Zitrönenfalter hat geschrieben: Do 18. Jan 2024, 09:45
Auch wenn es "sachlich gesehen", nenne ich es jetzt mal, natürlich positiv und richtig ist, etwas gegen Radikale (ganz gleich ob Rechts oder Links!) zu unternehmen, ändern wird das in der Gesellschaft genau gar nichts!
Echt? Du wertest Linken Radikalismus gleich wie Rechten?
Zuallererst mal: Was zutreffend oder unzutreffend ist, legst Du nicht fest!
Du bist hier das perfekte Beispiel für die früher in dieser Diskussion beklagte fehlende Diskussionskultur: Du stellst meiner Meinung keine Gegenmeinung gegenüber, sondern bügelst mich gleich mit einem "Das ist unzutreffend" ab wie ein Oberlehrer seinen kleinen dummen Schüler.
Kann ich sehr gut verstehen wenn da viele einfach nur abwinken...
Sollte ich vielleicht auch machen, ich versuchs trotzdem noch mal:
Du darfst gerne der Meinung sein, Linksextremisten seien "nur harmlose Spinner", ich bin anderer Meinung, und werde es immer bleiben!
Wer Gewalt gegen andere einsetzt, deren Verletzung oder gar Tod billigend in Kauf nimmt, ist und bleibt in meinen Augen ein Arschloch, ganz egal aus welchen Gründen er es tut!
Und es ist für die Beurteilung seiner Tat auch völlig irrelevant, ob und wie viele andere es gibt, die ebenfalls, aber aus anderen Gründen, Gewalt einsetzen!
Der Bankräuber bekommt auch keine mildernden Umstände anerkannt, wenn er dem Richter sagt daß er doch nur ein paar Hunderttausend gestolen hat, andere stehlen Millionen und Milliarden...
Ist es "nicht so schlimm", Gewalt gegen Polizisten auszuüben, Steine auf sie zu werfen? Sind Polizisten weniger wert als Ausländer, Juden oder wer sonst noch im Fadenkreuz der Rechten steht?
Nur weil es vermutlich zahlenmässig mehr Rechtsextreme als Linksextreme gibt, sind letztere keine harmlosen Spinner, sondern genau so gefährliche Spinner wie die Rechtsextremen!
Darfst Du wie gesagt anders sehen, aber erwarte nicht meine Zustimmung!
Danke ich bin der festen Überzeugung, man muss sich wieder auf den Grundkonsens besinnen, dass Gesetze einzuhalten sind. Wenn man beginnt, den Grund des Gesetzesverstoßes moralisch zu bewerten, zerstört man das Gemeinwesen und auch die Demokratie. Die sieht nämlich vor, dass man sich zu Wahl stellen, und wenn man genug Wähler auf sich vereinigt, man Gesetze, im Rahmen des Grundgesetzes erlassen kann. Ausländer schlagen, Juden den Tod wünschen oder Polizisten aus Bäumen mit Exkrementen bewerfen, ist aus gutem Grund nicht erlaubt. Egal, aus welcher politischen Ecke es kommt und was als vermeintliche Rechtfertigung dient.
Maxe_Muc hat geschrieben: So 21. Jan 2024, 09:07
Wenn man beginnt, den Grund des Gesetzesverstoßes moralisch zu bewerten, zerstört man das Gemeinwesen und auch die Demokratie.
So ist es!
Auch wenn es im Einzelfall frustrierend sein mag, wenn einer wie Höcke mit eiskalter Berechnung genau "auf der Grenze segelt", aber es hat einen Grund warum Gesetz Gesetz ist und Moraldiskussionen wo anders hingehören!
Wenn Moralvorstellungen und Glauben unser Gemeinwesen bestimmen, mag ich nicht mehr Teil davon sein, dann wird es Zeit zu gehen!
Radikalenerlass in den 70ern, McCarthy-Ära in den USA, es gibt genügend Beispiele wohin sowas führt!
Zitrönenfalter hat geschrieben: So 21. Jan 2024, 08:39
Ist es "nicht so schlimm", Gewalt gegen Polizisten auszuüben, Steine auf sie zu werfen? Sind Polizisten weniger wert als Ausländer, Juden oder wer sonst noch im Fadenkreuz der Rechten steht?
Nenn mir bitte eine der Größenordnung des Holocaust entsprechende Katastrophe, die durch Linksradikalismus ausgelöst worden wäre…
M. Ferchaud hat geschrieben: So 21. Jan 2024, 11:01
Nenn mir bitte eine der Größenordnung des Holocaust entsprechende Katastrophe, die durch Linksradikalismus ausgelöst worden wäre…
Darum geht es nicht!
Meine These war und ist, daß jemand der Steine auf Polizisten wirft genau so verabscheungswürdig ist wie einer, der Steine auf Ausländer wirft.
Wenn Du hier jetzt den Holocaust bemühem musst, um (Dir?) den den Linksradikalismus schönzureden, sagt das viel über dich aus, aber ändert nichts an meiner Meinung.
Und ganz gleich wie viele Links Du mir noch vorsetzen willst - ich werde keinen davon lesen!
Danke für's Gespräch, für mich ist es beendet.