Startschwierigkeiten

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DS20_break Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von DS20_break Verified »

[quote=DS20_break]
Wo ist da mein gedanklicher Fehler?
[/quote]

Dieser Satz von mir ist vielleicht unbequem, aber völlig Ernst und ohne Hintergedanken gemeint.

Ich mag dich auch, Siggi.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
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Claude-Michel
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Claude-Michel »

Hallo Hardy,

ich verstehe schon was du meinst. Deswegen hab ich auch geschrieben:

[quote=Claude-Michel]...Wenn der warme Motor "kommt" ist es so eine Art "langsames Erwachen". Da scheint mir einen anderen Effekt mit zu spielen. Beim Kaltstart und Elektropumpe ist der Motor sofort da.[/quote]

Vieleicht wird bei warmen Motor das Benzingemisch zwischen Vergaser und Brennkammer so verändert, dass es nicht mehr richtig zündet. Könnte es sein, dass der Ansaugkrümmer sich erwärmt bei stehendem heißen Motor? Danach muss er vom Benzingemisch erst wieder abgekühlt werden, was dieses langsame Erwachen erklären könnte.
Gruß
Claude-Michel
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hgk Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von hgk Verified »

[quote=DS20_break]
[quote=DS20_break]
Wo ist da mein gedanklicher Fehler?
[/quote]
Dieser Satz von mir ist vielleicht unbequem, aber völlig Ernst und ohne Hintergedanken gemeint.
Ich mag dich auch, Siggi.[/quote]

Moin,

irgendwie kann ich mich aus meiner Schulzeit an das Henry-Dalton-Gesetz auch an das Nernst-Verteilungsgesetz erinnern.
Da das den Vergaser umspülende Gas immer wieder durch frische Luft erneuert wird, haben die flüchtigen Bestandteile im Benzin wohl permant die Neigung den Konzentrationsausgleich herzustellen, sprich zu verdunsten ...

Ansonsten, hab ich irgendwas verpaßt? Was haben denn Zahnärzte mit Vergasern zu tun?

MsG
Hans
MsG
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KW
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von KW »

17.11.2014 KW
Hallo an Alle,
ich bin Laie. Meine DS hat den Vergasermotor DS 23, 110 PS.
Auch ich hatte Schwierigkeiten mit dem Anlassen. Habe mal nachgefragt und folgende Anweisung erhalten.
Kaltstart mit gezogenem Choke, ohne Gaspedal zu nutzen. Springt an, den Leerlauf kurze Zeit mit dem Choke einregulieren.
Den Choke kann ich nach einer halben Minute ganz einschieben.
Warmstart: Viel Luft, wenig Benzin, also Vollgas. ( Springt bei mir auch an, nur mit ganz wenig Gas, sofort.)
Steht das Auto länger, muss zuerst wieder Benzin in die Leitung und den Vergaser gepumpt werden.
Dauert doch ca. 10 Sekunden.
Viele Grüße
KW

DS 23, HA, Bj. 73.
DS20_break Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von DS20_break Verified »

Hallo Karl,
ja, diese Bedienungsanleitung haben wir alle, außer ie Fahrer.
Mich interessiert in diesem Thread warum diese 3 Startstrategien nötig sind und ob es ev. "Verbesserungen" gibt. Z.B. elektr. Benzinpumpe um das Kaltstartverhalten nach längerer Standzeit zu verbessern.
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Hardy
Langhuber Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Uli.

[quote=1956-1969]
Ist auch keine Überraschung, dass der Ablauf auch bei einem Langhuber existiert, denn die Teile finden sich im Ersatzteilktalog unter
DS 141-99 Kraftstoffkondensatabfluss 3,5x4,5 gewölbte Form und
DS 141-88 Gummischlauch 4x11x250.
...
Wenn die Ablaufvorrichtung also fehlt, hat jemand den DS „vereinfacht“.
[/quote]

danke für Deine Fotos, dann weiss ich jetzt, wo ich suchen muss. Das ist ja weit unten, da komme ich mit meiner Kamera nicht hin. Vielleicht sehe ich die Stelle mit einem Spiegel, ob jemand den Rohrstutzen mal abgebrochen hat.
Du schreibst "vereinfacht": kann es eventuell auch andersrum sein? Meine Gnädigste ist etwas älter als Deine, dass die Ablauföffnung am Anfang gar nicht da war, dann trielt das Benzin halt in den Ansaugtrakt rein. Später fand dann jemand, dass das nicht so gut ist und dann wurde der Ablauf ab einem bestimmten Baujahr (wieder -> 11CV) eingeführt?

Es ist mir übrigens egal, ob ich nach einer Wochen ein paar Sekunden leiern muss oder nicht, solange das Ganze reproduzierbar ist. Und da hält sich die meinige genau an die Betriebsanleitung: Kaltstart mit Choke, Warmstart (letzten Samstag nach 4 Stunden Standzeit bei 12° noch ohne Choke) mit Vollgas, Stand über Nacht im letzten Sommer mal mit Halbchoke, mal mit Vollgas...

Ob man das Anspringen durch Vorfüllen des Vergaser beschleunigen kann, müssten ja auch die Fahrer mit Guillot- oder AC-Pumpe feststellen können. Dazu braucht es keine Elektropumpe.
Wenn jetzt im Winter meine Batterie zu schwach ist, werde ich die Kurbel nicht mehr unter dem Reserverad einklemmen, sondern griffbereit im Kofferraum. Auch damit kann man ja vorpumpen.

Grüße
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
1956-1969
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von 1956-1969 »

Klemens, bei deinem 2 Jahre älteren DS von 62 sollte das auch so aussehen mit dem Ablaufrohr, siehe Teilekatalog.
Die Kamera, ein kleine Canon S 110, habe ich einfach unter die Lenksäule gehalten und grob waagerecht gezielt, ohne was zu sehen im Sucher.
Mein Langhuber hat noch die 50 Jahre alt Guiot-Pumpe drin mit Vorpumphebel. Vorpumpen beschleunigt nicht nur das Anspringen nach langer Zeit, wie oben schon geschrieben, sondern der DS springt SOFORT an.
Da braucht die Batterie auch nur so stark zu sein, dass sie den Motor quälend eine Runde vorwärts dreht und dann gar nichts mehr schafft an Drehung.
Zum Anspringen reicht das locker.
Ein schnell drehender Anlasser ist nicht nötig.
Den Zusammenhang 6V mit unterdimensionierten Anlassern und Existenz des Handhebels, wie Gerhard ihn sieht, sehe ich nicht. Denn dann würden der Übergang zu 12V und das Weglassen des Handhebels an der Spritpumpe zeitlich nicht 4 Jahre auseinanderliegen.
Süß finde ich ja die Einstellung einiger Leute oben, dass sie es sympathisch finden, wenn der DS erst nach 5 Sekunden orgeln oder später anspringt.
Ich jedenfalls finde es sympathischer, wenn er sofort anspringt.
Uli
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rsa404
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von rsa404 »

Also, meine 58er hatte jetzt mehr als 2 Wochen gestanden. Vorhin sprang sie ohne Vorpumpen SOFORT an. Der Anlasser hatte gerade erst eingerückt und den Motor noch nicht einmal eine Runde durchgedreht. Geil diese alten "Karren" ;-)

Meine Guiot-Pumpe ist übrigens mehr als 56 Jahre alt.
[attachment 8975 L1120066w.jpg]

Schöne Grüße,
Ralf
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L1120066w.jpg
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
Langhuber Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Langhuber Verified »

Uli,
[quote=1956-1969]
Mein Langhuber hat noch die 50 Jahre alt Guiot-Pumpe drin mit Vorpumphebel. Vorpumpen beschleunigt nicht nur das Anspringen nach langer Zeit, wie oben schon geschrieben, sondern der DS springt SOFORT an.
Da braucht die Batterie auch nur so stark zu sein, dass sie den Motor quälend eine Runde vorwärts dreht und dann gar nichts mehr schafft an Drehung.
Zum Anspringen reicht das locker.
[/quote]
ich gebe Dir ja vollkommen recht. Sowie ich eine Dichtung für meine AC-Pumpe gefunden habe, kommt die auch da rein, wo sie hingehört.
BTW: (Guillot-Pumpe.) Die sieht ja der AC-Pumpe ziemlich ähnlich. Weisst Du aus dem Kopf, ob der Benzfilter unter dem Metalldom oben und unten ebenfalls Dichtungen gegen den Sockel und das Oberteil des Doms hat?
Sonst könnte da eventuell Benzin ungefiltert durchdringen?

Klemens
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hgk Verified
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Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von hgk Verified »

[quote=1956-1969]
Süß finde ich ja die Einstellung einiger Leute oben, dass sie es sympathisch finden, wenn der DS erst nach 5 Sekunden orgeln oder später anspringt ...
Ich jedenfalls finde es sympathischer, wenn er sofort anspringt.
Uli[/quote]

Ich bleibe dabei, weil ich bei der Motorrevision gesehen habe, wie lange es braucht, bis das Öl in der letzten Ecke oben ankommt:

Schneller drehen ohne Öl hat mehr Verschleiß als langsam drehen ohne Öl ...

MsG
Hans
MsG
Hans

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