Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

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maldini Verified
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Registriert: Do 18. Mai 2006, 00:23

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von maldini Verified »

Hallo kw,

Anderswo ist wo?


Grüße
Karl
priusb78 Verified
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Registriert: Di 9. Jul 2013, 14:42

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von priusb78 Verified »

Wenn ich mir z.B. diese nbr-Schläuche anschaue, wüsste ich nicht, warum die nicht bestens für LHM geeignet sein sollten.
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
Bernhard(Süd) Verified
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Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von Bernhard(Süd) Verified »

anieder hat geschrieben:

Original war auch ohne Gewebe …
Und hat 50 Jahre gehalten.

Ja, wenn die Gummimischung passt. Scheint bei den "Chinesen" oder sonst wer, wo das Repro-Zeug herkommt, nicht der Fall zu sein.

China ist die weltweit führende Industrienation….
Daran kann es also nicht liegen.

Es ist wohl eher ein Problem des Einkäufers und Wiederverkäufers. Er könnte sicher auch Qualität beschaffen. Aber wenn man von Problemen noch nie gehört hat……
:-):y
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Gerhard Trosien
Beiträge: 1055
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von Gerhard Trosien »

Das ist der Hammer, was die Citroën-Leute vor über 50 Jahren an Kunststoffschläuchen verbaut haben: bei meinem Auto (DS20h, Bj. 71, EZ 02/72) sind bis auf die Leitung vom Druckregler nach vorn und der Ansaugleitung noch alle Leitungen original. Und ich muss es wissen: ich habe das Auto jetzt seit 30 Jahren. Das Bündel Leitungen, welches ich vor vllt 5 Jahren in D-dorf gekauft habe, liegt noch im Karton irgendwo in meinem Schrauberraum. Wenn ich den Karton finde, schaue ich mal nach, wie sich sich entwickelt haben. Gerade die optisch originalgetreuen sollen mitunter grauenhaft schlecht sein und kaum die Montage überleben.
Ich habe die vor 10 Jahren eingebauten Nachbau-Fensterschachtdichtungen an den Türen vor etwa 3 Jahren gegen die aufgehobenen Originale getauscht, da die Nachbauten hart waren und brachen. Und zwar dort, wo der Arm immer aufliegt. Die 50 Jahre alten Originale sind immer noch weich und elastisch.
Dasselbe gilt für die Türdichtungen und Fenstergummis vorn und hinten. Und die übrigen Gummis, die irgendwelche Karosseriefugen ab"dichten". Da waren bei meinem Auto nur die, die in den Türfalzen befestigt sind, nicht mehr zu gebrauchen.
Leider sind meine Vorräte an originalen, hinteren Federmanschetten so gut wie aufgebraucht, aber Falk hat Ersatz, der sich im Gegensatz zu früheren Nachbauten montieren lässt und länger als ein 3/4 Jahr hält.

Selbst wenn ein Nachfertiger die originalen Gummimischungen analysiert und genau weiß, aus welchen Grundstoffen in welchen Mischungsverhältnissen diese Wundergummis gefertigt wurden: dieses Wissen nützt gar nichts, da es den größten Teil der Grundstoffe gar nicht mehr gibt. Sichtworte: EU-Chemikalienverordnung in Verbindung mit dem famosen "Vorsorgeprinzip"...
ideefix
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Registriert: So 15. Okt 2006, 13:08

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von ideefix »

Gerhard Trosien hat geschrieben: Selbst wenn ein Nachfertiger die originalen Gummimischungen analysiert und genau weiß, aus welchen Grundstoffen in welchen Mischungsverhältnissen diese Wundergummis gefertigt wurden: dieses Wissen nützt gar nichts, da es den größten Teil der Grundstoffe gar nicht mehr gibt. Sichtworte: EU-Chemikalienverordnung in Verbindung mit dem famosen "Vorsorgeprinzip"...
Interessante These. Welche Chemikalien hat die EU denn verboten, die man für die Gummiherstellung benötigt?
C5 - Tourer, C3 - Pluriel, DSuper (1972) - Lady in black, MB 408 LF (1971) - Festivalmobil
priusb78 Verified
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Registriert: Di 9. Jul 2013, 14:42

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von priusb78 Verified »

Ist doch völlig egal. Auch moderne Autos haben Gummiteile, die lange haltbar sind. Also scheint es auch mit modernen zugelassenen Chemikalien machbar zu sein, ein haltbares Gummiteil zu bauen. Fragt sich nur, warum die Reprohersteller, solche Mischungen ncht verwenden?
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
Nils Oehler
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Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von Nils Oehler »

Ich arbeite selber bei einem Automobilzulieferer. Üblicherweise bekommt man von den Zulieferern von Gummiteilen (und Ölen) keine genaue Details über die Zusammensetzung solcher Produkte. Natürlich müssen sie ihre Inhaltsstoffe in der IMDS Datenbank eintragen lassen, aber da bleiben immer noch diverse Details offen. Wir formulieren unsere Anforderungen entsprechend den mechanischen Eigenschaften wie Lastwechsel, die im Dauerlauf auszuhalten sind, Steifigkeiten, Härte usw. Diese Eigenschaften werden in Tests überprüft, die pro Bauteil in der Regel zumindest einen hohen fünfstelligen Betrag kosten. Wenn irgendetwas nicht passt, wird das Produkt vom Lieferanten verbessert, bis die Anforderungen eingehalten werden. Über die genauen chemischen Details gibt es aber keine Infos. Unsere Lieferenten sind international tätige Großfirmen die über großes know-how verfügen. Bei den (vermutlichen) Zulieferern von unseren Kleinserie-Reproteilen vermute ich einfach mal wenig Erfahrung.Und die eigentlich notwendigen Tests kann man bei so kleinen Stückzahlen sowieso nicht bezahlen. Da wird halt einfach probiert.
Es ist auch richtig, dass nach und nach bestimmte Stoffe (in Autoteilen) verboten werden oder mit Ausnahmegenehmigung nur noch eine begrenzte Zeit verwendet werden dürfen, die bekanntesten Beispiele sind sicher Blei oder Chrom VI und bei Gummiteilen Nitrosamin. Ob es auch im Bereich Gummi nun verbotene Stoffe gibt, weiß ich nicht explizit. Ich erinnere mich allerdings an das Referat eines Studienkollegen ca. im Jahr 1989, der ein Praktikum bei der damaligen Firma FAG Bremshydraulik gemacht hatte und über die Schwierigkeiten berichtete, schon damals in Deutschland legal bestimmte Gummimischungen herzustellen. An Details erinnere ich mich natürlich nicht mehr.
Nils
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Robert Verified
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Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

die allgemeinen Überlegungen von Gerhard und Nils kann ich nachvollziehen, aber wir haben es doch hier mit einem ganz bestimmten Material zu tun, nämlich NBR. Dabei handelt es sich doch um ein Standard-Gummimaterial, dessen Rezeptur eigentlich seit Jahrzehnten bekannt sein sollte. Vielleicht sollten wir uns mal darauf konzentrieren, wie dieses Material hergestellt wird und wo dessen spezifische Probleme liegen. Diese Probleme gibt es ja nicht nur in der DS-Welt. Das Ärgernis hart und spröde werdender Bezinschläuche z.B. kennen ja viele Schrauber, aber solche Probleme treten anscheinend nur bei after-market-Produkten auf.
Es gibt sicherlich Betriebsgeheimnisse, aber ich denke, es muss ganz bestimmte Verbesserungen gegeben haben, die dazu geführt haben, dass etwa Falk Lehmann vernünftige Cafetieres an den Start gebracht hat. Da dürfte es nicht gereicht haben, dass er mit der Faust auf den Tisch gehauen hat, sondern da dürfte auch ein Wissen um die Zusammensetzung der Gummimischung im Spiel sein.
Die Frage also: Wer weiss, wie man NBR "kocht" und was dabei schief gehen kann, oder kennt jemand einen, der es weiss? Ulf Petermann geht leider nicht mehr ans Telephon.

Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
uwe.v11
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Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von uwe.v11 »

NBR ist teuer.
Sind die Billig Teile überhaupt aus diesem Material?
C6,Pluri,DS 21 Cabrio,DSuper5
MichaIN Verified
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Registriert: Do 24. Mär 2005, 11:19

Re: Qualität Hydraulik-Rücklaufschläuche und Ansaugschlauch

Beitrag von MichaIN Verified »

Hallo!

Das Ganze ist ja jetzt für LHM-Autos. Da reicht nach meinem Verständnis ja Mineralölbeständigkeit, und da gibt es viel auf dem Markt (wenn vielleicht auch nicht vorgebogene Riffelschläuche mit vorgefertiger Durchmesservarianz).

Jetzt stellt euch das Dilemma mal als LHS-Fahrer vor.... da bleibt fast nur gute Gebrauchtware oder NOS (was natürlich auch bei LHM geht).


Gruß Michael
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