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Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Mi 16. Mai 2007, 16:43
von Christoph
Hallo Marc und alle,
die Stahlfolienstreifen die ich habe (und die Du vermutlich auch meinst) sind nicht gehärtet sondern "federhart" durch das walzen (Kaltverformung). Sie haben eine hohe Festigkeit was bei der Anwendung sicher nicht schadet.
Man kann sie in der Dicke die ich habe (0.06mm) trotzdem gut mit einer Haushaltsschere schneiden.
Hallo Jint,
was für Planlaufabweichungen haben denn eigentlich neue Bremsscheiben? Ich denke, wenn Du das mitvermisst, und dann passend ausdistanzierst, kommst Du zu sehr guten Werten an der montierten Scheibe, besser als wenn die Aufnahme nur perfekt abgedreht ist. Man muß ja gar nicht mit 0.01mm U-Scheiben rummachen, man könnte ja alle +0.05mm montieren, sodaß man da wo man 0.01mm Abweichung hatte 0.06mm U-Scheiben verbaut usw. Durch zusammenlegen von verschiedene Dicken kommt man auf alle krummen Maße, ohne die ganz dünnen Folien zu brauchen.
Mir erscheint das wesentlich einfacher als alles andere, und ich drehe selbst normalerweise alles ab was sich nicht wehrt. Es sei denn, dass die Stehbolzen nur eingeschraubt sind, dann wäre Abdrehen wiederrum keine große Sache (bis auf die Frage wie präzise es gespannt wird).
Allerdings glaube ich noch nicht mal das die Planlauffehler der Scheibe für das Rubbeln beim Bremsen verantwortlich sind, vor allem nachdem was Doctor-D so alles aufgezählt hat.
Ich drück Dir die Daumen,
Christoph
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Mi 16. Mai 2007, 17:21
von Jint Nijman
Christoph schrieb:
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> was für Planlaufabweichungen haben denn eigentlich
> neue Bremsscheiben?
Die alte und neue Scheiben verhalten sich, wie hier ganz oben beschrieben, sehr ähnlich. Der gesamt Schlag war in Richtung 0.2 mm oder sogar ein wenig mehr.
> Ich denke, wenn Du das
> mitvermisst, und dann passend ausdistanzierst,
> kommst Du zu sehr guten Werten an der montierten
> Scheibe, besser als wenn die Aufnahme nur perfekt
> abgedreht ist. Man muß ja gar nicht mit 0.01mm
> U-Scheiben rummachen, man könnte ja alle +0.05mm
> montieren, sodaß man da wo man 0.01mm Abweichung
> hatte 0.06mm U-Scheiben verbaut usw. Durch
> zusammenlegen von verschiedene Dicken kommt man
> auf alle krummen Maße, ohne die ganz dünnen Folien
> zu brauchen.
Es leuchtet mich ein dass das in Prinzip gut funktionieren sollte wenn die Festigkeit der U-Scheiben gross genug ist.
> Mir erscheint das wesentlich einfacher als alles
> andere, und ich drehe selbst normalerweise alles
> ab was sich nicht wehrt. Es sei denn, dass die
> Stehbolzen nur eingeschraubt sind, dann wäre
> Abdrehen wiederrum keine große Sache (bis auf die
> Frage wie präzise es gespannt wird).
Die Stehbolzen sind nur eingeschraubt!
Wo wohnst du, willst du die Aufnahmen nicht für mich abdrehen?
> Allerdings glaube ich noch nicht mal das die
> Planlauffehler der Scheibe für das Rubbeln beim
> Bremsen verantwortlich sind, vor allem nachdem was
> Doctor-D so alles aufgezählt hat.
Wie im vorigen E-Mail erwähnt, die Lager in den Halbachsen sind bei mir Spielfrei und in sehr guter Zustand. Der Planlauffehler in der Scheibenaufnahme ist so gross dass das Rubbeln mit Sicherheit daher kommt.
gruss
Jint
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Mi 16. Mai 2007, 19:04
von Hans-Uwe
Hallo Jint,
ich bin bei Deinem Thema nicht so tief drin. Falls es Dir aber hilft, kannst Du bei mir in der Firma an unserer Drehbank deine Aufnahmen plandrehen.
Mein Formenbau-Meister kann Dir dabei helfen (falls überhaupt notwendig).
CNC-Fräsmaschinen stehen ebenfalls zur Verfügung.
Vielleicht lässt sich das ja mit dem noch ausstehenden Termin vereinbaren.
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Gesund bin ich auch wieder. War nur ein Alptraum
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Mi 16. Mai 2007, 20:05
von Doctor-D
Hallo Jint, ich würde HUFs Angebot warnehmen, die Wellen sind mit einem geeigneten Schlüssel wieder schnell demontiert.Ganz wichtig ist aber auch die Verschraubung des Lagers im Gehäuse, das ist dieser Ring der mit der SW12 Schraube, die im Halbwellengehäuse sitzt, sie sollte auf jeden Fall kontrolliert werden, da die auch fast immer lose ist.
Die Foliengeschichte halte ich möglich, aber viel zu aufwendig.Schon mal im eingebauten Zustand die Scheiben von Halbwellen mit langen Tripodenbolzen demontiert?Und immer 6 mal mit Drehmoment und einer Mustertripode?Horrortrip.Und dann die Schneiderei mit der Folie.Die Anlagefläche ist da sehr klein.Geht alles, aber für die Lösung seh ich jetzt kein vorhandenes Problem...
Bernhard:
die Langhuberlager sind SKF Normlager.Einfach zu beschaffen.Das schlabbrige ist eher ein lasches Bibaxgummi.Gibt es teilweise noch NOS oder auch als Repro.
Repro ist da immer noch besser als schlabber.
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 20:31
von Christoph
Hi Jint,
wenn die Stehbolzen draussen sind (ich hatte nicht mehr gewußt, daß sie geschraubt sind, obwohl ich sie schon mal draussen hatte...), macht die U-Scheiben Methode nicht mehr so viel Sinn.
Dann braucht man nach dem Abdrehen nur noch ne gute Bremsscheibe, und sie läuft rund.
Ich wohne in Freiburg, aber wenn Hans-Uwe sich so nett anbietet will ich mich nicht vordrängen! Ich bin nicht scharf drauf das zu machen, nachher läuft sie schlechter, dann guck ich doof aus der Wäsche.
Das Spannen ist der Knackpunkt, wie Frank schon schrieb. Wie breit ist denn der Lagersitz, gibt der genug Länge zum Spannen her? Oder hat das Teil Zentrierbohrungen an den Enden, mit denen man es zwischen Spitzen aufnehmen kann?
Also: Als Notlösung steh ich zur Verfügung.
Grüße,
Christoph
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 20:41
von Christoph
Nachtrag:
Ich steh mit Einschränkungen zur Verfügung. Ich entnehme aus der Lagergröße 30x72x23.8, daß der Achsstummel bis zu 30mm Durchmesser hat. Meine Drehbank hat aber nur 28mm Spindeldurchlass (ich guck morgen noch mal genau nach).
Also wenn der Achsstummel mit Vielzahn über 28mm Durchmesser hat kann ich es auf meiner Maschine nicht machen, ausser eben die Welle hat Zentrierbohrungen (die auch noch intakt sein müssen, also kein Rost an der Oberfläche, sonst läuft es wieder nicht rund auf den Spitzen).
Die ersten 5 - 8cm nach dem Flansch dürfen aber dicker sein, die stecken im Drehfutter und nicht in der Spindel.
Christoph
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 20:46
von Christoph
Noch einer:
Frank schrieb doch oben, dass er einen Dreher gefunden hat, der sich mit dem Spannen genug Mühe gegeben hat, damit die Aufnahmen hinterher nicht 1,5mm Abweichung hatten. Diesen würde ich mal kontaktieren, der braucht dann nur wiederholen, was er schon gemacht hat, was immer ein großer Vorteil ist.
Gruß,
Christoph
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 21:29
von Jint Nijman
Christoph schrieb:
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> Ich steh mit Einschränkungen zur Verfügung.
Das ist wirklich sehr freundlich. Freiburg wäre auch nicht zu weit weg. Wir wohnen bei Bretten 30 km von Karlsruhe.
> Ich entnehme aus der Lagergröße 30x72x23.8, daß der
> Achsstummel bis zu 30mm Durchmesser hat. Meine
> Drehbank hat aber nur 28mm Spindeldurchlass (ich
> guck morgen noch mal genau nach).
Der Flansch hat eine maximalen Durchmesser von 14 cm. Die Welle hat einen Durchmesser von ungefähr 30 mm. Das Gehaüse einen Durchmesser von 22 cm.
Zentrierbohrungen sind vorhanden und sehen noch gut. Die an der Aussenseite haben natürlich leichten Rost.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, das wenn der Drehbank gross genug ist wann die Welle nicht unbedingt aus sein Gehäuse entfernen muss. Aber ich habe nicht viel Ahnung von drehen...
Nochmals vielen Dank für das Angebot, aber ich glaube nicht das ich darauf zugreifen brauche.
Jint Nijman
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 21:33
von Jint Nijman
Hans-Uwe schrieb:
-------------------------------------------------------
> ich bin bei Deinem Thema nicht so tief drin. Falls
> es Dir aber hilft, kannst Du bei mir in der Firma
> an unserer Drehbank deine Aufnahmen plandrehen.
> Mein Formenbau-Meister kann Dir dabei helfen
> (falls überhaupt notwendig).
Vielen Dank für das sehr generöse Angebot!!! Drehen haben ich (leider) noch nie gemacht, irgendeine Fachkundige Person wurde ich schon gebrauchen.
> Vielleicht lässt sich das ja mit dem noch
> ausstehenden Termin vereinbaren.
Den habe ich nicht vergessen, aber es gibt immer wieder etwas anderes das noch wichtiger ist. Du kennst das bestimmt.
Ich melde mich per private E-Mail.
gruss
Jint Nijman
Re: Schlag in Bremscheibeaufnahme
Verfasst: Do 17. Mai 2007, 21:42
von Jint Nijman
Doctor-D schrieb:
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> Hallo Jint, ich würde HUFs Angebot warnehmen, die
> Wellen sind mit einem geeigneten Schlüssel wieder
> schnell demontiert.
Ich hatte eigentlich gedacht/gehofft das man die Wellen für's abdrehen nicht aus den Gehäusen entfernen muss wenn der Drehbank gross genug ist.
Stimmt nicht?
Den "geeigneten" Schlüssel um die Wellen auszubauen habe ich leider nicht.
> Schon mal im eingebauten Zustand die
> Scheiben von Halbwellen mit langen Tripodenbolzen
> demontiert?Und immer 6 mal mit Drehmoment und
> einer Mustertripode?Horrortrip.
Och, wie hier oben erwähnt habe ich das bei der letzte Montage meines DS'es ziemlich oft gemacht (oder ich verstehe nicht was du meinst). So schlimm ist das nicht.
> Und dann die Schneiderei mit der Folie.Die Anlagefläche ist da
> sehr klein.
Ja das scheint mir auch so.
Es hat noch keiner Vorgeschlagen mit einer Feile Material von der Aufnahme zu entfernen. Kein guter Plan wahrsscheinlich?
Danke für's "Mitdenken"!!!
gruss
Jint