Dämmung Chassis

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joli
Beiträge: 597
Registriert: Sa 25. Jun 2005, 11:15

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von joli »

sebastianklaus schrieb:
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> Jetzt passen 73 l in den Tank.

Hm, nur 8 Liter mehr als im Originaltank, ca. 60-70 km mehr Reichweite? wie haben die das nur hingekriegt, dass bei dem Tank aus dem HP-Bericht (siehe http://www.id19b.de/tankexkurs.html ) angeblich 105 Liter passten?

Danke für Bilder!


DSpécial 1970
www.ID19B.de
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo Joli,
Wenn man den Original-einbauraum belässt, dann bekommt man wirklich nicht mehr in den Tank als ich mit meinen 73 l. Das geht einfach nicht.
Man kann da alerdings schon noch etwas machen: wenn man die Tankabdeckung weg lässt und den Tank in die Rücksitzbank hinein (also nach oben hin) vergrößert, dann geht da sicher noch so einiges. Mit der Betankerei wird das aber dann schierig, weil man nur noch ein geringes Gefälle vom Tankeinfüllstutzen bis in den Tank selbst hat. Und die Luft soll ja auch noch raus gehen... Wenn man so etwas machen will, dann meine ich, dass man den Tankeinfüllstutzen besser in die rechte C-Säule hinein verlegen sollte und das Abdeckblech in der rechten C-Säule als Klappe ausführen sollte. Dann kann man den Tank gut befüllen und er kann auf diese Weise auch gut entlüftet werden.
Wie gesagt, kann man alles machen. Ich mach es nicht und bin mit den 73 l zufrieden.
Es gibt ja auch Leute, die sich lieber noch einen schönen Gastank in den Kofferraum bauen. Das finde ich eine viel bessere Idee.
Viele Grüße
Sebastian
scardale
Beiträge: 1376
Registriert: Sa 14. Okt 2006, 23:41

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von scardale »

Hallo,
bezüglich der von mir angesprochenen Antidröhnrolle hier die Antwort des Herstellers:
"Da unser Geschäft daraus besteht, dass wir Groß- und Einzelhandel sowie Autohäuser und Karosseriebetriebe beliefern mit unseren Produkten, dürfen Sie davon ausgehen das die Anti Dröhn Rolle auch funktioniert. Im Kerngeschäft verkaufen wir ca. 17 Paletten / Jahr.
Gerne senden wir Ihnen ein Musterstück zu.
Es wird in den nächsten Tagen bei Ihnen Eintreffen."

"Hallo,

vielen Dank für ihre Antwortmail und ihre Mühe. Ich habe lediglich bedenken wegen der Dicke des Materials, deshalb wollte ich wissen ob dies Unerheblich ist, bzw. ob die Qualität des Material die geringere Dicke ausgleicht..
Gruß
Stefan Sikeler"

"Hallo Herr Sikeler,

von Verkäufern bekommt man viel versprochen !

Die Weiterentwicklung der Anti Dröhnmatte erfolgte aus praktischen Gründen:
1. Eine normale Platte ist 50cm lang und 25cm hoch, dann meistens Bretthart, so das man diese erwärmen muss damit sie in Sicken einzulegen ist.
Dies war und ist Standard !
2. Die Autobauer versuchen Gewicht aus den Fahrzeugen raus zu bekommen, mit Alu-Leichtbauweise und vielen anderen Trix und mit den Dämmatten wird das Gewicht wieder Eingebaut.
Eine Packung Dämmplatten mit 10 Platten wiegt ca. 11kg.
Eine Anti-Dröhn-Rolle hat 10m drauf, das entspricht 20 Platten und wiegt gerademal 3kg.
Nicht Dick und Schwer dämmt, sondern Weich.
Ein Konzert wird auch nicht in einer Turnhalle gegeben, wo die Wände "Hart" sind, sondern in einem Konzertsaal,
wo viel Stoff an den Wänden ist oder der Schall anderweitig gefangen wird.
Somit haben wir die Dämmatte vor ca. acht Jahren umgearbeitet, mit anderen Füllstoffen, um den gleichen Effekt zu bekommen.
Das diese funktioniert zeigen die Zahlen."

Hört sich doch ganz vielversprechend an, sind wir mal gespannt!

Gruß
Stefan




Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von Pit »

Ich denke weiches Material absorbiert den auftreffenden Schall, aber das tut der Teppichboden auch schon. Für Antidröhn bzw. um den Schall von außen (Motorraum, Auspuff) nicht nach Innen zu lassen braucht man meiner Meinung nach Masse.
Zur Antwort des Mattenherstellers:
Die 20cm Rolle (2,0m^2) entspricht nicht 20 Platten sondern 16 Platten (50x25) , die 60cm Rolle also 48 Platten.
"Dass dies funktioniert zeigen die Zahlen", welche Zahlen?

Ich habe mal die Dichten verglichen:
Rolle: 10mx 0,2m x 0,0011m bei 3kg => 1364kg/m^3
Schwerschichtplatten:
2,0kg pro m^2 bei 1,1mm Dicke => 1818kg/m^3
3,3kg pro m^2 bei 1,5mm Dicke => 2200kg/m^3
4,0kg pro m^2 bei 2,0mm Dicke => 2000kg/m^3

Preisvergleich: Rolle 10mx0,2m für 67,24€ => 33,63€/m^2
Platten (1,1mm) 25€/m^2
pit


tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von tomsail »

hallo alle,

nun wurde es mit meinen ausführungen doch ein bisschen später als versprochen...

habe für meine DS auch einen haufen schwerschicht bestellt.
war sehr euphorisch und dann kam die ernüchterung:

das zeug floss nicht und klebte nicht!

verschiedene experimente liessen mich jedoch das zeug so einigermaßen verarbeiten.

doch nun erstmal zu den grundlagen:
vorder- und rückseite lassen sich einwandfrei unterscheiden:
vorderseite
rückseite

man sieht deutlich die klebeschicht.

als erstes verlegte ich eine dicke matte im fondfussraum:
erste verlegung

das war recht hübsch anzusehen, meine elektronisch geregelte heissluftpistole stellte ich mittels thermometer auf 95°C ein und freute mich.
die matte klebte schön an und verformte sich auch ein wenig.

doch nach dem erkalten kam die böse überraschung: das zeug liess sich ohne anzuhaften anheben:
klebt_nicht

nun zu den problemen:
die schwerschicht wird beim erwärmen weich und "pappt" erstmal super an den jeweiligen flächen.
das schwerschitmaterial hat anscheinend einen sehr hohen wärmeausdehnungskoeffizienten und zieht sich beim abkühlen extrem zusammen. einher geht ein gewisses "formgedächtnis" was sich in erheblichem rückverformen bemerkbar macht. die klebeschicht versagt daraufhin und das material haftet nicht. akribisches entfetten und anschleifen der lackoberfläche ergaben keine verbesserung.

einige versuche ergaben: nur extreme temperatur hilft. das steht auch bei der lieferung auf der verpackung: "erwärmen bis 200°C"
leider macht da der 2k-acryllack nichtmehr mit!!
so gab ich in der mitte der matten meiner heissluftpistole richtig "temperatur" und an den rändern gab es maximal 150°C...das kurzzeitmaximum des autolacks.

nun floss die matte richtig an und das klebeergebnis war akzeptabel:
mit viel wärme

man muss also an die grenzen der lacktemperatur gehen um das zeug zu verlegen. das zeigen auch die beispiele auf der verkäufer-seite: dort wird ausschliesslich auf nacktem blech gearbeitet.
angenehm ist, dass das material bei erreichen der fliesstemperatur eine art "noppige" oder "rauhe" oberfläche bekommt und man damit als indikator recht gut die temperatur steuern kann.

die dicke (4kg/qm) matte ist erwartungsgemäß "zickiger" als die dünne (2.2kg/qm)

am tankboden hat es dann geklappt:
tankboden

und an der hutablage wurde es dann sogar recht gut:
hutablage
hutablage_detail

so recht überzeugt bin ich von diesem zeugs allerdings noch nicht. mangels alternative hab ich es aer verarbeitet.

mehr bilder gibts auf meiner restaurationsseite:
DS20 Restauration

ist net so viel neues dabei... nun geht es halt eher langsam voran. abschleifen, anschleifen, lackieren schalldämmung...alles viel arbeit mit wenig optischem ergebnis :-(
aber: bald gehts an die technik! :-)

grüße vom bodensee
thomas

p.s.:@sebastianklaus: auf deinem bild: "höhenkorrektor-hinten-klein.jpg" fehlt die hintere leitungsbündelhalterung. die sollte dran sein, denn sonst werden die leitungen sehr stark durch schwingungen beansprucht. da die CuNiFer-leitungen weniger schwingungen abkönnen als die originalen stahlleitungen ist hier vorsicht angesagt: lieber haltern als gebrochene leitungen!
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scardale
Beiträge: 1376
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Re: Dämmung Chassis

Beitrag von scardale »

Hallo Thomas,
danke für die Berichterstattung. Wie ich sehe werden bei Dir viele Stellen beschichtet die vorher unbeschichtet waren!? Bleibt die Frage, würdest Du das Material wieder verwenden?? Wenn ich bedenke dass die Rolle Dachdeckerbitumen (was wohl am ehesten dem Originalmaterial entspricht), fast nichts kostet und vermutlich besser zu verarbeiten ist? Ich habe etwas Zweifel ob es für den Mann am Fön immer abzuschätzen ist ob der Lack bereits zuviel an Hitze abbekommen hat. Eine erneute Unterrostung unterm Schwerschicht wegen verbranntem Lack wäre natürlich fatal. Und wie so oft steht man wieder vor einer Entscheidung, schau mer mal .............
Gruß
Stefan
(wegen Pflasterarbeiten im Hof leider derzeit wenig göttlich)
tomsail
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Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von tomsail »

hallo stefan,

ja das mit dem dämmen da wo vorher nichts war ist so ne sache. z.b. die hinteren radhäuser: da war aussen ja gut unterbodenschutz drauf und der hat gut gedämmt. nun bin ich ja ein verächter von unterbodenschutz und will dieses lumpenzeugs an meinem auto nicht haben. somit muss ich also von innen dämmen.

ob ich mir das zeug nochmal kaufen würde? euindeutig: jein! :-)

grüße
thomas
---
scardale
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Registriert: Sa 14. Okt 2006, 23:41

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von scardale »

Hallo,
wobei Du außen getrost Permafilm nehmen kannst, das kann man so dick auftragen wie U-Schutz und dürfte von der Dämmung her nicht viel anders sein. Perma ist relativ durchsichtig, wird nicht hart und nicht rissig. Vorteil ist das man evtl. Schäden darunter erkennen würde. Am Stricher hab ich den Boden auch 3mal gelackt und anschließend Perma, hält seit Jahren problemlos, kein erneuter Rost obwohl noch Rostnarben vorhanden waren. Danke für dein eindeutiges Jein, ich tendiere derzeit in Richtung Dachdecker.
Gruß
Stefan
Pit
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Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Dämmung Chassis

Beitrag von Pit »

Vielen Dank für eure ausführlichen Berichte!
pit
sebastianklaus
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Re: Dämmung Chassis

Beitrag von sebastianklaus »

Hi Stefan, Hi Tom,
war ein paar Tage verreist und lese jetzt Eure interessanten Einträge.
Viel Erfolg Euch beiden.
Tom: Danke für den Hinweis mit der Halterung. Da ich schon mal eine gebrochene Leitung aus CuNiFer hatte, bin ich bezüglich Biegewechselfestigkeit dieser CuNiFer- Leitungen extrem sensibel und habe überall mehr Unterstüzungen und zusätzliche Schellen angebracht, damit mir das ja nicht noch mal passiert (Speziell Zuleitung zu den hinteren Federzylindern und später (nächstes Jahr) für den Federzylinder vorn rechts: für den überlege ich mir ernsthaft, ob ich nicht eventuell die Original-Stahlleitung nehme. Denn wenn diese Leitung bricht, dann habe ich ein hübsches Feuerchen am Krümmer bei 120°C Flammpunkt von LHM).
Wie auch immer: Genau für den Bereich am hinteren HÖhenkorrektor hatte cih mir die zusärtzlcihe Halterung noch nicht besorgt: Du hast mich ertappt.
Viele Grüße
Sebastian
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