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Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 13:58
von Thomas Held
Hallo Robert,

wie soll denn das Sicherheitsventil den Druck aus der hinteren Federung zuruecklaufen lassen? Wenn der Systemdruck sinkt, wird die Federung (vorne und hinten gleichzeitig) von der Versorgung abgetrennt. Und das geschieht lange vor Erreichen der Drucks in der hinteren Federung bei unbelastetem Fahrzeug (110 bar zu 50 bar?).
Gruss,

Tom

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 14:00
von Thomas Held
rsa404 schrieb:

> Also, 4 Jahre alte Federkugeln bei LHM,
> insbesondere wenn es nicht die geschraubten sind,
> kann man nach meinen Erfahrungen eh fast immer in
> die Tonne kloppen. Die Dinger verlieren derart
> schnell den Druck, da bin ich schon zu Lebzeiten
> des CX immer dran verzweifelt!

Meine I.F.H.S.-Kugeln sind von 2005 und messen sich wie neu (leider, moechte ich fast sagen, als Ersatz dieser sollen naemlich mal originale rein)...
Gruss,

Tom

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 14:04
von Thomas Held
Hallo Ralf,

das Absinken kann mit dem Tarierdruck in den hinteren Kugeln nicht zusammenhaengen.
Die Federung leidet, klar, aber auch bei geplatzten Membranen bleibt die DS bei dichter Hydraulik genauso lange oben wie mit frischen Kugeln, solange Federzylinder, Hoehenkorrektor und (in Falle der Hinterachse) Bremsventil in Ordnung sind.
Gruss,

Tom

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 14:14
von Thomas Held
Hallo Andreas,

Ursache fuer das Absinken hinten koennen ein defekter Federzylinder, Hoehenkorrektor oder das Bremsventil sein. Einzelnen Komponenten Wahrscheinlichkeiten des Defektes Zuzuordnen ist nicht serioes.
Gruss,

Tom

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 14:50
von tomsail
uiui...

hier werden ja wiedermal weisheiten verbreitet...

tom hat mit dem was er schreibt recht.

zum druck auf eine membran:
je höher der gasdruck auf eine membran, je mehr lässt diese auch durch.
drum: hoher druck, schneller druckabfall, geringer druck, langsamerer druckabfall.

das sicherheitsventil hat nichts mit dem absinken zu tun. es nimmt lediglich den "systemdruck" vom korrektor.
druck aus der federung "ablassen" kann nur der höhenkorrektor.

ist das fahrzeug beim abstellen in korrekter höhe, steht der kolben des korrektors in mittelstellung.
wird jetzt "systemdruck" weggenommen (durch ein defektes sicherheitsventil), passiert: nix.

absinken "nur hinten" deutet auf eine erhöhte leckagerate in einer hydraulischen komponente hin, die mit druck aus der hinteren federung beaufschlagt ist.

da wären bei einer DS:
-federzylinder
-höhenkorrektor
-bremsventil
-bremsverteiler

bei einer ID:
-federzylinder
-höhenkorrektor
-bremsventil

dass ein höhenkorrektor stark undicht wird kommt vor, meist wird er aber nach aussen undicht oder geht fest.
beim bremsventil gilt ähnliches, innere undichtigkeiten gibts da jedoch etwas häufiger.
was jedoch verschleissen kann, sind die dichtungen der hinteren federzylinder.

leckagen der hinterem federzylinder lassen sich leicht prüfen: einfach vorne rechts das hintere abdeckungsblech im radhaus lösen und da den rücklaufschlauchsammler abschliessen und in ein gefäß umleiten.
kommt hier während des absinkens viel raus (ca. 0.2-0.3l) ist die ursache gefunden.

ist der höhenkorrektor undicht gehts noch einfacher: drainageschlauch am höhenkorrektor abschliessen und gucken was rauskommt.
(undichtigkeiten von federdruck nach ablauf geht so leider nicht)

im zweifelsfall hilft das "hydraulikhandbuch" beim verstehen des systems weiter.
ist soweit ich weiss bei den "citdoks" zum runterladen bereit.

grüße
thomas

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 15:20
von rsa404
Hallo Tom,
hallo Thomas,

das Federkugeln bei LHM nicht selten schon nach 3 Jahren erheblichen Druckverlust aufweisen, ist ja nun sicherlich kein Geheimnis, sondern leider traurige Realität.

Das der Druck der hinteren Federkugeln sehr wohl etwas mit dem Absinkverhalten zu tun hat, ebenfalls nicht. Das ganze setzt natürlich voraus, wie hier bereits zuvor geschrieben, den hydraulischen Kreislauf einschließlich Aggregaten, arbeitsweise und Zusammenhängen, verstanden zu haben.

Was juckt es die deutsche Eiche, wenn das Pferd sich an ihr reibt?

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 16:13
von tomsail
hallo deutsche eiche!

>
>Das der Druck der hinteren Federkugeln sehr wohl etwas mit dem Absinkverhalten zu tun hat, ebenfalls nicht.
>

stimmt. die füllmenge des gases in der kugel, also der tarierdruck der ausgebauten, unbelasteten kugel, hat nichts mit der absinkgeschwindigkeit beim abstellen des fahrzeugs zu tun.
dem sich in den hinteren federzylinder einstellenden flüssigkeite- oder gasdruck in der kugel ist es egal, ob die federkugel halbvoll oder voll mit gas ist. er ist lediglich ein resultat der achslast:
p*A=F

die halbleere kugel (geringer tarierdruck) federt härter, da sie weniger gasvolumen hat.
die volle kugel (hoher tarierdruck) federt weicher, da das in ihr befindliche gasvolumen grösser ist.

beide kugeln besitzen aber im statischen betrieb den identischen arbeitsdruck!
und dieser bleibt gleich, egal ob der motor läuft, oder nicht. denn das fahrzeug ist ja immer gleich schwer.

ist nun irgendwo eine leckage, verringert sich die flüssigkeitsmenge. der druck bleibt aber weiterhin gleich, denn das fahrzeug ist immernoch gleich schwer.
das volumen der hydraulikflüssigkeit nimmt durch die leckage stetig ab, das fahrzeug senkt sich, aber der druck in den federzylindern bleibt solange konstant bis die schwingarme die anschlagpuffer berühren. dann erst macht sich der unterschied von voller zu leerer kugel bemerkbar. da ist das auto aber bereits unten.

grüße
der borkenkäfer

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 16:56
von Robert
Thomas Held schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Robert,
>
> wie soll denn das Sicherheitsventil den Druck aus
> der hinteren Federung zuruecklaufen lassen? Wenn
> der Systemdruck sinkt, wird die Federung (vorne
> und hinten gleichzeitig) von der Versorgung
> abgetrennt. Und das geschieht lange vor Erreichen
> der Drucks in der hinteren Federung bei
> unbelastetem Fahrzeug (110 bar zu 50 bar?).
> Gruss,
>
> Tom

Hallo Tom,

so wie ich die Sache verstanden habe, ist das genau umgekehrt, der Druck in der Federung dient bei den Autos ohne separaten Bremsdruckspeicher als Reserve für die Bremse, falls der Hauptdruckspeicher "leer" ist. Darum heisst das Ding "Sicherheitsschieber". Was Du beschreibst, kenne ich von den DS-Modellen der 1. Serie, da ist ein Verteiler mit Rückschlagventilen für die Federung vorne an der Stirnwand.

Grüsse
Robert


Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 19:32
von Tricatel
Hallo,

Zitat Alexander Spoerl aus "Umgang mit einer Göttin": Sie gleicht stets das Niveau aus. Manchmal nimmt sie sich mehr Zeit dafür und manchmal weniger. Wieviel Zeit sie sich dazu nimmt, muß man ihr überlassen. Das läßt sich nicht regulieren, sondern nur hinnehmen. Ich habe auch meine Frau noch nicht zum Arzt geschickt, weil sie zu schnell aufsteht. Und wer hier bei einer Déesse eingreifen läßt, macht sie nur schnell kaputt. Zitat Ende.

Trifft es voll auf den Punkt - oder?

Bis dann,

Udo

Re: Hinteren Höhenkorrektor wechseln

Verfasst: Di 7. Apr 2009, 22:20
von rsa404
Liebe Fangemeinde,

das hier ist mein Hobby und so soll es auch bleiben. Ich habe keine Lust mir hier den Kopf heiß zu reden oder mich gar auf das dünne Eis von Kompetenzrangeleien zu begeben.

Ich kaufe, warte, repariere und restauriere meine Citroën seit nunmehr 30 Jahren. Egal ob Ente, Dyane, AMI, GS, CX, BX und insbesondere meine D-Modelle. Bisher bin ich immer überaus gut damit gefahren und will wohl sehr hoffen, es bleibt auch so.

Abschließend möchte ich noch folgendes anmerken. Warum wohl gehen unsere geliebten D-Modelle auf dem Bremsenprüfstand des TÜV, so gerne bis an den Anschlag in die Knie? Jetzt schreibe bitte niemand, Ursache sei der Druckverlust im Speicher. Federkugeln sind halt nicht nur für die Federung da.

Wie dem auch sei, an dieser Diskussion werde ich mich als Laie und Hobbyschrauber nicht weiter beteiligen.

Ich wünsche Andreas auf jeden Fall viel Erfolg bei der Suche nach der Ursache und insbesondere der Reparatur.

Ansonsten allen hier weiterhin fröhliches "Schweben" ;-)

Viele Grüße, Ralf