Hallo zusammen,
Ich muß diesen alten Beitrag nochmal hervorholen, weil ich jetzt bei meinem zweiten 57er Projekt die selben Probleme habe wie René.
Sensenmann hat geschrieben:
- extrem schlechtes Kaltstartverhalten
- trotz statisch korrekt eingestelltem Zündzeitpunkt, muß die Handverstellung im Fahrbetrieb auf Anschlag/Frühzündung
- allgemein geringe Leistung
- Fehlzündungen im Schiebebetrieb
- hoher Verbrauch
Dazu noch Zündaussetzer im Leerlauf hörbar.
Nach meinen positiven Erfahrungen mit dem Laubersheimer Modul habe ich wieder diese Zündung eingesetzt in Verbindung mit Gummispulen.
René hatte sein Problem durch Rückbau auf mechanischen Verteiler offenbar gelöst.
Daher meine Frage: Hast du den Verteiler komplett gegen einen Anderen getauscht oder nur die Elektronik raus und die alte Mechanik wieder rein gebaut.
Hintergrund ist, dass ich auf der Suche nach möglichen Fehlern auch den Fliehkraftmechanismus zerlegt habe.
Dabei habe ich gesehen dass Ober und Unterteil eine Markierung haben wie ein großes I.
Es stellt sich die Frage wie gehört das montiert I auf I oder gegenüberliegend. Es könnte bei der Montage vertauscht worden sein und eine andere Funktion der Zündverstellung ergeben. Der Abstand der äußeren Achse zur Zentralachse ist bei der Seite mit dem I kleiner.
[attachment 13467 DSC_1050.JPG]
Da der Aus und Einbau ja so toll von der Hand geht habe ich einen Versuchsaufbau ausserhalb des Autos gemacht und den Verteiler mit einer Bohrmaschine angetrieben,
die Zündspule mit einer Zündkerze auf der Einen und einer Funkenstrecke vom 10mm auf der anderen Seite ausgerüstet.
Die Zündaussetzer lassen sich nach einer gewissen Betriebsdauer rekonstruieren, vor allem wenn man von höheren Drehzahlen kommend wieder langsamer wird.
Ich habe hier eine Sammlung von 8 Gummispulen und 2 Bakelitspulen, die machen das alle mehr oder weniger schlimm.
Dann habe ich einen Mechanischen Unterbrecher zum Einsatz gebracht mit noch schlechterem Ergebnis.
Daraufhin lese ich in der Reparaturanleitung zwei Dinge die mir zu denken geben.
1. Dass man den Zündfunken nicht zu weit strecken soll (>15mm) weil damit die Sekundärwicklung beschädigt werden kann.
2. Dass bei dem Test der Hochspannungsseite am Anfang wohl Aussetzer zu beobachten sind, müßten aber mit zunehmender Betriebsdauer weniger werden.
Bei meinen Versuchen nehmen die Aussetzer allerdings nicht ab sondern zu mit steigender Betriebszeit.
Langsam gehen mir die Ideen und die Dichtungen für den Anssaugkrümmer aus.
Bin für jede Anregung dankbar die mir hilft dieses Problem einzugrenzen.
viele Grüße
Mike