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Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: So 7. Nov 2021, 11:43
von Cardano
Lieber Hr. Fischer,
ich schätze Ihr Fachwissen.
So wie Sie Schreiben hat das sicher seine Richtigkeit.
Darum gehe ich davon aus, dass Sie einer der ersten sind die
Ihren DS nach erfolglosem suchen nach NOS Teilen das Auto
dem Verwerter zum Pressen überlassen.
Was soll man dann sonst noch damit anfangen?
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: So 7. Nov 2021, 14:14
von Maxe_Muc
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ihr euch jetzt alle auf HUF einschließt. Ich halte seine Anmerkung für valide. Natürlich wird keiner von uns sein Auto verschrotten, sondern abwägen, ob er das Risiko tragen kann/möchte.
Wenn ich aber jetzt ein Teil anfertige, es in Verkehr bringe und es einen Unfall verursacht, hafte ich. Wie gesagt, für mich selbst möglicherweise ok, ob ich das durch eine Sammelbestellung vervielfachen möchte? Keine Ahnung....
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: So 7. Nov 2021, 14:29
von rsa404
Maxe_Muc hat geschrieben:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum ihr euch jetzt alle auf HUF einschließt. Ich halte seine Anmerkung für valide. Natürlich wird keiner von uns sein Auto verschrotten, sondern abwägen, ob er das Risiko tragen kann/möchte.
Wenn ich aber jetzt ein Teil anfertige, es in Verkehr bringe und es einen Unfall verursacht, hafte ich. Wie gesagt, für mich selbst möglicherweise ok, ob ich das durch eine Sammelbestellung vervielfachen möchte? Keine Ahnung....
Danke, dem möchte ich mich hier anschließen :y
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: So 7. Nov 2021, 16:33
von maldini
Hallo zusammen,
ich habe auf den Wunsch eines Einzelnen, der namentlich angesprochenen wurde, ein Post versteckt.
In diesem Post wurde derjenige mit seinem Hausnamen angesprochen - was er nicht möchte.
Das kann ich verstehen
- darum diese Löschung.
Ich würde euch darum bitten, zukünftig diese Ansprache mittels Hausnamen zu unterlassen - zumal sie ja weder respektvoll noch freundlich gemeint war.
mit moderierenden Grüßen!
Karl
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: So 7. Nov 2021, 20:59
von Volker DS19
Hallo,
ich hatte vor Jahrzehnten mal zwei Gelenkleitungen nach gefertigt, aus 1.4571 und 1.4021, wurden aber nie eingebaut.
Genau das Thema Betriebserlaubnis hat mich auch schon damals beschäftigt, natürlich hätte ich vor dem Einbau in ein Auto jede Gelenkleitung mit dem 1,5 fachen Druck getestet.
Natürlich kann jemand solche Teile nach fertigen und Verkaufen/Weitergeben mit dem Hinweis nur für die Vitrine, das der Einbau innerhalb der STVZO nicht zulässig ist.
Man kann auch überall z.B. 100 Watt Glühbirnen für Autoscheinwerfer kaufen wo auf der Packung steht "nicht innerhalb der STVZO zulässig"
Wo will man anfangen oder aufhören, da werden auf einem Teilemarkt Bremsklötze oder Bremsbeläge gekauft von einem zweit oder Dritthersteller, 30 oder sogar 60 Jahre alt, haben die überhaupt eine heute gültige ABE? und wenn man Pech hat löst sich bei der ersten Gefahrenbremsung der alte Reibbelag in Staub auf. Da ist mir eine nach Fertigung mit einem neuen modernem Reibbelag lieber. Aber wie sieht das dann für die meisten von uns aus wenn solche Teile dann vielleicht 1000 € oder mehr kosten wegen der Erstellung einer ABE.
Haben den die Umbausätze auf Schlauch eine ABE? wenn nicht ist es eh egal was ich ohne ABE einbaue.
Gruß
Volker
[attachment 15909 Gelenkleitung6.jpg]
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: Di 9. Nov 2021, 00:15
von Til
Danke Volker - das Argument mit dem Umbausatz ist mir auch eingefallen - ich finde es toll, dass Robert das machen will - HUF's Argument ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen: das ist auch der Grund, warum z.B. der Franzose nicht mehr in die USA liefert (ist dumm fuer mich): die wurden mW vor einem amerikanischen Gericht zu einem 6-stelligen $ Betrag verklagt, weil igendwer mit deren Bremsenteilen einen Unfall hatte - also, Robert, nicht in die USA liefern

- viel Erfolg - Til
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: Di 9. Nov 2021, 09:08
von Hans-Uwe Fischer
Til hat geschrieben:
Danke Volker - das Argument mit dem Umbausatz ist mir auch eingefallen - ich finde es toll, dass Robert das machen will - HUF's Argument ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen: das ist auch der Grund, warum z.B. der Franzose nicht mehr in die USA liefert (ist dumm fuer mich): die wurden mW vor einem amerikanischen Gericht zu einem 6-stelligen $ Betrag verklagt, weil igendwer mit deren Bremsenteilen einen Unfall hatte - also, Robert, nicht in die USA liefern

- viel Erfolg - Til
... und was passiert in Deutschland*, wenn irgendwer mit Roberts Bremsteilen einen Unfall baut? Also die Bremsteile ursächlich für den Unfall verantwortlich sind? Und das gilt doch auch für alle anderen DIY-Baugruppen/Teile/Umbausätze ohne ABE.
Ich weiß auch, wie es in der Praxis aussieht. Aber im Falle eines Falles werden die Gerichte den Verursacher verantwortlich machen.
HUF
BTW: Solch ein Bremsleitungsgelenk ist bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 km/Jahr und 5 Jahren Einsatz ca. 1.500 Stunden im aktiven Einsatz. Und das häufig unter Hochdruck. Die Anzahl der Gelenkbewegungen lassen sich da nur noch schätzen. Ein gewaltiger Funktions- und Sicherheitsanspruch an solche Baugruppen.
[size=small]*) Und anderen Ländern.[/size]
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: Di 9. Nov 2021, 13:58
von Andreas B.
Die Thematik kehrt ja (berechtigterweise) regelmässig wieder. Ich denke an die Diskussion um Schwingarme etc. . .
Aber wenn man es streng auslegt, dürfte wohl keine einzige Hydraulikleitung mehr nachgefertigt, keine revidierte Kugel mehr in Umlauf gebracht und ganz bestimmt kein (NF) Bremsschlauch an dieser Stelle angebracht werden. Von den Bremszylindern, welche tatsächlich oft von zweifelhafter Qualität sein sollen (Beispiel HY) ganz zu schweigen.
Es wird immer ein Balanceakt bleiben, die alte Technik am Laufen und in funktionsfähigem Zustand zu halten.
Andreas
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: Di 9. Nov 2021, 14:24
von Til
Das gute an der Gelenkleitung ist, dass sie ja vorwiegend im drucklosen Zustand leckt, und das somit auffaellt, bevor es zu einem Funktionsversagen kommt - wenn man das eng sieht, muss man zu den nicht geprueften Teilen dann auch noch die nicht durch einen KFZ Meister durchgefuehrten/beaufsichtigten Arbeiten beruecksichtigen - und, wenn ich das zu Ende denke, auch noch alle Teile/Arbeiten, die an meiner DS durchgefuehrt wurden, bevor ich sie gekauft habe - und daher sehe ich das sehr gelassen aber ich verstehe, dass das andere nicht so sehen - Til
Re: Nachfertigung Gelenkleitung
Verfasst: Di 9. Nov 2021, 18:46
von Bernhard(Süd)
Volker DS19 hat geschrieben:
Hallo,
.....
Wo will man anfangen oder aufhören, da werden auf einem Teilemarkt Bremsklötze oder Bremsbeläge gekauft von einem zweit oder Dritthersteller, 30 oder sogar 60 Jahre alt, haben die überhaupt eine heute gültige ABE? und wenn man Pech hat löst sich bei der ersten Gefahrenbremsung der alte Reibbelag in Staub auf. Da ist mir eine nach Fertigung mit einem neuen modernem Reibbelag lieber. Aber wie sieht das dann für die meisten von uns aus wenn solche Teile dann vielleicht 1000 € oder mehr kosten wegen der Erstellung einer ABE.
Haben den die Umbausätze auf Schlauch eine ABE? wenn nicht ist es eh egal was ich ohne ABE einbaue.
Gruß
Volker
Hallo,
ja eben: Haben alte französische NOS-Teile (Zündung, Mechanik, usw. usw. ...), also ORIGINALE Citroën-Teile, die man glücklicherweise noch hie und da finden kann, eine HEUTE gültige deutsche ABE- ?
Wo findet gegebenenfalls der Versicherungsgutachter auf einem (originalen) Achsschenkel von 1959 eine ABE-Nummer ??
Fragen über Fragen... (ist durchaus ernst gemeint)
Grüße: Be