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Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Sa 7. Jun 2008, 15:51
von Jint Nijman
Stephan J. schrieb:
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> Was das nicht so, dass die
> Citroën-Hydraulikkomponenten für ihre Zeit eine
> unglaubliche Präzision hatten und in staubfreien
> Hallen auf 1/1000 mm genau gefertigt wurden? Oder
> ist das Legende? Ich weiß nicht, ob ein normaler
> Werkzeugbauer das kann...

Jein. Eine unglaubliche Präzision braucht das System schon, auch in der Grössenordnung von 1/1000 mm, aber die Teile wurden nach der Fertigung in Abmassklassen sortiert und dann zusammenpassend montiert.

Es soll auch Kodierungen auf (bestimmte) Teilen geben die die Abmassklassen angebe.

Für mehr Info über die Fertigung siehe hier:
The Asnieres plant

gruss

Jint
www.citroen-ds-id.com

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Sa 7. Jun 2008, 15:57
von Jint Nijman
sebastianklaus schrieb:
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> Ich verstehe einfach nicht, warum ich
> offenbar der einzige bin, der sich seine schoenen
> hochpraezisen Hydraulikkomponenten nicht mit dem
> Dreck kaputt fahren will.

Natürlich ist ein extra Filter keine schlechte IDee, aber ich gebe zu bedenken das mein DS19 inzwischen 40 Jahre alt ist und gut (hydraulisch) funktioniert mit nur dem (originalen) Filter im LHM Reservoir. Ich denke dies gilt für weitaus die meiste DS/ID, die inzwischen alle mindestens 33 Jahre alt sind.

In USA gab (gibt?) es einen Ölfilter das als Filter Rollen WC Papier benützt. Ich weiss von mindestens einen DS Besitzer der soetwas in der hydraulische Anlage von sein DS eingebaut hat.

gruss

Jint Nijman
www.citroen-ds-id.com



Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Sa 7. Jun 2008, 21:49
von sebastianklaus
Hallo Jint,
das Thema mit dem großen Ruecklauf des Fliehkraftreglers in diesem threat hier, das mit dem verschlissenden Bremsventil in der vergangenen Woche, das Absacken der DS nach wenigen Stunden Stillstand, verschlissene Lenkungen und Hydraulikpumpen usw. usw. ist alles einzig und allein (!!) NUR auf das Thema "nicht filtern" zurueck zu fuehren.
"Ich mach´s nur noch mit...."
:-))
anbei die versprochenen Bilder
Viele Gruesse
Sebastian

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Sa 7. Jun 2008, 22:46
von Jint Nijman
sebastianklaus schrieb:
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> usw. usw. ist alles einzig und allein (!!) NUR auf das Thema "nicht filtern"
> zurueck zu fuehren.

Wie willst du denn das beweisen? Meinst du nicht die Agregrate sind einfach normalen Verschleiss unterlegen? Oder würde es deiner Meinung nach mit (besserem) Filter kein Verschleiss geben?

Wie gesagt ein besseres Filter ist bestimmt besser für die hydraulische Agregrate aber nötig ist es nicht (das beweisen alle die DS/ID'en die immer noch fahren), meiner Meinung nach.

gruss

Jint

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Sa 7. Jun 2008, 23:07
von sebastianklaus
Ich will gar nichts beweisen, ich will auch niemanden ueberzeugen, dass er Filter einbauen soll. Jeder kann seine DS behandeln, wie er will.
Ich habe aber tagtaeglich sehr viel mit Maschinenschaeden von Großgetrieben und Großmaschinen allgemein zu tun. Und ganz am Schluss ist die LEbensdauer der Teile zum großen Teil abhaengig von der Pflege des Oeles.
Das habe ich fuer meine DS umgesetzt. Wenn meine DS 40 Jahre lang einen 10 muem Oelfilter gehabt haette, waere die LEnkung nicht verschlissen. "Normaler Verschleiss" ist Verschleiss durch Festkoerper und die will ich nicht haben in meinem Oel,jdenfalls nicht die ueber 10 mue m
Kein Problem, wenn Du mit Deinem Grobfilter zufrieden bist.
Viele Gruesse
Sebastian

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: So 8. Jun 2008, 00:10
von Bernhard(Süd)
Hallo Kalle,

...keine Panik wegen dem Kolben im Fliehkraftregler.
Dort arbeitet NICHT Metall auf Metall mit 1 µ Passung (wie andernorts wirklich), sondern hier dichtet ein O-Ring: Erst mal ersetzen...

Hallo Sebastian:

finde Deine Filteridee hochinteressant. Wäre das eventuell etwas für eine Zusammenarbeit mit Meister Petermann-?


ABER: Heute Nacht kommt mir nur noch unfiltrierter, roter Bio-Wein ins Glas,
Grüße:
Be

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: So 8. Jun 2008, 12:48
von sebastianklaus
Hallo Bernhard,
ich rufe H. Petermann in den naechsten Tagen mal an, denn ich habe auch einen verschlissenes Bremsventil. Da man das lt. Reparaturhandbuch wirklich nur ersetzen, aber nicht reparieren kann, geht es jetzt wohl ans aufreiben und Kolben neu fertigen. (das waere mit Filter.. ok, ich fange jetzt nicht schon wieder davon an)
Viele Gruesse
Sebastian

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Mo 9. Jun 2008, 09:01
von Kalle
Bernhard(Süd) schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Kalle,
>
> ...keine Panik wegen dem Kolben im
> Fliehkraftregler.
> Dort arbeitet NICHT Metall auf Metall mit 1 µ
> Passung (wie andernorts wirklich), sondern hier
> dichtet ein O-Ring: Erst mal ersetzen...
>


Hallo Bernhard,

diesen Kolben musste ich nur gangbar machen. Habe bei dieser Gelegenheit auch den O-Ring ersetzt. Dieser von mir "überholte" FR hielt nur ein paar tausend Kilometer, dann schaltete der Schieber vorne auf Durchzug...
Also habe ich dann einen "neuen" gekauft:
Bei diesem kommt von "dort hinten" kommt auch kein Rückfluss. Die große Menge von über 100 cm³ kommt aus der vorderen Leitung. Daher meine o.g. Frage: wie oft muß ich einen "neuen" Fliehkraftregler tauschen um einen guten zu erwischen?
Oder soll ich über einen befreundeten Werkzeugbau versuchen die Bohrung nebst Schieber zu überholen?

Gruß
Kalle

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Di 24. Jun 2008, 22:15
von sebastianklaus
Hallo
der Vollstaendigkeit halber:
ich habe mit H. Petermann gesprochen:
er meint: wenn man das Hydrauliksystem penibel sauber haelt und vor einer Reparatur an der Hydraulik alles sehr sorgfaeltig in der Umgebung der Baustelle reinigt, dann koenne auch nicht viel Dreck in das System kommen. Es sei zum überwiegenden Teil feiner Gummiabrieb und Stahlabrieb, der aber sehr fein und deshalb ungefaehrlich sei.
Er meinte, meine 10 mue m- Filter seien zu grob, wenn man denn schon filtern wolle, dann solle doch mit (Diesel-) Kraftstoffiltern arbeiten, die wuerden unter 1 muem filtern.

Ich persoenlich glaube
1) nicht, dass es Billiggewebefilter gibt, die wesentlich feiner als 10 mue m filtern. Solche Filter sind Praezisionsteile, das geht meines Erachtens nicht mit einem Billigfilter fuer 10 oder 20 Euro
2) nicht, dass man irgend welche Kraftstoffilter selbst für Großdiesel bekommt, die 6,5 l/min Durchsatz schaffen.

Kurzum: ich habe den Eindruck, dass meine Loesung mit den großen 10 mue- Hydraulikoel- Filtern soooo wahnsinnig schlecht nicht ist.

Viele Gruesse
Sebastian

Re: Rückflussmenge Fliehkraftregler

Verfasst: Mi 25. Jun 2008, 00:15
von Bernhard(Süd)
Hallo Sebastian,

Danke für die Recherchen!

Spannendes Thema, finde ich!
Denn es bleiben ja noch Detailfragen bzw. Verständnisfragen zur ganzen Hydraulikthematik: Wenn die ganz feinen metall- und Gummipartikel nicht schaden, das serienfilter aber nur "ganz grobe" Teile (millimeter-bereich) ausfiltert,- was ist dann mit den Partikeln in "mittlerer Größe"-?? Gerade die müssen doch eher schädlich sein...
Haben die alten konstrukteure einfach ganz pragmatisch alle Teile nur für eine gewisse Lebensdauer ausgelegt?!? So wars jedenfalls wohl bei der (relativ zierlichen) Vorderachs-Lenkungskonstruktion, zumiondest der Langhuber! (80-100000 km).
Und wie wird im Industriebereich Hydraulikflüssigkeit gefiltert...?

Undsoweiter...
Be