neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

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rsa404
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Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von rsa404 »

ich würde die Lenkung einfach wieder so einbauen wie sie ist. Das habe ich bei meiner 58er mit bestem Ergebnis und vollster Zufriedenheit bis heute auch so gemacht. Gleiches würde ich übrigens für die Niederdruckpumpe empfehlen. Meiner Meinung nach das einzige LHS-Bauteil bei dem man extrem viel und unrettbar verkehrt machen kann.

Viele Grüße, Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
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Robert Verified
Beiträge: 3586
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

ich kann Ralf nur absolut beipflichten. Entweder bleibt die Lenkung dicht, und dann ist es gut, oder sie wird irgendwann undicht, und dann kann man sie immer noch abdichten. Schaden sollte das nicht, solange kein zusätzlicher Dreck in die Anschlüsse geraten ist, kann durch die Inbetriebnahme nicht mehr kaputtgehen, als ohnehin schon kaputt ist, soll heissen, sollte etwa der Nehmerkolben Rostnarben aufweisen, zerstört das schlimmstenfalls die Dichtungen, die aber bei einer Überholung eh ersetzt werden. Und wenn man ein altes LHS-System wieder in Betrieb nimmt, sollte man nach zwei Tankfüllungen sowieso einen weiteren Flüssigkeitswechsel machen (wenn der sich nicht dadurch erübrigt, dass irgendwo eine Undichtigkeit auftritt und die ganze Chose rausläuft).
Die Holländer haben teilweise neue Übermasskolben angefertigt und die Steuerzylinder aufgebohrt, aber sie haben das nicht masshaltig hinbekommen. Die so überholten Lenkungen halten ein paar 1000 km und sind dann irreparabler Schrott. Aber das Steuerkolben-Problem sehe ich ohnehin inzwischen etwas überbewertet, schlimmer sind m.E. verriefte und korrodierte Nehmerkolben im Arbeitszylinder.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Sensenmann
Beiträge: 1029
Registriert: Di 19. Dez 2006, 14:01

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von Sensenmann »

Also die Lenkung lasse ich mal besser zu.
Aber den Steuerblock werde ich wohl prophylaktisch zerlegen
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von sebastianklaus »

Liebe Gemeinde,
ich hatte mehrfach schon darauf hin gewiesen, dass ich nicht begreifen kann, dass hier einerseits die Leute -zu Recht- Angst um ihre schönen Lenkungen und Kommandoblöcke und Höhenkorrektoren haben, in die die Kolben mit Passungen im mue- Bereich eingepasst werden und auf der anderen Seite jeder ganz entspannt vollkommen ungefilterte Brühe im Kreislauf herum pumpt.

Ihr fahrt Euch wirklich alles kaputt, wenn Ihr keinen vernünftigen Hydraulikfilter einbaut. Ich habe das gemacht: im Rücklauf des Druckreglers ist ein 10-mue- (nominell)- Filter eingebaut, der Durchfluss muss MINDESTENS auf 8 l/min (das ist etwas mehr, als die Pumpe bei 5000 1/min Motordrehzahl bringt) ausgelegt sein. Nun ist 10 mue nicht gerade superfein, aber es ist zumindest normaler Maschinenbau- Hydraulik- Standard. Wenn man im Standard- Maschinenbau Hydraulik-Proportionalventile einsetzt, dann gehen die Spezis dort auch auf 5 mue-Filter, aber die werden dann schon wirklich sehr teuer.
Hinsichtlich Filterung gar nichts zu machen ist aber einfach fahrlässig.

Das Argument, "es ist ja ein geschlossenens System, es kann ja kein Dreck rein kommen", ist nicht korrekt, denn der Schmutzeintrag ist vielfältig:
1) es löst sich Gummi aus Dichtungen auf
2) außerdem kommen durch die Entlüftungsbohrung im Deckel (sehr große !) verschmutzte Luftmengen in den Vorratsbehälter, wenn sich das Öl und insbesondere die Luft dort drin nach der Fahrt abkühlt. Abhilfe: einen entsprechenden Filter oder einen kleinen Präser auf den Deckel ziehen, so lange Öl und Luft kalt sind. Jedes klapprige Stirnrad- Industriegetriebe aus China- Fertigung hat heute einen "breather" mit entsprechendem Filter an der höchsten Stelle.
3) Gerade bei LHS- Anlagen kommt es aufgrund der Hygroskopie zu Anreicherung von Wasser im System, das, wenn der Wagen nicht dauernd bewegt wird und durch die erhöhten LHS- Temperaturen das Wasser wieder ausgetrieben wird, zu Korrosion führt. Spätestens dann ist es passiert, wenn der scharfkantige Rost im System umgewälzt wird. Gegen Wassereintrag hilft übrigens auch der kleine Präser, nicht aber der "breather" auf dem Deckel..

Viele Grüße
Sebastian
Thorsten Graf Verified
Beiträge: 588
Registriert: Di 31. Okt 2006, 21:43

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von Thorsten Graf Verified »

Hallo Sebastian,

schaden kann so ein Filter sicher nicht. Und die Welt wird er auch nicht kosten. Einbau dürfte leicht zu machen sein.

Ich hatte mal vor ein paar Wochen versucht, an eine Liste von Firmen zu kommen, die so einen Filter anbieten - auch an Endverbraucher. Hatte aber zu viel um die Ohren und es dann aus den Augen verloren. Falls jemand einen Tipp hat, wo man so einen Filter bekommen kann.....

Im Moment ist meine DS fast komplett dicht, jedenfalls extern - nach Austausch der Hydraulikpumpe. Damit und mit dem Einbau "neuer" geschraubter Kugeln hinten senkt sich der Wagen erst nach vier Tagen, sowas hatte ich noch nie. Ich hoffe, es bleibt trocken.... dann kann man noch schön weiter fahren.

Gruß,
Thorsten
d.rodermund
Beiträge: 32
Registriert: Mi 26. Okt 2005, 10:42

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkun

Beitrag von d.rodermund »

Wenn ein System 40 Jahre überlebt hat, wird es auch weiterhin überleben ,wenn man ihm weiterhin oder nun endlich Wartung angedeihen lässt.
DS-Import
http://www.ds-import.de
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkun

Beitrag von tomsail »

d.rodermund schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wenn ein System 40 Jahre überlebt hat, wird es
> auch weiterhin überleben ,wenn man ihm weiterhin
> oder nun endlich Wartung angedeihen lässt.
>

hallo alle,

das sehe ich auch so.
keines der zahlreichen hydropneumatischen autos hat einen µm-filter.
wenn man sieht mit welcher dreckbrühe manch ein auto jahrelang klaglos gelaufen ist, so ist ein flüssigkeitswechsel alle zwei/drei jahre völlig ausreichend.
dazu vielleicht noch ne reinigung der "dreckspeicher" höhenkorrektor, schaltblock und hydraulikpumpe....schon hat man ein system für die nächsten 40 jahre.

grüße
thomas
---
ThomasT
Beiträge: 81
Registriert: Di 17. Okt 2006, 22:11

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von ThomasT »

mmmhh: wo kaufe ich nun meine Lenkung...?

>Hallo zusammen!
>Wo kaufe ich meine Lenkung am besten? Wer hat aktuelle Erfahrungen mit den >einzelnen Anbietern? Die Angaben hier im Forum sind alle schon etwas älter.
>
>Vielen Dank
>Thomas
Chris
Beiträge: 537
Registriert: So 20. Aug 2006, 08:45

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von Chris »

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Lenkung von Häfliger & Kunz aus Däniken / Schweiz. Mittlerweile 2 Jahre / 7500km ohne Probleme.
Nicht billig, aber auch NICHT aus Holland.

Gruss
Chris
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
MarkusHe
Beiträge: 177
Registriert: Do 9. Nov 2006, 13:22

Re: neue Erkenntnisse zur Qualität der Lenkungen?

Beitrag von MarkusHe »

Die Geschichte mit den Filtern von Sebastian leuchtet mir vollkommen ein.
So´n Filter schadet sicher nicht - nur woher nehmen:
Bei div. Online-Teilehändlern (z.B. autoteile-shopping.de) bin ich immer mal wieder über einen Hydraulikfilter von QuintonHazel gestossen: QH QSRP10 oder QSRP12 (10 oder 12 ist der Anschlussdurchmesser).
Leider hab´ ich bisher nicht viel über den Filter gefunden - der müsste doch geeignet sein, oder?

Grüße aus Franken!
MarkusHe
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