Re: Lenkungsverhalten nach Wechsel der Federkugeln
Verfasst: Sa 19. Jul 2025, 23:13
Ich erkläre meine Theorie gerne noch einmal:
1. Nach meiner Erfahrung hat ein defekter Federspeicher einen grossen Einfluss auf die Servolenkung. Vielleicht haben andere hier das anders erlebt, das können wir natürlich diskutieren, für mich ist es eine Erfahrungstatsache, die ich aufgrund des grossen Flüssigkeitsbedarfs der Lenkung auch theoretisch begründet sehe. Viele DS-Fahrer haben sich mit schlechter oder mittelmässiger Lenkunterstützung abgefunden, ich nicht. Mit einer guten Lenkung - danke, Georg - leistungsfähiger HD-Pumpe und einem Druckregler, der eher ein wenig über als unter den Weksangaben eingestellt ist, lässt sich bei ebenfalls voll intaktem Druckspeicher ein ganz kommodes "Lenkerlebnis"darstellen, das ich zu Beginn meiner DS-"Karriere" auch nicht für möglich erachtet hätte. Inzwischen habe ich meine 3 Autos in dieser Hinsicht so "erzogen", dass ich mit der Lenkunterstützung völlig zufrieden bin.
2. Nach meiner Erfahrung verlängert zusätzliche Luft im System, die dort nach Reparaturen eingedrungen ist, das Schaltintervall auch bei intakter Hydraulik noch einmal deutlich, was sich nach einer gewissen Zeit wieder normalisiert, So hatte meine DS19 nach der Komplettrestauration und dem Umbau des Hydrauliksystems auf LHM ein Schaltintervall von über 90 sec., inzwischen hat sich das bei 25 sec. stabilisiert. Theoretisch deute ich dies, in Übereinstimmung mit dem verstorbenen Ulf Petermann, als temporären zusätzlichen Druckspeicher.
3, Der TE hat nichts über das Schaltintervall ausgesagt. Er scheint auch eher Fahrer als Schrauber zu sein und hat sich mit dem Wechsel der Federkugeln schwer getan, wie ich auch, als ich das das erste Mal gemacht habe, Ich habe deshalb stillschweigend unterstellt, dass er sich mit dem Thema "Schaltintervall" nicht auseinandergesetzt hat und dies möglicherweise genausowenig wahrnimmt wie meine Freundin, wenn sie mit der DS fährt.
4. Aus den vorgenannten Punkten habe ich die Hypothese gebildet, dass der TE am Federungsverhalten die verschlissenen Federkugeln richtig erkannt und ersetzt hat, sich aber über einen evtl. verschlissenen Hauptdruckspeicher keine Gedanken gemacht hat, sondern die schwergängige Lenkung als Verschleisserscheinung eben der Lenkung angesehen hat.
5. Genau den Fall "Lenkung ist durch defekten Federspeicher schlecht UND wird durch eingedrungene Luft zeitweise revitalisiert" hatte ich auch noch nicht, aber der Zusammenhang erscheint mir aufgrund des oben gesagten plausibel.
6. Ich neige dazu, mir plausibel erscheinende Zusammenhänge knapp zu formulieren, das hat auch ausserhalb dieses Forums schon zu Missverständnissen geführt und ich hoffe, dass dieser Beitrag meinen Dekansatz etwas besser verdeutlicht.
Viele Grüsse,
Robert
1. Nach meiner Erfahrung hat ein defekter Federspeicher einen grossen Einfluss auf die Servolenkung. Vielleicht haben andere hier das anders erlebt, das können wir natürlich diskutieren, für mich ist es eine Erfahrungstatsache, die ich aufgrund des grossen Flüssigkeitsbedarfs der Lenkung auch theoretisch begründet sehe. Viele DS-Fahrer haben sich mit schlechter oder mittelmässiger Lenkunterstützung abgefunden, ich nicht. Mit einer guten Lenkung - danke, Georg - leistungsfähiger HD-Pumpe und einem Druckregler, der eher ein wenig über als unter den Weksangaben eingestellt ist, lässt sich bei ebenfalls voll intaktem Druckspeicher ein ganz kommodes "Lenkerlebnis"darstellen, das ich zu Beginn meiner DS-"Karriere" auch nicht für möglich erachtet hätte. Inzwischen habe ich meine 3 Autos in dieser Hinsicht so "erzogen", dass ich mit der Lenkunterstützung völlig zufrieden bin.
2. Nach meiner Erfahrung verlängert zusätzliche Luft im System, die dort nach Reparaturen eingedrungen ist, das Schaltintervall auch bei intakter Hydraulik noch einmal deutlich, was sich nach einer gewissen Zeit wieder normalisiert, So hatte meine DS19 nach der Komplettrestauration und dem Umbau des Hydrauliksystems auf LHM ein Schaltintervall von über 90 sec., inzwischen hat sich das bei 25 sec. stabilisiert. Theoretisch deute ich dies, in Übereinstimmung mit dem verstorbenen Ulf Petermann, als temporären zusätzlichen Druckspeicher.
3, Der TE hat nichts über das Schaltintervall ausgesagt. Er scheint auch eher Fahrer als Schrauber zu sein und hat sich mit dem Wechsel der Federkugeln schwer getan, wie ich auch, als ich das das erste Mal gemacht habe, Ich habe deshalb stillschweigend unterstellt, dass er sich mit dem Thema "Schaltintervall" nicht auseinandergesetzt hat und dies möglicherweise genausowenig wahrnimmt wie meine Freundin, wenn sie mit der DS fährt.
4. Aus den vorgenannten Punkten habe ich die Hypothese gebildet, dass der TE am Federungsverhalten die verschlissenen Federkugeln richtig erkannt und ersetzt hat, sich aber über einen evtl. verschlissenen Hauptdruckspeicher keine Gedanken gemacht hat, sondern die schwergängige Lenkung als Verschleisserscheinung eben der Lenkung angesehen hat.
5. Genau den Fall "Lenkung ist durch defekten Federspeicher schlecht UND wird durch eingedrungene Luft zeitweise revitalisiert" hatte ich auch noch nicht, aber der Zusammenhang erscheint mir aufgrund des oben gesagten plausibel.
6. Ich neige dazu, mir plausibel erscheinende Zusammenhänge knapp zu formulieren, das hat auch ausserhalb dieses Forums schon zu Missverständnissen geführt und ich hoffe, dass dieser Beitrag meinen Dekansatz etwas besser verdeutlicht.
Viele Grüsse,
Robert