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Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Fr 21. Nov 2014, 13:18
von Gerhard Trosien
[quote=Langhuber]
...
Wenn ich mir die Ventile meiner noch nicht eingebauten AC-Pumpe anschaue, dann können die eigentlich gar nicht 100% dicht sein: Das sind zwei "Fiber"-Plättchen, die hart und unflexibel sind. Wenn da nicht irgendwo eine extrem filigrane Gummidichtung eingbaut ist, bleibt immer ein winziger Spalt. Vielleicht ist das bei neuen Pumpen anders, bei der AC-Pumpe ist es aber so.
...
C'est la vie.
Klemens[/quote]Stimmt nur halb. TROCKEN sind diese Ventile immer leicht undicht, nass sind sie dicht, wenn sie in Ordnung sind.
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Fr 21. Nov 2014, 13:35
von klaus_id19
[quote=torg]
Hallo,
danke, Konrad, für den instruktiven Hinweis mit der Einbauanleitung!
Ein befreundeter Mechaniker hat mir inzwischen das Werkstattblatt von Pierburg mit Einbauanleitungen für die elektrische Zusatzpumpe E1F zukommen lassen. Auch wenns in der Praxis anders funktionieren mag steht da u.a., dass
1. sowohl Parallelschaltung (für zeitweise erhöhte Förderleistung) als auch Schaltung in Serie (elektrische vor der mechanischen zur Überwindung eines längeren Zulaufs) möglich ist,
2. Durchpumpen durch eine nichtaktive Pumpe, egal ob mechanisch oder elektrisch, nicht möglich ist, sondern dass man immer eine Bypassleitung (mit einem Rückschlagventil) braucht, um die gerade nichtaktive zu umgehen,
3 die elektrische Zusatzpumpe möglichst in Tanknähe unter dem Flüssigkeitsspiegel zu montieren ist; jedenfalls sind lange und verwinkelte Ansaugwege zu vermeiden, dabei maximale Saughöhe 5oomm (IEs haben ja auch die Elpumpe im Schweller, wie ich gelernt habe),
4. der Feinfilter immer auf der Druckseite anzubringen ist, um ein Trockenlaufen der Pumpe zu verhindern; auf der Saugseite (beim Tank) dagegen soll nur ein grober Sandfilter sein,
5. ein Abschaltrelais erforderlich ist, damit die Pumpe ausgeschaltet wird, wenn der Motor nicht mehr läuft (etwa bei einem Unfall) – daher auch der Hinweis auf Taster statt Schalter in dem alten thread.
Hat übrigens mal jemand nachgeschaut, ob Luft durch ein poröses Schlauchstück oder einen miesen Anschluss einsickert? Dann sinkt nämlich der Flüssigkeitsstand in der Leitung ebenso. Bei der Ente (Anschluss an den Tank) ist das offenbar ein Klassiker.
Helge[/quote]
Hallo Helge,
heisse Klaus, nicht Konrad, aber schon o.k.
Da ich mir selbst zur Umgehung obiger genannter Schwierigkeiten bei ebay.fr nach Einbau einer Nachbaupumpe eine original Guiot Pumpe mit Handhebel besorgt und das Ganze auf Original (allerdings Guiot statt AC) rückgerüstet habe kann ich zum Thema Elektropumpe und deinen angeführten Themen aus der Betriebsanleitung von Pierburg in der Praxis nichts beitragen, da meine ID nie eine Elektropumpe drinhatte. Hatte nur mal den Thread gelesen und fand ihn interessant, war sogar kurz davor, diese Lösung bei mir zu installieren. Da du nach Infos jeglicher Art bzgl. Installation gefragt hattest habe ich den Link rausgesucht und hier zur Verfügung gestellt.
Schönes WE...
Gruss Klaus
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Fr 21. Nov 2014, 15:45
von torg
Lieber Klaus,
pardon - bin neu hier. Soll nicht wieder vorkommen.
Ich finde den alten thread auch sehr informativ, und nochmals vielen Dank für den Hinweis.
Die Lösung mit der Pumpe für die Motoren der 2. Generation samt Handhebel von Peter Larsson erscheint mir die dem Original nächste Lösung, plausibel und praktikabel, nur leider nicht in Reichweite. Und da offenbar etliche hier eine elektrische Zusatzpumpe montiert haben, wollte ich einfach nach den Erfahrungen damit fragen. 2003 ist ja schon eine Weile her.
ebenfalls schönes WE
Helge
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Fr 21. Nov 2014, 16:47
von klaus_id19
Hallo Helge,
schon o.k., kein Problem.... übrigens, wenn du in dem von mir angeführten alten Thread ganz nach hinten gehst findest du zu Handhebel und Elektropumpe ggfs. noch eine interessante dritte Alternative, sowas war wenn ich mich recht erinnere Standard in meinem CX-Diesel wenn er entlüftet werden musste....
.
Handpumpe
Interesssant an dieser Geschichte scheint mir zu sein, dass diese Art Pumpe auch ein integriertes Rückschlagventil hat. Finanzieller Aufwand scheint sich auch in engen Grenzen zu halten und Rückbau ist garantiert einfacher als bei Elektropumpe, da jegliches Kabelwerk entfällt..... in der Praxis versucht habe ich es allerdings auch nicht, auch gibt der alte Thread keine Auskunft ob das funktioniert, Teil scheint aber Anwendung in vielen Bereichen zu haben.
So long...
Klaus
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 13:09
von radel56
Hallo Klaus,
für die beiden links (zum Einbau der zusätzlichen elektrischen Benzinpumpe und der Handpumpe) vielen Dank, sehr konstruktive Beiträge!
Darüber hinaus bin ich immer noch an der Klärung der Frage interessiert, wie der Sprit mit der Zeit vollständig aus der Schwimmerkammer verschwindet. Ist das eine Erscheinung, die am Alter der Vergaser liegt, daß sie undicht werden? Und dabei die Webervergaser (bei mir 28/36 DMA2) besonders auffallen. Wenn dem so wäre, wie könnte dem begegnet werden?
Gruß
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 16:50
von hgk
[quote=hgk]
Moin,
irgendwie kann ich mich aus meiner Schulzeit an das Henry-Dalton-Gesetz auch an das Nernst-Verteilungsgesetz erinnern.
Da das den Vergaser umspülende Gas immer wieder durch frische Luft erneuert wird, haben die flüchtigen Bestandteile im Benzin wohl permant die Neigung den Konzentrationsausgleich herzustellen, sprich zu verdunsten ...
MsG
Hans[/quote]
Hallo Konrad,
da ist die Antwort ...
und die Standzeiten verkürzen, sprich häufig fahren.
MsG
Hans
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 17:55
von Form-Finder
Moin zusammen,
bei strahlendem Sonnenschein bin ich heute zur Tiefgarage, um Eure Tipps in die Tat umzusetzen. Vor dem ersten Startversuch habe ich noch ein Foto vom Benzinfilter gemacht, in dem tatsächlich noch eine Restmenge Sprit war (siehe Bild, das leider ein wenig verzerrt wiedergegeben wird). Und das fünf Wochen nach der letzten Fahrt. Die Startversuche habe ich komplett ohne Gasgeben, mit komplett herausgezogenem Choke probiert, nach kurzem Orgeln ein paar Sekunden Pause, anschließend ein neuer Versuch. Das Ganze sicherlich 15mal. Zwischenzeitlich musste ich, da die Batterie anfing zu schwächeln, noch das Starthilfekabel zu meinem Alltagsauto legen. Der Anlasser drehte wieder schneller, Madame ließ sich aber nicht überreden.
Also habe ich wieder den ADAC um Hilfe bitten müssen. Inzwischen hatte es natürlich angefangen zu regnen... Immerhin waren die Straßen danach nicht mehr so staubig.
Der "gelbe Engel" hatte einen Mordsspaß, einer Göttin zu helfen. Mit ein wenig Startpilot in den Luftfilter sprang sie sofort an. Ich verstehe das nicht.
Dann wurde noch die Lichtmaschine durchmessen, ohne Befund. Von der regelmäßigen Verwendung von Startpilot riet der ADAC-Mann ab, sagte aber, dass man mit Bremsenreiniger als Ersatz nicht viel falsch machen kann. Stimmt das?
Ich bin dann noch eine Stunde durch den Regen gefahren, um die Batterie zu regenerieren. Bei einem zwischenzeitlichen Startversuch war Madame sofort wieder da.
Morgen früh muss sie wieder ran, egal, wie das Wetter ist..
Euch allen noch einmal ganz herzlichen Dank, für die vielen Ratschläge!
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 18:56
von anieder
Hallo
Hast du denn mal deine Zündung überprüft? Kann ja sein, dass sie nur noch für das viel zündwilligere startpilot ausreicht.
Also Kerzen, Kappe Finger Kabel Spule, Kondensator, Unterbrecher schlieswinkel Zündzeitpunkt.
Ich denke hier musst du systematisch alle Fehlerquellen eine nach der anderen eliminieren. Und das selbe für die spritzufuhr.
Filter Pumpe Vergaser .
Bremsenreiniger ist die andere Keule die den motor hoch reißt. Gesund ist auch das auf Dauer nicht. Und besser immer eigenen Feuerlöscher zur Hand haben.
Gruß
Andreas
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 19:09
von radel56
Hallo Hans,
[quote=hgk]
hgk
Moin,
irgendwie kann ich mich aus meiner Schulzeit an das Henry-Dalton-Gesetz auch an das Nernst-Verteilungsgesetz erinnern.
Da das den Vergaser umspülende Gas immer wieder durch frische Luft erneuert wird, haben die flüchtigen Bestandteile im Benzin wohl permant die Neigung den Konzentrationsausgleich herzustellen, sprich zu verdunsten ...
[/quote]
Danke für diese Erklärung. Nur teile ich diese nicht ganz. Ich hatte von 1987 bis 1998 einen VW-Bus T2, der, weil mit Campingausstattung, im Winter immer stillgelegt wurde. Beim Starten nach teils 5-6 Monaten Stillstand und guter Batterie trat ich aufs Gaspedal, um die Startautomatik zu betätigen, und dann sprang der Motor nach ein paar Umdrehungen sofort an. Das war immer beeindruckend. Warum verflüchtigt sich bei unseren Göttinnen (teilweise) der Sprit, beim VW-Bus war das nicht so?
Gruß
Re: Startschwierigkeiten
Verfasst: Sa 22. Nov 2014, 21:00
von DS20_break
Bremsenreiniger als Starthilfe halte ich persönlich für absolut tödlich für den Motor und habe es deswegen für die von mir betreuten Oldtimer verboten. Startpilot ist ebenfalls verboten. Bestenfalls ein Schnapsglas (kein Bierglas) Benzin von oben in den Vergser.