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Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 15:30
von Lowrider
Hallo gerhard. sehr interessant,...da sieht man das 35 jahre erfahrung nicht ohne sind. tja, ist meine erste ds und ich bin sicher das schaukel ich schon auf die straße.
lebensweisheit: wenn man auf die schnauze fällt kann man auch nicht gleich wieder das laufen lernen. erst mal die zähne sortieren und sehen wir groß der schaden ist. wenns zu heftik ist den werkstatt-doc aufsuchen. gruß toni
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 16:38
von scardale
Hallo,
auf Deinen Bildern ist das Chassis zu sehen, nicht die Karosserie ! Das Chassis habe ich komplett in 3 Schichten mit Brantho Korrux lackiert, auch sämtliche schwarzen Technik und Anbauteile. Was den Lackaufbau angeht, da musste ich komplett blank ziehen da die Vorbesitzer alles mit Mennige gestrichen hatten und das wollte ich meiner Nachwelt nicht erhalten. Das Citroën einen guten Lackaufbau hatte bezweifle ich ebenfalls. An meiner Göttin habe ich den Lack komplett mit Stecheisen abgekratzt und das ging teilweise erschreckend gut. Größtenteils wurde auf Grundierung ab Werk verzichtet. Es gibt Anbeiteile wie z.B. die seitlichen Lüftungsgehäuse, da musste ich mit dem Glasstrahlgerät nur in die Nähe kommen und der Lack war verschwunden. Auf meiner Homepage kann man noch einige Bilder der Entlackung finden, die Seite ist allerdings total veraltet.
http://www.strichacht72.de/
Gruß
Stefan
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 17:49
von Lowrider
hi stefan.
habe mir gerade die bilder auf deiner seite angeschaut,...respekt. fachmann echt. das ist für mich ne nummer zu groß aber das habe ich ja auch nicht gelernt. es ist aber witzig wie ähnlich sich doch manche detailaufnahmen sind. wenn man die substanz und den fortschritt einiger schrauber mal in bildern sieht, dann belohnt jeder einzelner schritt und am ende zählt eh nur das ergebnis. in deinem fall mehr als gelungen wenn ich es mal so formulieren darf. mit dem lackabplatzen beim originallack stimme ich dir auch zu. es gab einige stellen wo der lack so dünn war das der lack einfach weggeflogen ist nachdem er das stecheisen gesehen hat. darunter aber gott sei dank kaum rost,...glücklicherweise. den meisten rost hatte ich wie wohl einige schon im kofferraum und beim tankzwischenboden (stehwand). na dann, an alle schrauber, freut euch auf die saison 2012 und immer schön rastlos,...äh, rostlos bleiben. toni
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Mi 5. Okt 2011, 23:52
von GerhardT
Hallo Stefan,
habe Deine Bilder regelrecht verschlungen. Respekt!!!
Deine gelungene Heck-Restauration macht mir richtig Mut, bei der Limo das "unvermeidliche" endlich mal anzupacken.
Allerdings kann ich da ein paar Bilder nicht sehen (gehts nur mir so?), und mir scheint, dass da das eine oder andere Bild vom Mercedes reingerutscht ist?
Naive Frage: warum ist Bleimennige ungeeignet? Bei meiner Break-Leiche ist am Chassis irgend wann mal ziemlich viel damit gepinselt worden, so scheint es wenigstens. Zum Konservieren in der Scheune dürfte das wohl seinen Zweck erfüllen, denn diese Stellen schauen so schlecht nicht aus. Was ist das eigentliche Problem mit Mennige? Verträgt es sich z.B. mit "drüberlackieren" nicht?
vg,
Gerhard
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Do 6. Okt 2011, 01:06
von scardale
Hallo,
ich habe derzeit keine Lust/Zeit die Seite zu pflegen, die fehlenden Bilder sind vermutlich nicht mehr auf dem Server, die Mercedesbilder sind reingerutscht weil teilweise doppelte Bildernamen vorhanden sind. Vielleicht krieg ich ja mal die Kurve und klemm mich dahinter (Hoffnung besteht, der Winter steht vor der Tür). Bleimennige wolte ich einfach aus gesundheitlichen Gründen nicht am Wagen haben. Deshalb hab ich alles abgekratzt, wenig geschliffen. Ich wollte nicht das meine Kinder irgendwann das Zeug runterschleifen.
Gruß
Stefan
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Do 6. Okt 2011, 07:32
von Gerhard Trosien
Bleimenninge verläuft schlecht und lässt sich mühsam schleifen. Die darauf aufgebrachte Lackierung wird also niemals eben verlaufen, die Mennigestruktur wird sich abzeichnen.
Das "Problem" mit Bleimenninge ist der Bleianteil.
Bei unsachgemäßer Anwendung kann es im Extremfall zu Gesundheitsproblemen kommen (tagtägliches Spritzen von Bleimenninge in der Kabine ohne Abzug und Atemschutz; wohl die Hauptursache dafür, dass bislang alle tauglichen Produkte vom Markt genommen wurden).
Der getrocknete und mit Lack abgedeckte Anstrichfilm ist vollkommen unbedenklich, Abschleifen wg Gesundheitsbedenken also der GAU.
Bleimenninge war als Rostschutzgrundierung hervorragend geeignet. Die Ersatzstoffe sind alle nicht halb so gut geeignet und/oder auch schon wieder in Verruf geraten, weil sie bei Höchstdosisfütterungsversuchen gesundheitlcihe Beeinträchtigungen verursachen. Aber das tut Erdbeermarmelade auch
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Do 6. Okt 2011, 07:57
von hgk
scardale schrieb:
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> Hallo,
> auf Deinen Bildern ist das Chassis zu sehen, nicht
> die Karosserie !
> Gruß
> Stefan
kann jemand bitte erklären, wo das Chassis aufhört und die Karosse anfängt?
Mit sonnigen Grüßen
Hans
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Do 6. Okt 2011, 08:54
von tomsail
karosse ist das was du abschrauben kannst
chassis ist das schwarze was dann übrigbleibt
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Do 6. Okt 2011, 21:41
von Sven
Also ich habe meine DS an vielen neuralgischen Stellen (Hohlräume, Chassis vorne, Kanten Fussraum innen, Achsträger usw) erst enrostet, dann beigeschliffen und dann mit Bleimenge gestrichen bzw teils gespritzt. Auf meinen Probeblechen hatte es schlichtweg den besten Schutz. Problem ist allerdings die sehr lange Trocknung (ich könnte ja behaupten, dass sie deshalb 6 Jahre in der Garage gestanden hat, um zu trocknen). Dann habe ich das von Hand leicht angeschliffen, Primer 'drauf und dann Chassislack.
Ich denke, dass sie so am Besten geschützt ist. Für eine Bleivergiftung wird es wohl nicht reichen, denke ich...
Gruss Sven
Re: Blechkleid behandeln
Verfasst: Fr 7. Okt 2011, 09:05
von Sven
ein Beispiel:
Gruß Sven