Thomas Held hat geschrieben:
Ach ja, den Schlauch von der Benzinpumpe hatte ich mit einem Manometer verschlossen: Ging auf 200 mbar hoch, darf maximal 330 mbar sein. Kurz darauf fiel das Manometer auf 0.
Was ich später erst gesehen hatte: Druck 0 wurde von einem abgerutschten Schlauch verursacht...

Der Mindestdruck, den die Pumpe bei Fördermenge Null im Leerlauf bringen soll, ist 260 mbar laut WHB, mit der alten Pumpe also zu wenig.
Beim Dichtheitstest im Benzinbad wie im WHB beschrieben zeigt die alte Pumpe leichte Blasenbildung an der Dichtfläche zwischen Ober- und Unterrteil, die neue nicht.
[attachment 15426 altePumpeUndicht.JPG] [attachment 15427 neuePumpeDicht.JPG]
Da ich schon seit längerem vom Franzosen angebotente Wunderdichtung (blau) zwischen Motor und Stößelführung und neues, gefrästes Isolierzwischenstück liegen hatte, habe ich auch die eingebaut. Das Sandwich aus neuer Dichtung und Zwischenstück ist allerdings 0,7 mm dünner, als das mit den alten Teilen. Da bei mir das kürzeste verfügbare Stößel mit nur einer Nut verbaut ist, habe ich es trotzdem gewagt. Was kann da eigentlich bei Fehlanpassung passieren? Die drei unterschiedlichen Stößel sind in Abstufungen von 0,5 mm erhältlich. Den Maximalhub über dem Zwischenstück messe ich mit 3,3 mm - das sollte die Pumpe vertragen (schwierig, genau zu messen).
[attachment 15425 Hub_3mm.JPG]
Bei zu kurzem Stößel ist vermutlich die Fördermenge unzureichend, aber was passiert bei zu langem Stößel? Zerstörung der Pumpe, Nockenwelle?
Da ich bei Vollgasfahrten auf der Autobahn (Überholen) schon öfter mal Motorruckeln hatte, vermute ich, dass die Förderleistung im Extremfall zu gering war. Dem hilft hoffentlich das neue, dünnere Isolierstück ab.
Wie ist eigentlich der Zusammenhang zwischen Druck und Fördermenge bei Fördermenge Null? Vermutlich gibt es da keinen. Im WHB werden aber nur Drücke angegeben, keine Mengen. Dazu kommen die bei meinen Pumpen sehr unterschiedlichen Gehäuse/Membrandurchmesser. Das muss doch bei gleichem Membranhub auch unterschiedliche Fördermengen bewirken. Im WHB sehen die Pumpen recht voluminös aus, im Gegensatz zu meiner bisher verbauten Pumpe.
Zusammenfassend: Alles ganz schön verwirrend und undurchsichtig für mich. Andererseits scheinen die Pumpen ja keine besonderen oder häufigen Probleme zu verursachen.
Und jetzt kommt die ganz große Ironie: Nach allem Umbau und Geteste bekam ich die neue Pumpe weder mit Handhebel noch Anlasser zum Benzinfördern!!!
Wer ahnt es? Nicht genug Sprit im Tank!!! Wahrscheinlich hätte eine Kanisterfüllung das ganze Problem bereits behoben!

) Ich weiß, dass meine DS ein Problem damit hat, den Tank ganz leer zu trinken, aber dass bei Tanknadel knapp unter halb voll und schräg stehendem Wagen (Bordstein) schon nichts mehr geht, war mir neu. Aber das ist dann eine andere Baustelle...
Gruß
Tom