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Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Mi 4. Feb 2004, 11:30
von Christoph
Hallo Hans-Uwe,
ich möchte Dir für Deine große Hilfe hier im Forum danken. Ich bin sehr froh, daß jemand sich solch eine Mühe macht wenn jemand den er nicht mal kennt eine Frage stellt.
Erst beantwortet er fundiert meine Fragen und dann zerlegt er einen Kaltluftschieber nur um mir Fotos per e-mail zu schicken. Ich denke ich weiß die Zeit ungefähr abzuschätzen die man dafür braucht, und ich bin tief beeindruckt.
Gruß,
Christoph
PS.: Natürlich melde ich mich hier wieder, wenn ich meinen Kaltluftschieber wieder so habe wie ich ihn mir wünsche.
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Mi 4. Feb 2004, 14:55
von H-U Fischer
Hallo Christoph,
für soviel Lob hätte ich einen ganzen Motor zerlegt
Mit dem Spezialschlüssel geht das eigentlich ganz schnell. Anschließend alles glasperlenstrahlen, ölen, montieren, testen und fertig.
Wie gesagt, so´n Schlüssel habe ich übrig.
Grüße
Hans-Uwe
PS: Das Material ist laut 3 Spezialisten wohl Spritzgußalu. 100% sicher ist sich da aber keiner.
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Mi 18. Feb 2004, 18:06
von Christoph
Hallo Hans Uwe und alle Anderen,
wieder zuhause hab ich heute meinen Kaltluftschieber zerlegt. Ich habe aber nicht die Methode mit dem Werkzeug und den M5 Bohrungen gewählt, sondern von der einen Seite beide eingepressten Teile aus dem Gehäuse gepresst. Der Kraftaufwand war eher niedrig. So nahm glaube ich kein Teil Schaden.
Die von mir vorher schon verdrehte Schraube ist wirklich nur dann zu verstellen wenn man den Schieber zerlegt, und die gekonterten Muttern löst. Da habe ich wohl einen Wahrnehmungsfehler gehabt, als ich glaubte nach dem Verdrehen der Schraube hätte der Schieber weiter geschlossen, wohl eher habe ich ihn beim zweiten Versuch besser abgekühlt...
Die Papierdichtung hab ich weggelassen, statt dessen habe ich eine Nut gemacht, in der jetzt ein O-Ring sitzt. Ist mir lieber so.
Gruß,
Christoph
PS.: Ich frage mich immer noch, was Du mit den M5 Löchern machst? In meinem Teil war die Wandstärke (ca 2mm). zu dünn für Sacklöcher.
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Mi 18. Feb 2004, 18:25
von H-U Fischer
Hallo Christoph,
anstelle der Papierdichtung einen O-Ring einlassen, ist eine SUPER-IDEE. Das gleicht die Biegungen, Unebenheiten usw. bestens aus.
Die beiden M5-Bohrungen sind keine Sacklöcher/Gewinde. Die sind durchgängig. Veschlossen werden diese mit M5x4 Schrauben. Somit kann ich jederzeit den Schieber wieder zerlegen. Für eine DS-Werkstatt habe ich Alu-Scrauben eingedreht und verklebt (Loctide). Dann die Köpfe abgefräßt und glasperlengestrahlt. Danach war auch nichts mehr zu sehen.
Grüße
Hans-Uwe
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Do 19. Feb 2004, 11:00
von Christoph
Hallo Hans-Uwe,
ich finde aber daß das Auspressen der Innereien anstelle des rausdrehens mit einem angeschraubten Schlüssels noch eine bessere Idee ist als das Verwenden eines O-Rings anstelle der Papierdichtung:-)
Würdest Du das bei Gelegenheit (irgendwann) mal ausprobieren, und mir sagen, ob was dagegen spricht? Aber wirklich nur, wenn Du eh einen Schieber öffnest, mach Dir bitte nicht zu viel Mühe.
Grüße,
Christoph
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Do 19. Feb 2004, 14:50
von H-U Fischer
Hallo Christoph,
wie hast Du das denn auseinander gepresst?
Grüße
Hans-Uwe
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Do 19. Feb 2004, 15:35
von Christoph
Hallo Hans-Uwe,
ich habe mit einem Ring der 27,5mm Aussendurchmesser und 15,5mm Innendurchmesser hat und länger als die Messingnase ist, auf das Teil "1" gedrückt, bis Teil "2" auf der anderen Seite aus Teil "3" rauskam. Dabei habe ich das Teil "3" gegen ein Stück Rohr mit 28,5mm Innendurchmesser gestützt, in das das Teil "2" reinpasst. Das Ganze ging im Schraubstock sehr gut, und mit erstaunlich geringem Kraftaufwand.
Meine Befürchtung war, daß Teil "2" dabei an der Kontaktfläche zu Teil "1" gestaucht wird, und dann der Kolben im Innern nicht mehr passt, sondern klemmt. Das ist aber bei mir nicht passiert, aber ich könnte mir vorstellen, daß andere Schieber mehr Kraftaufwand zum Zerlegen benötigen, und das dann passiert.
Weshalb ich jetzt hier so nachfrage: Ich denke mir, da muß doch ein Haken sein, sonst würde das doch jeder so machen.
Schöne Grüße,
Christoph
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Do 19. Feb 2004, 15:36
von Christoph
Oh!
Hier noch das Bild auf das sich der Text bezieht.
Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Do 19. Feb 2004, 20:56
von H-U Fischer
Hallo Christoph,
die "Durchdrückmethode" scheint mir doch etwas rustikal zu sein. Bei mir zeigte sich auch im Hauptgehäuse (Teil 3) ein ringförmiger Materialaufschub, gebildet durch das Einpressen des Thermoelementes (Teil 1). Dieser Material-Ring würde dann noch weiter ins Innere getrieben und müßte danach wieder herausgefräst werden (sonst verquetscht sich der Zylinder und das hat wiederum einen Kolbenklemmen zur Folge). Auch hat Teil 1 keine Flache Auflage für den Zylinder (Teil 2), so daß der Kolben, wie von Dir bereits erwähnt, Schaden nimmt.
Mit der "Schlüsselmethode" gibt es bis auf die zwei Gewindebohrungen keine Schäden. Der Schlüssel dient dabei auch noch als Bohrschablone.
Vermutlich wird beim Quetschen des Teil 1 (Thermoelement) auch der Temperaturverlauf negativ beeinflußt (?)
Weiterhin viel Spaß
Hans-Uwe
PS: Meine Betrachtungen beziehen sich immer auf den "worse case"

Re: Kaltluftschieber überholen
Verfasst: Fr 20. Feb 2004, 08:57
von Christoph
Hallo Hans-Uwe,
genau das habe ich gesucht. Ich habe nicht daran gedacht, daß es sicher mal einen Schieber mit einem Grat oder ähnlichem im Inneren gibt, und ob das Thermoelement massiv oder nicht ist, und die Presskraft übertragen kann.
Ich denke ich habe Glück gehabt, jetzt bin ich mal gespannt, ob sich am Warmlaufen des Motors etwas ändert nach dem Einbau.
Grüße,
Christoph