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Re: Restauration Heck

Verfasst: Do 12. Jul 2007, 10:14
von Hybried
Genau da steckt der Teufel im Detail.

Es gibt gute, aber ohne Fachkundige Hilfe kann das ein Alptraum werden.

Hat zufällig jemand den Blender beim Treffen gesehen den für 21000 Euro.

Lack schlecht, Türen wellig, ganz schlecht verspachtelt.
Für einen Laien sah der Toll aus war aber eigntlich sehr schlecht.
Die Summe der Nacharbeiten für einen Perfekten lack würde ich mit nochmals ca 2500 Euro beziffern.

Und wo sind die ganzen Autos aus Südfrankreich den?

Das entwickelt sich langsam zur Märchenstunde ich kann Dir auf der stelle 4 Händler nennen die angeblich nur Südfrankreichimporte verkaufen.
Fahr mal hin und schau Dir die Exemplare an möglicherweise ist daran mal ein Südfranzose vorbeigelaufen aber mehr ist da auch nicht.
Es ist selten wirklich gute exemplare zu bekommen und wenn sind diese teuer.

Ich persönlich würde Jo´s Aufwand auf etwa 13000 Euro schätzen um ein opt. Perfektes Auto daraus zu machen.
Diese Summe aufgeteilt auf die nächsten Jahre führt auch zum Resultat und er weis genau was gemacht wurde.





Re: Restauration Heck

Verfasst: Do 12. Jul 2007, 11:14
von hjwirth
Hallo Hybried

Grundsätzlich hast du recht. Ich bezweifle jedoch, dass 13000 Euro für ein opt? perfektes Auto ausreichen. Wenn mit opt optisch gemeint ist, was ist dann mit all dem unter der Fassade. Es ging ja primär ums Heck.
Zudem veranschlagst du heute eine total perfekte Lackierung mit allen Vorarbeiten (nur an der Karrosse) in der Schweiz mit mind. 8000 Euro.

Und dann............ hast du nur Schein als sein ????

Ne ne, ich bleibe dabei, du hast 2 Möglichkeiten. Entweder rollst du mit Classikdata 2 daher, hast keine Schrauberdaumen (nicht böse gemeint) und bezahlst 30-40t Euro als Anschaffung. Unterhalt kommt dazu.
Oder du machst dir die Hände selber schmutzig und fröhnst einem "fast" exklusiven Hobby und hast viel, viel Frust und Freude damit. Die Kosten laufen eh aus dem Ruder.
Die Oportunitäten muss sich jeder selbst zurechtbasteln :-)

Jo, herzlich willkommen im Club der Schrauber :-)))), bedenke jedoch dass du nebst einer einigermassen guten Infrastruktur auch eine sehr, sehr verständnisvolle, die sehr liebende und nicht eifersüchtige Prinzessin (die Göttin hast du ja schon) zwingend brauchst.

Schraubergeschädigte und kostenmässige am Anschlag laufende aber mit perfekter Classikdata 1 verwöhnter Prinzessin ausgestattete Grüsse
Hansjörg



Re: Restauration Heck

Verfasst: Do 12. Jul 2007, 11:39
von aldirosso
Hallo,

es gibt gute Exemplare (kein Pallas mit Leder etc. - ok) für 10-15t€ am Markt - die sind zugegebenermassen selten, werden immer seltener und müssen mühsam gefunden werden und man sollte die Hälfte des Kaufpreises nochmal als Reserve für Unvorhergesehenes auf der Kante haben.

30-40t€ KANN man natürlich für ein sehr gutes Auto auch ausgeben, aber das ist für mich dann eher die Variante :
"Autoliebhaber" im weissen Anzug mit Neuwagenansprüchen kauft sich einen Oldtimer aus dem Showroom - Geld spielt keine Rolle.

Die Gefahr auf einen Blender zu treffen ist natürlich beim Gebrauchtwagenkauf (nicht nur bei Oldtimern) immer da.

Trotzdem - so ein Auto (für 10-15t€) wäre für mich im vorliegenden Fall die vernünftigere Wahl. Man muss nur genug Geduld
( und Geld ;-) ) mitbringen, um ein gutes Exemplar zu finden. Das behält dann in der Regel auch seinen Wert und "nur" die laufenden Kosten und Reparaturen sind zu investieren.

Die Gefahr bei einer selbst - ohne Erfahrung - begonnenen Restauration den Arbeitsaufwand und die notwendigen finanziellen Mittel hoffnungslos zu unterschätzen und dann irgendwann das halbfertige Projekt aus Geldmangel billig verkaufen zu müssen (möglicher finanzieller Verlust grob geschätzt 10.000 EUR - je nach Stadium) ist hier aus meiner Sicht real vorhanden.

Ich selber habe mein 1990 begonnenes Restaurationsprojekt 2005 (mit grossen Pausen) einigermassen abgeschlossen und bin nur mit viel Eigenleistung und preiswerten Werkstätten (z.B. Lackier-, Karrosseriearbeiten und Innenausstattung in Polen) einigermassen im Rahmen geblieben. Ich habe aber vermutlich immer noch deutlich über dem Wagenwert investiert (o.k. waren auch viele Verschleissteile dabei) und war ein paar mal kurz davor aufzugeben.



Dafür weiss ich natürlich jetzt, was ich habe....

denke ich immer, bis zur nächsten Reparatur ;-)

( als alles soweit vermeintlich fertig war, musste dieses Frühjahr doch noch ein Austauschmotor rein )

Gruss

Martin




Re: Restauration Heck

Verfasst: Do 12. Jul 2007, 14:52
von Stefan A.
aldirosso schrieb: u.a.:

. . .
> Die Gefahr bei einer selbst - ohne Erfahrung - > begonnenen Restauration den Arbeitsaufwand und die > notwendigen finanziellen Mittel hoffnungslos zu
> unterschätzen und dann irgendwann das halbfertige > Projekt aus Geldmangel billig verkaufen zu müssen > (möglicher finanzieller Verlust grob geschätzt
> 10.000 EUR - je nach Stadium) ist hier aus meiner > Sicht real vorhanden.



Hallo!
Kann Martin nur beipflichten, auch Kostenmäßig! Habe 1995, völlig Schraub-unerfahren, verblended und grenzenlos optimistisch eine DS21 IE HA gekauft (auch DAS noch!).
Würde Ihr damals karosseriemäßig eine 4-5 geben, heute schön und rostfrei, der Lack nicht original aber fast alles neu... das einzige ist eine innere Undichtigkeit in der Hydro mit der ich mich aber nicht mehr befassen kann.

Ich schätze mal: ca. 1500 Stunden Eigenleistung in 12 Jahren, wenn ich Sie heute um 10-11.000 EUR verkaufe (was ich jetzt auch möchte) wäre die Kosten ca. 15.000 € aus dem Ruder aber bloß wegen der hohen Eigenleistung sonst wärs viel mehr.

Ihr habt Recht, das gehört eigentlich unter Angebote.. steht gleich drin!!

schade eigentlich, dieses nette Forum wird mir fehlen!
Grüße
Stefan

Re: Restauration Heck

Verfasst: So 15. Jul 2007, 22:58
von citrojoe
Hallo Hybried, vielen Dank werd mich in den nächsten Tagen melden.

jo

Re: Restauration Heck

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 08:28
von citrojoe
Das Abenteuer geht weiter:

Nachdem ich mal den Rücksitz ausgebaut habe, sehen die Kotflügel eigentlich doch gar nicht so schlecht aus, die Hutablage ist wohl schon mal neu gemacht worden, aber dierkt unter der Hutablagesind auf beiden Seiten Rostlöcher. Ist das nun noch Innenkotflügel oder muß die (ist das die C-Säule?) auch geschweißt werden?

Soll ich denn die ganzen Innenkotflügel erneuern? Richtig durchgerostet sind die ja eigentlich nur am Übergang zum Heckblech.

Jochen

Re: Restauration Heck

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 08:28
von citrojoe
Blder sind leider nicht mitgekommen:

Re: Restauration Heck

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 12:46
von citrojoe
War heute nochmal bei einer anderen Karosseriewerkstatt, Wagen auf der Bühne,
B-Säulen stehen mehr oder weniger nicht mehr auf dem Rahmen, sondern sind durchgerostet, in die C-Säulen kann man von unten reinschaun, die Halterung links hinten für die Federung ist durchgerostet, und er weiß nicht woran er die gekauften Ersatzbleche festschweißen soll, da die Schweller sicher auch noch marode sind; also bleibt nur die Komlettretaurierung mit neuem Rahmen?
Oder ist verschrotten und ausschlachten in diesem Falle sinnvoller?
Ganz zu schweigen von den A-Säulen, hier muß jetzt auch schon die rechte Wagenheberführung mit Umgebung neu gemacht werden.

Ich bin echt verzweifelt, gerade hatte ich mich so an die Göttin gewöhnt:
Kann mich jemand trösten?

Jochen

Re: Restauration Heck

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 13:07
von aldirosso
"Oder ist verschrotten und ausschlachten in diesem Falle sinnvoller?"

Hallo Jochen,

So leid es mit tut : für mich nach dieser Beschreibung eindeutig JA

Da ist ja schon bei den (normalerweise relativ einfachen) Karrosseriearbeiten an den tragenden Teilen unter dem lackierten Blechkleid kein Ende abzusehen. Wenn mans selber machen kann und die Zeit hat - ok - aber wenn man es machen lassen muss - oje.
Wie sehen denn Türen und Koflügel aus und was ist mit der Technik ?


Trösten kann ich Dich nur damit, dass Du mit einer solchen Entscheidung (und eventuell Anschaffung eines Fahrzeugs mit besseres Substanz - wie hier schon diskutiert) vermutlich viel Geld sparst - und zwar um so mehr Geld je früher Du sie triffst.

Deine nächste DS solltest Du Dir vor dem Kauf etwas genauer ansehen - vielleicht mit einem Kenner.

Ich hoffe Du hast für den Schrott wenigstens nicht allzuviel bezahlt - ein Teileträger kann natürlich auch wertvoll sein (wenn man den Platz hat).

Vielleicht ist das auch ein kleiner Trost.

Gruss

Martin

Re: Restauration Heck

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 13:40
von Stephan J.
Das klingt wirklich nicht so gut - durchgerostete hintere Achsaufnahmen werden meist als das K.O.-Kriterium betrachtet, und außerdem kannst Du davon ausgehen, dass bei Deiner Beschreibung auch versteckte Dinge wie der Windschutzscheibenrahmen, der Dachrahmen und viele weitere Sachen noch aufwändig gemacht werden müssen. Und Du wirst sehen, dass immer noch mehr dazu kommt...

Machbar ist im Prinzip ja fast alles, aber wenn es sich nicht um ein seltenes und hoch gehandeltes Modell handelt oder man nicht eine extreme emotionale Bindung an einen bestimmten Wagen hat, macht so etwas vom finanziellen Standpunkt aus keinen Sinn.

Ich habe aufgrund starker emotionaler Bindung das Chassis meines Wagens vor einigen Jahren in einer der namhaften Fachwerkstätten komplett restaurieren lassen, der Gesamtzustand vorher war wohl ähnlich wie bei Deinem Wagen, die Achsaufnahmen allerdings noch o.k. Im Endeffekt sind trotz großzügigen Entgegenkommens der Werkstatt in mehreren Etappen insgesamt knapp 20.000 € zusammengekommen, soweit ich mich erinnere (ein paar Technikreparaturen waren aber auch dabei). Als immer mehr Sachen auftauchten, die gemacht werden mussten, habe ich dann schließlich einen Kredit aufgenommen, um die Sache finanzieren zu können, den ich erst nach vier Jahren wieder abbezahlt hatte. Für mich machte das Sinn, für die meisten anderen Menschen würde das aber wohl nicht der Fall sein. Dies nur als Anhaltspunkt für Deine Entscheidung...

Wenn der Wagen für Dich ein Gebrauchsgegenstand ist, den Du in irgendeiner Art und Weise auch für austauschbar hältst, kauf Dir besser einen neuen (und besseren). Wenn Du sehr an ihm hängst, stell ihn Dir als Teileträger oder als ein Projekt für die Zukunft hin...

Gruß,