M7 auf M8 aufbohren

Diskussionen rund um's Thema...
smrt808h
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Registriert: Mi 14. Dez 2005, 19:42

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von smrt808h »

Hallo Hans-Uwe!
Auch wenn Du es (unbewusst?) versuchst, ich werde mit Dogmatikern wie Dir hier keine technische Diskussion anfangen, was soll schon dabei rumkommen?

Ich plädiere nur für etwas mehr Respekt und Zurückhaltung im Umgang miteinander. Wir alle sind hier im Forum Gäste des DS-Clubs und sollten uns auch so benehmen. Würden auf meiner Party einige Leute andere Gäste so anpupen, wie es in diesem Thread teilweise geschieht, ich würde von meinem Hausrecht Gebrauch machen.

Gruss, Martin
Hans-Uwe
Beiträge: 309
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 12:58

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Hans-Uwe »

smrt808h schrieb:
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> Hallo Hans-Uwe!
> Auch wenn Du es (unbewusst?) versuchst, ich werde
> mit Dogmatikern wie Dir hier keine technische
> Diskussion anfangen, was soll schon dabei
> rumkommen?
>
> Ich plädiere nur für etwas mehr Respekt und
> Zurückhaltung im Umgang miteinander. Wir alle sind
> hier im Forum Gäste des DS-Clubs und sollten uns
> auch so benehmen. Würden auf meiner Party einige
> Leute andere Gäste so anpupen, wie es in diesem
> Thread teilweise geschieht, ich würde von meinem
> Hausrecht Gebrauch machen.
>
> Gruss, Martin


Hallo Martin,

... in Bezug auf manche Themen bin ich in der Tat ein Dogmatiker. Umgekehrt wär's erheblich einfacher. Und ohne Hammer und Meissel lässt es sich sicherlich auch mit mir hin und wieder diskutieren.
Apropos Hausrecht. Wenn in Deiner Garage an Deiner DS die Hammer & Meissel-Fraktion Hand anlegen würde, kommt da dein Hausrecht auch zum Zuge?

Grüsse
Hans-Uwe

PS: Warum immer diese Dünnhäutigkeit. Eine Flex lässt sich nun mal nicht durch Verbal-Wattebällchen zurückhalten.
Bernhard(Süd) Verified
Beiträge: 1294
Registriert: Mo 16. Okt 2006, 17:00

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Bernhard(Süd) Verified »

Salut,

nun finde ich den "beinharten" Hans-Uwe doch im sehr positiven Sinne "dünnhäutig",- nämlich sensibel, aufgeschlossen und wach gegenüber der Originalität des großartigen (darin sind wir alle einig) DS-Entwurfs.

Interessant. Das gibt Dir, Hans-Uwe, in meiner ebenso tooooootal subjektiven wie unmaßgeblichen, persönlichen Skala einen unwillkürlichen Sympathiepunkt. Erinnert mich ein wenig an den legendären (literarischen...) Käptn Barawitzka...

Durchaus subjektiv, das räume ich gern ein. Dennoch meine ich, daß es bis zu einem gewissen Grade objektivierbar sein dürfte, daß ein feiner Mann halt seinen (erwähnten) Opa doch BITTE nicht mit Zange und Flex in den feldgrauen Drillich stopfen sollte...

Nix für Ungut:
Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von tomsail »

smrt808h schrieb:
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>
> Ich plädiere nur für etwas mehr Respekt und
> Zurückhaltung im Umgang miteinander. Wir alle sind
> hier im Forum Gäste des DS-Clubs und sollten uns
> auch so benehmen. Würden auf meiner Party einige
> Leute andere Gäste so anpupen, wie es in diesem
> Thread teilweise geschieht, ich würde von meinem
> Hausrecht Gebrauch machen.
>
> Gruss, Martin

hallo martin,

ich hab mir nun nochmal den thread von anfang an durchgelesen. ich konnte keine pupser, üble beledidigungen, nachrede usw... finden.
in manchen bundestagsdebatten geht es weitaus deftiger zur sache als hier.
trotzdem wird dort -mit wenigen historischen ausnahmen- kaum jemand des saals verwiesen.
eine anregende diskussion wird halt oft lebhaft geführt.
trotzdem reden alle nacher wieder miteinander und trinken auch mal 'n bier zusammen.
in anbetracht anderer internet-diskussionsforen ist das hiesige eines der niveauvollsten die ich kenne.

grüße
thomas
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Robert Verified
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Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

habe mir heute die aktuelle Oldtimer-Markt gekauft und die Titelstory gelesen. Dachte sofort an diesen thread (der ja für einige schon zum threat geworden ist). Wenn man sich die dort dargestellte Auffassung der Museums-Restauratoren zu eigen macht, ist eigentlich nahezu alles, was wir hier besprechen, Zerstörung der ursprünglichen Substanz der Fahrzeuge, egal ob es sich nun um eine Erneuerung des Polsterstoffes oder ein Aufbohren von M7-Gewinden handelt. Aus dieser Perspektive ist dann Herrn Fischers originalgetreu aufgebaute 23er nicht besser als meine 59er "Custom"-DS. Auf der anderen Seite macht eine solche konservatorische Restauration aus dem Fahrzeug ein Stehzeug, und das ist es, was zumindest ich nicht möchte, oder, wie meine Freundin letzte Woche sagte, egal, wie alt es ist, ein Auto ist zum Fahren da, sonst verfehlt es seinen Zweck.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
tomsail
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Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von tomsail »

hallo alle!

herrgott....ich muss mir morgen dieses heft kaufen!

hier: http://www.triumph-spitfire.de/forumOpe ... php?t=2497

ist auch schon kräftig diskussion darüber....

zumglück ist der xantia-tank grad leer! :-)

grüße
thomas
---
Hans-Uwe
Beiträge: 309
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 12:58

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Hans-Uwe »

Robert Kruse schrieb:
-------------------------------------------------------
> Liebe Gemeinde,
>
> habe mir heute die aktuelle Oldtimer-Markt gekauft
> und die Titelstory gelesen. Dachte sofort an
> diesen thread (der ja für einige schon zum threat
> geworden ist). Wenn man sich die dort dargestellte
> Auffassung der Museums-Restauratoren zu eigen
> macht, ist eigentlich nahezu alles, was wir hier
> besprechen, Zerstörung der ursprünglichen Substanz
> der Fahrzeuge, egal ob es sich nun um eine
> Erneuerung des Polsterstoffes oder ein Aufbohren
> von M7-Gewinden handelt. Aus dieser Perspektive
> ist dann Herrn Fischers originalgetreu aufgebaute
> 23er nicht besser als meine 59er "Custom"-DS. Auf
> der anderen Seite macht eine solche
> konservatorische Restauration aus dem Fahrzeug ein
> Stehzeug, und das ist es, was zumindest ich nicht
> möchte, oder, wie meine Freundin letzte Woche
> sagte, egal, wie alt es ist, ein Auto ist zum
> Fahren da, sonst verfehlt es seinen Zweck.
>
> Grüsse
> Robert


... bemerkenswerter Beitrag. Da Robert das o.a. zumindest nicht möchte und seine Freundin eine solch erkenntnisreiche Aussage formulierte, würde mich der Anteil der DS-Fahrer, der seine Autos restauriert und anschliessend nicht fährt, mal interessieren.

HUF


Joe
Beiträge: 1011
Registriert: Do 16. Okt 2003, 13:29

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Joe »

Hallo!
Ich habe eine 70er DS 21 aus Ersthand mit größtenteils Originallack und originalem, schönen Interieur. Instandgesetzt wurde nur alles für den TÜV nötige. Mich plagt oft ein schlechtes Gewissen, da der Wagen im Sommer regelmäßig gefahren wird. Der Artikel bekräftigt meine Bedenken einerseits, andererseits ist er schon ziemlich übertrieben formuliert. Ein Fahrzeug nicht mehr zu benützen würde ja heißen seine Geschichte zu beenden bzw. das Kapitel quasi zu schliessen. Jedoch denke ich, dass Kulturgut leben sollte und in 30 Jahren sind unsere DSen Kultur gut weil sie bis ins 21. Jahrhundert bewegt wurden. Unsere Kinder werden sich dann fragen, ob sie an dem vor 30 Jahren restaurierten Fahrzeug etwas verändern dürften, weil es ja den technischen Entwicklungsstand einer Restauration von damals wiederspiegelt. Schlussendlich sage ich mir erhalten so gut es geht, aber benützen wie ein Auto.

Und zu der ganzen Gewindesache. Ich verstehe nicht warum so eine Diskussion überhaupt aufkommt. M7 bleibt M7 PUNKT Gewinderbohrer bekommt man ohne Probleme und Schrauben gibts bei Sassen und co. Warum soll man etwas verändern, was sich über Jahrzehnte bewährt hat. Könnte ich ja meine Schweller gegen Doppel-T-Träger ersetzen, dann wäre mit der Rosterei endlich Ruhe.


Etwas verwundert grüßt
Joe(...der M7-Gewindebohrer hat...)
Doctor-D
Beiträge: 1272
Registriert: Mi 18. Apr 2007, 10:53

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Doctor-D »

Tja,
da kenne ich nur wenige.Ein Schweizer, der fährt ultraselten mit seinen Fahrzeugen.Sehr originalauthentische DSen.Sicherlich im Sinne des musealen dann aber schon wieder überrestauriert.Trotzdem schön.Interessanterweise geht es ihm auch um die Funktion.Aber er fährt selten.
Schmidtkult ist mit dem Caddy äusserst selten gefahren.Das Ding war wunderschön, aber er hat den Verschleiss und Dreck nicht ertragen.Ich hab ihm gesagt, daß es ohne jetzt das Auto sinnlos draufzureiten, nur durch Benutzung Patina bekommt.
Naja.Andere Geschichte.
Echte Steher kenne ich nicht.
Höchstens die platten Leichen, die nicht mehr können.
Der Gag an der DS ist ja gerade das Fahren.
Wobei ich selbst eigentlich zwei Typen Besitzer kennengelernt habe.Fahrer und (ich meine das jetzt nicht abwertend, sondern mag die Buchstabenfolge) Fummler.Die einen fahren.Von 1000km-30000km im Jahr.Entweder purer Genuss oder einfach Hardcore, "das ist einfach mein Auto und ich fahre, weil die Räder bis zum Boden reichen und weil ich das jetzt will und mir mehr oder weniger leisten kann/möchte, haben muss".Dann der Fummler.Entweder ganz übel, Felgensilber, garantiert nur mit Gebrauchtteilen restauriert, wird in 100 Jahren nicht fertig.Oder halt gelb Chromatierer, Verdrehschellen Pimper, Detailficker, Strieescheibensortierer.Wird irgendwann fertig, kommt mental nicht mit dem Bremsabrieb und Regen klar.In anbetracht der tausende Stunden auch klar.Ist auch eher Fummeln um des Fummeln willen, d.h. Entspannung.Er kann auch was anderes machen, oder ein anderes Auto restaurieren.Er wird immer besser.Oder Typreferent.
Und dazwischen?
Vakuum?Fahrende Fummler?
Gibt es auch, aber eher selten.Die fahren mit viel Bedacht und optimieren.Was in einer Werkstatt sehr teuer ist.Nach der fertigstellung ist so ein Auto ja nicht fertig.Ich denke da eher an mindestens 2000km Feinschliff, bis eine DS vom Rohbau bis zum Ende, richtig schön und leise fährt.Die Karosse sackt, irgendwas klappert, dann rinnt doch irgendein Teil oder was weiss ich.

Dann noch was.Hab ich gestern wieder von meiner Freundin gehört.
wabi sabi, eine japanisch Lehre, kommt aus dem Zen Bereich.
Im Prinzip wird ein Ding immer wertvoller, je älter es wird, vor allem umso komplizierter es ist.Aber auch in Benutzung.Um das vielleicht mal auf ein Auto oder eher einen technischen Gegenstand zu münzen.Kann auch eine Lederjacke sein.
Bei Wiki sagt Richard R. Powell:

"Es nährt alles, was authentisch ist, da es drei einfache Wahrheiten anerkennt: nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt."

"Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden."

Ich meine, das trifft es ganz gut.Martin Krauts Palm Beach ist so ein Fall.
extrem charmantes, seidenmattes Auto.Super Patina.Super rostig?
Ich meine gehört zu haben, daß er jetzt jemanden hat, der das ganz behutsam angeht.Man kann natürlich auch einfach fünf Sterne de luxe die Kiste auf links drehen und eine Vollglanzorgie durchziehen.100k€ später eine Katalogreferenz.
Was ist jetzt schöner?Hat beides seinen Reiz.
Ich stehe eher auf den ersten Fall.Der Spender für das Coupe vom Schmidt war eigentlich das Optimum.Pervers schönes Chassis mit Vollglanztechnik und ermatteter Erstlack mit bisschen Rost und 20 Jahre altem Dreck auf dem Lack(er sagte:" bloss nicht mit dem Finger reiben, ey lass das!").
Wird jetzt zu philosophisch.Genug geschrieben.
M7 auf M8 bohren ist quatsch.Zur Not gibt es von Würth Time-sert Einsätze, mit denen sich das wieder machen lässt.Die Sonderschrauben?Es gibt Werkzeuge dafür.Ich tausche ja auch nicht die Torx Schrauben an meinem Saab aus.


Hans-Uwe
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Registriert: Fr 4. Feb 2005, 12:58

Re: M7 auf M8 aufbohren

Beitrag von Hans-Uwe »

... auch wenn die Hammer & Meisselfraktion völlig uneinsichtig mit 'nem Hammer eine Nuss auf 'nen M7-Vierkantschraubenkopf weiterhin unbeirrt 'draufdonnert, hat dieser Thread doch etwas Gutes. Ich habe Kapitän Barawitzka kennen gelernt und werde mir eines dieser Bücher zulegen.

Und wenn mal eine kpl. Schalldämpferanlage festgerostet ist und diese wird einfach herausgesprengt, oder eine festklebende Innenverkleidung wird mit der Kettensäge herausgelöst, dann melde ich mich wieder ;-)

HUF
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