Motor springt nicht an
Re: Motor springt nicht an
Ich hatte natürlich beim ausbauen alles versucht, die schrauben anziehen und löse mit rostlöser usw. aber es handelt sich hierbei um die zwei schrauben die direckt am 1 auslassventil sitzen und da habe ich die erfahrung gemacht das die doch öffters mal schwer gehen.
Es schaut noch ca. 1 cm schraube aus dem block und mit mutteraufschweißen bekomme ich die bestimmt nicht los.
Material wäre genügend zum aufbohren aber hällt das den die kraft des Kopfes aus?
Na ja werde mal Montag weiter schauen gehe morgen erst mal einen cx kaufen!!!
A+ Stefan
Es schaut noch ca. 1 cm schraube aus dem block und mit mutteraufschweißen bekomme ich die bestimmt nicht los.
Material wäre genügend zum aufbohren aber hällt das den die kraft des Kopfes aus?
Na ja werde mal Montag weiter schauen gehe morgen erst mal einen cx kaufen!!!
A+ Stefan
Stefan Vollmer Südfrankreich, gerade am Setra S7 restaurieren
Re: Motor springt nicht an
Mach den Block an der stelle der schrauben warm, bürste vorher den ganzen Dreck um die schrauben weg.es braucht nur geringe Hitze, um die Schrauben zu lösen, das ist Kopfdichtungsalltag, daß die auslasseitigen abreissen.Mit einer Gripzange oder einer frischen Wapuzange lassen sich die Stümpfe gut herausdrehen.Alternativ eine gössere Mutter auflegen und anschweissen.
Und niemals!!!!!!!! den Block oder den Kopf mit Schleifpapier bearbeiten, Korund macht den Kolben, Ringen und Lager schnell den Garaus.Ein Rest von einer Drahtbürste bleibt im Drahtsieb vor dem Filter hängen.Wenn Du den Motor nach der Rep. zum ersten mal startest, lass die Kerzen weg und pumpe solange bis, der Motor Öldruck hat.Man kann sich den Lagerschaden ganz gut selbst einbrocken.
Und niemals!!!!!!!! den Block oder den Kopf mit Schleifpapier bearbeiten, Korund macht den Kolben, Ringen und Lager schnell den Garaus.Ein Rest von einer Drahtbürste bleibt im Drahtsieb vor dem Filter hängen.Wenn Du den Motor nach der Rep. zum ersten mal startest, lass die Kerzen weg und pumpe solange bis, der Motor Öldruck hat.Man kann sich den Lagerschaden ganz gut selbst einbrocken.
Re: Motor springt nicht an
Also - die kopfdichtung ist mit sicherheit hinüber. Wenn der kopf schon unten ist
würde ich diesen nicht nur planschleifen, sonder gleichzeitig die ventile etc.
in ordnung bringen. Und wenn schon der kopf ab ist, die laufbüchsen sichern,
den motor stückweise durchdrehen und die büchsen prüfen. Wenn da macken
vorhanden sind lohnt sich ein zusammenbau eigentlich nicht mehr.
Kopfbolzen - wenn diese noch über den Block herausragen, mutter darüber-
stülpen und verschweissen, dann kommen die reste mit sicherheit los.
Block wärmen ist quatsch.
würde ich diesen nicht nur planschleifen, sonder gleichzeitig die ventile etc.
in ordnung bringen. Und wenn schon der kopf ab ist, die laufbüchsen sichern,
den motor stückweise durchdrehen und die büchsen prüfen. Wenn da macken
vorhanden sind lohnt sich ein zusammenbau eigentlich nicht mehr.
Kopfbolzen - wenn diese noch über den Block herausragen, mutter darüber-
stülpen und verschweissen, dann kommen die reste mit sicherheit los.
Block wärmen ist quatsch.
Re: Motor springt nicht an
....ich komm mal wieder zurück auf den Anfang des Problems: Springt nicht an! Nachdem Du auch geschrieben hattest, du hast an der Zündung gearbeitet , hätt ich ganz sicher auf Zündungsproblem getippt. Da hilft (wie immer bei seltsamen Rätseln): Systematisches Vorgehen. 1. Motor mit den bekannten Hilfsmitteln soweit drehen, bis er ganz sicher und zweifelsfrei auf OT von Zylinder 1 steht. 2. Dann Zündung statisch einstellen, also Unterbrecherkontakt mit Fühlerlehre auf vorgeschriebenen Abstand bringen und dann mit Prüflampe Zündzeitpunkt einstellen. Dann anhand der Stellung des Verteilerfingers und Zündreihenfolge die Zündkabel in die richtige Reihenfolge bringen, es geht sehr schnell, dass man mal aus Versehen die Zündreihenfolge durcheinanderbringt, und dann geht (wie selbst beschrieben) ausser Knallen im Hosenrohr gar nichts mehr.
Also: Streng systematisch vorgehen und Punkt für Punkt abarbeiten, dann wird sich der Erfolg bald einstellen, sofern es nicht was Gröberes ist, wie hier später beschrieben...ohne Kompression und mit def. Kopfdichtung geht natürlich nichts...
Erinnert mich an eine Jugendwette... ein Freund hatte bastelfreudig einen völlig schrottreifen Simca 1308 (der glücklose Passat-Konkurrent) für 25.- DM gekauft und war überzeugt, den völlig fertigen Motor (in den Zylindern stand das Wasser) mit einer selbergebauten Kopfdichtung aus einem Schuhkarton zum Laufen zu bringen. Vorher musste er mit Hartholzlatte und Abbruchhammer die festgerosteten Kolben "weichklopfen"...nach 5 Std. Arbeit war es so weit...mit Anschleppen (hohe Drehzahl) hatte die Kiste tatsächlich genug Kompression um anzuspringen und lief, sofern man die Drehzahl hoch hielt. Wir wetteten dann, wenn Du es schaffst, damit ins nächste Dorf zur Brauerei zu fahren und einen Kasten Bier zu holen, dann zahlen wir Dir das Bier...er fuhr rauchend los, ich als Begleitschutz hinterher, und er kam wirklich bis ins nächste Dorf, aber den Berg am Rückweg hat er nicht mehr gepackt...aus und vorbei, gründlicher Exitus... das Bier musste also er selber zahlen....
Viel Glück beim Schrauben!
Also: Streng systematisch vorgehen und Punkt für Punkt abarbeiten, dann wird sich der Erfolg bald einstellen, sofern es nicht was Gröberes ist, wie hier später beschrieben...ohne Kompression und mit def. Kopfdichtung geht natürlich nichts...
Erinnert mich an eine Jugendwette... ein Freund hatte bastelfreudig einen völlig schrottreifen Simca 1308 (der glücklose Passat-Konkurrent) für 25.- DM gekauft und war überzeugt, den völlig fertigen Motor (in den Zylindern stand das Wasser) mit einer selbergebauten Kopfdichtung aus einem Schuhkarton zum Laufen zu bringen. Vorher musste er mit Hartholzlatte und Abbruchhammer die festgerosteten Kolben "weichklopfen"...nach 5 Std. Arbeit war es so weit...mit Anschleppen (hohe Drehzahl) hatte die Kiste tatsächlich genug Kompression um anzuspringen und lief, sofern man die Drehzahl hoch hielt. Wir wetteten dann, wenn Du es schaffst, damit ins nächste Dorf zur Brauerei zu fahren und einen Kasten Bier zu holen, dann zahlen wir Dir das Bier...er fuhr rauchend los, ich als Begleitschutz hinterher, und er kam wirklich bis ins nächste Dorf, aber den Berg am Rückweg hat er nicht mehr gepackt...aus und vorbei, gründlicher Exitus... das Bier musste also er selber zahlen....
Viel Glück beim Schrauben!
Re: Motor springt nicht an
Habe jetzt wohl das problem gefunden, der Kopf ist total kapput.
Habe dann gleich den nächsten Kopf genommen und auseinander gebaut und dabei ist mir eine laufbuchse von einem Ventil oben (wo die Ventilschachtdichtung sitzt) abgebrochen.
Habe dann gleich bei dem kapputen die Buchsen ausgetrieben.
Kann ich die einfach neu einsetzten ohne kleber ohne alles?
Danke stefan
Habe dann gleich den nächsten Kopf genommen und auseinander gebaut und dabei ist mir eine laufbuchse von einem Ventil oben (wo die Ventilschachtdichtung sitzt) abgebrochen.
Habe dann gleich bei dem kapputen die Buchsen ausgetrieben.
Kann ich die einfach neu einsetzten ohne kleber ohne alles?
Danke stefan
Stefan Vollmer Südfrankreich, gerade am Setra S7 restaurieren
Re: Motor springt nicht an
Vollski schrieb:
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> Kann ich die einfach neu einsetzten ohne kleber
> ohne alles?
Moin Stefan,
Kleber brauchst Du nicht. Es genügt völlg, die Aufnahmebohrungen für die Führungen auf Maßhaltigkeit zu prüfen, ggf. Führungen im Übermaß zu verwenden, den Kopf im Backofen auf ca. 200 °C aufzuheizen, die neuen Führungen auf ca. -40 °C abzukühlen, sie fallen anschließend wie von selbst in ihre Bohrungen, wenn man fix genug vorgeht, die Innenbohrungen auf das Maß der Ventilschäfte zzgl. beabsichtigtem Spiel aufzureiben, die Ventilsitze mit dem Hunger-Gerät nachzuarbeiten und die Ventile auf der Drehmaschine auf korrekten Sitzwinkel und -breite zu bringen. Alles kein Hexenwerk...
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> Kann ich die einfach neu einsetzten ohne kleber
> ohne alles?
Moin Stefan,
Kleber brauchst Du nicht. Es genügt völlg, die Aufnahmebohrungen für die Führungen auf Maßhaltigkeit zu prüfen, ggf. Führungen im Übermaß zu verwenden, den Kopf im Backofen auf ca. 200 °C aufzuheizen, die neuen Führungen auf ca. -40 °C abzukühlen, sie fallen anschließend wie von selbst in ihre Bohrungen, wenn man fix genug vorgeht, die Innenbohrungen auf das Maß der Ventilschäfte zzgl. beabsichtigtem Spiel aufzureiben, die Ventilsitze mit dem Hunger-Gerät nachzuarbeiten und die Ventile auf der Drehmaschine auf korrekten Sitzwinkel und -breite zu bringen. Alles kein Hexenwerk...
Beste Grüße, Uwe
Re: Motor springt nicht an
um zu ergänzen: Kleber braucht man deswegen nicht, da man den Kopf aufheizt (dehnt sich dabei aus) und die Ventilführungen abkühlt (ziehen sich zusammen) und wenn man dann die eiskalten Führungen in den heissen Kopf steckt, werden sie warm, dehnen sich auf "Normal-Maß" aus und sitzen sicher und bombenfest! (Mache ich z.b. auch beim Einsetzen von Radlager-Aussenringen in Bremstrommeln...)
Gruß
Stefan
Gruß
Stefan
Re: Motor springt nicht an
...Ventilführungen sind an sich doch eher ein "Pfennigsartikel", da würde ich lieber neue verwenden als sich hinterher ärgern...wie Uwe schon sagt: Unbedingt vorher alles auf Maßhaltigkeit prüfen....die Kosten für neue Führungen stehen in keinem Verhältnis zu dem Ärger und der Arbeit, wenn man erst nach dem Zusammenbauen merkt, dass es doch nicht passt und dann wieder von vorne anfangen darf...
Stefan
(Hab bisher aber nur die luftgekühlten Zyl.-Köpfe von meinem VW T1-Bus überholt, aber so viel Unterschied wird da bez. der Ventilführungen nicht sein...)
Stefan
(Hab bisher aber nur die luftgekühlten Zyl.-Köpfe von meinem VW T1-Bus überholt, aber so viel Unterschied wird da bez. der Ventilführungen nicht sein...)
Re: Motor springt nicht an
Achte bei den Führungen darauf, daß bei Montage von Teflonabstreifern eine Rille oben auf der Führung ist, sonst rutschen die wieder ab.Ist mir und einem Kollgen mal passiert, weil die unbearbeitet waren.Besser sind die Gummihütchen, es gibt welche von modernen Fzg, die auch passen.Unter Umständen kannst Du auch die Ventile auf modernere ändern lassen, falls da nix originales Verfügbar ist.das betrifft aber eher den Langhuber.Experimente würde ich selber nicht machen, hinsichtlich Führung, das muss alles sehr präzise sein, der Motorenbauer ist da die erste Adresse.
Ehrlich gesagt, würde ich aber das komplette Triebwerk ausbauen und zerlegen, denn die Rückstände des ausgeflockten Kühlmittels im Motor sind nicht so spannend.Gerade bei diesen Motoren kann es sein, daß der Block über kurz oder lang an der Auslaßseite reisst, oder eine Laufbuchse ein Pinhole hat.Ich hatte deswegen schon einige, sehr ätzende Fälle.Ein 23er i.e hatte sogar einen Riss einmal der Länge nach am Nockenwellenkanal.War eigentlich eine Routinekopfdichtung, aber nach dem Nachziehen des Kopfes hat die Kiste erstmal 7l Wasser in die Ölwanne gedrückt.Man hat das dann schön ohne Buchsen gesehen.Da war dann rien ne plus, wa.
Ehrlich gesagt, würde ich aber das komplette Triebwerk ausbauen und zerlegen, denn die Rückstände des ausgeflockten Kühlmittels im Motor sind nicht so spannend.Gerade bei diesen Motoren kann es sein, daß der Block über kurz oder lang an der Auslaßseite reisst, oder eine Laufbuchse ein Pinhole hat.Ich hatte deswegen schon einige, sehr ätzende Fälle.Ein 23er i.e hatte sogar einen Riss einmal der Länge nach am Nockenwellenkanal.War eigentlich eine Routinekopfdichtung, aber nach dem Nachziehen des Kopfes hat die Kiste erstmal 7l Wasser in die Ölwanne gedrückt.Man hat das dann schön ohne Buchsen gesehen.Da war dann rien ne plus, wa.
Re: Motor springt nicht an
Hallo Stefan, wie gehts Dir mit Deinem Patienten? Gibts schon Erfolge? Lass hören, wenn sich was tut! Würde mich freuen, zu lesen, dass Du Dein Auto zum Laufen bringst!
Gruß
auch Stefan
Gruß
auch Stefan