Seite 3 von 3

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Mi 16. Dez 2020, 17:15
von ideefix
Moin,

vielen Dank für die Beschreibung des Vorgehens.
Ich bin dann mal gespannt, ob wir das hinbekommen ... ;-)

Ich habe zwischenzeitlich mal bei Total nach einem Ersatzprodukt für das Total EP80 (Hypoid) nachgefragt.
Heute kam die Antwort, sie empfehlen: Traxium Gear 7 80W-85.
Ist auch ein GL4.

Gruß
Arne

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Mi 16. Dez 2020, 17:39
von ideefix
Auch ganz interessant.

https://www.getriebeoel.de

Dort steht zum Beispiel:
"Getriebeöle wurden 2005 komplett neu spezifiziert. Daher gibt es heute große Unterschiede in der Legierung. Eben dies kann Ihrem Oldtimer richtig schaden. Besondere Vorsicht gilt bei der Bestimmung der Viskosität. Als Faustregel gilt, je höher die Zahl (90er, 140er, etc.), desto zähflüssiger das Öl. Die maximale Viskosität bei 100 Grad ist jedoch nach der neuen Spezifizierung deutlich dünnflüssiger als zuvor. Vergleicht man also eine gewohnte Zähflüssigkeit eines frühen 90er Getriebeöls, erreicht die heute die eines 110ers. Ein altes 140er entspricht einem neuen 190er. Da die Getriebe von Oldtimern selten wirklich warm werden und Lager sowie Abdichtungen auf dickflüssiges Getriebeöl ausgelegt sind, sollte auf eine höhere Viskosität zurückgegriffen werden. Daher raten wir vom Einsatz von Mehrbereichs-Getriebeölen ab, da diese eher dünnflüssig sind."

Ist das tatsächlich so?

Weiter heißt es:
"Was auch nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die API-Klassifikation. Dabei geht es eigentlich um die Bestimmung der Additive. Die Klassifikation reicht von GL-1 bis GL-5, bzw. 5.1. Je höher die Zahl, desto moderner das Getriebeöl. Dies bedeutet aber auch: Desto mehr Additive sind im Schmierstoff enthalten. Oftmals sind in älteren Getrieben Buntmetalle vorhanden. Das GL-5 verfügt beispielsweise über Additive, die eben dieses Buntmetall angreifen. Das GL-5 wurde daraufhin zwar weiterentwickelt, Langzeiterfahrungen sind aber noch keine bekannt. Daher sollten Sie unbedingt die Finger davon lassen und lieber ein Getriebeöl mit der API-Klassifikation GL-3 oder GL-4 wählen. Noch besser: Nutzen Sie Getriebeöl, dass extra für die besonderen Anforderungen von Oldtimern entwickelt wurde."

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Mi 16. Dez 2020, 21:24
von anieder
Knapp daneben ist auch vorbei.

Dies hier ist genauer.

Ölcheck


Ölcheck2

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Do 17. Dez 2020, 00:27
von Kurt Breitbarth
Nach einigen schlechten Erfahrungen mit Mehrbereichsölen habe ich zuletzt von Kroon Oil das Classic Gear EP 80 in mein 5Gang-Getriebe eingefüllt.
Funktioniert wunderbar.

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Do 17. Dez 2020, 09:15
von Claude-Michel
Kurt Breitbarth hat geschrieben: Nach einigen schlechten Erfahrungen mit Mehrbereichsölen...
Hallo Kurt,
es wäre interressant, wenn du uns erzählen könntest welche schlechte Erfahrungen du gemacht hast und mit welchen Ölen ;-)

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Do 17. Dez 2020, 10:00
von ideefix
anieder hat geschrieben: Knapp daneben ist auch vorbei.

Dies hier ist genauer.

Ölcheck


Ölcheck2
Super, vielen Dank! :y

Re: Getriebeöl wechseln

Verfasst: Do 17. Dez 2020, 16:52
von ideefix
So, neues Öl ist drauf. 3L 75W-90 GL4.
Das alte Öl sah noch gar nicht so schlecht aus. Kann noch nicht so viele km in den Molekülen gehabt haben.
Aber sicher ist sicher ... ;-)

Schaltet sich genauso wie vorher und der 2. Gang geht beim Runterschalten auch nicht besser rein. Muss man sich eben dran gewöhnen.
Hoffe nur, dass das Getriebe ok ist. Werde mich bei höheren Temperaturen mal um das Schaltgestänge kümmern und dann mal schauen.
Dann ist eh eine genauere Gesamtanalyse des Wagens fällig.

Bei einer genauen Unterbodeninspektion sind noch zwei Stellen aufgefallen, die geschweißt werden müssen.
Ich hoffe nicht, dass daraus größere Baustellen werden ... ;-)
Aber man weiß ja nie, wie der Kram unter dem Bitumen genau aussieht. :-)

Das wird auch im Frühjahr gemacht. Madame wird in den nächsten Tagen erst einmal in den Winterschlaf gelegt ...