1.: deshalb sprach ich auch von "beigetragen". Die einzelnen Faktoren aufzuschlüsseln ist unmöglich.
2.: Der Druck auf die Entwickler war einfach nicht da. Die Autos wurden ja bislang auch so gekauft - z. T. sogar immer noch, z. B. nach China, wovon unsere Industrie im Grunde abhängt, da die einheimischen Verkäufe c. 25 % zurückgegangen sind. Die Gewichtsersparnis war bislang kaum vorhanden. Aluminium ist sicher nicht die Lösung, da kommt vielleicht eher Carbon zum Zuge. Die Entwickler haben ganz vernünftig gehandelt, nämlich marktorientiert. Wenn man den Preis von Benzin von Anfang der 1970er Jahre und der damaligen Kaufkraft mit dem Preis von heute vergleicht, ist Benzin - soweit ich mich erinnere - sogar billiger als früher. Oder anders: man muss für 1 l heute kürzer arbeiten als früher. Also: warum sparen? Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich bin für sparen, es ist nur eine Erklärung für die Entwicklung.
Habe auf die schnelle einen Link gefunden (für Österreich, ist bei uns wahrscheinlich ähnlich, vielleicht finde ich dazu noch etwas):
http://www.iv-net.at/b2024m91
Also: 1980 für 1 l Normalbenzin 7,5 min, 2008: 5,5 min.
Gruß,
Thorsten
Dumela schrieb:
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> Thorsten Graf schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > 1. Der vermehrte Einbau von
> Sicherheitsfeatures
> > hat mit zum Rückgang der Verkehrstoten
> > beigetragen.
> > 2. Mehr Luxus und Sicherheit müssen nicht
> > automatisch zu mehr Gewicht führen. Die
> Entwickler
> > werden sich anstrengen, mit neuen Materialien
> auf
> > deutlich weniger Gewicht zu kommen. Kann
> aber
> > erstmal teurer werden.
> > 3. Gerade der C6 ist ziemlich schwer - da
> könnte
> > Citroën doch mal ansetzen - bei einem Wagen
> der
> > Oberklasse. Vielleicht bei einem evtl.
> Nachfolger
> > für den C6.
>
> zu1.: Das ist durchaus möglich. Auch wenn ich
> glaube, dass die tatsächliche Reduzierung der
> Verkehrstoten aus diesem Grunde, weitaus geringer
> ist als propagiert. Andere Faktoren sind bei den
> gängigen Studien nicht genügend berücksichtigt:
> Bessere Straßen, bessere Ausbidung der
> Fahranfänger, Führerschein mit 17, niedrigere
> Promillegrenze, etc etc. Diese Statistk lässt sich
> wohl in alle Richtungen zum Wohle der
> Automobilindustrie verbiegen.
> zu2: Die strengen sich schon eine ganze Weile an.
> Bisher mit mäßigem Erfolg. Der Anteil an Aluminum
> z.B. hat sich im Rahmen der Gewichtsreduzierung
> bereits drastisch erhöht. Dies spart dem Fahrer
> wohl Sprit, ist in der Herstellung aber der größte
> Energiefresser. Da jegliche Gewichtseinsparung
> durch ein neues Feature, das man unbedingt braucht
> (aus Sicherheitsgründen, Komfortgründen, irgendwas
> gibt es immer um im Wettbererb zu bestehen )
> wieder wett gemacht wird.
> Meiner Ansicht nach ist in der Fahzeugentwicklung
> einiges in die falsche Richtung gelaufen. Es kann
> doch nicht sein, dass in Sachen Benzinverbrauch in
> den letzten 40 Jahren so wenig passiert ist.
> Gruß
> Stefan
> >
>
>
>