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Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 07:21
von Gerhard Trosien
Die BMW mussten nicht mal alt sein :)

Warte noch mit der Reparatur, bis die Rauchwolke zum Verkehrshindernis wird.

Wegen dieser Banalität habe ich den Zylinderkopf runtergenommen und mit neuer und neuartiger Nachfertigungs-Zylinderkopfdichtung montiert. Seitdem kenne ich den Kern des Spruchs "never touch a running system"

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 10:08
von tomsail
hallo gerhard,

eine "gute" werkstatt wechselt die schaftdichtungen heute ohne den kopf runterzunehmen.

da kommt ein druckluftadapter ins zündkerzenloch, druckluft in den brennraum und dann geht das ganz einfach. :-)
(und auch schnell)

grüße
thomas

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 10:13
von tomsail
mhhh... wenn ich mirs recht überlege....

nagut. bei der DS die kipphebel wegzunehmen ohne die kopfschrauben....

vergess was ich geschrieben hab! :-(

der drucklufttrick ist eher für moderne ohc-konstruktionen

grüße
thomas

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 11:23
von Thorsten Graf
Den Drucklufttrick hat meine MB-Werkstatt auch angewandt. Ob das bei der DS auch geht, weiß ich nicht.

Gruß,
Thorsten

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 15:09
von Die Veteranenscheune
Ich habe es folgendermaßen gemacht.
Kerzen raus, Kolben nach unten.
Dann dünnes Hanf - oder Kunststoffseil in den Brennraum fädeln.
Dann mit Gefühl den Kolben hochfahren, und das Seil an die Ventile pressen.

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 15:30
von uvlight
jetzt versteh ich nichts mehr ! ! ! um mit Druckluft Ventilschaftführungen oder Dichtung rauszupusten, muß doch das Ventil geöffnet und die Gaswege geschlossen sein, oder ?

Uli

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 16:22
von Hein
Hallo,

ne ne, doch nicht so plump.

- Zündkerze raus
- Druckluft rein
- Haltekeile der Ventilfederhalteplatten (Wie heißen die wirklich?) lösen
- Ventilfeder runter

Durch den Gegendruck der Druckluft fällt das Ventil J E T Z T N I C H T in den Brennraum

- Ventilschaftdichtung vorsichtig wechseln

Zurückbauen und Fertig.

Aufpassen, mit genügend Druck und eingeschalteter Zündung könnte der Motor anlaufen - fragt die Leute mit den Schiffsdieseln.

Viele Grüße aus Lübeck

Hein

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 16:23
von tomsail
nein, du drückst mit der druckluft die ventile ZU.
dann kannst du die ventilfedern ausbauen, ohne dass die ventile in den brennraum fallen.

beim DS-kopf geht das nur auf der auslasseite.
die kipphebelwelle der einlasseite ist mit den kopfschrauben fest.
man könnte zwar versuchen die kipphebel auf die seite zu schieben..... aber obs dann mit dem ventilfeder-ausbauen klappt...??

grüße
thomas

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 16:29
von tomsail
Hein schrieb:
-------------------------------------------------------
> - Haltekeile der Ventilfederhalteplatten (Wie
> heißen die wirklich?) lösen
> - Ventilfeder runter

andersrum.
erst runterdrücken, dann plättchen rausnehmen.

>
> Aufpassen, mit genügend Druck und eingeschalteter
> Zündung könnte der Motor anlaufen - fragt die
> Leute mit den Schiffsdieseln.
>

unwahrscheinlich. du drückst nur den einen kolben nach unten (beim viertakter also nur ein viertel arbeitsspiel) gleichzeitig hindert der grosse druck ihn dann wieder nach oben zu kommen. ... der zylinder der dann zünden würde, tut das im allgemeinen NACH OT :-)

"direkt" mit luft angelassen werden nur grosse motoren über 10-15MW. dort gibts dann aber eine recht aufwändige "anlassluftsteuerung".

grüße
thomas

p.s.: bei motoren mit unterbrecherzündung sollte man bei stehendem motor eh nie die zündung (länger) anlassen. sonst kann es sein, dass sich zündspule oder vorwiderstand in die ewigen jagdgründe verabschieden.

Re: es qualmt bergab...

Verfasst: Mo 7. Nov 2011, 19:13
von Jürgen
Hallo Christoph,

auch wenn ich hier in der Minderheit bin, bei den jüngeren (die älteren haben keine Ventilschaftdichtungen) DS-Motoren sind die Ventilschaftdichtungen eher nicht die Ursache für das Schiebebläuen. Ich befürchte eher verschlissene Kolbenringe oder Kolben.
0,75l/1000km sind auch schon ein recht hoher Ölverbrauch.