Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Tom - kannst Du das erklaeren? Ich wuerde, wenn der Stift bei OT reinfaeltt, die Markierung bei 0 anbringen (bei der alten Schwungscheibe bei 6 Grad)? Bin gespannt - Til
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
So hatte ich das bisher auch verstanden:
Kerbe auf der Riemenscheibe = "0" auf der Skala
Beim "Abblitzen" sollte die "Markierung" je nach Kurve von z.B. "4" bei Leerlauf bis "10" bei 2000 U/min wandern.
Gruß Thorsten
Kerbe auf der Riemenscheibe = "0" auf der Skala
Beim "Abblitzen" sollte die "Markierung" je nach Kurve von z.B. "4" bei Leerlauf bis "10" bei 2000 U/min wandern.
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
- Thomas Held Verified
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- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Hallo Til, Thorsten,
wir meinen alle das Gleiche!
Ich merke erst jetzt, dass die von Juergen gemachte Formulierung "wo dann die Markierung stehen sollte" missverstaendlich ist. Natuerlich bringe ich die Markierung bei einrastendem Fuehlstift bei Null Grad an der Skala an. Ich hatte die Frage so verstanden, wo dann beim Abblitzen die Markeriung stehen sollte. Und das ist beim DX2 mit Markierung auf OT bei 2000 UpM 10 Grad auf der Skala!
Gruss
Tom
wir meinen alle das Gleiche!
Ich merke erst jetzt, dass die von Juergen gemachte Formulierung "wo dann die Markierung stehen sollte" missverstaendlich ist. Natuerlich bringe ich die Markierung bei einrastendem Fuehlstift bei Null Grad an der Skala an. Ich hatte die Frage so verstanden, wo dann beim Abblitzen die Markeriung stehen sollte. Und das ist beim DX2 mit Markierung auf OT bei 2000 UpM 10 Grad auf der Skala!
Gruss
Tom
Gruß
Tom
Tom
-
Hans-Uwe Fischer
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- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
GENERELL:
Bei einem ID/DS-Motor entsteht immer eine große Verwirrung in Sachen OT, Schwungscheibenmarkierung, Drehzahlangaben, Untersetzung zur Nockenwelle (2:1), Winkelskala usw..
01. Der Motor hat immer einen festgelegten Grundzündzeitpunkt (GZZP). Das ist ein fester Frühzündungszeitpunkt. (z.B. 10° vor OT).
02. An bestimmten Motoren wurde der feste ZZP als Markierung in die Schwungscheibe eingebracht. Nicht OT.
03. Bei anderen Motoren wurde der tatsächliche OT als Markierung an der Schwungscheibe angebracht.
04. Bis zu einer bestimmten Drehzahl (z.B. 2000 RPM) ändert sich nichts an der Fliehkraftreglung des ZZP-Verstellers.
05. Ab dieser RPM beginnt die Zündverstellung in Richtung Vorzündung. D.h., die Zündverstellung vom Zündverteiler addiert sich zum Grundzündzeitpunkt.
06. Je nach Winkelskala wird der absolute Wert angezeigt (Skalenbereich ca. 0° - 40°), oder nur der Bereich um den sich der Zündverteiler ab einer bestimmten Mindestdrehzahl dazu addiert. Bei der ID/DS können das bis zu ca. 20° (?) sein. Also beträgt der Skalenbereich nur ca. 0° - 20°.
07- Dreht der Motor also unter den z.B. 2000 RPM, greift nur der GZZP und auf einer 0° - 20° Skala muss der Markierung auf 0° zeigen. Wird die Drehzahl erhöht, beginnt der ZV zu verstellen und der Blitz/Markierung wandert in Richtung 20°.
08. Wird ein Systemfremder Verteiler (z.B. 123) eingebaut, ist es wesentlich, ob dieser als Referenz den OT oder den GZZP nutzt. Deshalb muss Klarheit über die Bohrung an der Schwungscheibe bestehen. Ich meine mich zu erinnern, das Citroën das mal geändert hat.
09. Usw.
huf
[size=small]PS: Ich habe die verbindlichen Werte nicht mehr im Kopf. Mir ging es nur um's Prinzip.[/size]
Bei einem ID/DS-Motor entsteht immer eine große Verwirrung in Sachen OT, Schwungscheibenmarkierung, Drehzahlangaben, Untersetzung zur Nockenwelle (2:1), Winkelskala usw..
01. Der Motor hat immer einen festgelegten Grundzündzeitpunkt (GZZP). Das ist ein fester Frühzündungszeitpunkt. (z.B. 10° vor OT).
02. An bestimmten Motoren wurde der feste ZZP als Markierung in die Schwungscheibe eingebracht. Nicht OT.
03. Bei anderen Motoren wurde der tatsächliche OT als Markierung an der Schwungscheibe angebracht.
04. Bis zu einer bestimmten Drehzahl (z.B. 2000 RPM) ändert sich nichts an der Fliehkraftreglung des ZZP-Verstellers.
05. Ab dieser RPM beginnt die Zündverstellung in Richtung Vorzündung. D.h., die Zündverstellung vom Zündverteiler addiert sich zum Grundzündzeitpunkt.
06. Je nach Winkelskala wird der absolute Wert angezeigt (Skalenbereich ca. 0° - 40°), oder nur der Bereich um den sich der Zündverteiler ab einer bestimmten Mindestdrehzahl dazu addiert. Bei der ID/DS können das bis zu ca. 20° (?) sein. Also beträgt der Skalenbereich nur ca. 0° - 20°.
07- Dreht der Motor also unter den z.B. 2000 RPM, greift nur der GZZP und auf einer 0° - 20° Skala muss der Markierung auf 0° zeigen. Wird die Drehzahl erhöht, beginnt der ZV zu verstellen und der Blitz/Markierung wandert in Richtung 20°.
08. Wird ein Systemfremder Verteiler (z.B. 123) eingebaut, ist es wesentlich, ob dieser als Referenz den OT oder den GZZP nutzt. Deshalb muss Klarheit über die Bohrung an der Schwungscheibe bestehen. Ich meine mich zu erinnern, das Citroën das mal geändert hat.
09. Usw.
huf
[size=small]PS: Ich habe die verbindlichen Werte nicht mehr im Kopf. Mir ging es nur um's Prinzip.[/size]
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Danke Tom!
HUF: von 6 Grad statisch auf 10 Grad bei 2000 U/m (alles: Nockenwelle) aendert sich schon etwas, wenn auch nicht viel
Til, der bestaetigen kann, dass ein DX2 auch mit 0 Grad Fruehzuendung laeuft (wenn auch nicht gut
HUF: von 6 Grad statisch auf 10 Grad bei 2000 U/m (alles: Nockenwelle) aendert sich schon etwas, wenn auch nicht viel
Til, der bestaetigen kann, dass ein DX2 auch mit 0 Grad Fruehzuendung laeuft (wenn auch nicht gut
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Hallo Til,
hast du das Reparaturhandbuch nicht?
Da findest du Werte und Kurven der Zündeinstellung. Welche Kurve ist denn bei deiner 123 eingestellt?
Allerdings finde ich diese Kurven und Tabellen nicht leicht zu lesen.
Für den DX gilt bis 9/72 die Kurve C9, danach C12
Für C9 gilt als Einstellwert 20° KW bei 2000U/min.
Ist folgende Deutung der Verstellkurve C9 richtig?
1. Die Verstellkurve gibt die ZUSÄTZLICHE Frühzündung in Winkel NW in Abhängigkeit der NW-Drehzahl an.
2. Dann würde die Verstellung bei ca. 600U/min KW anfangen.
3. Bei 2000U/min KW beträgt die Verstellung nach Kurve ca. 5° NW also 10° KW (in der Tabelle steht 4°NW also 8°KW)
4. Da der ZZP bei 20° KW liegen soll muss also statisch ca. 10° KW eingestellt werden (10° statisch + 10° Verstellung = 20°).
5. Die Verstellung endet bei ca. 5000U/min KW,
6. Die Verstellung beträgt bei diesen 5000U/min 10,5° NW also 21°KW.
7. Die zusätzliche Verstellung gegenüber dem Einstellwert bei 2000U/min beträgt 11°KW.
8. Wenn ich die 20°KW bei 2000U/min KW eingestellt habe, wandert der ZZP bis auf 31° KW bei 5000U/min.
Also:
-Voreinstellung ca. 10°KW vor OT entspricht 5°NW entspricht ca. 8,5mm am Umfang der Riemenscheibe gegenüber OT (das Loch in den alten Schwungscheiben war bei 12°KW vor OT)
-Bei 2000U/min auf 20° KW vor OT entspricht 10°NW entspricht ca. 17mm am Umfang der Riemenscheibe einstellen.
-Bei 5000U/min sollte der ZZP auf 31°KW vor OT entspricht 15,5° NW entspricht ca. 26mm am Umfang der Riemenscheibe wandern.
Ich hoffe ich habe für keine zusätzliche Verwirrung gesorgt.
Seid ihr mit den Überlegungen einverstanden?
Viel Erfolg,
pit
hast du das Reparaturhandbuch nicht?
Da findest du Werte und Kurven der Zündeinstellung. Welche Kurve ist denn bei deiner 123 eingestellt?
Allerdings finde ich diese Kurven und Tabellen nicht leicht zu lesen.
Für den DX gilt bis 9/72 die Kurve C9, danach C12
Für C9 gilt als Einstellwert 20° KW bei 2000U/min.
Ist folgende Deutung der Verstellkurve C9 richtig?
1. Die Verstellkurve gibt die ZUSÄTZLICHE Frühzündung in Winkel NW in Abhängigkeit der NW-Drehzahl an.
2. Dann würde die Verstellung bei ca. 600U/min KW anfangen.
3. Bei 2000U/min KW beträgt die Verstellung nach Kurve ca. 5° NW also 10° KW (in der Tabelle steht 4°NW also 8°KW)
4. Da der ZZP bei 20° KW liegen soll muss also statisch ca. 10° KW eingestellt werden (10° statisch + 10° Verstellung = 20°).
5. Die Verstellung endet bei ca. 5000U/min KW,
6. Die Verstellung beträgt bei diesen 5000U/min 10,5° NW also 21°KW.
7. Die zusätzliche Verstellung gegenüber dem Einstellwert bei 2000U/min beträgt 11°KW.
8. Wenn ich die 20°KW bei 2000U/min KW eingestellt habe, wandert der ZZP bis auf 31° KW bei 5000U/min.
Also:
-Voreinstellung ca. 10°KW vor OT entspricht 5°NW entspricht ca. 8,5mm am Umfang der Riemenscheibe gegenüber OT (das Loch in den alten Schwungscheiben war bei 12°KW vor OT)
-Bei 2000U/min auf 20° KW vor OT entspricht 10°NW entspricht ca. 17mm am Umfang der Riemenscheibe einstellen.
-Bei 5000U/min sollte der ZZP auf 31°KW vor OT entspricht 15,5° NW entspricht ca. 26mm am Umfang der Riemenscheibe wandern.
Ich hoffe ich habe für keine zusätzliche Verwirrung gesorgt.
Seid ihr mit den Überlegungen einverstanden?
Viel Erfolg,
pit
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
https://www.dsclub.de/tech/daten/Zuendk ... e%20DS.pdf
In dieser Tabelle finde ich die Angabe "Position des Loches in der Schwungscheibe" missverständlich. Das Loch ist bei der alten Schwungscheibe 12° vor OT der Schwungscheibe. Die 6° sind schon wieder Nockenwelle.
Grüße,
pit
In dieser Tabelle finde ich die Angabe "Position des Loches in der Schwungscheibe" missverständlich. Das Loch ist bei der alten Schwungscheibe 12° vor OT der Schwungscheibe. Die 6° sind schon wieder Nockenwelle.
Grüße,
pit
-
Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Ich wollte eigentlich für Transparenz und Klarheit sorgen. Jetzt ist aber noch der Zündverteiler mit seinen Zündkurven hinzugekommen. Und den braucht es nicht, weil ja die ZV-123 den mechanischen ZV ablösen soll.
Ich habe mal in den technischen Spezifikationen und Einbauanleitungen nachgeblättert. Fazit: Die 123 nimmt als Referenzpunkt den statischen Zündzeitpunkt (SZZP), bzw. den Grundzündzeitpunkt (GZZP).
Also:
01. Kurbelwelle auf SZZP drehen (evtl. passt das Loch in der Schwungscheibe).
02. Kerbe bei 0° anbringen.
03. ZV-123 nach Anleitung einbauen (sehr simpel!).
Fertig!
huf
Ich habe mal in den technischen Spezifikationen und Einbauanleitungen nachgeblättert. Fazit: Die 123 nimmt als Referenzpunkt den statischen Zündzeitpunkt (SZZP), bzw. den Grundzündzeitpunkt (GZZP).
Also:
01. Kurbelwelle auf SZZP drehen (evtl. passt das Loch in der Schwungscheibe).
02. Kerbe bei 0° anbringen.
03. ZV-123 nach Anleitung einbauen (sehr simpel!).
Fertig!
huf
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
Pit - doch, hab ich, sogar ein ganzes Regal voll - und das ist ja genau das Problem: obwohl wir alle das gleiche sagen, drueckt es jeder (inklusive Rep Handbuecher) etwas anders aus - Kurbelwelle/Nockenwelle - Fruehzuendung zusaeztlich/total - und das ist fuer mich (und offensichtlich andere) schon sehr verwirrend - eine weitere Variante (zum Glueck nun mit englischen Untertiteln) gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=QLblKNgRAzg.
Das wichtigste ist doch festzustellen, welche Schwungscheibe montiert ist - sobald man das SICHER weiss (Schraubendreher reicht hier voellig, noch besser beim Ventileinstellen, da man dann auch noch den richtigen OT erwischt), Stift rein und, wie oben beschrieben, die Markierung an der Riemenscheibe anbringen - statischen Zuendzeitpunkt mit einfacher Lampe einstellen - bei der fruehen Schwungscheibe direkt, bei der spaeten halt nach zurueckdrehen um 6 Grad Nockenwelle (anhand der Markierung) - dann laeuft das schon mal - wenn moeglich, noch bei 2000 U/m abblitzen, um die von HUF beschriebene Ungenauigkeit zu beseitigen.
Alles weitere (abblitzen des gesamten Drehzahlbereichs, unterschiedliche Verstellkurven) ist bei mechanischen Verteilern hohe Schule (und bei elektronischen Verteilern irrelevant) - Til
PS: Stift vor dem Startversuch unbedingt rausnehmen, sonst gibts Mehrarbeit, da der Anlasser genug Kraft hat, den Stift zu verbiegen
Das wichtigste ist doch festzustellen, welche Schwungscheibe montiert ist - sobald man das SICHER weiss (Schraubendreher reicht hier voellig, noch besser beim Ventileinstellen, da man dann auch noch den richtigen OT erwischt), Stift rein und, wie oben beschrieben, die Markierung an der Riemenscheibe anbringen - statischen Zuendzeitpunkt mit einfacher Lampe einstellen - bei der fruehen Schwungscheibe direkt, bei der spaeten halt nach zurueckdrehen um 6 Grad Nockenwelle (anhand der Markierung) - dann laeuft das schon mal - wenn moeglich, noch bei 2000 U/m abblitzen, um die von HUF beschriebene Ungenauigkeit zu beseitigen.
Alles weitere (abblitzen des gesamten Drehzahlbereichs, unterschiedliche Verstellkurven) ist bei mechanischen Verteilern hohe Schule (und bei elektronischen Verteilern irrelevant) - Til
PS: Stift vor dem Startversuch unbedingt rausnehmen, sonst gibts Mehrarbeit, da der Anlasser genug Kraft hat, den Stift zu verbiegen
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Verständnisproblem Zündzeitpunkt
... das hat man früher so gemacht, wenn das demontierbare Lenkrad auch die Anwerferkurbel war und der Motor bei dieser Startmethode nicht zurückschlagen sollte.Til hat geschrieben: (...)
Til, der bestaetigen kann, dass ein DX2 auch mit 0 Grad Fruehzuendung laeuft (wenn auch nicht gut
Wer seine ID/DS mit 'ner Anlasserkurbel anwerfen möchte, braucht an seiner ZV-123 nur eine entsprechende Spät/Nachzündung einstellen. Das kompensiert dann die gefährliche Vorzündung. Mit ein paar Bauteilen und einem kleinen Schalter sicherlich machbar.
huf