Restauration fertig, was jetzt?
- Thomas Held Verified
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Re: Restauration fertig, was jetzt?
Chris schrieb:
> Den Farbton fürs Armaturenbrett hab ich
> abgemischt, da habe ich so direkt nix passendes
> gefunden.
Hi Chris,
und der abgemischte Lack hat auch die Schrumpflackoptik? Oder hast Du den alten Lack einfach duenn ueberlackiert und so die Struktur erhalten?
Gruss,
Tom
> Den Farbton fürs Armaturenbrett hab ich
> abgemischt, da habe ich so direkt nix passendes
> gefunden.
Hi Chris,
und der abgemischte Lack hat auch die Schrumpflackoptik? Oder hast Du den alten Lack einfach duenn ueberlackiert und so die Struktur erhalten?
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo Tom
Ich habe den abgemischten Lack stark verdünnt und dann dünn über den Schrumpflack gespritzt. Durch die Verdünnung ist der neue Lack schön in die Struktur des alten Überzugs geflossen. Gleichzeitig wurden dabei Kratzer und die vom Schlüsselbund weggescheuerte Stelle überdeckt.
Geht natürlich nur wenn der alte Lack noch über weite Strecken einigermassen erhalten ist.
Ansonsten gibts hier http://id19p.over-blog.com/article-12820140.html ein paar Anregungen wie man den Schumpflack nachmachen kann. Das war mir aber deutlich zu aufwändig.
PS: den Chromlack habe ich nicht mehr gefunden. Es war einer aus dem Modellbaushop der fürs verchromen von Plastikteilen an Modellautos verwendet wird. Um einen perfekten Chromglanz zu erreichen, müsste man mehrere Schichten Nass in Nass spritzen. Das ist aber gar nicht nötig, da die DS 'Chrom'-Zierleisten am Armaturenbrett auch nicht glänzen. (Zumindest bei meiner nicht)
Alternativ geht auch ein Edding Silberstift, allerdings fand ich den zu 'silbern' und die kleinen Metallpartikel in der Farbe sind zu grob.
@Alexander: Du musst wissen, Oltdimer machen sexy! Da Du ja jetzt auch Einen besitzt wirst Du den Effekt an Dir selber auch bald feststellen, und Deine Frau schaut nur noch Dich an!
Gruss
Chris
Ich habe den abgemischten Lack stark verdünnt und dann dünn über den Schrumpflack gespritzt. Durch die Verdünnung ist der neue Lack schön in die Struktur des alten Überzugs geflossen. Gleichzeitig wurden dabei Kratzer und die vom Schlüsselbund weggescheuerte Stelle überdeckt.
Geht natürlich nur wenn der alte Lack noch über weite Strecken einigermassen erhalten ist.
Ansonsten gibts hier http://id19p.over-blog.com/article-12820140.html ein paar Anregungen wie man den Schumpflack nachmachen kann. Das war mir aber deutlich zu aufwändig.
PS: den Chromlack habe ich nicht mehr gefunden. Es war einer aus dem Modellbaushop der fürs verchromen von Plastikteilen an Modellautos verwendet wird. Um einen perfekten Chromglanz zu erreichen, müsste man mehrere Schichten Nass in Nass spritzen. Das ist aber gar nicht nötig, da die DS 'Chrom'-Zierleisten am Armaturenbrett auch nicht glänzen. (Zumindest bei meiner nicht)
Alternativ geht auch ein Edding Silberstift, allerdings fand ich den zu 'silbern' und die kleinen Metallpartikel in der Farbe sind zu grob.
@Alexander: Du musst wissen, Oltdimer machen sexy! Da Du ja jetzt auch Einen besitzt wirst Du den Effekt an Dir selber auch bald feststellen, und Deine Frau schaut nur noch Dich an!
Gruss
Chris
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
- Thomas Held Verified
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Re: Restauration fertig, was jetzt?
Chris schrieb:
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> Hallo Tom
>
> Ich habe den abgemischten Lack stark verdünnt und
> dann dünn über den Schrumpflack gespritzt. Durch
> die Verdünnung ist der neue Lack schön in die
> Struktur des alten Überzugs geflossen.
Ich habe das immer mit so einem Glanzzeug fuer schwarze Gummiteile von Caramba gemacht. Da bleibt die Struktur eben auch erhalten und fuer eine Neulackierung/Ueberlackierung liesse sich das sogar wieder entfernen, obwohl es getrocknet absolut grifffest ist...
> Gleichzeitig wurden dabei Kratzer und die vom
> Schlüsselbund weggescheuerte Stelle überdeckt.
Die vom Schluesselbund weggescheuerten Stellen habe ich dauerhaft nur mit dem extrem harten POR15-Lack (seidenmatt) heilen koennen. An der wenig einsichtigen Stelle ist dann die Schrumpflackstruktur natuerlich hin, aber mit dem Caramba-Zeug ueberdeckt, bleibt es jetzt schoen durchgehend schwarz.
POR15 (glaenzend) kann ich auch fuers Gaspedal empfehlen. Auf diesem haelt ja sonst nun wirklich keine Lackschicht lange...
> PS: den Chromlack habe ich nicht mehr gefunden. Es
> war einer aus dem Modellbaushop der fürs
> verchromen von Plastikteilen an Modellautos
> verwendet wird. Um einen perfekten Chromglanz zu
> erreichen, müsste man mehrere Schichten Nass in
> Nass spritzen. Das ist aber gar nicht nötig, da
> die DS 'Chrom'-Zierleisten am Armaturenbrett auch
> nicht glänzen. (Zumindest bei meiner nicht)
> Alternativ geht auch ein Edding Silberstift,
> allerdings fand ich den zu 'silbern' und die
> kleinen Metallpartikel in der Farbe sind zu grob.
Ich habe bei meinem Armaturenbrett den Edding Silberstift genommen.
Das ist halt sehr bequem, da staendig verarbeitungsbereit verfuegbar, obwohl die einzige Stelle, die einer regelmaessigen Nachlackierung bedarf, der Luefterhebelrahmen neben dem Zuendschloss ist, der eben auch vom Schluesselbund staendig angegeriffen wird, wie das Armaturenbrett an dieser Stelle. Ich habe mir inzwischen einen Wechselrahmen zugelegt, der frisch versilbert, ruckzuck getauscht werden kann (er ist ja nur eingesteckt). Das Versilbern mit dem Stift geht naemlich am Schreibtisch ungleich leichter von der Hand, als im Auto knieend...
An der Umtandung des Griffs des Handschuhfachdeckels (MJ 1970, ohne Schloss) haelt der Lack allerdings nicht dem Handschweiss aller Zeitgenossen stand...
Gruss,
Tom
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> Hallo Tom
>
> Ich habe den abgemischten Lack stark verdünnt und
> dann dünn über den Schrumpflack gespritzt. Durch
> die Verdünnung ist der neue Lack schön in die
> Struktur des alten Überzugs geflossen.
Ich habe das immer mit so einem Glanzzeug fuer schwarze Gummiteile von Caramba gemacht. Da bleibt die Struktur eben auch erhalten und fuer eine Neulackierung/Ueberlackierung liesse sich das sogar wieder entfernen, obwohl es getrocknet absolut grifffest ist...
> Gleichzeitig wurden dabei Kratzer und die vom
> Schlüsselbund weggescheuerte Stelle überdeckt.
Die vom Schluesselbund weggescheuerten Stellen habe ich dauerhaft nur mit dem extrem harten POR15-Lack (seidenmatt) heilen koennen. An der wenig einsichtigen Stelle ist dann die Schrumpflackstruktur natuerlich hin, aber mit dem Caramba-Zeug ueberdeckt, bleibt es jetzt schoen durchgehend schwarz.
POR15 (glaenzend) kann ich auch fuers Gaspedal empfehlen. Auf diesem haelt ja sonst nun wirklich keine Lackschicht lange...
> PS: den Chromlack habe ich nicht mehr gefunden. Es
> war einer aus dem Modellbaushop der fürs
> verchromen von Plastikteilen an Modellautos
> verwendet wird. Um einen perfekten Chromglanz zu
> erreichen, müsste man mehrere Schichten Nass in
> Nass spritzen. Das ist aber gar nicht nötig, da
> die DS 'Chrom'-Zierleisten am Armaturenbrett auch
> nicht glänzen. (Zumindest bei meiner nicht)
> Alternativ geht auch ein Edding Silberstift,
> allerdings fand ich den zu 'silbern' und die
> kleinen Metallpartikel in der Farbe sind zu grob.
Ich habe bei meinem Armaturenbrett den Edding Silberstift genommen.
Das ist halt sehr bequem, da staendig verarbeitungsbereit verfuegbar, obwohl die einzige Stelle, die einer regelmaessigen Nachlackierung bedarf, der Luefterhebelrahmen neben dem Zuendschloss ist, der eben auch vom Schluesselbund staendig angegeriffen wird, wie das Armaturenbrett an dieser Stelle. Ich habe mir inzwischen einen Wechselrahmen zugelegt, der frisch versilbert, ruckzuck getauscht werden kann (er ist ja nur eingesteckt). Das Versilbern mit dem Stift geht naemlich am Schreibtisch ungleich leichter von der Hand, als im Auto knieend...
An der Umtandung des Griffs des Handschuhfachdeckels (MJ 1970, ohne Schloss) haelt der Lack allerdings nicht dem Handschweiss aller Zeitgenossen stand...
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
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Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo,
nachdem ich letzte Woche einen Innenspiegel in angerostetem Zustand, aber aus von mir gesuchtem passenden Baujahr fand, habe ich den teilweise angerosteten Schrumpflack mit verduennter Phosphosaeure (mit Pinsel aufgetragen) passiviert und anschliessend mit verduenntem POR15-Lack (seidenmatt schwarz) uebergepinselt.
Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden, die Schrumpflackstruktur ist perfekt erhalten:

Gruss,
Tom
nachdem ich letzte Woche einen Innenspiegel in angerostetem Zustand, aber aus von mir gesuchtem passenden Baujahr fand, habe ich den teilweise angerosteten Schrumpflack mit verduennter Phosphosaeure (mit Pinsel aufgetragen) passiviert und anschliessend mit verduenntem POR15-Lack (seidenmatt schwarz) uebergepinselt.
Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden, die Schrumpflackstruktur ist perfekt erhalten:

Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo,
wie stark verdünnt? wie lange aufgetragen? mit Wasser abgewaschen? war danach teilweise blankes Blech zu sehen? waren die Roststellen komplett beseitigt?
fragender Gruß
Stefan Sikeler
(auch bekennender Phosphoranhänger / Essig ist aber auch nicht schlecht)
wie stark verdünnt? wie lange aufgetragen? mit Wasser abgewaschen? war danach teilweise blankes Blech zu sehen? waren die Roststellen komplett beseitigt?
fragender Gruß
Stefan Sikeler
(auch bekennender Phosphoranhänger / Essig ist aber auch nicht schlecht)
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Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo Stefan,
scardale schrieb:
> wie stark verdünnt?
Da es sich hierbei nicht um ein Wind und Wetter ausgesetztes Karosserieteil handelt und ich der Schrumpflackstruktur zuliebe keine dicke Phosphatschicht haben wollte, habe ich relativ stark "aus der Hand verduennt".
> wie lange aufgetragen?
Eine Nacht.
>mit Wasser abgewaschen?
Nein
> war danach teilweise blankes
> Blech zu sehen?
Nein! Dann waere die Schrumpflackstruktur ja weg gewesen.
> waren die Roststellen komplett
> beseitigt?
Ja, die waren aber auch nicht sehr stark, nur etwas braeunlich druchschimmernd. Immerhin hatten sie die Schrumpflackstruktur noch nicht veraendert.
Gruss,
Tom
scardale schrieb:
> wie stark verdünnt?
Da es sich hierbei nicht um ein Wind und Wetter ausgesetztes Karosserieteil handelt und ich der Schrumpflackstruktur zuliebe keine dicke Phosphatschicht haben wollte, habe ich relativ stark "aus der Hand verduennt".
> wie lange aufgetragen?
Eine Nacht.
>mit Wasser abgewaschen?
Nein
> war danach teilweise blankes
> Blech zu sehen?
Nein! Dann waere die Schrumpflackstruktur ja weg gewesen.
> waren die Roststellen komplett
> beseitigt?
Ja, die waren aber auch nicht sehr stark, nur etwas braeunlich druchschimmernd. Immerhin hatten sie die Schrumpflackstruktur noch nicht veraendert.
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Restauration fertig, was jetzt?
Thomas Held schrieb:
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> Hallo,
>
> nachdem ich letzte Woche einen Innenspiegel in
> angerostetem Zustand, aber aus von mir gesuchtem
> passenden Baujahr fand, habe ich den teilweise
> angerosteten Schrumpflack mit verduennter
> Phosphosaeure (mit Pinsel aufgetragen) passiviert
> und anschliessend mit verduenntem POR15-Lack
> (seidenmatt schwarz) uebergepinselt.
Hallo Thomas,
bin ja ebenfalls ein Fan von Phosphorsäure. Ich habe mein angerostetes Amarturenbrett damit behandelt und wollte ebenfalls schwarz überlackieren. Bin von deinem Ergebnis begeistert und werde es ausprobieren. Habe allerdings gerade auf der Seite des POR-15 Importeurs gelesen: "POR-15 sollte nochmals mit einem Topcoat wie z.B. Blackcote, Stirling Silver, Hardnose-Lack etc. überstrichen werden, wenn es auf Dauer direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist." Ist das so, willst du da was machen?
Gruß
Johannes
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> Hallo,
>
> nachdem ich letzte Woche einen Innenspiegel in
> angerostetem Zustand, aber aus von mir gesuchtem
> passenden Baujahr fand, habe ich den teilweise
> angerosteten Schrumpflack mit verduennter
> Phosphosaeure (mit Pinsel aufgetragen) passiviert
> und anschliessend mit verduenntem POR15-Lack
> (seidenmatt schwarz) uebergepinselt.
Hallo Thomas,
bin ja ebenfalls ein Fan von Phosphorsäure. Ich habe mein angerostetes Amarturenbrett damit behandelt und wollte ebenfalls schwarz überlackieren. Bin von deinem Ergebnis begeistert und werde es ausprobieren. Habe allerdings gerade auf der Seite des POR-15 Importeurs gelesen: "POR-15 sollte nochmals mit einem Topcoat wie z.B. Blackcote, Stirling Silver, Hardnose-Lack etc. überstrichen werden, wenn es auf Dauer direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist." Ist das so, willst du da was machen?
Gruß
Johannes
DSpécial 1970
www.ID19B.de
www.ID19B.de
Re: Restauration fertig, was jetzt?
hallo johannes,
"seidenmatt schwarz" ist wahrscheinlich ein "chassiscoate-lack" der ist dann UV-beständig.
grüße
thomas
"seidenmatt schwarz" ist wahrscheinlich ein "chassiscoate-lack" der ist dann UV-beständig.
grüße
thomas
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Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo Chris,
schliesse mich den Glückwünschen an, sieht ja wirklich wieder wie ein Auto aus
Aber um auf Deine Frage zurückzukommen, was macht man als nächstes, ist doch nicht weiter schwer, eine restaurierungsbedürftige Langhuberin aus der 1. Serie wird sich doch wohl finden, und wenn Du keine Lust mehr aufs Autoschrauben hast, gibt es doch irgendwo in der Schweiz bestimmt eine romantische verfallene Berghütte, die aufzubauen sich lohnt, oder eine schöne alte Segelyacht, ich bin sicher, Dir wird was einfallen!
Grüsse
Robert
schliesse mich den Glückwünschen an, sieht ja wirklich wieder wie ein Auto aus
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Restauration fertig, was jetzt?
Hallo Johannes,
das Ausbleichen von POR 15 in direktem Sonnenlicht ist mit bekannt (bzw. der Hinweis darauf). Allerdings sind die Innenraumteile ja zumindest nicht direkt dem UV-Anteil des Sonnenlichts ausgesetzt (normales Glas ist nicht UV-durchlässig), so dass ich da erst mal abwarte.
Gruss,
Tom
das Ausbleichen von POR 15 in direktem Sonnenlicht ist mit bekannt (bzw. der Hinweis darauf). Allerdings sind die Innenraumteile ja zumindest nicht direkt dem UV-Anteil des Sonnenlichts ausgesetzt (normales Glas ist nicht UV-durchlässig), so dass ich da erst mal abwarte.
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom