Was steck' ich in den Tank?

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d.rodermund
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von d.rodermund »

Ich finde Geiz nicht geil.
DS-Import
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Robert Verified
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von Robert Verified »

d.rodermund schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sparen ist ja okay. Aber Dirk Sassen bietet
> überholte Tanks an, die in einem
> dafür geeignetem Betrieb mit geeignetem Werkzeug
> überholen werden.
> Ist das nicht viel praktischer auch wenn es ein
> paar Euro kostet.
>
>
>
> DS-Import
>

Tja, wenn ich mir da sicher wäre, dass das eine fachgerechte Überholung ist. Das soll nicht gegen Dirk Sassen sein, von dem ich immer wieder Teile beziehe, aber er kann ja auch nur anbieten, was auf dem Markt ist, und da gibt es eben "so'ne und solche", das Problem mit den überholten Lenkungen ist ja bekannt. Bleibt die Frage, was ein geeigneter Betrieb mit (welchem?) geeigneten Werkzeug so anstellt. Das teilt uns der Dirk leider nicht mit, ich unterstelle, er weiss es auch nicht. Ideal wäre wohl, den Tank an den Rändern aufzuschneiden, die Oberflächen innen abzuschmirgeln, mit "geeigneter" Chemie zu versiegeln und wieder zusammenzuschweissen, aber das wird wohl kaum das sein, was da geschieht. Im Zweifelsfall wird der "geeignete Betrieb" auch nur einen Betonmischer rotieren lassen und anschliessend Kreem verwenden. Um nicht falsch verstanden zu werden: Mir geht es nicht um Sparen, sondern um eine optimale Lösung. Wenn ich sicher wäre, dass die überholten Tanks zumindest so gut wie ein gebrauchter, dauernd in Betrieb gewesener wären (meine ID hat den Originaltank und keine Probleme), hätte ich mir längst einen gekauft. Aber vielleicht bin ich einfach zu misstrauisch. Jedenfalls werde ich nach Euren Rückmeldungen Spaxschrauben einfüllen, für irgendwas müssen diese ekelhaften Dinger, die wohl im Baumarkt nur gegen Vorlage des Dilettantenausweises abgegeben werden, ja gut sein. Und der Tiger wird jetzt auch durch einen Schneeleoparden ersetzt (27 Zoll iMac - freu!)

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Nordlicht Verified
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von Nordlicht Verified »

Hallo,

bei meiner Teilesichtung zur Restauration habe ich nun nach über 20 Jahren mal wieder in den Tank geguckt und bin angenehmst überrascht: Er ist innen (soweit ich von oben u. unten reingucken kann) absolut rostfrei, weil mit schmieriger Deckschicht (alter Sprit) und ein wenig Schmutz, der sich im Sichtbereich wegwischen lässt bzw. insgesamt irgendwie rausspülen lässt.

Demzufolge meine Frage:
Ist (bei einem blanken Tank) eine Versiegelung überhaupt zwingend notwendig? Es gibt doch so Stichworte wie "Alter Tank verträgt sich nicht mit neuem Sprit" oder demgegenüber "Immer schön volltanken, dann kann nichts passieren ..."

Hat jemand hierzu (positive o. negative) Dauererfahrungen. Kann ich das Versiegeln "beruhigt" lassen?

Gruß und besten Dank
Nordlicht
DS 21 Pallas Halbautomat - Erstzulassung 06 ´72
...hannes
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von ...hannes »

Wie ich am (rundum gut einsichtigen) Blechtank meines 2CV aus den 50er-Jahren beobachten konnte, dürfte das seinerzeit dem Benzin beigemengte Blei einen perfekten Rostschutz dargestellt haben. An der Tankinnenseite hatte sich im Lauf der Jahre jedenfalls eine resistente Bleioxydschicht angelegt, von Korrosion nicht die geringste Spur.
Eine ähnlich schützende Oberflächenbeschichtung ließe sich wahrscheinlich auch erreichen, indem man Bleischrott (oder Luftgewehrkugeln) in den Tank füllt und ihn auf die Mischmaschine schnallt.
Blei wäre jedenfalls meine erste Wahl, zumal bei chemischen Tankversiegelungen die Langzeiterfahrungen fehlen.
Nordlicht Verified
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von Nordlicht Verified »


Besten Dank und Nachfrage ...hannes.

"von Korrosion nicht die geringste Spur". Woran kann ich ggf. die Bleioxydschicht erkennen? Bei mir sieht´s wie gesagt, blank aus mit Schmierfilm. Da der Tank bislang nur verbleiten Sprit beherbergte, ist er ja vielleicht nun auch resistent ... ;-)

Gruß Nordlicht
DS 21 Pallas Halbautomat - Erstzulassung 06 ´72
...hannes
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von ...hannes »

Nordlicht schrieb:
-------------------------------------------------------
> > Besten Dank und Nachfrage ...hannes.
>
> Woran kann ich ggf. die Bleioxydschicht erkennen?


Mein Tank innen sah aus wie verzinkt. Konnte aber nicht sein, denn dann hätte er es auch außen sein müssen. An der Außenseite hingegen gab es ordentlich Flugrost, obwohl die Oberfläche ab Werk lackiert war.
uvlight
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von uvlight »

Hallo Robert,

..ich habs getan ! Und zwar den Tank auf´geschnitten ! Wenn Du wirklich Rost in Deinem Tank hast, wirst Du mit Sand, Schrauben, Scherben und Co. keinen
sinnvollen Erfolg haben. Ich habs versucht ! Aber dort, wo es besonders sauber sein soll, namlich bei der Absaugleitung, kommt entweder kein Kratzmaterial hin,
oder es sammelt sich dort und man bekommt es nicht wieder raus.
Mein Sandstrahler hat mir, natürlich nachdem ich den Tank aufgeschnitten hatte, gesagt: das hätte ich dir auch chemisch gereinigt !
So sieht ein Tank von innen aus, und DAS ist Rost ! ! !
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Robert Verified
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von Robert Verified »

Hallo uvlight,

holy shit, das sieht heftig aus. Zwei Fragen: Wieviel musstest du am Rand abschneiden und was für eine Chemikalie hätte der Strahlemann verwendet?

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
uvlight
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von uvlight »

Hallo Robert,

der Rand wird ab Werk mit einem Punktschweißverfahren geschweißt, wobei der "Punkt" mit einer Rolle gemacht wird und somit eine Art Nahtband entsteht. Wenn man genau hinsieht, erkennt man diese Naht als einen ca 4-5mm breiten Streifen. Diesen muß man knapp abschneiden, so dass noch genug Material zum späteren Zusammenschweißen bleibt. Ich habe das Aufschneiden riskiert, weil ich zu dem Zeitpunkt geglaubt habe, mit den üblichen Methoden (kennst Du ja) meinen Tank niemals sauber zu bekommen. Entweder er bleibt Schrott oder ich krieg ihn hin. Ich glaube, ich hab ihn hingekriegt ! Was der Strahlemann benutzt hätte, habe ich nicht mehr gefragt, war ja zu spät, aber ich will das gerne noch machen, hoffentlich sagt er's mir !

Gruß
Uli
uvlight
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Re: Was steck' ich in den Tank?

Beitrag von uvlight »

... die Beschichtung ist übrigens POR 15, das ist relativ dünnflüssig, also gut geeignet, um es in die Ecken laufen zu lassen. Aber Voorrssicht ! Handschuhe an, alte Klamotten ! Man bekommt es erst nach Tagen wieder von den Fingern,
es gibt keinen Verdünner o.ä, mit dem man es abbekommt !!

Noch ein paar Bilder im Anhang

Gruß Uli
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