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Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein

Verfasst: Do 29. Jun 2006, 09:44
von Martin K.
Das freut mich sehr, Hans-Uwe!

Beste Grüße
Martin!

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein?

Verfasst: Do 29. Jun 2006, 13:08
von Arne Röhrs
Moin,

ich stand auch vor kurzem vor der Frage, ob es eine restaurierte sein soll oder nicht.
Ich habe mich für letzteres entschieden.
Wenn man wirklich eine TOP DS haben möchte, dann muss man wohl um die 20.000 Euro investieren. Wobei TOP für mich heißt, dass die DS fast so gut wie neu ist.
Wenn mann weniger ausgibt, dann muss man immer mit Reparaturen rechnen. Man kann aber auch Glück haben und für weniger Geld eine schöne Göttin bekommen. Aber da lag für mich als Anfänger die Gefahr, dass ich mir eine DS kaufe, die vielleicht schön aussieht, aber im Detail dann doch nicht so toll ist und dann viele Schweißarbeiten zu machen sind. Und wenn ich eines in meinen vier Jahren XM gelernt habe, dann ist dei Tatsache, dass man bei Citroën ein tolle Fahrgefühl genießen darf, aber wenn man nichts selber reparieren kann auch entsprechen viel Geld haben muss. Da ich nicht so viel Geld für Autos ausgeben will, aber dennoch Citroën fahren möchte, hat man keine Wahl.
Deshalb bin ich nach und nach auf dem Weg ein kleiner "Schrauber" zu werden, der vielleicht in zwei Jahren etwas mehr kann als Reifen wechseln ... ;-)
Von daher habe ich mir gedacht, dass ich wahrscheinlich sowieso häufiger an der DS schrauben muss und da schadet es nicht, wenn man so ein Auto von Grund auf kennt.
Da ich über die nötige Infrastruktur verfüge ein Auto komplett zu zerlegen, um dann ohne Hast daran arbeiten zu können, habe ich mich für eine DS entschieden, die vom Motor, von der Elektrik und von der Hydraulik in Ordnung ist. Da man bei der Karosse nie genau weiß man bekommt (als Laie hat man da sowieso schlechte Karten), habe ich mir also gleich eine in einem schlechten Zustand gekauft. Dann wird man nicht entäuscht und verliert im schlimmsten Fall nicht viel Geld.
Jetzt steht die Restauration an und ich nehme sie gerade komplett auseinander. Und das macht bisher wirklich viel Spaß.

Also, was will der Autor uns sagen?
1. Wenn du viel Geld hast und viel fahren möchtest und keine Lust am Schrauben hast, dann kaufe dir eine im Topzustand und legen von mir aus 20 oder 25 TSD Euro hin.
2. Wenn du wenig Geld, viel Zeit und viel Lust am Schrauben hast, dann kaufe dir eine schrottige und mache sie wieder schön.
3. Wenn du mittelmäßig viel Geld hast und sofort fahren möchtest, dann tut es auch eine mit 2 Jahren TÜV. Dann wirst du wohl so zwischen 5 und 10 TSD Euro ausgeben müssen. Was nach den zwei Jahren kommt ist dann Glückssache.

Also, wie du siehst, kommt es auf deine Ansprüche und dein Glück beim Kauf an. Ich kenne jemanden, der hat für relativ wenig Geld eine tolle DS bekommen und musste fast nichts mehr investieren und ist seid 3 Jahren sehr glücklich ...

Just my to see ...

Gruß

Arne

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein?

Verfasst: Do 29. Jun 2006, 14:05
von Martin, Berlin
hallo jörg,
ich stimme dir uneingeschränkt zu. toprestauriert macht doch nur angst vor jeder ausfahrt...
gruss martin ;-)

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein?

Verfasst: Do 29. Jun 2006, 14:05
von Martin, Berlin
ach ja - hab dir ne mail geschickt...

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein?

Verfasst: So 2. Jul 2006, 12:00
von Thomas K
Alles Ansichtssache

Er hat Sie (der Eine oder Andere wird sich erinnern) im Frühjahr gefunden und er d.h. ich habe mit meiner Catherine schon wunderbare Stunden verbracht. Catherine übrigens weil, wie die Deneuve, schön und elegant auch noch im Alter und Französin ist sie ja schließlich auch. Nun ja, wir haben inzwischen soviel Kilometer hinter uns, dass es mit der 5000 km Oldtimerbegrenzung meiner Versicherung diese Jahr eng werden wird. D.h. technisch ist Sie bis jetzt ohne Makel, (das gelegentliche Rasseln bei Tempo größer 110 hat bestimmt nix mit einer zu lockeren Steuerkette zu tun...bibber).
Der Zahn der Zeit hat an der einen oder anderen Stelle schon an Ihr genagt und so werden im Winter auch ein paar Auffrischungsarbeiten notwendig sein. Ein Auto für einen vierstelligen Betrag, dem man das Alter als Reife und nicht als Zerfall ansieht.

Und nun zum Eigentlichen.
Neulich hatte ich das Vergnügen eine DS-Cabriolet am Straßenrand geparkt zu sehen und habe sie mir dann natürlich etwas genauer angesehen. Wirklich perfekt restauriert, sah aus wie neu, tolle neue Ledersitze, phantastisch aussehende Armaturen, Innenverkleidung alles wirklich perfekt, von außen sowieso wie neu. Meine Catherine stand neben dran, mit Falten ähmmm Kratzern im Lack, da und dort ne kleine Beule, ein bisschen Öl verliert sie auch und der Bezug des Fahrersitzes ist an einer Stelle auch schon durch. Aber Catherine ist auch noch ziemlich Original. Es wurde kaum geschweißt, wenig gepfuscht und kaum Sachen eingebaut, die ursprünglich nichts mit dem Auto zu tun hatten. Das H-Zeichen dürfte kein größeres Problem gewesen sein.
Ganz ehrlich, auf mich wirkte Catherine authentischer. Ein Auto das seine Historie, seine Vorbesitzer und die Macken der selben nicht verleugnet. Ein Auto das ist was es ist und dazu steht, dass es aus dem letzten Jahrtausend stammt. Und wenn ich jetzt immer mal wieder höre, dass das Auto zu mir passt, ist es ein schönes Kompliment für mich.

Um das klar zu stellen, die wunderschön restaurierten Wagen haben eine ganz eigene Ausstrahlung. Diese wird für mich umso größer, wenn der Besitzer des Wagens auch der Restaurator des Wagens ist. Insofern Hans Uwe Gratulation auch von meiner Seite zu Deinem Entschluss.

Gruß vom neuen Club Mitglied
Thomas

Catherine lässt übrigens auch Grüßen, dem Einen oder Anderen ist sie ja bestens bekannt.


ps: Übrigens wer meint ich sollte mein Verhältnis zu meiner Catherine doch mal überdenken möge sich bitte den Artikel durchlesen, wo der Autor mit einer Matratze auf dem Motor seiner Göttin rumlümmelt.

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein?

Verfasst: So 2. Jul 2006, 23:19
von Bernhard(Süd)
...bin sehr Deiner Ansicht, Thomas K.! Die meisten -nicht alle- "restaurierten" Autos (was genau beinhaltet dieser Begriff egentlich? Kann man ihn wirklich verallgemeinern???) wirken auf mich leider kalt und steril, vor allem die Neulackierten. Eben wie eine Oma, die perfekt geschminkt wurde, aber so, daß sie ihr Enkel nicht mehr erkennt!

Dürfte aber mittlerweile nicht mehr gerade leicht sein, ein authentisch und in Würde gealtertes Auto zu finden, das sozusagen Falten, aber keine Gicht hat! Können mein Jaquelineche und Dein Kadderinche sich in Mainburg die Pfoten geben?

Gruß, Bernhard

Re: Muss eine DS wirklich toprestauriert sein

Verfasst: So 2. Jul 2006, 23:43
von marc
Hallo,

ich möchte heute auch mal meine Gedanken zum Thema mitteilen.

Man hört ja immer diese Autos seien völllig alltagstauglich aber das sind sie
nur wenn sie top restauriert sind. In den Ecken und in den Hohlräumen
sammelt sich mit der Zeit ne Menge Dreck, sämtliche Gummis und Dichtungen
werden alt und porös und wenn man dann damit viel im Regen rumfährt und evtl.
sogar im Winter dann fährt man ganz schön auf Substanz, was einem später
leid tun kann weil manche Stellen dadurch immer feucht sind der Rost naja, kennt ja jeder.
Ich konnte mir auch kein restauriertes Fahrzeug leisten, aber versuche nur bei schönem
Wetter zu fahren, wenn das mal wieder möglich wird. (Hab grade kein Triebwerk ;-)

Grüße an alle Schwebenden und Schraubenden.
marc