Re: V-Bremsen => Was es wirklich war
Verfasst: Di 10. Sep 2002, 17:12
Tach auch!
Wenn Du gar nicht weißt was eine Fühlerlehre ist, dann solltest Du diese Prüfarbeit besser von der Werkstatt Deines Vertrauens durchführen lassen. Hier aber nochmal Arbeitsschritte in Kurzform:
1. System drucklos machen=Tiefststellung und Ablaßschraube am Druckregler etwas öffnen
2. Batterie und Batterieträger ausbauen
3. Nun sieht man das Lenkdrehventil; dort münden rechts und links (in Fahrtrichtung) je zwei Leitungen in je einem Flansch. Der linke Flansch ist der, wo der Druck an der Lenkung ankommt (auf der Seite des Fahrgestell-Längsträgers)
4. Dieser Flansch ist mit zwei M5-Muttern befestigt; die muß man lösen, um den Flansch etwas von der Lenkung wegzuziehen. Hinter dem Flansch liegt die sog. Dichtplakette, ein Stück Blech mit vier Löchern und zwei Gummiringen drin; die muß man auch noch wegziehen.
5. Jetzt kommt die Fühlerlehre ins Spiel - das ist das Ding zum Ventile einstellen, gibt es in verschiedenen Dicken und sieht aus wie ein am Ende abgerundeter Blechstreifen. Diese Lehre wird nun zwischen Lenkung und Dichtplakette geklemmt, so daß sie die Druckzufuhr und den Rücklauf (die Löcher in der Dichtplakette mit den Gummiringen) verschließt. Dann wird der Flansch wieder montiert und die Muttern mäßig fest angezogen.
6. Batterieträger und Batterie wieder einbauen, Druckablaßschraube wieder zudrehen, Auto starten, in Normalstellung bringen und Pumpenschaltzeit messen. Liegt diese jetzt höher (über 30 sec. ist wünschenswert), so ist die Lenkung reif für einen Austausch.
7. Nicht vergessen, die Fühlerlehre wieder auszubauen, sonst geht mangels Hochdruck die Lenkung sauschwer!
Ach ja, man sollte besser auch den linken Kotflügel abnehmen, dann kommt man besser dran. Man kann alles von oben bearbeiten und sollte vielleicht auch einen Putzlappen für LHM bereithalten (es kommen nur ein paar Tropfen raus).
Viel Spaß!
Wenn Du gar nicht weißt was eine Fühlerlehre ist, dann solltest Du diese Prüfarbeit besser von der Werkstatt Deines Vertrauens durchführen lassen. Hier aber nochmal Arbeitsschritte in Kurzform:
1. System drucklos machen=Tiefststellung und Ablaßschraube am Druckregler etwas öffnen
2. Batterie und Batterieträger ausbauen
3. Nun sieht man das Lenkdrehventil; dort münden rechts und links (in Fahrtrichtung) je zwei Leitungen in je einem Flansch. Der linke Flansch ist der, wo der Druck an der Lenkung ankommt (auf der Seite des Fahrgestell-Längsträgers)
4. Dieser Flansch ist mit zwei M5-Muttern befestigt; die muß man lösen, um den Flansch etwas von der Lenkung wegzuziehen. Hinter dem Flansch liegt die sog. Dichtplakette, ein Stück Blech mit vier Löchern und zwei Gummiringen drin; die muß man auch noch wegziehen.
5. Jetzt kommt die Fühlerlehre ins Spiel - das ist das Ding zum Ventile einstellen, gibt es in verschiedenen Dicken und sieht aus wie ein am Ende abgerundeter Blechstreifen. Diese Lehre wird nun zwischen Lenkung und Dichtplakette geklemmt, so daß sie die Druckzufuhr und den Rücklauf (die Löcher in der Dichtplakette mit den Gummiringen) verschließt. Dann wird der Flansch wieder montiert und die Muttern mäßig fest angezogen.
6. Batterieträger und Batterie wieder einbauen, Druckablaßschraube wieder zudrehen, Auto starten, in Normalstellung bringen und Pumpenschaltzeit messen. Liegt diese jetzt höher (über 30 sec. ist wünschenswert), so ist die Lenkung reif für einen Austausch.
7. Nicht vergessen, die Fühlerlehre wieder auszubauen, sonst geht mangels Hochdruck die Lenkung sauschwer!
Ach ja, man sollte besser auch den linken Kotflügel abnehmen, dann kommt man besser dran. Man kann alles von oben bearbeiten und sollte vielleicht auch einen Putzlappen für LHM bereithalten (es kommen nur ein paar Tropfen raus).
Viel Spaß!