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Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Sa 17. Mai 2025, 15:23
von Michael Klette
Mein erstes D-Modell habe ich mir '86 in Malmedy gekauft. Eine 58er ID19 und ich hatte überhaupt keine Ahnung... Hat sich natürlich gerächt. Ich habe dann gut zwei Jahre mit der Instandsetzung der Hydraulik verbracht. Danach kannte ich den Wagen in- und auswendig. Die ID fuhr ich bis 1992, dann erwarb sie Helmut Totzey und er besitzt sie noch heute. Danach folgte ein Break von '70. Diesen kaufte ich in Düsseldorf von einem Künstler. Wie sich dann herausstellte, kannte ich den Wagen noch aus meiner Aachener Studienzeit. Den Break fuhr ich bis 2003 und dieser befindet sich heute im Besitz einer Citroën-Vertretung aus Hamm. Danach folgte dann eine 67er ID19 mit original 680000 Kilometern. Ein Auto aus fast erster Hand, der von einem Vertreter angeboten wurde. Bestens gewartet und erstaunlicherweise ungeschweißt und rostfrei. Verkauft habe ich die ID 2008. 2016 entdeckte ich sie dann nochmal in unserer Nachbarstadt. Der Besitzer erzählte mir dann ganz stolz, dass die ID erst original 120000 Kilometer gelaufen sei... Ich habe ihm dann mal die Geschichte zu dem Auto erzählt und die Vermutung geäußert, dass es sich wohl eher um eine Gesamtlaufleistung von 720000 Kilometern handeln muss. So viel zu den Kilom,eterangaben... 2009 kaufte ich dann eine 68er ID19 in Hockenheim. Dieser Wagen wurde hier übrigens im Forum zum Verkauf angeboten und leider total zerrissen. Ein Clubmitglied hat sich dann netterweise bereit erklärt den Wagen zu besichtigen. Danach schickte er mir eine Bilderdatei mit 100 Aufnahmen und dem Hinweis, wenn ich den nicht kaufen würde, er würde ihn sofort nehmen. Diese ID fahre ich noch heute und es wird wohl auch meine letzte sein.
Gruß Michael
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Sa 17. Mai 2025, 18:50
von maldini
Du hast dich überhaupt nicht verändert!
Grüße an Dich!
Karl
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: So 18. Mai 2025, 09:38
von Michael Klette
Is klar...

Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Mo 19. Mai 2025, 18:57
von Boßhammer
Ich habe meinen 15CV verkauft, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, den (teuren) Teilen hinter her zu rennen. Und meine Frau hat den Traction sowieso gehasst. Nach zwei Jahren habe ich in Düsseldorf dann eine DS20 gekauft. Ein bischen musste noch gemacht werden.... Händlerkauf war zweite Wahl, aber ich hatte schon diverse Ecken Deutschlands gesehen und hervorragende Geschichten für diverse Abende gesammelt. Und einfach keine Lust mehr.
Der Händler wechselte und ich bekam nach deutlich längerer Wartezeit ein ziemlich fürchterliches Auto ausgehändigt. Schön geredet und nicht glauben wollend, fuhr ich aus dem Ruhrgebiet nach Berlin.
Und der Kauf wurde dann recht sauber rückabgewickelt.
Durch Zufall lief mir dann in Berlin eine ID19 von 1967 über den Weg. Der erste Besitzer fuhr den Wagen in Frankreich und der Zweite nur über den Winter. Ich lies mir schriftlich bestätigen, dass der Motor komplett überholt wurde (wie in der Anzeige angepriesen) und sie dicht sei. Schon klar das auf der ersten langen Fahrt in den Urlaub das Gepäck ziemlich unte rWasser stand (der Kofferaum war tatsächlich dicht, das Dach aber nicht im Ansatz). Und der Motor, tja - für manche Menschen ist etwas frisches Öl schon eine komplette Überholung. Was solls.
Motor überholen ist richtig teuer, der Dachrahmen war dafür sogar noch ohne Flugrost und das Dach somit recht schnell dicht. Dass der Kofferaum nur noch aus hauchzartem Blech war - dafür kam ein originaler Boden rein und mehr war zum Glück nicht zu machen.
Bis dann zwei Jahre später eine junge Frau in Frankreich ihre nicht vorhandenen Fahrkünste im Vorderwagen verewigte. Dafür konnte sie ziemlich ordentlich rassitisch über die scheiß Deutschen fluchen. So gut, dass mir die Contenance verloren ging und mir doch mein Aufwachsen in Frankreich wieder ins Bewusstsein kam. Samt den passenden Antworten.
So ein Wagen ab vorderen Türen nach hinten original und nach vorne nagelneu sieht richtig scheiße aus. Und so wurde noch mehr Kohle versenkt und ein Jahr später dann alles gemacht.
Meine Frau liebt das Teil. Selbst der vollgelaufende Kofferaum war nicht der Rede wert und auch der kleine Getriebeausfall im ersten Urlaub war kein Thema. Ich konnte das innerhalb kurzer Zeit an einer Bushaltestelle reparieren (Bautenzug war ausgehängt und somit 1 und zweite Gang nicht mehr einlegbar). Damit war die ID akzeptiert, ich ein Held - das Erste gilt bis heute.
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Mo 19. Mai 2025, 20:33
von ex-l´ambulancier
Moin, meine erste ID20 wurde 1992 auf der Techno Classica als DS20 angeboten. Gekauft habe ich die ´73er DSpecial dann trotzdem. Mein bester Freund und KFZ-Meister war dabei und wir haben sogar das Auto zusammen gekauft, gemeinsam TÜV fertig gemacht (Restauriert wäre übertrieben) und fast 6 Jahre gefahren. Zwischendurch gab es die "Never ending Story" DS19 Ambulance. Als ich das Thema beendet hatte, kam 2007 meine jetzige ´73er DSuper.
Hat in fast 18 Jahren 30.000km treue Dienste geleistet und mich bis auf einmal immer nach Hause gebracht. Die Basis muss stimmen, ungeschweißter Südfrankreich-Import hat sich bezahlt gemacht!
Mit-Draufschauer
Verfasst: Di 20. Mai 2025, 07:15
von KeinSchrauber
Moin Mal wieder aus dem Norden,
ich habe Mal ´ne Frage:
Offensichtlich gibt es einige wie mich, die noch keine DS (oder einen anderen Oldie) besitzen und sich hier nur umsehen. Andere stellen sich vor und erzählen von ihrer Neuerwerbung. Nur mithilfe ihrer Intuition gekauft und das Beste,erfolgreich, gehofft, wie es scheint. Mancher, der sich (vielleicht gar ohne große technisches Vorkenntnisse, wieder wie ich) in das Abenteuer stürzt. Einer hat erzählt, er habe ein Forumsmitglied um einen Besuch seines Wunscholdies gebeten und 100 Fotos erhalten mit der Anmerkung: „Nimmst Du sie nicht, nehme ich sie!“, und er scheint sehr glücklich mit ihr geworden. Keiner, der mit dem Erwerb unglücklich wirkt. Wie kann das sein?
Andererseits, gar nicht Mal hier, höre ich viel von Blendern, überhöhten Preisen. Hier nur von den ersten Schritten, damals, etliche Jahre her, beschissen worden oder Fehlkäufe gemacht. Und den Rat: Kauf eher hochpreisig bzw.. eine Gute, alles andere rächt sich. Naja, hochpreisig ist wohl auch nicht der Indikator für „gut“. Das wißt ihr besser als ich.
Sind die Verkäufer ehrlicher geworden?
Ich habe nur ein Bild im Kopf, verführerisch, mit einem problemlosen Oldie durch die Lande zu fahren, Weingüter zu besuchen, lecker essen zu gehen und mit Stil unterwegs zu sein. Nur mein Dog und ich…
Ich schweife ab.
Ich glaube dem obigen nicht so Recht.
Gibt es hier Leute, die vorweg mit draufschauen? Natürlich nur, wenn es die Zeit erlaubt und bei Übernahme der Unkosten und einer Aufwandsentschädigung. Also quasi einen Paten. Ist sowas hier üblich oder aber abwegig?
Naive Frage. Vielleicht.
Gruß Jörg
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Di 20. Mai 2025, 12:16
von hy1600
suchst Du den eine DS/ID?
Komme aus der Nähe von Celle
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Di 20. Mai 2025, 17:06
von Michael Klette
"Einer hat erzählt, er habe ein Forumsmitglied um einen Besuch seines Wunscholdies gebeten und 100 Fotos erhalten mit der Anmerkung: „Nimmst Du sie nicht, nehme ich sie!“, und er scheint sehr glücklich mit ihr geworden. Keiner, der mit dem Erwerb unglücklich wirkt. Wie kann das sein?"
Als ich die ID besichtigen ließ hatte ich ja schon drei D-Modelle und ich war schon in einem Alter, in dem man Dinge ruhiger angeht. Schnäppchen laufen einem immer wieder über den Weg, so jedenfalls meine Erfahrung. Ich bat damals Marin (weiß gar nicht ob er hier noch unterwegs ist) um eine Besichtigung und er war sofort dazu bereit. Ich habe es nie bedauert und habe sie ja noch heute. Für solche Hilfsangebote ist ja so ein Forum da.
Gruß Michael
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Di 20. Mai 2025, 17:09
von Matthias Gebauer
Hallo Jörg,
die überwiegend positiven Erzählungen unterliegen natürlich einem gewissen soziologischem Filter:
Menschen, die beim DS Kauf so den richtigen Griff in's Klo hatten, haben vermutlich frustriert hingeworfen und nehmen hier überhaupt nicht mehr teil.
Menschen, die Glück hatten, bleiben hier und sind eher bereit über ihre (positiven) Erfahrungen zu berichten.
Matthias
Re: Wie seit ihr zu euren DS gekommen?
Verfasst: Di 20. Mai 2025, 21:17
von uwe.v11
Wenn du nicht selber schrauben kannst,ist wichtig eine erfahrene Werkstatt an der Hand zu haben UND das liebe Geld.Auch gut wenn du nicht jeden Heller zwei mal umdrehen musst.
Meine DSuper5 stand irgendwo bei einem Fänchenhändler bei Rastatt.
Gans heiß drauf rief ich an und vereinbarte einen Abholtermin für abends 19 Uhr.
Winter Dunkel 7.500 € bar in der Tasche.(15 Jahre her).
Hatte schon etwas Muffe,alleine und so.
Kam eine junge Frau im weißen Benz,ebenso alleine,Geldübergabe,Brief,rote Nummer dran und nach Hause gedüst….
Jetzt gab es hier eine alte Citroën Vertretung..
Der Inhaber hatte auf der DS gelernt.
Der wusste wie jedes Kabel,jede Leitung liegen muß….
Auf jeden Fall war ich dann 7.500 Euro nochmal los.
Es half nix daß der DS Club Sticker auf der Heckscheibe klebte und das Auto,hat mir der Falk Lehmann später erzählt,dem Club Vorstand gehörte.
Über die ganzen Jahre ist sie jetzt wirklich brav gelaufen.
Jetzt hatte ich mit Vergaser und Lima troubel,ab ist eben ein altes Auto und das darf.
Uwe