Seite 2 von 9
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 13:12
von Langhuber
uwe.v11 hat geschrieben:
mit oder ohne Vorwiederstand?
die alte Käferspule?
Natürlich ohne Vorwiderstand. Damals vor Verdun hatten wir auch keine Vorwiderstände.

Mit richtig eingestellter mechanischer Zündung springt Madame an, wie ein junges Hascherl.
Medi hat geschrieben:
Da ist zu 99,99% der Schließwinkel zu groß, vermutlich stimmt damit auch der Zündzeitpunkt nicht.
Das Teil, was sich bisher bei mir am meisten gelohnt hat, war die Zündzeitpunktpistole vom blau-gelben C. Damit ist die Kontrolle und das Einstellen der Zündung so einfach, wie Ölstand prüfen.
@ Frage:was macht die Spule so heiß?
Der ohm'sche Widerstand der Spule bewirkt Umsetzung eines Teils der elektrischen Energie in Wärme. D. h. tendeziell ist die Spule immer heisser, als die Lufttemperatur im Motorraum.
Die Valeo-Spule ist schon OK, hat Erstausrüsterqualität und ist mit 30-40 Euro auch noch recht günstig…
Es gibt auch bei sonst guter Qualität am Anfang Spontanausfälle. Und die Sache mit der Erstausrüsterqualität: Wer sagt das? Die Werbeabteilung von Valeo? In welche Fahrzeuge werden denn solche Zündspulen eingebaut?
hgk hat geschrieben:Da hat anscheinend einer mit Gewalt dran gewürgt.
Die Kratzer finde ich nicht so wild, wenn das keine Scharten oder Dallen sind. Das passiert schnell, wenn man vor dem Einbau die Schelle nicht weit genug löst, und die Spule rein- oder raus "schraubt". Aber kann ich nur nach dem Bild nicht beurteilen. U. U. langt es aber den Franzosen, die Gewährleistung abzulehnen.
Klemens
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 13:57
von hgk
Die Kratzer deuten darauf hin, daß sich jemand nicht die Mühe gemacht hat, die Schelle weit genug zu öffnen. Mit einem kleinen Schraubendreher oder ähnlichem kann man die Schelle so offenhalten, daß ein beschädigungsfreier Ein- und Ausbau gelingt.
Und bereits eine kleine Delle verändert den Abstand Gehäuse - Wickelung, vielleicht gerade auf das Grenzmaß für den Funkenüberschlag ...
Wer sich die Zeit dafür spart wird auch an anderer Stelle schlurrig sein!
Wer schrottig arbeitet und/oder Schrott einbaut, wird auch Schrott ernten ...
MsG
Hans
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 14:45
von uwe.v11
danke für eure Infos
an den Kratzern lag es mit Sicherheit nicht,denn das Gehäuse hat keine Dellen.
der Schließwinkel war weit über 80 Grad und der Unterbrecher hat kaum,fast gar nicht mehr geöffnet.
alles wurde durch eine Profi eingebaut und eingestellt.
allerdings ist sie jetzt ohne Korrektur und Einstellung über 6500km gefahren worden.
der Unterbrecher hat Kunststoff,kein Perdinax mehr und ich denke der ist stark abgearbeitet.
die Unterbrecherwelle hat noch schönes klares Fett und ist nicht verrostet.
komisch war nur,daß sie gut gelaufen ist und dann durch Patscher und Ruckel schlagartig ausgefallen ist.
Klar,die Zündspule war fertig.
was mich jetzt noch beschäftigt,
ne neue Zündspule:
a)kann ich eine 12Volt auf dem freien Markt kaufen,zb von Bosch ohne Vorwiederstand
b)muß ich den Kondensator anpassen? und wie ist die Bezeichnung dann dafür?
ich dank euch
uwe
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 15:04
von DS20_break
Die Konstrukteure unseres mesdames hatten sich beim Einbau einer Zündspule mit Vorwiderstand durchaus etwas gedacht und nicht nur in ein Regal gegriffen wo noch Teile rumlagen.
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 15:19
von Langhuber
uwe.v11 hat geschrieben:
an den Kratzern lag es mit Sicherheit nicht,denn das Gehäuse hat keine Dellen.
Rein von dem Foto stimme ich Dir zu.
der Schließwinkel war weit über 80 Grad und der Unterbrecher hat kaum,fast gar nicht mehr geöffnet.
80° ist nicht gut. Ich stelle bei mir 58-60° ein.
komisch war nur,daß sie gut gelaufen ist und dann durch Patscher und Ruckel schlagartig ausgefallen ist.
Klar,die Zündspule war fertig.
War bei mir genauso. Prima angesprungen, aber kaum war ich vom Stuttgarter Talkessel hoch, da setzten an einer reproduzierbaren Stelle die Aussetzer ein. Ich habe mich erst auf die Zündspule eingelassen, als es wirklich harte Fehlzündungen gab. Davor dachte ich an Störungen bei der Benzinzufuhr.
Bei mir wurde es in kurzer Zeit aber immer schlimmer, von gelegentlichen Aussetzer bis zu längerdauerndem Leistungsausfall.
Man hat es der alten Zündspule aber auch angesehen: Die hatte Risse oben im Isolierteil. Da ist womöglich inneralb des letzten halben Jahres das Isolieröl weggeköchelt, oder es ist Feuchtigkeit eingedrungen.
der Unterbrecher hat Kunststoff,kein Perdinax mehr und ich denke der ist stark abgearbeitet.
In meinem Bosch Autoelektrik-Handbuch steht, dass man bei elektronischer Zündungseinstellung (Schliesswinkelmessgerät) auch noch stark verkraterte Unterbrecherkontakte benutzen kann, bei denen es mit Abstandsmessung nicht mehr möglich ist, den Schliesswinkel vernünftig einzustellen.
Meine Madame fährt mit einer gebrauchten widerstandslosen Zündspule und mit elektromechanischer Zündung ganz hervorragend. Auch das Anspringen ist absolut problemlos. Ich hätte an Deiner Stelle kein Problem auf normale Zündspule umzustellen, ausser wenn ich wüsste, dass da original eine Widerstandsspule drin war.
Beim Ersatz solltest Du nur drauf achten, keine Zündspule für Transistoranlagen einzubauen. Da fliessen wohl Ströme, die dem Unterbrecher nicht zuträglich sind.
Klemens
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 15:43
von uwe.v11
Klemens
hat deine aber keine 6 Volt mehr,oder?
Dank
Uwe
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 18:52
von hy1600
Induktivität der Spule und Kondensator sind auf eine Frequenz ausgelegt, welche das konstruktive Optimum darstellt. Hier sind zum Glück große Toleranzen möglich, sonst würden viele Oldtimer nicht mehr laufen bei den heute erhältlichen Kondensatoren. Also Induktivität der originalen Spule ermitteln und die Eigenschwingfrequenz mittels angegeben Kondensatorwertes errechnen (f = 1/ (2*Pi * Wurzel (L*C)). Dann damit bei neuer Spule mir dem L-Wert und der f den Kondensator ermitteln, oder sich den C-Wert für die Spule besorgen, wie gesagt hohe Toleranzen. Widerstand der Spule und Vorwiderstand bestimmen die Dämpfung.
Gruss Andreas
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 21:43
von Langhuber
@Uwe
nein, ich habe 12V.
hy1600 hat geschrieben:
Induktivität der Spule und Kondensator sind auf eine Frequenz ausgelegt, welche das konstruktive Optimum darstellt.
Da sagt mein Boschhandbuch aber etwas ganz anderes. Natürlich hat ein Spule / Kondensatorsystem eine bestimmte Eigenfrequenz. Die ist aber bei der Zünderei nicht maßgebend.
Der Kondensator dient lediglich dazu, den Kontakt vor übermassigem Abbrand zu schützen. Auf der anderen Seite schwächt er aber den Zündfunken, weil er die Öffnungszeit des Unterbrechers verlangsamt, und zwar je mehr um so größer seine Kapazität ist. Andererseits entsteht bei zu großem Kondensator auch eine Kontaktbelastung, weil beim Schliessen des Unterbrecherkontaktes der Kondensator, der dem Kontakt parallel geschaltet ist, über den Kontakt kurzgeschlossen wird und dieser Entladestrom den Kontakt auch belastet.
Das Optimum liegt also zwischen zu kleiner Kapazität, was einerseits besseren Zündfunken gibt, aber andererseits höheren Kontaktverschleiss, und zu großem Kondensator, der zwar den Kontakt beim Öffnen schont, dafür aber die Öffnerei verlangsamt und den Kontakt beim Schliessen mehr belastet. Der übliche Wert liegt so bei 2 uF.
Du hast aber recht, der Wert ist nicht heikel, sonst würde meine Bosch-Spule nicht so gut funktionieren.
Wäre es so wie Du schreibst, dann würden die Hersteller Zündspule und Kondensator immer paarweise verkaufen.
Klemens
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 21:53
von uwe.v11
na das hört sich aber mächtig interessant an!
Uwe
Re: schon wieder die Zündspule kaputt!! warum?
Verfasst: Mo 16. Jun 2014, 22:22
von Robert
Hallo Klemens,
Du schreibst, der Kondensator diene nur dem Schutz der Kontakte. Das habe ich auch öfters schon gehört.
Irgendwann bin ich mit diesem Wissen auf Fehlersuche gegangen (Aussetzer im Leerlauf) und habe den Kondensator abgeklemmt, und da lief das Auto (R4) gar nicht mehr. Auch nach Instandsetzung der Zündanlage sprang der Wagen erst mit Kondensator wieder an und schnurrte brav. Muss also noch andere Wirkung haben.
Hallo Hans,
danke für den Hinweis auf Dellen im Gehäuse der Zündspule. Bei einem meiner Autos hat irgendwer in der Vergangenheit die Schelle mit Bärenkräften anzezogen und das Gehäuse stark eingedellt. Da mir die Optik unter der Haube nicht so wichtig ist, war mir das bisher egal, aber jetzt weiss ich, wo ich suchen muss, wenn Madame mal Zicken macht.
Hallo Gemeinde,
in der Kiste, in der ich die ausgebauten 6V-Teile meiner 59er aufbewahre, war vor einiger Zeit Überschwemmung: Die Zündspule war ausgelaufen. Ist das eigentlich immer noch so, dass da Flüssigkeit drin ist? Hat das was mit Dioxin zu tun?
Viele Grüsse
Robert