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Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 21:21
von 1956-1969
Ich glaube auch überhaupt nicht daran, dass Nichtanspringen nach wenigen Tagen oder Wochen Stillstand im wesentlichen mit verdunstetem Sprit erklärbar ist.
Dann dürften meine DS quasi nie anspringen, denn oft stehen sie tagelang, wochenlag oder noch länger. Tun sie aber, und zwar ziemlich schnell und immer.
Auch nach Wochen Stillstand, ohne Zusatzmätzchen zu unternehmen.
Selbst ein sehr langer Stillstand macht keinen Ärger.
Der Langhuber hat den Vorteil, dass ein Handhebel an der Spritpumpe ist und selbst nach einem halben Jahr Winterstillstand springt er in 0 bis 2 Sekunden an nach kurzem manuellen Hebelbetätigen.
Der Kurzhuber mit mechanischer Spritpumpe leider ohne Hebel braucht nach dem Winter was länger, ca 5 bis 8 Sekunden, weil-ja der Hebel fehlt. Und das finde ich schon zu lang und frage mich, warum der Handhebel geopfert wurde.
Pumpen mit dem Gaspedal vor oder bei Kaltstart ist kontraprodukiv, normalerweise verhindert man so ziemlich sicher das Anspringen. Aber das steht ja schon in der Bedienungsanleitung.
Uli

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 21:21
von dominik
Hallo,

ich hätte da auch noch einen Vorschlag. Auch ich habe die Startschwierigkeiten nach längerer Standzeit. Ich habe inzwischen die Beobachtung gemacht daß der Motor besser anspringt, wenn ich die Starterklappe an meinem Solex-Vergaser direkt nach dem Motorabstellen schließe, d.h. den Choke voll ziehe.
Dadurch reduziert sich möglicherweise die Verdunstung über die Vergaserentlüftung und es verbleibt mehr Kraftstoff in der Schwimmerkammer, zumindest soviel, daß die Beschleunigerpumpe noch etwas findet und das Pumpen was bringt.

Ich denke übrigens, daß das lange Stehen gar nicht so einen großen Einfluss hat sondern eher die hohe Verdunstung direkt nach dem Abstellen, wenn der Motor noch warm ist.

Durch die geschlossene Drosselklappe ist der Gasraum über der Flüssigkeit immer gesättigt, da nach oben nichts entweichen kann, insofern kann in der Abkühlphase weniger Kraftstoff verdunsten und es bleibt für den nächsten Startvorgang ein Pfützchen übrig....
ist nur eine Vermutung, die zu verifizieren wäre.

Viele Grüße

Dominik

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 23:03
von ACCM Alex
[quote=1956-1969]
Ich glaube auch überhaupt nicht daran, dass Nichtanspringen nach wenigen Tagen oder Wochen Stillstand im wesentlichen mit verdunstetem Sprit erklärbar ist.
Dann dürften meine DS quasi nie anspringen, denn oft stehen sie tagelang, wochenlag oder noch länger. Tun sie aber, und zwar ziemlich schnell und immer.
Auch nach Wochen Stillstand, ohne Zusatzmätzchen zu unternehmen.
Selbst ein sehr langer Stillstand macht keinen Ärger.
Der Langhuber hat den Vorteil, dass ein Handhebel an der Spritpumpe ist und selbst nach einem halben Jahr Winterstillstand springt er in 0 bis 2 Sekunden an nach kurzem manuellen Hebelbetätigen.
Der Kurzhuber mit mechanischer Spritpumpe leider ohne Hebel braucht nach dem Winter was länger, ca 5 bis 8 Sekunden, weil-ja der Hebel fehlt. Und das finde ich schon zu lang und frage mich, warum der Handhebel geopfert wurde.
Pumpen mit dem Gaspedal vor oder bei Kaltstart ist kontraprodukiv, normalerweise verhindert man so ziemlich sicher das Anspringen. Aber das steht ja schon in der Bedienungsanleitung.
Uli[/quote]

Hallo Uli,

also ich finde es gar nicht so unsympathisch, wenn das anspringen nach längerer/ langer Standzeit etas länger dauert.
Ich lasse dann auch gerne zunächst mal den Anlasser ohne Zündung (okay, geht nur beim Halbautomat, beim Schalter müsste man halt das Kabel Zündspule-Verteiler abziehen) drehen, bis die Öldrucklampe ausgeht. Dann kann ich davon ausgehen, dass sich zumindest ein Mindestmaß an Öl schon auf dem Weg durch den Motor auch an die letzten Schmierstellen befindet.
Deine 5 bis 8 Sekunden nach der Winterpause wären mir deutlich zu schnell.

Grüße

Alex

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 23:30
von papasitt
"Zaubermittels" Startpilot = Äther
Tipp: Papiertaschentuch mit Sprit getränkt in den Luftfilter halten/legen, etwas warten, geht auch.

Startpilot sorgt für "Spritersatz" Also die Zündung funktioniert,
aber an der Spitzufuhr stimmt was nicht (also nicht nur bei den Leitungen den Fehler suchen)...
bzw. er hat zu wenig Umdrehung (vom Anlasser her, evtl. Batterie, Zündkerzen u.a.) um den normalen Sprit/Gemisch zu entzünden

Ankommenden Sprit einfach mal überprüfen:
Schlauch zum Vergaser ab und in ein Gefäß halten/Stecken und starten.


Benzinfilter überprüfen/bei Benzinpumpe falls vorhanden und im Tank.

Längeres Pumpen:
Auch mal an die Membran im Vergaser denken, wie alt ist die???
Spröde, verhärtet, riss.

Gruß
Siggi

PS
Kam der ADAC nach Hause oder warst Du unterwegs und konntest nicht mehr starten?

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 00:16
von Langhuber
[quote=papasitt]
Auch mal an die Membran im Vergaser denken, wie alt ist die???
[/quote]
Ich hatte meinen Vergaser mal auseinander. Wo ist da eine Membran?

Bei meiner Langhuberin dauert es nach einer Woche Standzeit auch etwas länger, bis sie willig ist. Aber mit Choke und ohne Gas macht sie es dann bei 11° in der Garage allemal. Da wird dann halt schon mal vorgeschmiert.

Klemens

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 00:53
von papasitt
Längeres Pumpen:
Auch mal an die Membran im Vergaser denken, wie alt ist die???
Spröde, verhärtet, riss.

Klemens / Ich hatte meinen Vergaser mal auseinander. Wo ist da eine Membran?

Pardon, Benzinpumpe natürlich, da Spritproblem

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 08:58
von Thomas Held
[quote=papasitt]
Benzinfilter überprüfen/bei Benzinpumpe falls vorhanden und im Tank.
[/quote]

Vor allem den, der laut Wartungsplan regelmaessig gereinigt werden soll - naemlich der im Vergaser!
Da haengt eigentlich immer ein bisschen Schmodder...

[quote=papasitt]
Längeres Pumpen:
Auch mal an die Membran im Vergaser denken, wie alt ist die???
Spröde, verhärtet, riss.
[/quote]

Es gibt keine Membran im Vergaser.
Gruss,

Tom

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 08:59
von Thomas Held
[quote="Thomas Held"]

[quote=papasitt]
Längeres Pumpen:
Auch mal an die Membran im Vergaser denken, wie alt ist die???
Spröde, verhärtet, riss.
[/quote]

Es gibt keine Membran im Vergaser.
Gruss,

Tom[/quote]

Sorry, war ja schon abgehandelt...

Tom

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 09:30
von Gerhard Trosien
Das mit dem Handhebel ist eine sympatische Angelegenheit. Und den 6V-Anlagen mit unterdimensionierten Akkus geschuldet. Bei jüngeren Fahrzeugen reicht der Strom im Akku und die Leistung des Anlassers aus, um den Vergaser voll zu pumpen. Der übrigens nicht mit einem Schlag total austrocknet. Der Benzinstand in der Schwimmerkammer sinkt langsam ab. Ein leicht gesunkener Stand verhindert allerdings, dass die Leerlaufdüsen Sprit ansaugen können.
Das Pumpen mit dem Gaspedal fördert eine ganze Menge Sprit in den Ansaugtrakt. Das kann den Motor auch bei zu niedrigem Benzinstand im Vergaser willig anlaufen lassen, und oft reichen ein paar Motorumdrehungen, damit der Vergaser wieder voll ist, und der Motor normal läuft.
Wer sein Auto wie ich täglich nutzt, wird nicht erleben, dass man den Anlasser "orgeln" lassen muss. Nach 3 Wochen Wohnmobilurlaub ist allerdings die "Orgelei" vollkommen normal. Und sogar nach einen (warmen) Wochenende ohne DS-Nutzung springt er am Montag nicht nach der ersten Anlasserumdrehung an.

Re: Startschwierigkeiten

Verfasst: Di 11. Nov 2014, 10:31
von Form-Finder
@Siggi:

Der ADAC kam zu mir nach Hause bzw. in die Tiefgarage. Wenn ich unterwegs bin, habe ich zum Glück nie Startprobleme.

Ansonsten schon einmal vielen Dank für die zahlreichen Ratschläge. Leider widersprechen sich einige im Bereich "pumpen". Ich werde es am Wochenende, wie im Handbuch beschrieben, ohne pumpen versuchen und Euch berichten.