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Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID
Verfasst: Sa 3. Nov 2007, 19:20
von Robert
Hallo Jochen,
nochmal zur Verdeutlichung: 2 teilige Dichtgarnitur (Filz und eckiger Gummi) = alter Federzylinder, gab es offensichtlich nur in LHS und heute gar nicht mehr. (Weshalb man sich einen undichten alten Federzylinder nur mehr in die Vitrine legen kann) 3 teilige Dichtgarnitur (Filz/O-Ring/Teflonring) = neue Federzylinder, gibts mit O-Ring für die jeweilige Füssigkeit beim freundlichen DS-Händler. Grundsätzlich jede Gummidichtung nur für die zugehörige Flüssigkeit, ausser weiss gekennzeichnete!
Grüsse
Robert
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID19B
Verfasst: So 4. Nov 2007, 19:54
von big.joe
An Jochen / little.joe
Hajoo.. Meine ID19 Baujahr 11/ 67 , gris kandahar ist in "Woinem" stationiert.
Sind wir uns schon mal über den Weg gelaufen?
Gruß big.joe
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID
Verfasst: Do 15. Nov 2007, 08:48
von id19b
Moin,
da werd' ich doch glatt verwechselt. Nee, MEINE ID19B ist aus dem März '67 und die Frage nicht von mir, Freunde.
"Zum Problem": Kenne jemanden, der fährt in einem 66er LHS DS aufgearbeitete LHM Teile wie z.B. den Schaltblock.
Mit Sicherheit weiß ich dazu nur, "dass er sie fährt" und dass sie gereinigt wurden. Ob neue Dichtungen verbaut wurden oder was er sonst noch tat, um die Bauteile zu verwenden, kann ich (noch) nicht sagen.
Gruß aus HH,
Jochen
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID
Verfasst: Do 15. Nov 2007, 14:28
von Robert
Hallo Jochen,
die meisten Hydraulikteile (Lenkung, Federzylinder, HD-Pumpe, Korrektoren etc.) sind konstruktiv völlig identisch bei LHM und LHS, nur eben mit anderen Dichtungen ausgestattet. Dies macht es möglich, die Teile entsprechend umzurüsten und im jeweils anderen System zu betreiben. Nicht umgerüstete Teile gehen unweigerlich kaputt, die 30 tkm mit LHS-Federzylindern im LHM-Auto halte ich für eine kleine Sensation. Ich habe selbst ungewollt (Verwechslung beim Lieferanten) Experimente mit LHM-Dichtringen (Bremse hinten, O-Ringe in den Dichtplaketten) im LHS-System angestellt, das hielt zwischen einer und sechs Wochen. Da einerseits in der Vergangenheit immer wieder dadurch Hydraulikschäden auftraten, andererseits stets aufs neue Schlaumeier auftauchen, die meinen, geht auch so, kann man einfach tauschen oder auch irgendeinen Ersatz für die Flüssigkeiten meinen gefunden zu haben (sh. auch den thread Schwimmsattelbremse/DOT 5), möchte ich hier (zum xten Mal) eindringlich vor solchem Unfug warnen.
Grüsse
Robert
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID19B
Verfasst: Fr 28. Dez 2007, 15:00
von VolkerW
Der feine Unterschied
Wie es Robert bereits korrekt beschrieben hat, sind weder Dichtungen noch Flüssigkeiten beliebig verwendbar. Die meisten Dichtungen sind nur für LHS oder nur für LHM geeignet. Ich möchte hier nur ein weiteres Beispiel als Beweis anfügen: Es wurde mal ein falscher NBR-Rücklaufschlauch an meinen LHS-Druckregler angeschlossen. Der hat dann nach wenigen Monaten die Suppe ausgeschwitzt. An das in LHS aufgelöste Material will ich gar nicht erst denken. Bei inneren Dichtungen sieht man zwar nichts, aber da sich die Dichtungen langsam auflösen, wird es undicht und alle anderen Organe werden verschmutzt. Hier ist es ratsam, regelmäßig den LHS-Filter zu reinigen.
Gruß, Volker
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID
Verfasst: Fr 28. Dez 2007, 18:00
von Jack Shotton
Ich glaube dass LHM-geeignete Dichtungen mit gruener Farbe, und LHS-2-geeignete Dichtungen mit roter Farbe markiert sind. Mit weisser Farbe markierten Dichtungen sind aber fuer beide Fluessigkeiten (LHS-2 und LHM) geeignet.
Jack Shotton
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID
Verfasst: Fr 28. Dez 2007, 22:34
von Jochen
Ach übrigens,
zu meiner eingangs gestellten Frage:
tatsächlich habe ich nun einen "modernen" Federzylinder mit Massivkappe verwendet (vorderen gebrauchten am Alukragen angeschliffen und neu gedichtet mit 3-tlg. ET-Dichtset). Durchschlagender Erfolg auf Schaltintervall und Dichtigkeit. Endlich habe ich selbst nach Tagen Standzeit noch Bremsdruck!
@Robert Kruse: ein Crack hat mir bestätigt, dass die Fed.zyl. mit Blechkappe auch noch für die ersten LHM-Autos eingesetzt wurden.
Dank an alle für die Beiträge!
Viele Grüsse, Jochen
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID19B
Verfasst: Di 10. Sep 2013, 15:55
von uri
Hier moechte ich ein altes Thema nochmal hervorholen:
Die Abdichtung des hinteren Federzylinders.
es am hinteren Federzylinder, wie oben beschrieben, einen Teflonring (8), eine Ringdichtung (9), und einen Filzring (6). Die Nummern sind aus der Skizze aus dem Reparaturhandbuch.
Zusaetzlich gibt es eine weiss markierte Gummidichtung (10), die direkt in der Mutter sitzt und offensichtlich irgendwie an der Anlegscheibe (5) abdichten soll. Mir ist unklar, was diese Dichtung (10) abdichten soll. Insbesondere war diese Dichtung (10) bei den bei mir im Auto (ID 19B, Bj.1967) verbauten hinteren Federzylindern NICHT vorhanden.
Also Frage: Wie oder was dichtet die Gummidichtung (10)?
Gab es hintere Federzylinder auch ohne diese Dichtung?
Was passiert, wenn diese Dichtung fehlt?
Vor allem habe ich auch keine Ahnung, was mit dieser Gummidichtung (10) passiert, wenn man die Mutter mit 95-120 Nm anzieht, so wie es im Handbuch steht: der Innendurchmesser der Gummidichtung (10) ist kleiner als der Aussendurchmesser der Anlegscheibe (5), es muss da schon ein ziemliches "Geknaeule" geben - oder sehe ich da was falsch? So huebsch wie in der Grafik sieht es bestimmt nicht aus!
Beste Gruesse
Peter
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID19B
Verfasst: Mo 16. Sep 2013, 15:31
von uri
Hmmmmm, ich hole das mal wieder nach oben - weiss da keiner was ???
siehe oben:
Also Frage: Wie oder was dichtet die Gummidichtung (10)?
Gab es hintere Federzylinder auch ohne diese Dichtung?
Was passiert, wenn diese Dichtung fehlt?
im Voraus dankend
Peter
Re: 2 Versionen Dichtung Federzylinder LHM ID19B
Verfasst: Di 17. Sep 2013, 10:25
von uvlight
[quote=uri]
Hier moechte ich ein altes Thema nochmal hervorholen:
Die Abdichtung des hinteren Federzylinders.
es am hinteren Federzylinder, wie oben beschrieben, einen Teflonring (8), eine Ringdichtung (9), und einen Filzring (6). Die Nummern sind aus der Skizze aus dem Reparaturhandbuch.
Zusaetzlich gibt es eine weiss markierte Gummidichtung (10), die direkt in der Mutter sitzt und offensichtlich irgendwie an der Anlegscheibe (5) abdichten soll. Mir ist unklar, was diese Dichtung (10) abdichten soll. Insbesondere war diese Dichtung (10) bei den bei mir im Auto (ID 19B, Bj.1967) verbauten hinteren Federzylindern NICHT vorhanden.
Also Frage: Wie oder was dichtet die Gummidichtung (10)?
Gab es hintere Federzylinder auch ohne diese Dichtung?
Was passiert, wenn diese Dichtung fehlt?
Vor allem habe ich auch keine Ahnung, was mit dieser Gummidichtung (10) passiert, wenn man die Mutter mit 95-120 Nm anzieht, so wie es im Handbuch steht: der Innendurchmesser der Gummidichtung (10) ist kleiner als der Aussendurchmesser der Anlegscheibe (5), es muss da schon ein ziemliches "Geknaeule" geben - oder sehe ich da was falsch? So huebsch wie in der Grafik sieht es bestimmt nicht aus!
Beste Gruesse
Peter[/quote]
..na dann trau ich mich mal: Ich glaube, die Nr. 10 soll gegebenenfalls das abdichten, was 6, 8 und 9 nicht geschaft haben. Aber auch wenn 10 fehlt, passiert glaube ich nicht viel anderes, es kommt wahrscheinlich überall raus, so dass es auf 10 auch nicht mehr ankommt. Möglicherweise hat man 10 auch irgendwann weggelassen, weil er, wie Du befürchtest, ziemlich gequält wird beim Montieren.
Wie eingangs erwähnt, eine Glaubensfrage, hab selbst keine Erfahrung damit.
Ölige Grüße
Uli