Madame russt

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speedyfan
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Re: Madame russt

Beitrag von speedyfan »

Hallo symphatique und Gerhard,

danke für eure Tips, ja genau davor hatte ich Sorge, das ich mehr Schaden anrichte als ich Nutzen habe. Da ich mit dem Vergaser bis jetzt noch nicht beschäftigen musste, habe auch nicht soviel Ahnung davon. Also der Schwimmerstand stimmte schon mal nicht, habe ich laut Rep.-Handbuch gemessen.Schwimmernadelventil sieht rein optisch iO aus,ist festgeschraubt, und die ALU- Dichtung ist drunter.Die Drosselklappenwellen scheinen in Ordnung zu sein. An der Gemischschraube habe ich jetzt einmal versucht(Stellung gemerkt), und musste feststellen, das sich die Drehzahl nur wenig verändert hat, und das die Schraube fast ganz reingeschraubt war. Eine halbe Umdrehung, und sie war fest.Ist glaube ich auch nicht normal.Die Schraube ging übrigens sehr leicht,kann sich also durchaus verstellt haben.Vieleicht ist der Vergaser ja auch verschmutzt,müsste man doch in einem Ultraschallbad sauber bekommen.
Bin jetzt auch gleich mal ne Runde geschwebt (ca 100 km) :-))))) , morgen mal sehen wie die Kerzen aussehen.Standgas ist OK.

Gruss Jörg.

Holga
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Registriert: Mo 21. Mai 2007, 11:46

Re: Madame russt

Beitrag von Holga »

Motorlauf ruinieren?
Naja, hab schon mit Co-Tester und drehzahlmessen an sowohl altem, als auch neuem nagelneuen Weber Vergaser "rumgedreht" und musste feststellen, dass die Dinger echt was für Grobmotoriker sind und die Teile m. E. eh nur "Pi-mal Daumen" einzustellen sind, da wird nix groß "ruiniert"...??
Holger
Gerhard Trosien
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Re: Madame russt

Beitrag von Gerhard Trosien »

Oh-ha, man kann das Auto durch unbedachte Verstellungen beinahe unfahrbar machen. Um den Vergaser so einzustellen, dass das Auto sanft und weitgehend ruckfrei fährt und anhält, muss man die Gemsichfabrik schon ein wenig durchschauen. Für Grobmotoriker ohne Verständnis is das definitiv nix.

@ speedyfan: es sprich FÜR Deinen Vergaser, dass er gut läuft, wenn die Gemischschraube so tief eingeschraubt ist. Allerdings sollte er kurz vor dem Anschlag der Nadel in ihrem Bett auch ausgehen. Wenn er trotz ganz eingedrehter Gemischschraube weiter läuft, ist eine Drosselklappe (oder beide) zu weit auf und der Leerlaufvergaser wird umgangen.
tomsail
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Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Madame russt

Beitrag von tomsail »

hallo gerhard,

naja...die ganze vergasereinstellung wird beim "schaltwagen" doch einfacher.
:-)
da ists egal wenn er im stand 1100 1/min macht. beim fahren solls net ruckeln und alles andere ist egal....
so wars ja auch gedacht. die DS zum edlen fahren und die ID mit schaltung für den ländlichen grobschlosser! (hehe)

grüße
thomas
---
symphatique
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Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51

Re: Madame russt

Beitrag von symphatique »

Weitere kleine Baustelle könnte der Kolben, der die Starterklappe bei Unterdruck teilweise öffnet, sein.

Du siehst den Kolben, wenn Du die kleine Platte mit den 4 Schlitzschrauben abnimmst. Der Kolben ist über ein winziges Pleuel mit der Klappenwelle verbunden. Der Kolben könnte festsitzen; dann läuft der Motor mit gezogenem Choke VIEL zu fett. Also Gängigkeit des K. kontrollieren. Dann Vergaserdeckel abnehmen und prüfen, ob der kleine Luftkanal, der zum Kolbengehäuse führt, frei ist. Sonst ist keine Unterdruckansteuerung möglich. Auch die neue Deckeldichtung auf Passgenauigkeit überprüfen. Kolben schmieren und Vierloch-Deckel mit neuer Dichtung wieder drauf.
Choke ganz ziehen und Starterklappe prüfen, ob sie ganz schliesst. Durch eine senkrechte Stange wird gleichzeitig die Drosselklappe der ersten Stufe aufgezogen ( 3,5mm Spalt an der Anschlagschraube, mit Bohrerschaft prüfen), um den Leerlauf zu erhöhen. Eventuell die Stange durch Biegen längen oder kürzen.
Dann Motor starten, am besten an der Batterie, Starterklappe beobachten, wenn sie öffnet, alles juti, wenn nicht, s.o.
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
speedyfan
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Registriert: Di 26. Jan 2010, 21:22

Re: Madame russt

Beitrag von speedyfan »

Hallo alle,

so hab ich mir das vorgestellt, ein paar Tips mit denen man was anfangen kann.Hab morgen frei, da werde ich mich gleich mal ranmachen.Mal sehen wie`s läuft.

Aber schon mal vielen Dank Euch,
Jörg.
Holga
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Registriert: Mo 21. Mai 2007, 11:46

Re: Madame russt

Beitrag von Holga »

Ok, mit HA kenn ich mich nicht aus, hab nen Schalter und da ist die Vergasereinstellung eher einfach wie beim Trecker... :-)
Holger
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Robert Verified
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Re: Madame russt

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Jörg,

ich hatte bei meiner 66er ID (Vergaser Solex 32SDID) auch lange das Problem, dass ich die Gemischregulierschraube ganz einschrauben musste und dass nur wenig Veränderung dabei auftrat. Zeitweilig mit einer anderen Leerlaufdüse experimentiert, aber die Lösung war letztlich, dass der Motor Nebenluft gezogen hat, die Viton-(oder-was-auch-immer) Dichtung unter dem Vergaser hatte sich durch zu festes Anziehen der Befestigungsschrauben des Vergasers verformt. Nachdem der Vergaser gerichtet und die Dichtplatte geradegeschliffen und beidseitig noch Papierdichtungen zwischengelegt waren, funktionierte alles wieder, die Gemischregulierschraube erfüllte ihre Aufgabe und das Drehzahlmaximum lag in der Mitte des Einstellweges. Vielleicht ist es bei Dir was ähnliches.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Gerhard Trosien
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Re: Madame russt

Beitrag von Gerhard Trosien »

Holga schrieb:
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> Ok, mit HA kenn ich mich nicht aus, hab nen
> Schalter und da ist die Vergasereinstellung eher
> einfach wie beim Trecker... :-)

:-D

Der einzige technische Unterschied ist: der Vergaser der Halbautomaten hat 2 Leerlaufdrehzahlen.
Der Halbautomat ist mit einem total verstellten und/oder verschlissenen Vergaser kaum fahrbar.
Richtig gut ist ein solcher Vergaser beim Schalter allerdings auch nicht! Je nach Evolutionsstufe ist die RICHTIGE Einstellung beim Schalter dieselbe Herausforderung wie beim Halbautomaten. Die Tatsache, dass man mit dem Schalter eher von der Stelle kommt, sollte nicht vernebeln, dass ein korrekter Vergaser neben längerem Motorleben, optimalem Verbrauch und weniger Abgasgestank (korrektes DS-Abgas "stinkt" nicht, zu mageres oder zu fettes Gemisch ist eine Zumutung für die Nase) auch mehr Fahrfreude bereitet.
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Thomas Held Verified
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Re: Madame russt

Beitrag von Thomas Held Verified »

Robert Kruse schrieb:

> Nachdem der Vergaser gerichtet und die Dichtplatte
> geradegeschliffen und beidseitig noch
> Papierdichtungen zwischengelegt waren,
> funktionierte alles wieder, die
> Gemischregulierschraube erfüllte ihre Aufgabe und
> das Drehzahlmaximum lag in der Mitte des
> Einstellweges.

Hallo Robert,

mit Mitte des Einstellweges meinst du die Position zwischen ganz eingeschraubt und herausfallender Schraube oder nicht mehr gespannter Feder?
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
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