Ich fasse den Stand der Diskussion zusammen:
Es gibt die Idealisten und Ethiker:
"ich denke es ist offensichtlich dass vom Prinzip ein Motor keinen Dreck mag."
Ein Satz so schön wie der:
"alle Menschen wollen gesund und glücklich sein".
Toll. Bloss hat noch niemand herausgefunden wie man die hoch gesteckten Ziele erreicht. (Wenn ich mal wenigstens für mich die Möglichkeit ausschliesse, meinen Motor bis zur letzten Schraube zu zerlegen und mit Zahnbürste und Ultraschall alles wieder auf Hochglanz zu bringen.)
Dann kommen die Orakelsprüche:
"mach Dir die richtigen Gedanken..."
Von einer Qualität wie das berühmte Orakel, das zum König Krösus sprach:
"Wenn Du den Rubikon überschreitest, wirst Du ein großes Reich zerstören" .
Auch toll: Das Orakel hat immer recht, aber der Be-orakelte ist im Zweifelsfall der Gelackmeierte, weil seine Gedanken nicht richtig waren.
Und jetzt die Bekenner:
1.) Ich nehme immer das billigste Öl aus dem französischen Supermarkt, da wo es auch den Wein im Tetrapack gibt.
2.) Ich nehme selbstverständlich nur unlegiertes Oldtimeröl, denn dafür wurden diese alten Motoren ja konstruiert. Gerne in diesem Zusammenhang auch Flugmotoren- Traktoren- und Hydrauliköl. Synthetisches Öl: Pfui-Bäh, Teufelszeug!
3.) Ich nehme ein modernes, meinetwegen auch teilsynthetisches Öl, obwohl Madame keinen Ölfilter hat. So schlecht wird es schon nicht sein.
4.) Natürlich nur modernes Hochleistungs-Öl, denn die Tribologie hat ja in den letzten Jahren auch Fortschritte gemacht. Aber dabei muß man streng darauf achten, dass es mindestens die DB SAP-Klassifikation 47/11 in der Fassung D aus dem Jahr 1976 erfüllt, aber keineswegs höher legiert ist, als WHO-Level 08/15 Fassung G von 1997.
Und zum Schluß die Hocherstaunten: Ach so, Ihr redet die ganze Zeit von Langhuberinnen, die überhaupt keinen Ölfilter haben... (große runde Kulleraugen).
Da mache ich mir schon so meine Gedanken.
Und jetzt der obligatorische Disclaimer: Ich will niemanden, weder als Berufsstand noch als Individuum beleidigen. Alle Zitate sind willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen, und so zusammengestoppelt, wie es mir grade in den (un)-Sinn kam.
Klemens