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Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 18:49
von aquablader
[quote=hy1600]
Der Regler sollte im Normalfall nach 1-2 Minuten schalten, 7 Sec. gehen noch, 3 sind schon ziemlich wenig.
@Andreas: welches D-Modell schafft denn zwei Minuten? Woher hast Du diese Zahl? Kann sich einer erinnern, ob es im Neuzustand wirklich so lange gedauert hat? Meine Hydraulik ist wirklich "jung", weil das Auto recht wenig getan hat und überall wirklich nur geringe Rücklaufmengen zu messen sind. Und mein System schafft so 32-38 Sekunden. Zwei Minuten? Nur in Höchsstellung, wenn alles bis zum Bersten gespannt ist...
Also, wer schafft über ne Minute? Ich komme zum Messen...
LG
Ingo
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 22:15
von krebswaage
Hallo,
Den Hauptdruckspeicher möchte ich ausschließen, da ich ihn vor kurzem erst erneuert habe und ebenfalls den Bremsdruckspeicher.
Aber an dem Schaltinterval des Druckreglers hat sich nichts geändert.
Wenn die Hydraulikpumpe einen Druck von ca. 150bar bringt warum hat der Druckspeicher 62 Bar?
Gruß Jörg
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 22:32
von patric
[quote=krebswaage]
Wenn die Hydraulikpumpe einen Druck von ca. 150bar bringt warum hat der Druckspeicher 62 Bar?
[/quote]
... wenn er 150 bar hätte würde er nichts speichern. Damit Hydraulikflüssigkeit in die Kugel eintreten kann muß der Druck auf der anderen Seite der Membarn niedriger als der Systemdruck sein. Sobald unter Druck stehende Flüssigkeit eintritt wird das Gas jenseits der Membran komprimiert und somit erhöht sich der Gas(gegen)druck und sorgt später dafür, daß bei Druckabfall im System Hydraulikflüssigkeit aus der Kugel nachgedrückt wird. Außerdem dient das "Gaskissen" als Dämpfer für die recht steilen Druckspitzen, die die Pumpe produziert.
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 23:08
von Robert
Hallo Jörg,
der Teufel ist ein Eichhörnchen. Bei mir hat auch mal ein Druckspeicher keine 4 Wochen durchgehalten. Es ist natürlich denkbar, dass der Regler defekt ist und deshalb alle 3 Sekunden schaltet, aber ich würde die Kugel einfach mal testen lassen, als ie-Treiber bist Du ja insoweit in einer gesegneten Position. Du kannst natürlich auch noch die Lenkung abklemmen (Fühlerlehre) oder deren Rücklauf kontrollieren, dann müssten aber sämtliche Möglichkeiten ausgeschlossen sein.
Viele Grüsse
Robert
PS.: Schaltintervalle meiner Autos: 59er DS 19, alles von Petermann überholt, 90 sec, 66er ID 19, 50.000 km seit Überholung von Lenkung und Pumpe, 35 sec, 68er DS 21 50 sec. Letztere mit originaler, nicht geöffneter Lenkung und Pumpe nach 20 Jahren Standzeit (wobei ich nicht weiss, wie lange das gutgeht).
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 23:32
von wettem
Die "Druckablassschraube" ist auch richtig fest zu?
vG MichaelW
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 23:45
von hy1600
ok. 2 min sind sehr hoch gegriffen, aber nicht unmöglich, 1-2 >> 90 sek, passt, guter Wert. Ging mehr darum, die 3 Sek. zu relativieren. 7 Sek wurden von Petermann (sollte ein Begriff sein) bei meiner 65er als nicht sofortiges Handeln eingeordnet. Knappe 5 Sek bei einer 73er nach Einbau einer überholten Lenkung und 120 km zeigten dann massives Leck-Öl im Steuerkopf. Schon getauschter Hauptdruckspeicher war mir nicht gekannt.
Gruss Andreas
PS: bin auf Lösung gespannt
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: So 7. Apr 2013, 00:35
von Robert
[quote=wettem]
Die "Druckablassschraube" ist auch richtig fest zu?
vG MichaelW[/quote]
Hallo Michael,
wahrscheinlich meinst Du es nicht so, aber das erinnert mich an den üblichen Schrauberspruch "nach ganz fest kommt ganz lose". Meine Meinung: Der Druck, den "Mann" mit einem Finger auf den auf die Entlüfterschraube aufgesetzten Ringschlüssel ausüben kann, sollte zum Festziehen reichen.
Viele Grüsse + Gute Nacht
Robert
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: So 7. Apr 2013, 01:08
von Thomas Held
Hallo Joerg,
ich verstehe weder, warum die Ruecklaufmengen vom Druckregler jetzt anders erscheinen, noch warum du fast alle Aggregate nun ausschliessen kannst. Eher im Gegenteil, Druckregler und Druckspeicher sind Teile, die man gut vor Einbau test kann (im Gegensatz zu Lenkung, Schaltblock etc.) und ich wuerde das immer empfehlen. Da sich beide Regler gleich verhalten, wuerde ich ebenfalls erst einmal den Druckspeicher ueberpruefen (lassen). Wo wohnst du/steht der Wagen?
Gruss,
Tom
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: So 7. Apr 2013, 08:24
von wettem
[quote="Robert Kruse"]
Meine Meinung: Der Druck, den "Mann" mit einem Finger auf den auf die Entlüfterschraube aufgesetzten Ringschlüssel ausüben kann, sollte zum Festziehen reichen.
Robert[/quote]
hallo Robert,
Ich wollte nicht zu Gewalt aufrufen, nur zum Ausdruck bringen, daß eine halbherzig geschlossene Entlüfterschraube durchaus ähnliches Verhalten verursachen kann.
vG MichaelW
Re: Hydraulischer Rücklauf
Verfasst: So 7. Apr 2013, 10:59
von krebswaage
Hallo,
Da Ihr mich nun ermutigt habt den Fehler weiter zu suchen, erläutere ich mal wie ich bis jetzt vorgegangen bin um weitere Prüf-und Messfehler wie bei der Rücklaufmenge des Druckreglers.
Es handelt sich bei der Patientin um eine DS 23ie Halbautomat von 1975.
Ich besitzet die DS seit ca.10 Jahren und habe im laufe der Zeit diverse Restaurationsarbeiten durchgeführt.
Auf meiner Arbeitsstelle habe ich die Möglichkeit gelegentlich eine Hebebühne benutzen zu können, nur kann ich die DSdort nicht Teilzerlegt stehenlassen.
Ich wohne und die DS steht in 56566 Neuwied.
Eigentlich fahre ich die DS viel zu wenig , im Jahr vielleicht 2000km.
Solange ich mich erinnern kann ist der Schaltintervall sehr kurz.
Vor ca 3 Wochen habe ich im Rahmen meiner Frühjahrsinspektion auch alle Federnkugeln und Druckspeicher erneuert, ebenso die Hydraulikflüssigkeit.
Nun war mir auch die kurzen Schaltintervalle wieder aufgefallen und ich habe versucht den Fehler (zu hohe Rücklaufmenge?) zu lokalisieren.
So wie ich es vor Jahren auf dem Hydraulikseminar des Hr Müller gelernt habe , beobachtete ich die Veränderung des Schaltintervalles in Abhängigkeit von Lenkeinsclag,Hoch und Tiefstellung und Verriegelung der Schaltung.Der Schaltintervall blieb unverändert kurz.
Als nächstes habe ich den Rücklauf des Fliehkraftreglers und des Kupplungskorrektors direkt am Hydraulikbehälter gemessen.Keine größere Rücklaufmenge vorhanden.
Als nächstes habe ich den Rücklauf am Allgemeinenrücklaufschlauch des Druckreglers,Lenkung,Kommandoblock und den Höhenkorrektoren gemessen.
Die Info was an welchem Schlauch angeschlossen ist habe ich den Zeichnungen vom Hydraulikseminar entnommen.
Bei dieser Rücklaufmessung habe ich den Fehler gemacht und die Fördermenge der Hydraulikpumpe bei abgeschaltetem Druckregler für eine erhöhte Rücklaufmenge des Druckregler gehalten.
Als nächstes habe ich den Rücklauf des Druckreglers von dem Rücklaufschlauch getrennt, und siehe da der Rücklauf des Druckreglers ist gleich Null.
Auch der Rücklauf der restlichen Komponenten des Allgemeinenrücklaufschlauchs ( Lenkung, Kommandoblock und Höhenkorrektoren) ist weniger als eine Tropfmenge.
Die Rücklaufmengenmessung habe ich jeweils bei laufendem Motor und geschlossener Druckablassschraube durchgeführt.
Ich hoffe meine Beschreibung ist einigermaßen Verständlich.
Gespannt auf eure Meinung
JÖRG