Hi,
das der Kat nach relativ kurzer Zeit schon an Wirksamkeit verliert, habe ich von Herrn Wurm persönlich. Nachdem ich im Raum Frankfurt Probleme hatte, jemanden zu finden, der den Vergaser für Kat-Betrieb richtig einstellt, bin ich selbst zu Herrn Wurm gefahren. Nachher lief das Auto auch sehr gut und brauchte weniger, Herr Wurm meinte aber, daß nach etlichen Wochen falscher Vergasereinstellung der Kat vermutlich nicht mehr optimal arbeite. Ist aber m.E. kein spezifisches "Wurm" Problem, sondern gilt für alle Kats.
Daß der Kat nur bis etwa 80km/h regelt und mit steigender Geschwindigkeit immer schlechter (ich glaube, bei etwa 110 spätestens gar nicht mehr) habe ich nach Kat-Einbau selbst gemessen. Wenn ich mich recht erinnere, hat mir das Herr Wurm auch bestätigt. Auch das ist aber nix besonderes, da damals wohl fast alle Hersteller mit Anreicherung (also ungereltem Kat) bei höheren Geschwindigkeiten arbeiteten. Die damaligen Testzyklen haben das wohl auch nicht anders verlangt.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß eine IDS mit Lamba=1, also recht magerer Einstellung, noch auf ihre Höchstgeschwindigkeit kommt. Unverbrannetr Sprit muß dabei aber wirklich nicht in den Kat gelangen, das habe ich falsch formuliert.
Wenn nur mein Wagen sich so verhält (glaub ich aber nicht), also mehr Kats als Quertöpfe verbraucht und ab 80 nicht mehr optimal regelt, dann habe ich vieleicht damals ein unausgereiftes Vorserienmodell bekommen? Wer weiß.
Ich habe aber gleich noch eine andere Frage: warum ist eigentlich die Schadstoffklasse der IDS mit geregeltem Wurm-Kat so schlecht, daß man nicht mal eine Smog-Plakette dafür bekommt?
Zur Abwechslung mal Grüße aus Mittelhessen
JK
Ungeregelter Kat?
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Johannes Kramer
Re: Ungeregelter Kat?
Um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, habe ich in meinen uralten Unterlagen zum Kat-Einbau in meine DS nachgeschaut:
Um den Regelbereich zu bestimmen, kann man eine Spannung an der Lambda-Sonde abgreifen, von der man auf Lambda schließen kann. Und eine Spannung am Regelventil, die angibt, wie weit es geöffnet ist. So habe ich das auch gemacht.
Ich habe mir eine Aussage von Herrn Wurm notiert, wonach ab etwa 100km/h die Einstellung in Richtung „Fett“ abdriften darf, der damalige ECE 15 Fahrzyklus sah anscheinend nur Geschwindigkeiten bis 50km/h vor. Damit verhält sich mein Wagen samt Kat korrekt.
Die Kat-Hersteller gehen offenbar von einer Lebensdauer von etwa 80.000 bis 130.000km im Mittel aus, solange hat meiner auch gehalten, bevor er riechbar schlechter wurde. Unter ungünstigen Bedingungen (höherer Schadstoffanteil wie z.B. unverbrannte Kohlenwasserstoffe) wird die Reinigungswirkung des Kat schnell schlechter, er kann sich aber in Grenzen wieder regenerieren.
Meine Überlegung war nur, den nächsten Kat in einen normalen "nicht rostfreien" Quertopf einbauen zu lassen, weil Edelstahl so seine Nachteile hat (erheblich lauteres Fahr- und Standgeräusch, sehr empfindlich bei Bodenkontakt z.B. auf Feldwegen, schlecht zu reparieren).
Wenn der Quertopf dann vor dem Kat hinüber ist, ist halt ein entsprechender Kat-Transplant erforderlich. Find ich nicht schlimm, muß aber nicht jeder so machen.
Mich freut allerdings, daß man jetzt mit H-Kennzeichen relativ frei in der Wahl und Zusammenstellung seiner Kat-Lösung ist, da man die Schadstoffklasse für die Steuer nicht braucht (siehe obiges Statement von Herrn Spannagel). Ausnahme wäre nur die Fahrerlaubnis bei Smog oder was sonst noch an Einschränkungen drohen könnte. Aber die haben wir leider sowieso nicht.
Grüßle aus dem Süden
Johannes K.
Um den Regelbereich zu bestimmen, kann man eine Spannung an der Lambda-Sonde abgreifen, von der man auf Lambda schließen kann. Und eine Spannung am Regelventil, die angibt, wie weit es geöffnet ist. So habe ich das auch gemacht.
Ich habe mir eine Aussage von Herrn Wurm notiert, wonach ab etwa 100km/h die Einstellung in Richtung „Fett“ abdriften darf, der damalige ECE 15 Fahrzyklus sah anscheinend nur Geschwindigkeiten bis 50km/h vor. Damit verhält sich mein Wagen samt Kat korrekt.
Die Kat-Hersteller gehen offenbar von einer Lebensdauer von etwa 80.000 bis 130.000km im Mittel aus, solange hat meiner auch gehalten, bevor er riechbar schlechter wurde. Unter ungünstigen Bedingungen (höherer Schadstoffanteil wie z.B. unverbrannte Kohlenwasserstoffe) wird die Reinigungswirkung des Kat schnell schlechter, er kann sich aber in Grenzen wieder regenerieren.
Meine Überlegung war nur, den nächsten Kat in einen normalen "nicht rostfreien" Quertopf einbauen zu lassen, weil Edelstahl so seine Nachteile hat (erheblich lauteres Fahr- und Standgeräusch, sehr empfindlich bei Bodenkontakt z.B. auf Feldwegen, schlecht zu reparieren).
Wenn der Quertopf dann vor dem Kat hinüber ist, ist halt ein entsprechender Kat-Transplant erforderlich. Find ich nicht schlimm, muß aber nicht jeder so machen.
Mich freut allerdings, daß man jetzt mit H-Kennzeichen relativ frei in der Wahl und Zusammenstellung seiner Kat-Lösung ist, da man die Schadstoffklasse für die Steuer nicht braucht (siehe obiges Statement von Herrn Spannagel). Ausnahme wäre nur die Fahrerlaubnis bei Smog oder was sonst noch an Einschränkungen drohen könnte. Aber die haben wir leider sowieso nicht.
Grüßle aus dem Süden
Johannes K.