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Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nicht !

Verfasst: Fr 2. Jun 2006, 15:46
von Theo
Sorry, wenn ich mich seltsam ausgedrückt habe, ich meine es schon ernst.
Unter dem Fahrzeug findet sich nach ca. 10 - 12 Stunden der Ölfleck, ich bin mir sicher, dass es von der Lenkung kommt. Woanders hört man manchmal, dass sei halt ein "Citroën" und deshalb normal.
Aus diesem Grunde nahm ich Bezug auf den Satz : ""besonders dichte Hydraulik, um die Dich andere beneiden werden.""


Theo

Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nich

Verfasst: Fr 2. Jun 2006, 16:18
von frank aus HH
hi theo,

meinst du mit fleck einen tropfen oder aber eine kleine pfuetze?
dann solltest du josefine beneiden.. :)
denn normal ist das nicht, auch nicht bei einem Citroën. eigentlich bei keinem auto. die schmierstoffe sollten dort bleiben, wo sie hingehoeren.

bist du dir sicher, dass es sich um oel handelt? ich wuerde das in jedem fall ueberpruefen. letzendlich nimmt der stand der hydraulikfluessigkeit oder aber der des oels ab. beides ist nicht gut...

das sollte in jedem fall repariert werden.

viele glueck,
frank


Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nicht !

Verfasst: Fr 2. Jun 2006, 16:46
von aldirosso
Hallo Theo,

ich habe durch meine ungenaue Formulierung wohl etwas zur Verwirrung beigetragen - Sorry.

mit "besonders dichter Hydraulik" war gemeint, dass - wenn die DS/ID lange oben bleibt - die Komponenten, über die das System intern Druck verliert (Rücklaufventile, Lenkung etc.) und die für die Geschwindigkeit, mit denen das Auto zu Boden sinkt verantwortlich sind, dicht sind.

Auslaufendes LHM sollte es auch bei den Schnellsinkern nicht geben.

Du solltest also - wie schon geschrieben - der Sache auf den Grund gehen. Es müsste doch zu erkennen sein, woher es tropft.

Gruss

Martin

Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nicht !

Verfasst: Fr 2. Jun 2006, 17:18
von B. Lutleer
Wenn eine DS nicht tropft, dann hat sie kein(e) Oel(e) mehr drin.

Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nich

Verfasst: Fr 2. Jun 2006, 22:37
von Robert
Hallo Josefine,

ich kann mich nur Patric anschliessen. Bei Arbeiten an der Hydraulik kommt immer Luft ins System. Das wirkt dann wie ein zusätzlicher Druckspeicher, der Wagen bleibt länger oben, die Einschaltintervalle der Pumpe verlängern sich. Diese Beobachtung habe ich regelmässig gemacht. Nach einer halben Tankfüllung hat sich die Sache erledigt, erst dann kann man endgültig beurteilen, welchen Effekt die jeweilige Reparatur auf die Funktion des gesamten Systems hatte.

Hugh, ich habe gesprochen
Robert Rothaut

Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nich

Verfasst: Sa 3. Jun 2006, 14:34
von Stephan J.
Hallo Theo,

um es noch einmal deutlich zu sagen:

Es gibt bei der DS die "innere" und die "äußere" Dichtigkeit. Ich bin sicher kein Fachmann, will aber mal versuchen, die beiden Begriffe hier zu erklären:

Innere Dichtigkeit:
Alle Bauteile der Hydraulik unterliegen einem gewissen Verschleiß, so dass bei einem älteren Wagen der Hydraulikdruck meist nicht so lange gehalten werden kann wie bei einem neueren Wagen oder einem mit gerade überholter Hydraulik. Die mechanischen Bauteile bekommen mehr Spiel, Gummidichtungen werden undicht, die Stickstoffmenge in Federkugeln und Hauptspeicher vermindert sich durch Diffusion durch die Gummimembran etc.
Dadurch fließt bei einem älteren Hydrauliksystem mehr Hydrauliköl über die Rücklaufleitungen in den Behälter zurück als bei einem neuen System. So muss die Hydraulikpumpe häufiger ansprechen, um Druck im HD-Speicher aufzubauen, der Wagen sinkt nach dem Abstellen des Motors schneller ab, unter Umständen geht die Servolenkung schwerer, das Federverhalten wird schlechter (härter) etc.
Wichtigstes Symptom für den "inneren" Verschleiß ist der Arbeitsintervall der HD-Pumpe, wobei die Auffassungen darüber, wann Handlungsbedarf besteht, allerdings differieren. Im Werkstatthandbuch steht, dass im Stand - wenn der Motor im Leerlauf läuft, die Bremse und die Servolenkung nicht betätigt werden und die Federung gleichmäßig belastet wird (wenn der Fahrer also im Auto sitzt, ohne irgendetwas zu tun - die HD-Pumpe nicht öfter als etwa alle 30 Sekunden ansprechen sollte.
Spricht die Pumpe häufiger an, so sollte man nach der Ursache suchen. Heißer Kandidaten sind immer ein neu zu befüllender HD-Speicher oder eine verschlissene Servolenkung.

Äußere Undichtigkeit:
Darunter versteht man jedes Austreten von Hdraulikflüssigkeit aus dem Hydrauliksystem. Das sollte es eindeutig nicht geben, wenn auch in der Erinnerung vieler Mitmenschen die DS angeblich immer am "Tropfen" war.
Wenn der Wagen tropft, liegt immer ein Defekt vor, dem man schnellstmöglich nachgehen sollte. Es gibt allerdings dann natürlich Defekte, bei denen ein schneller Handlungsbedarf besteht (z.B. eine korrodierte HD- oder eine beschädigte Rücklaufleitung) und andere, mit denen man zur Not ein paar Tage (nach Ansicht mancher DS-Fahrer auch länger) leben kann (z.B. eine undichte Federzylinder-Rücklaufmanschette, eine undichte Servolenkung etc.). Und natürlich gibt es Defekte, die sich schnell und kostengünstig beheben lassen (Rücklaufmanschette) und andere, die ziemlich ins Geld gehen können (Servolenkung ;-)).

Wenn Du meinst, dass bei Deinem Wagen die Lenkung undicht ist, hier kurz die Kriterien: Der Lenkkopf in der Lenkstange (das ist die Verdickung, die mit einer grünen Gummimanschette verkleidet ist) darf etwas Hydrauliköl ausschwitzen, er sollte aber nicht tropfen. Und auf dem Getriebe unterhalb des Kühlervertilators und der Riemenscheibe sollte keine Flüssigkeit stehen.
Eine Undichtigkeit in dem Ausmaß, wie Du sie beschreibst, ist meiner Meinung nach nicht tolerabel, denn der Wagen tropft ja nicht nur im Stand, sondern auch während der Fahrt, und dann wahrscheinlich unter Belastung des hydraulischen Systems noch deutlich stärker als in der Garage.

Es gibt hier im DS-Club oder in seinem Umfeld Leute, die verschlissene Servolenkungen fachgerecht überholen und neu abdichten (Götz Bollmann, Ulf Petermann), und bei den einschlägigen Teilehändlern (Sassen etc.) bekommts Du überholte Lenkungen im Austausch. Diese Austauschlenkungen werden allerdings - nach allem, was man hier im Forum hört - im Ausland ziemlich übel aufgebohrt und wieder zusammengebraten und haben nach meiner eigenen Erfahrung nur eine begrenzte Lebensdauer (2 Jahre), so dass die Variante der fachkundigen Überholung langfristig gesehen wohl die bessere ist.

Du solltest Dich allerdings zuerst einmal definitiv vergewissern, woher das bei Deinem Wagen austretende Hydrauliköl kommt...

Gruß und schöne Pfingsten,


Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nich

Verfasst: So 4. Jun 2006, 14:56
von josefine
Hallo,

wie von Patric Robert ganz pragmatisch vorhergesehen, hebt und senkt sich Madame jetzt, nach ungefähr einer halben gefahrenen Tankfüllung, wieder sehr gut bzw. das Heben geht so schnell wie nie zuvor (höchstens 3-4 Sekunden nach dem Anlassen), das Senken kann einige Zeit dauern (zum Warten und Zuschauen jedenfalls zu lange). Das Fahrgefühl ist unbedingt angenehmer als vorher, außerdem

Theo: bei meiner DS FING ES AUCH MIT EINER WINZIGEN PFÜTZE UNTER DER LENKUNG an, wobei dieses Pfützchen mit der Zeit immer größer wurde und ich in immer kürzeren Intervallen Hydraulikflüssigkeit (Danke nochmal an Frank Fischer und auch an das Atelier Automobile) nachfüllen musste. Ich gehöre auch eher zu der "Wenn-etwas-tropft-ist's-nicht-in-Ordnung"-Gemeinde, und mein Fahrspaß hält sich sehr in Grenzen, wenn ich solches entdeckt habe.

Jetzt ist endlich alles wieder gut; die Lenkung wird erst nächste Woche nachgebessert, scheint jedenfalls keine komplette Fahruntauglichkeit oder allgemeine Gefahr zu bedeuten.

Ich danke nochmals allen für die aufschlussreichen Tipps und Gedanken zu diesem Thema,

liebe Grüße an alle
josefine


Re: hilfe ... Madame senkt und hebt sich nich

Verfasst: So 4. Jun 2006, 14:58
von josefine
... natürlich soll es Patric UND Robert heißen ... sorry