Hallo,
leider schaffe ich es erst jetzt mich hier zu melden, es waren die letzten Tage hier Zuhause ein paar Pflichttermine.
Seit 2002 bewege ich mich in der Mercedes-Oldtimer-Szene und besitze einen Mercedes SL von 1984.
Mir persönlich war es egal, welchen Ruf ein typischer Mercedes-Eigner/Fahrer voraus bzw. hinterher eilt, denn mir ging es ja daraum, ein Auto zu besitzen, dass mir persönlich gefällt. Trotzdem hatte ich schon das Gefühl, dass es in der Mercedes-Szene etwas, ich sages es mal vorsichtig, gesetzter zuging (möglicherweise ändert sich das Bild aktuell etwas, zumindest dem Gefühl nach scheint in der Mercedes-Oldtimerszene sich der Altersdurchschnitt etwas nach unten zu bewegen). Auf jeden Fall war ich mit 35 Jahren in der "SL-Szene" damal eher der Milchbubi.
Leider war ich mit dem SL oft allein unterwegs, denn im direkten Freundeskreis und auch in der Partnerschaft hatte nieman einen echten Bezug zu dem Wagen ("Bonzen-Auto", "Ludenkarre"). Einmal wurde mir sogar zugetragen, ich würde so eine Nazikiste fahren (sagte ein jüngeres Mädel, die alle Mercedes-Fahrer für Nazis hält). Wer mich persönlich kennt, weiß ganz genau, dass ich weder ein Bonze und auch kein Lude oder Nazi bin.
Kaum habe ich seit 2016 die DS, werde ich von einem ganz anderen Schlag Menschen auf dem Parkplatz, der Tankstelle oder sogar auch bei mir direkt Zuhause angesprochen, was das doch für ein tolles Auto sei.
Ungelogen: 2x sogar von älteren Damen auf dem Rad, die angehalten haben, sich das Auto angesehen hatten und ein Selfi von mir, dem Auto und sich selbst haben wollten (auch ältere Damen sind ja heutzutage mit Smartphone unterwegs). Plötzlich bin ich weder Bonze, noch Lude, noch Nazi
Jetzt zur Forens-Kultur: In den entsprechenden (recht gut besuchten) Mercedes-Foren gab es in den letzten Jahren grob gesagt 2 Themenbereiche: Überwiegend alles ums Auto und daneben auch ein bischen Smalltalk um diverse Hobbys, Politik war praktisch gar kein Thema. Es gab ein paar kleine Zankereien und nein, nicht jeder hatte sich lieb, aber das war alles recht überschaubar.
Seit 1 - 1,5 Jahren hat aber die Politik in diversen Autoforen (und auch hier) Einzug gehalten und es ergab sich sehr schnell ein ziemlich raues Klima. Einige haben sich beleidigt zurück gezogen oder sind einfach nur wortlos verschwunden. Ich bin leider zu kurz in der DS-Szene um zu sagen, welchen Schaden (also das Fernbleiben oder Schweigen von DS-Fachmännern/Frauen) die Politik-Diskussion hier ausgelöst hat, aber ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, als es auch dieses Forum "erwischte" und ich, quasi einen Tag zu spät, hier öffentlich darum gebeten hatte, das Politik-Thema zu schließen, bevor es zum gegenseitigen Schlagabtausch kommt, aber, wie gesagt, es war schon zu spät.
Ich denke, ein Forum/Club kann nach diesen nicht schönen Politik-Diskussionen nach einer gewissen Selbstheilungs-Zeit wieder da weiter machen, wo es mal vor 1-2 Jahren war, aber dazu gehört es dann (zumindest meiner Meinung nach), die Politik außen vor zu lassen (immer nur sagen: "wen die Politik nicht interessiert, soll es nicht lesen" hilft ja ganz offensichtlich nicht).
Der nächste Punkt: Wer seine DS ich sags mal "grün mit blauen Punkten" lackieren möchte, denn sollte man nicht herablassend oder von oben herab behandeln, denn genau an der Stelle würde ich dann sagen:
Leben und leben lassen
In diesem Sinne
Manfred