Geräuschdämmung
Geräuschdämmung
Hallo,
Geräuschdämmung ist ein altes Thema, aber trotzdem.
Gibt es erfolgreiche Tipps zur Dämmung des Motorgeräusches?
Ich habe gerade die Luftschläuche, wie früher beschrieben mit Isolierschläuchen für Heizungsrohre gedämmt. Außerdem habe ich den Gummi, der die vordere Querwand zur Haube abddichtet und die Dichtungen zwischen Haube und Kotflügel durch Aufsteckdichtungen mit Hohlprofil vom Passat ersetzt. Beide Maßnahmen haben etwas gebracht. Alle Durchbrüche durch die Spritzwand sind abgedichtet.
Was gibt es noch für Tipps?
Hilft es etwas die Filzmatte der Motorhaube durch Gummimaterial zu ersetzen? Wie kann die Stirnwand, bzw Trennwand zum Motor isoliert werden? Sollte man hinter dem Armaturenbrett (bisher neuer Filz) etwas anderes verwenden?
Wer hat Erfahrungen?
Danke
Pit
Geräuschdämmung ist ein altes Thema, aber trotzdem.
Gibt es erfolgreiche Tipps zur Dämmung des Motorgeräusches?
Ich habe gerade die Luftschläuche, wie früher beschrieben mit Isolierschläuchen für Heizungsrohre gedämmt. Außerdem habe ich den Gummi, der die vordere Querwand zur Haube abddichtet und die Dichtungen zwischen Haube und Kotflügel durch Aufsteckdichtungen mit Hohlprofil vom Passat ersetzt. Beide Maßnahmen haben etwas gebracht. Alle Durchbrüche durch die Spritzwand sind abgedichtet.
Was gibt es noch für Tipps?
Hilft es etwas die Filzmatte der Motorhaube durch Gummimaterial zu ersetzen? Wie kann die Stirnwand, bzw Trennwand zum Motor isoliert werden? Sollte man hinter dem Armaturenbrett (bisher neuer Filz) etwas anderes verwenden?
Wer hat Erfahrungen?
Danke
Pit
Re: Geräuschdämmung
Noch eine Ergänzung:
Ich habe gerade noch mal im forum zu diesem Thema geblättert. Da wurde schon viel Theorie vermittelt. Ich glaube, dass wir so nicht viel weiter kommen, dazu ist die Materie zu komplex! Ich bin also hauptsächlich an konkreten positiven oder auch negativen Erfahrungen interessiert.
Pit
Ich habe gerade noch mal im forum zu diesem Thema geblättert. Da wurde schon viel Theorie vermittelt. Ich glaube, dass wir so nicht viel weiter kommen, dazu ist die Materie zu komplex! Ich bin also hauptsächlich an konkreten positiven oder auch negativen Erfahrungen interessiert.
Pit
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Dieter Schmitz
Re: Geräuschdämmung
Hallo Pit, eine Gummimatte bringt zusätzlich zur Filzmatte etwas, da sie schwer ist und somit Schallenenergie vernichten kann, und zwar bevor sie wieder reflektiert über die Luft oder über das Blech zu unseren verwöhnten Ohren dringen kann. (Luft und Körperschall). Deswegen sind gute Schallisolierungen meist mit einem Bitumenkern ausgestattet. Generell gilt es, den "Schlüssellocheffekt" zu vermeiden. D.h, auch kleine Löcher lassen viel Lärm durch.
Leider ist zwischen dem Motorblock und der Wand zum Fahrerraum viel zu wenig Platz, um eine gescheite Dämm- und Dämpfungsstrecke einzubauen.....
Grüße Dieter S.
Leider ist zwischen dem Motorblock und der Wand zum Fahrerraum viel zu wenig Platz, um eine gescheite Dämm- und Dämpfungsstrecke einzubauen.....
Grüße Dieter S.
Re: Geräuschdämmung
Hallo Dieter,
hast du eine zusätzliche Matte in deiner Haube? Ist der Unterschied deutlich? Was für eine Matte ist das?
Pit
hast du eine zusätzliche Matte in deiner Haube? Ist der Unterschied deutlich? Was für eine Matte ist das?
Pit
Re: Geräuschdämmung
Hallo Pit,
ich beschäftige mich im Moment auch mit diesem Thema. Dabei habe ich mir die Dämmung moderner Fahrzeuge angeschaut. Abgesehen davon, dass heute sehr viel im Schalllabor (geiles Wort) gearbeitet wird und einige Simulationen vom Computer berrechnet werden, fallen mir einige Unterschiede zur Schalldämmung unserer DS auf. Zum einen sehe ich bei keinem heutigen Auto den etwas seltsamen Aufbau: Bitumen-Filz-Blech oder Bitumen-Filz-Bitumen-Blech. Ich sehe eigentlich immer schweren Filz-( mit spezieller Oberfläche)-Bitumen-Blech. Also was das Bitumen auf dem Filz bringen soll verstehe ich nicht. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass der Schalldämmeffekt vom Filz dadurch verringert wird. Häufig trifft man heute auch auf speziellen besonders schweren Schaumstoff (ähnlich wie die Dunlupillo Matten unter unseren Füßen).
Ich richte mein Hauptaugenmerk zur Zeit auf die Bitumenmatten. Von Teroson gibt es die dicken schweren und vorallem großen Matten wie sie heute von den Fahrzeugherstellern verwendet werden. (Muss man bestellen hat keiner auf Lager) (Art Nr: 134.29X 4 Platten 100*50cm) und am Unterboden kann man schalldämmendes Kautschuk (überlackierbar) zum sprühen verwenden (Art Nr: 165.53S) Als Schaumstoff verwende ich einen besonders Schweren. Ob der allerdins besser ist als Dämmfilz weiß ich leider nicht.
Und ich sehe es auch als problematisch an, dass der Motor sehr dicht an der Spritzwand plaziert ist. Auf jeden Fall habe ich alle alten Bitumenmatten und Schalldämmungsanstriche entfernt (sofern sie hart und spröde waren). Denn wenn sie hart sind haben sie auch kaum noch eine Wirkung. An der Spritzwand war übrigens noch einiges nacktes Blech von Hause aus. Ich habe mich jetzt übrigens zu folgendem Aufbau der Spritzwand entschlossen: Aluschild-Dämmfilz-Bitumen-Blech-Bitumen-Filz (oder Schaumstoff) Teppich.
Bei der Motorhaube bin ich mit dem schweren Bitumen etwas vorsichtig. 1. ist sie aus Alu und reißt gerne und 2. ist es schwierig den Dämmstoff gut zu befestigen.
Ich bin auf weitere Beiträge gespannt.
Grüße
Götz
ich beschäftige mich im Moment auch mit diesem Thema. Dabei habe ich mir die Dämmung moderner Fahrzeuge angeschaut. Abgesehen davon, dass heute sehr viel im Schalllabor (geiles Wort) gearbeitet wird und einige Simulationen vom Computer berrechnet werden, fallen mir einige Unterschiede zur Schalldämmung unserer DS auf. Zum einen sehe ich bei keinem heutigen Auto den etwas seltsamen Aufbau: Bitumen-Filz-Blech oder Bitumen-Filz-Bitumen-Blech. Ich sehe eigentlich immer schweren Filz-( mit spezieller Oberfläche)-Bitumen-Blech. Also was das Bitumen auf dem Filz bringen soll verstehe ich nicht. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass der Schalldämmeffekt vom Filz dadurch verringert wird. Häufig trifft man heute auch auf speziellen besonders schweren Schaumstoff (ähnlich wie die Dunlupillo Matten unter unseren Füßen).
Ich richte mein Hauptaugenmerk zur Zeit auf die Bitumenmatten. Von Teroson gibt es die dicken schweren und vorallem großen Matten wie sie heute von den Fahrzeugherstellern verwendet werden. (Muss man bestellen hat keiner auf Lager) (Art Nr: 134.29X 4 Platten 100*50cm) und am Unterboden kann man schalldämmendes Kautschuk (überlackierbar) zum sprühen verwenden (Art Nr: 165.53S) Als Schaumstoff verwende ich einen besonders Schweren. Ob der allerdins besser ist als Dämmfilz weiß ich leider nicht.
Und ich sehe es auch als problematisch an, dass der Motor sehr dicht an der Spritzwand plaziert ist. Auf jeden Fall habe ich alle alten Bitumenmatten und Schalldämmungsanstriche entfernt (sofern sie hart und spröde waren). Denn wenn sie hart sind haben sie auch kaum noch eine Wirkung. An der Spritzwand war übrigens noch einiges nacktes Blech von Hause aus. Ich habe mich jetzt übrigens zu folgendem Aufbau der Spritzwand entschlossen: Aluschild-Dämmfilz-Bitumen-Blech-Bitumen-Filz (oder Schaumstoff) Teppich.
Bei der Motorhaube bin ich mit dem schweren Bitumen etwas vorsichtig. 1. ist sie aus Alu und reißt gerne und 2. ist es schwierig den Dämmstoff gut zu befestigen.
Ich bin auf weitere Beiträge gespannt.
Grüße
Götz
Re: Geräuschdämmung
Gibt es denn keine erfolgreichen Dämmaktionen?
Pit
Pit
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Dani
Re: Geräuschdämmung
Eine Dämmaktion habe ich hinter mir und subjektiv hat es auch etwas gebracht.
Das Fahrzeug war zwar keine Göttin sondern eine Ente, aber vielleicht brigt es auch etwas bei der DS.
Ich hatte einfach Steinwolle aus dem Baumarkt (Glaswolle geht auch, kratzt aber wie blöd) zwischen Tür und Innenverkleidung gepackt. Der Geräuschpegel wurde niedriger und eine zusätzlich Isolierung gabs noch dazu.
Da die DS bekanntlich keine Klappscheiben hat, dürfte es sich hier aber etwas komplizierter gestalten.
Gruß,
Daniel
Das Fahrzeug war zwar keine Göttin sondern eine Ente, aber vielleicht brigt es auch etwas bei der DS.
Ich hatte einfach Steinwolle aus dem Baumarkt (Glaswolle geht auch, kratzt aber wie blöd) zwischen Tür und Innenverkleidung gepackt. Der Geräuschpegel wurde niedriger und eine zusätzlich Isolierung gabs noch dazu.
Da die DS bekanntlich keine Klappscheiben hat, dürfte es sich hier aber etwas komplizierter gestalten.
Gruß,
Daniel
Re: Geräuschdämmung
Hallo Dani,
bitte so etwas nicht! Stein/Glaswolle verarbeite ich auf keinem Bau mehr und schon gar nicht im Auto. 1. Ist dieses Material auf der roten Liste der gefährlichen Baustoffe und 2. überhaupt nicht für das Auto geeignet. Es ist ein Wärmedämmstoff und kein Lärmdämmstoff. Er darf nicht nass werden und darf keinen Erschütterungen ausgesetzt werden. Also im Auto hat das Zeug nix verloren!!!!!!!
noch ohne Lungenkrebs grüßt
Götz
bitte so etwas nicht! Stein/Glaswolle verarbeite ich auf keinem Bau mehr und schon gar nicht im Auto. 1. Ist dieses Material auf der roten Liste der gefährlichen Baustoffe und 2. überhaupt nicht für das Auto geeignet. Es ist ein Wärmedämmstoff und kein Lärmdämmstoff. Er darf nicht nass werden und darf keinen Erschütterungen ausgesetzt werden. Also im Auto hat das Zeug nix verloren!!!!!!!
noch ohne Lungenkrebs grüßt
Götz
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Dieter Schmitz
Re: Geräuschdämmung
Hallo Götz,
also wenn du von eine Schallwelle auf ihrem Weg von der Quelle verfolgst, wird sie wie auch Lichtwellen von Hindernissen reflektiert und auch absorbiert. Im ersten Fall bleibt sie Raumschall, im zweiten wird sie zu Körperschall und breitet sich im Hinderniss aus in Form von Schwingungen. Natürlich kann sie dann wieder aus dem Hinderniss austreten und wird zu Raumschall. Die Reflektion kann durch möglichst weiche Materialien gedämmpft werden, so das keine Verstärkung durch Überlagerungen im Raum selber auftreten (Schalltoter Raum, die Dinger mit den gewaltigen Kegel aus Schaumstoff). So lässt sich also der Pegel schon auf das eigentliche Niveau der Quelle reduzieren. Tatsächlich wandern die Schallwellen aber auch durch den Schaumstoff (oder halt Filz etc. ) und treffen auf das Blech und werden zu Körperschall. Der tritt dann an allen freien Blechteilen sehr stark und den beklebten Stellen eben entsprechend leiser aus. Um das zu verhindern, wird mit schweren Materialien versucht, die Schallenergie zu vernichten, denn schwere Sachen lassen sich auch nur schwer zum Schwingen anregen. Hierfür dann die Bitumenmatte oder halt auch schwerer Filz, das ist dann ein kombiniertes Material, gleichzeitig dämmend und dämpfend.
Natürlich gibt es gute und schlechte schwere Materialien, das hängt dann wieder von dem Wiederstand gegen die Ausbreitung des Schalls im Material selber ab. (Wasser leitet sehr gut...)
Frage erklärt mit dem Bitumen??
Grüße Dieter S
also wenn du von eine Schallwelle auf ihrem Weg von der Quelle verfolgst, wird sie wie auch Lichtwellen von Hindernissen reflektiert und auch absorbiert. Im ersten Fall bleibt sie Raumschall, im zweiten wird sie zu Körperschall und breitet sich im Hinderniss aus in Form von Schwingungen. Natürlich kann sie dann wieder aus dem Hinderniss austreten und wird zu Raumschall. Die Reflektion kann durch möglichst weiche Materialien gedämmpft werden, so das keine Verstärkung durch Überlagerungen im Raum selber auftreten (Schalltoter Raum, die Dinger mit den gewaltigen Kegel aus Schaumstoff). So lässt sich also der Pegel schon auf das eigentliche Niveau der Quelle reduzieren. Tatsächlich wandern die Schallwellen aber auch durch den Schaumstoff (oder halt Filz etc. ) und treffen auf das Blech und werden zu Körperschall. Der tritt dann an allen freien Blechteilen sehr stark und den beklebten Stellen eben entsprechend leiser aus. Um das zu verhindern, wird mit schweren Materialien versucht, die Schallenergie zu vernichten, denn schwere Sachen lassen sich auch nur schwer zum Schwingen anregen. Hierfür dann die Bitumenmatte oder halt auch schwerer Filz, das ist dann ein kombiniertes Material, gleichzeitig dämmend und dämpfend.
Natürlich gibt es gute und schlechte schwere Materialien, das hängt dann wieder von dem Wiederstand gegen die Ausbreitung des Schalls im Material selber ab. (Wasser leitet sehr gut...)
Frage erklärt mit dem Bitumen??
Grüße Dieter S
Re: Geräuschdämmung
Hallo Dieter,
danke für Deine Erklärung, aber das war mir schon klar. Unklar ist mir warum Citroën damals den Filz in eine "Bitumentasche" gelegt hat. Nach Deiner Erklärung und meinem Verständis ist es doch sinnvoller das Bitumen mit dem Blech zu verkleben und darauf den Filz, oder?
Grüße Götz
danke für Deine Erklärung, aber das war mir schon klar. Unklar ist mir warum Citroën damals den Filz in eine "Bitumentasche" gelegt hat. Nach Deiner Erklärung und meinem Verständis ist es doch sinnvoller das Bitumen mit dem Blech zu verkleben und darauf den Filz, oder?
Grüße Götz