Seite 2 von 3
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Sa 4. Aug 2007, 23:13
von sebastianklaus
Hallo Juergen,
es ist doch offenbar alles in allerbester Ordnung bei Deinem Auto. Wenn Deine Temperaturanzeige bei irgend einem Wert verharrt (bei ganz niedriger oder bei ganz hoher Temperatur -ist eigentlich im Prinzip egal-) und Du genau zu diesem Zeitpunkt die Kuehlwassertemperatur misst und dann zu dem Ergebnis kommst, dass die Kuehlwassertemperatur 90°C aufweist (also Idealwert), dann ist doch das Problem geloest. Genauer: es gibt gar kein Problem.
Eine Sache, auf die noch gar nicht hingewiesen wurde und die ich bei zu hoher Kuehlwassertemperatur als allererstes geprueft haette (ist bei Dir aber offenbar kein Problem) ist eine korrekte Zuendeinstellung.
P.S. Ich fahre seit 19 Jahren mit einer DS, deren Zeiger immer leicht im roten Bereich ist, und das seit -ich weiss nicht- vielleicht 80.000 km.
Viele Gruesse
Sebastian
Re: Kühlprobleme
Verfasst: So 5. Aug 2007, 00:35
von Jack Shotton
Juergen,
Die Temperatureanzeige schaut mir normal aus.
Bei uns wird es waehrend des Sommers waermer als bei euch. Je schneller ich fahre, und je waermer die umgebende Temperature, je hoeher wird die Anzeige--bis zum Rand des Rotes.
Genau wie Du hat das mir Sorgen gemacht, und vor vielen Jahren habe ich dem Chefmechaniker des vorherigen Citroën Haendlers in Cleveland, Ohio, Bob Hoffmann, gefragt was ich machen sollte. Er hat mir dann gefragt ob das Kuehlwasser im Kuehler je kocht. Ich habe ihm bestaetigt dass es nicht kocht, und er hat mir dann gesagt dass ich dann kein Problem habe. "Wenn der Kuehlmittel nicht kocht hast Du kein Problem."
Das klingt mir auch logisch, denn die Faehigkeit des Kuehlmittels Hitze abzuleiten kommt darauf an an der Unterscheid zwischen der Kuehlmittelstemperatur und der Temperature der Umgebung.
Jack Shotton
Minneapolis, Minnesota
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 07:41
von job-ds
Moin zusammen,
ich habe in dem Zusammenhang
das hier entdeckt. Ich habe es zwar noch nicht selbst ausprobiert, aber die Beschreibung macht neugierig. Wenn jemand das schon mal benutzt haben sollte, wäre eine Info über die Erfahrungen nett. Allen einen kühlen Kopf wünscht
Jochen
der jetzt endlich wieder nur Öl in der Ölwanne hat
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 08:25
von vfltoni
Guten Morgen,
nach all den ermutigenden Zuschriften, werde ich erst mal versuchen mit der Anzeige zu leben. Trotzdem scheint mir der Tausch ein Versuch wert zu sein.
Ich halte Euch auf dem laufenden.
Sebastian: Ich bewundere Deine Nerven, waere mir unmoeglich bei einer solchen Anzeigesituation immer noch zu fahren.
Jack: stimmt, kochen tut's bei mir auch nicht, ich werde mich drauf verlassen, was Bob Hoffmann meint.
Jochen: wenn es stimmt und die Temperatur um 20° gesenkt wird, oeffnet der Thermostat ja nie und man faehrt dann doch vielleicht mit einer zu niedrigen Betriiebstemperatur, oder?
Gruss
Juergen
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 10:09
von Hans-Uwe
Hallo Jürgen,
warum willst Du etwas verbessern, wenn doch alles i.O. ist?
Was die Nähe der Anzeige zum roten Bereich angeht, so verstehe ich Dich da sehr gut. Mich nervt das auch. Da die Anzeige über den gesamten Temperaturbereich anzeigt, ist die Betriebstemperatur nun mal eben am oberen Rand. Eine angenehme Mittelstellung wäre in diesem Fall falsch.
Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, das Instrument etwas nach Kühl zu "kalibrieren". Das beruhigt

Was evtl. auch noch einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Anzeige haben kann, ist die Bordspannung als solche und die alte Verkabelung mit ihren Spannungsabfällen.
Was die Zaubermittel angeht, so würde ich darauf verzichten. Vereinfacht erklärt, versprechen die einen geringeren Wärmewiderstand vom Metall/Motor zum Kühlmedium. Somit nimmt das Kühlmedium genauso die Wärmemenge auf und transportiert diese zum Kühler. Wärme, also Energie in seiner reinsten Form, verschwindet ja nicht. Und 20°C ist sicher eine sehr gewagte Aussage.
Eine gute ID ist sicherlich immer das mehrmalige Spülen des Kühlsystems. Allerdings bin ich der Meinung, dass unbedingt ein Dummy eingebaut werden sollte. Anderenfalls gehen alle gelösten Ablagerungen durch den Thermostaten. Dieser könnte Schaden nehmen und wenn die kleine Pilotöffnung verstopft, öffnet der Thermostat überhaubt nicht mehr. Wie sollte denn dann noch das zu messende Wasser dorthin gelangen?!
Grüsse
HUF
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 14:49
von vfltoni
Salut Hans-Uwe,
wie gesagt es nervt mich toal, aber machen kann man ja nicht viel. Trotzdem noch folgende Frage: Ich habe heute den Temperaturfuehler ausgebaut. Anschliessend wieder an das Kabel angeschlossen und ihn in einen Topf mit exact 90° heissem Wasser gesteckt (natuerlich nur mit dem Teil der auch mit dem wasserkreislauf in Beruehrung kommt). Dann die Zuendung eingeschaltet um zu sehen, wo der Zeiger hingeht. Allerdings bewegt sich das Ding keinen mm. Muss die Sonde noch extra mit Masse verbunden werden? Da sie ja in den Zylinderkopft eingeschraubt ist denke ich das sie da Masse kriegt oder liege ich da mal wieder elktrisch total daneben?
Gruss
Juergen
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 15:22
von Thomas Held
Hallo Juergen,
ja, der Temperaturfuehler muss mit dem Gewinde an Masse liegen.
Gruss,
Tom
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 18:06
von vfltoni
danke Thomas, werd's morgen mal ausprobieren
Re: Kühlprobleme
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 20:37
von MenrathU
Hans-Uwe schrieb:
-------------------------------------------------------
> Eine gute ID ist sicherlich immer das mehrmalige
> Spülen des Kühlsystems. Allerdings bin ich der
> Meinung, dass unbedingt ein Dummy eingebaut werden
> sollte. Anderenfalls gehen alle gelösten
> Ablagerungen durch den Thermostaten. Dieser könnte
> Schaden nehmen und wenn die kleine Pilotöffnung
> verstopft, öffnet der Thermostat überhaubt nicht
> mehr. Wie sollte denn dann noch das zu messende
> Wasser dorthin gelangen?!
Moin Hans-Uwe,
der Thermostat-Dummy in der Mercedes-Beschreibung ist erforderlich, weil konstruktionsbedingt das Kühlsystem dort ohne den Thermostaten oder eben einen Dummy nicht dicht zu bekommen ist. Bei der DS sollte der Ausbau des Thermostaten genügen, das Kühlsystem ist auch ohne ihn dicht.
WER MISST, MISST LEICHT MIST!
Verfasst: Mo 6. Aug 2007, 22:33
von dietmar
dsfan schrieb:
-------------------------------------------------------
[...]
> Wasser kühlt besser wie Frostschutz, auch das
> deutet bei Deiner Beschreibung nach meiner Meinung
> auf ein thermisches Problem hin.
[...]
Das ist nur vordergruendig richtig.
Ja, die Waermekapazitaet von Wasser IST besser als von Glykol. Soweit so gut... solange es Wasser ist!
Wenn es zu Dampfblasenbildung durch lokales, kleinraeumiges Verdampfen des Wassers im Kopf kommt, ist schlagartig schluss mit Kuehlung! Das Wasser umstroemt die Dampfblasen statt durch die Kanaele zu laufen, das Metall ueberhitzt unkontrolliert. Kopf reisst, platzt oder verzieht sich oder aehnliche "witzige" Effekte lokalen Kuehlversagens. Von aussen erstmal nichts zu sehen.
Eine stark glykolhaltige Mischung neigt aber eben NICHT zur Dampfblasenbildung und kann damit bei insgesamt geringfuegig schlechterer Waermeabfuhr den Zylinderkopf viel besser und sicherer kuehlen!
Auch darum ist reines Wasser untauglich als Kuehlfluessigkeit: Es siedet zu frueh!
Dazu kommt der Aspekt, dass eine 70:30 oder 60:40 Glykol-Wasser-Mischung das System zuverlaessig ENTKALKT (!!),
dabei aber die Schmierung der Wellen (Wasserpumpe) mit zunehmendem Glykolgehalt BESSER wird.
Fazit:
>>> Eine etwa 60:40 Mischung Glykol-Wasser ist die optimale Loesung <<<
aller Kuehlprobleme, die nicht auf technischen Defekt oder krasse Fehldimensionierung zurueckzufuehren sind. Was bei der DS ja nun nicht der Fall ist (Sued-Frankreich gehoert ja auch zu Frankreich).
Uebrigens koennte man doch, unter der Voraussetzung, dass die WaPu fit ist und der Thermostat neu und das o.g. Glykolgemisch drin ist (was ja nicht gerade schwer hin zu bekommen ist!!), einfach die Temperaturanzeige weglassen, wie bei vielen Citroens.... ich habe sie nie vermisst, denn WER MISST, MISST LEICHT MIST!
Nachdem die Teilnehmer festgestellt haben, dass die falsche Anzeige eben eher an der Anzeige als an den gemessenen Tatsachen liegt, konnte ich mir diesen Kommentar nicht verkneifen.
Viele Gruesse
/d