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Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 18:14
von Hans-Uwe Fischer
Kuhno hat geschrieben:
es gibt nichts umsonst, das Perpetuum Mobile wurde noch nicht erfunden, es wird auch nicht erfunden werden. Selbst der Dynamo am Fahrrad kostet, selbst wenn es nur die Kraft ist, ihn zu betreiben. So kostet es halt mehr Sprit.
[...]
Wissenschaftlich aktuell wohl korrekt. Philosophisch betrachtet, wäre ich mir da aber nicht so sicher...
HUF
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 18:27
von Hans-Uwe Fischer
Kuhno hat geschrieben:
[...]
Rückgewinnung von Bremsenergie kenne ich, das funktioniert im Sinne von Energie Harvesting
Das wird allgemein als Rekuperation bezeichnet. Hat sehr viele Vorteile bei Downhill Mountainbikes. Setzt aber z.Zt. Heck- oder Frontantrieb voraus.
HUF
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 18:52
von Kuhno
und auch bei der Formel 1 !
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 19:09
von Pit
Größer.
Und je mehr du deine Generatoren belastest, umso größer müsste der Luftwiderstand werden? Man müsste dann damit bremsen können. Stärkere Verwirbelungen?
Die Energierückgewinnung bräuchte ich beim Downhill am wenigsten. Runter komm ich auch so.
Ein Freilauf darf natürlich nicht im Antrieb sein oder müsste gesperrt werden oder eben Nabenmotoren. Ich stelle mir immer einen einfachen Hebel zur Motorbremse vor.
Grüße,
pit
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 19:16
von Frank Plate
Energie zusätzlich zu "Ernten" funktioniert natürlich – aber nur wenn eine andere Energiequelle bereits schon vorhanden ist. Energie zu gewinnen, also mit einem bestimmten Energieeinsatz eine größere Energieausgangsleistung erhalten, dem steht der Energieerhaltungssatz entgegen, sonst wäre das Perpetuum Mobile tatsächlich möglich. Energie ist in einem definierten System eine konstante Größe, die weder verloren noch gewonnen werden kann. Man kann Energien nur umwandeln.
Fasst man das System sehr weit oder läßt es außer Acht, ist Energiegewinnung scheinbar tatsächlich möglich. Wenn der Fahrtwind als irgendwie vorhandene Begleiterscheinung definiert wird - die in Wirklichkeit aber erst durch eine andere Energieleistung entsteht - kann man die darin gebundene Energie abgreifen und nutzen. Somit ist die daraus gewonnene Energie scheinbar umsonst. Tatsächlich ist nur die Energieumwandlung cleverer und effizienter genutzt.
Gruß Frank
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 19:47
von Kuhno
Pit hat geschrieben:
Größer.
Und je mehr du deine Generatoren belastest, umso größer müsste der Luftwiderstand werden?.............Stärkere Verwirbelungen?
Grüße,
pit
nee - die Belastung des Generators kostet Leistung und deshalb mehr Sprit. Offen im Wind laufende Propeller sind sicher nicht optimal für den CW Wert. Ich denke, eine strömungsoptimierte Fläche bringt mehr als die Propeller, es ging ja aber um die Integration in bestehende Karossen.
Ist ja reine Physik, die hier in Modellen mit vielen Faktoren und Konstanten erst mal berechnet werden müsste.
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 20:05
von Hans-Uwe Fischer
Frank Plate hat geschrieben:
Energie zusätzlich zu "Ernten" funktioniert natürlich – aber nur wenn eine andere Energiequelle bereits schon vorhanden ist. Energie zu gewinnen, also mit einem bestimmten Energieeinsatz eine größere Energieausgangsleistung erhalten, dem steht der Energieerhaltungssatz entgegen, sonst wäre das Perpetuum Mobile tatsächlich möglich. Energie ist in einem definierten System eine konstante Größe, die weder verloren noch gewonnen werden kann. Man kann Energien nur umwandeln.
Fasst man das System sehr weit oder läßt es außer Acht, ist Energiegewinnung scheinbar tatsächlich möglich. Wenn der Fahrtwind als irgendwie vorhandene Begleiterscheinung definiert wird - die in Wirklichkeit aber erst durch eine andere Energieleistung entsteht - kann man die darin gebundene Energie abgreifen und nutzen. Somit ist die daraus gewonnene Energie scheinbar umsonst. Tatsächlich ist nur die Energieumwandlung cleverer und effizienter genutzt.
Gruß Frank
Ja, das sind die physikalischen Basics. Mir geht es aber mehr um die praktische Umsetzung. Im Ergebnis kann ich bei dem obigen Beispiel/Rätsel bei gleichem Spritverbrauch/Strecke zusätzlich ohne "Zusatzkosten" Energie erzeugen [abzapfen

].
Dieser Umstand wird vermehrt in der Sensorik und Kinematik Einzug halten. So generieren sich Thermofühler aus dem zu messenden Objekt aus der Wärmemenge die entsprechende Energie zum kabellosen Senden. Oder aus Bewegungen entsprechende Energien. Oder Temperaturunterschiede in der Luft und Raumfahrt. Z.B. aussen -50°C, innen 20°C.
Zurück zum Beispiel: Montiere ich eine 2qm grosse Platte senkrecht auf's Auto, habe ich einen grossen Widerstand (cw=1) und verbrauche entsprechen Sprit. Schneide ich ein grosses Loch in die Platte, habe ich weniger Widerstand. Lassen wir mal die Nebenwirkungen, cw-Beiwert usw. ausser Acht. Verbrauche also weniger Sprit. Und von dieser Ersparnis gebe ich einen Teil auf die Propeller.
Lösung: Ich brauche also bei gleicher Stirnwandgrösse (nicht Fläche!) und montierten Luftgeneratoren weniger Sprit und bekomme elektrische Energie noch oben drauf.
Grüsse
HUF
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 20:23
von Pit
Das waren aber nicht deine Annahmen! Du machst jetzt auf einmal den Luftwiderstand kleiner und treibst mit der frei werdenden Energie die Generatoren an! Was soll der Unterschied zwischen "Stirnwandgröße" und "Stirnwandfläche" sein? Im Luftwiderstand kommt die Querschnittsfläche vor.
Statt eines LKW treibst du jetzt einen Kleinwagen und einen Generator an!
Bin enttäuscht,
pit
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 20:43
von Hans-Uwe Fischer
Pit hat geschrieben:
Das waren aber nicht deine Annahmen! Du machst jetzt auf einmal den Luftwiderstand kleiner und treibst mit der frei werdenden Energie die Generatoren an! Was soll der Unterschied zwischen "Stirnwandgröße" und "Stirnwandfläche" sein? Im Luftwiderstand kommt die Querschnittsfläche vor.
Statt eines LKW treibst du jetzt einen Kleinwagen und einen Generator an!
Bin enttäuscht,
pit
Das tut mir Leid. Mit "Stirnwandgröße" meine ich eine Fläche mit bestimmten Außenmaßen. Wenn ich bei gleichen Außenmaßen Ausschnitte in die Fläche einbringe, wird die aktive "Stirnwandfläche" kleiner. Man könnte auch sagen, der cw-Beiwert verkleinert sich.
Das mit dem LKW und Kleinwagen verstehe ich nicht.
Sorry für die schlecht formulierte Anfangsfrage.
HUF
Re: Rätselfrage für Schmuddelwettertage
Verfasst: Mo 7. Nov 2016, 21:34
von Jint Nijman
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben:So generieren sich Thermofühler aus dem zu messenden Objekt aus der Wärmemenge die entsprechende Energie zum kabellosen Senden.
Die gemessene Temperatur ist dann aber niedriger als sie wäre wenn der Sensor die Sendeenergie nicht aus die Wärme vom Objekt nehmen würde.