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Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Do 3. Jul 2008, 23:55
von Robert
Liebe Gemeinde,
schön, dass wir wieder bei der Sache sind, aber irgendwie ist das schon eine seltsame Konstruktion. Da heisst es normalerweise immer, Falschluft ist 'ne ganz schlimme Geschichte, und dann ist da so ein Schlauch, wo die Luft nach Belieben einströmen kann. Das mit der 1mm-Düse, die die Blow-by-Gase auch bei geschlossener Drosselklappe wegziehen soll, habe ich ja kapiert, aber diese Geschichte jetzt…wenn da wenigstens ein Rückschlagventil wäre, würde ich es ja noch verstehen. Mag das mal jemand Berufenes einem technisch halbgebildeten Geisteswissenschaftler erklären?
Grüsse
Robert
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 00:32
von MenrathU
Hans-Uwe schrieb:
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> dsfan schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > ich bleibe dabei: Aus einem Röhrchen tropft
> > Benzin??? Das muß krankhaft oder lachhaft
> sein. Es
> > gibt ja einige Röhrchen, Kühlwasser... aber
> > Kraftstoff???
>
> Du bist nicht nur dämlich, dumm und stur, sondern
> auch noch lernresistent.
Lass mal gut sein, HUF,
manch Einer dis-qualifiziert sich durch seine Äußerungen hier von ganz alleine.
Oder aber: Für manchen ist es vielleicht doch besser, den Mund zu halten und für einen Deppen gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und damit alle Zweifel zu beseitigen!
»dsfan« erteile ich hiermit offiziell eine Merkbefreiung.
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 11:52
von Thomas Held
Hallo Robert,
meine Sichtweise:
wenn diese Luftquelle mit in die Dimensionierung der Vergaser einbezogen wurde, stellt sie keine Falschluft, sondern sozusagen miteingeplante Richtigluft dar. Die Masse (Laenge und Durchmesser) des Schlauches sollten dabei den im Erstazteilkatalog genannten Werten entsprechen, um den vorgesehenen Druckabfall beim Durchstroemen der Luft zu erzeugen.
Gruss,
Tom
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 11:55
von tomsail
jop, drum auch die "zunen" drosselklappen
grüße
thomas
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 13:16
von Hans-Uwe
Hallo,
man sollte diese kleine Öffnung mit dem 36cm langen Schlauch nicht überbewerten. Beides bildet einen hohen Widerstand für die Durchströmungsmenge (mir fällt der passende Begriff nicht ein).
Ist die Drosselklappe geschlossen, herrscht der grösste Unterdruck, es arbeitet nur der Leerlaufbereich im Vergaser und die Gesamtsituation ist konstant und einstellbar (wie oben schon beschrieben).
Wird die Drosselklappe geöffnet, verringert sich deutlich der Druckunterschied und die Luftmenge, die über das Ablaufröhrchen einfliesst wird zunehmend geringer. Es werden via Vergaser ca. 40 Liter Luft pro Secunde angesaugt. Davon über das Röhrchen sicherlich nur ein Bruchteil.
Bei Vollgas existiert kaum noch Unterdruck im Ansaugtrakt. Somit wird kaum noch Luft über das Röhrchen angesaugt (das Bernoulli-Prinzip mal vernachlässigt).
HUF
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 13:59
von Thomas Held
Hallo Hans-Uwe:
> man sollte diese kleine Öffnung mit dem 36cm
> langen Schlauch nicht überbewerten.
In den Erstazteilkatalogen ist der Schlauch mit 5 x 7 x 400 mm^3 angegeben. Ausnahme sind die Langhuber, bei denen irgendwann 4 x 11 x 250 mm^3 gelistet ist (den 400 mm langen Schlauch ersetzend), allerdings in Verbindung mit einem 3 x 4,5 x 60 mm^3 grossen Metallroehrchen...
Gruss,
Tom
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 14:32
von MenrathU
Moin,
ich danke allen, die mir durch konstruktive Ideen, Tipps und Gedanken weitergeholfen haben. Ich leite aus der bisherigen Diskussion als Fazit ab:
1. Der Kompromiss zwischen Leichtgängigkeit der Scheiben beim Betätigen und ihrer Dichtigkeit während der Fahrt erfordert behutsames Vorgehen beim Justieren der Führungen, ggf. nach dem Try-and-error-Prinzip. Ich erwäge auch den Einsatz eines Gleitmittels auf den Türdichtungen. Doch welches? Dagegen spricht nämlich, dass es die Scheibenränder verschmiert.
2. Das Überlaufröhrchen am Ansaugkrümmer kann *imho* nur dazu dienen, dem Absaufen des Motors bei übermäßig langer Choke-Betätigung vorzubeugen, indem über es sich im Krümmer sammelnder überflüssiger Sprit ins Freie geleitet wird anstatt ihn verdampfen zu lassen. Der Umstand jedoch, dass ich das Austreten von Sprit bei heißer Maschine, also bei vorgewärmtem Krtümmer beobachtete, lässt mich schlagartig wach werden. Irgend etwas ist da faul! Ins Bild passt hier vielleicht auch, dass der heiße Motor nur schlecht und nur unter Vollgas anspringt, nachdem er einige Minuten gestanden hat, sowie der mit 10-11 l/100km *imho* übermäßige Durst meiner DS 20 (HA, DY3). Jetzt am WE werde ich also zunächst mal den Vergaser öffnen und den Schwimmerstand prüfen, wie es uns Jürgen Peters dankenswerter- und freundlicherweise in KauniDS gezeigt hat. Wie war das noch mal? 5 mm Luft zwischen Schwimmerkörper und Vergaserdeckel mit aufgelegter Dichtung oder ohne sie?
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Fr 4. Jul 2008, 15:50
von Thomas Held
Hallo Uwe,
> Der Umstand
> jedoch, dass ich das Austreten von Sprit bei
> heißer Maschine, also bei vorgewärmtem Krtümmer
> beobachtete, lässt mich schlagartig wach werden.
> Irgend etwas ist da faul!
Vermutlich. Immerhin scheint Deine DS in der Hinsicht kein Einzelfall zu sein.
> Ins Bild passt hier
> vielleicht auch, dass der heiße Motor nur schlecht
> und nur unter Vollgas anspringt, nachdem er einige
> Minuten gestanden hat.
Bei meinem Wagen ist die kritische Zeit eher eine halbe Stunde, einige Minuten sind noch okay. (Ich habe allerdings eine Startanhebung drin, die den Vorwiderstand beim Anlassen ueberbrueckt).
Das Starten unter Vollgas bei warmem Motor ist ausdruecklich in der Betriebsanleitung so beschrieben.
> sowie der mit 10-11 l/100km
> *imho* übermäßige Durst meiner DS 20 (HA, DY3).
Das ist keinesfalls uebermaessiger Durst!
Gemessen auf der Autobahn mit 130 km/h und 2 1/2 Personen Zuladung?
> Jetzt am WE werde ich also zunächst mal den
> Vergaser öffnen und den Schwimmerstand prüfen, wie
> es uns Jürgen Peters dankenswerter- und
> freundlicherweise in KauniDS gezeigt hat. Wie war
> das noch mal? 5 mm Luft zwischen Schwimmerkörper
> und Vergaserdeckel mit aufgelegter Dichtung oder
> ohne sie?
Geschlossenes Nadelventil: Bis September 1971 4,75 +/- 0,1 mm, danach 5 +/- 0,25 mm,
voll geoeffnetes Nadelventil: 11,5 +/- 0,1 mm, jeweils MIT Dichtung gemessen.
Ohne Dir die Hoffnung nehmen zu wollen, Schwimmerstandjustage, Dichtungswechsel, Nadelventilwechsel, Vergaserwechsel haben mir bei dem Problem bislang nicht geholfen...
Gruss,
Tom
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Sa 5. Jul 2008, 20:14
von MenrathU
Thomas Held schrieb:
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> Bei meinem Wagen ist die kritische Zeit eher eine
> halbe Stunde, einige Minuten sind noch okay. (Ich
> habe allerdings eine Startanhebung drin, die den
> Vorwiderstand beim Anlassen ueberbrueckt).
Moin Tom,
solch eine Startanhebung habe ich auch montiert, homebrew, selbstverständlich

, wie ich es dereinst in der HP beschrieb. Sie dient allerdings eher zur Erleichterung des Startens bei kaltem Motor, weil hier der Anlasser deutlich mehr Strom zieht und die Klemmenspannung des Akkus stärker abfällt als bei warmer Maschine. Die Überbnrückung des Zündspulen-Vorwiderstands wirkt dem entgegen.
> Das Starten unter Vollgas bei warmem Motor ist
> ausdruecklich in der Betriebsanleitung so
> beschrieben.
Aha! Eine Betriebsanweisung nenne ich leider nicht mein Eigen ;-(.
Re: Zwei Problemchen...
Verfasst: Sa 5. Jul 2008, 23:16
von dsfan
mich würde mal interessieren, welche Probleme hier manche Leute haben, z.B. ein sog. Hans-Uwe, bei dem "spritzt" es wohl nur durch das DS-Röhrchen und sonst nicht...