreht man aus solch einem senkr. Schacht
> die Kerzen heraus, fällt dieser dann in den Verbrennungsraum!
> Dahilft auch kein noch so toller Kerzenstecker. Es gäbe da
> noch mehr zu sagen.
Eben doch, denn der Kerzenstecker, den ich meine dichtet den Kerzenschacht absolut gegen die Außenwelt ab. Weil sich im oberen Bereich eine Dichtung befindet die das viel besser als das starre Plastik kann.
> VERLÄNGERUNGEN und BACKELIT (?):
> Diese Verlängerungen haben doch kein Nachteil. Aufgeschraubt
> und fertig. Fest angezogen halten die doch ewig.
Das ist doch schon der Nachteil: abschrauben wieder drauf schrauben und ja auch festgenug sonst vibrieren die sich lose und dann hat man den Salat...
> Und zum Herausnehmen der Kerze sind die doch auch eher hilfreich.
...ansonsten verhindern die auch noch wirkungsvoll den Einsatzt eines Zündkerzensteckschlüssels und mit ihren abgerundeten Enden bringen sie leicht ölige Hände an die Grenze ihres haptischen Könnens.
> Ein Steckschlüssel geht auch darüber und wenn dieser Schlüssel
> einen Gummieinsatz hat, geht die Kerze samt Schlüssel und
> Verlängerung (und evtl. auch Röhrchen) spielend heraus.
Na, den Steckschlüssel hätt' ich gerne im mir zugänglichen Zubehör gibt es nur Kerzensteckschlüssel die entweder viel zu kurz oder aber ganz normale Steckschlüssel ohne Gummi sind. Der originale Kerzenstecker hatte auch kein Gummi und gehörte somit zur 2. Kategorie ist aber noch viel unpraktischer, aber das Faß mach ich jetzt nicht auch noch auf...
> Das Isolierröhrchen (Hartfasergewebe (?)) dient nur der
> Isolierung. Bei heißem und trockenem Motor evtl. überflüssig.
Ja die sind super kann man spitze Blaserohre draus machen.
> Falls sich aber Feuchtigkeit im Schacht befindet
> (Kondenswasser, Motorwäsche keine Original-Abdeckungen

,
> dann verdampft dieses Wasser und setzt sich nicht nur überall
> ab, sondern es leitet auch (kondensierter "Dampf"). Dann
> springt die Kiste nicht mehr an oder stottert.
Und wie kommt das Wasser da rein? Durch die nicht-dichtenden roten Zipfelmützen, mit abdichtendem Kerzenstecker wärs trocken wie im Death-Valley.
Kurzum, die Citroën-Leute haben wieder einmal gute Arbeit
geleistet !
Ich will das hier nicht zum Religionskrieg werden lassen, ich fahre nach wie vor die roten Seelenlosen mit Rotkäppchen und das funkt! eigentlich wollte ich ja nur mal kurz fragen ob irgend jemand da schon mal irgendwas ...