Probleme mit der HA nach längerer Standzeit

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ThomasT
Beiträge: 81
Registriert: Di 17. Okt 2006, 22:11

Probleme mit der HA nach längerer Standzeit

Beitrag von ThomasT »

Hallo,

mich plagt folgendes Problem:

wenn meine alte Dame (DS21, 1967) etwa 2 Wochen gestanden hat kann ich nicht sofort losfahren. Ich kann einen Gang einlegen, aber Sie reagiert nicht. Inzwischen habe ich folgende "Lösung": Unmittelbar nach dem Anlassen hebe ich das Auto mit der Handverstellung kurz an, lasse sie dann in die Normalstellung, lege einen Gang ein: und siehe da: sie bewegt sich spielerisch, ruckfrei und tadellos....

Wenn das Auto über Nacht, oder 1-2 Tage gestanden hat habe ich dieses Problem nicht.

Die übliche Grundeinstellung habe ich gemacht. Neu sind in der letzen Zeit: Federzylinder und -kugel hinten, Druckspeicher, Bremsspeicher, Flüssigkeitswechsel.

Wer kennt diese Problem und hat eine ID?

Thomas
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: Probleme mit der HA nach längerer Standzeit

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo Thomas,

vielleicht gibt die Kupplungsverriegelung die Kupplung nicht frei, weil die Schaltgabel des 1. Gang nicht einrastet. In diesem Fall schalte ich immer in den 2, fahre, entweder im 2. an oder schalte in den 1. zurueck.
Ich fahre schon seit 24 Jahren Ds Halbautomatic und kenne ansonsten keine Loesung.
Entlueftet hast Du das auto ja sicher anch Arbeiten an der Hydraulik !?

Sebastian
ThomasT
Beiträge: 81
Registriert: Di 17. Okt 2006, 22:11

Re: Probleme mit der HA nach längerer Standze

Beitrag von ThomasT »

Hallo Sebastian,

ja, ich hoffe zumindest das ich richtig entlüftet habe.
Werde das noch einmal kontrollieren!
Warum wird bei Dir der 1.Gang nicht richtig eingelegt?
Wie könnte das mit meiner "längeren Standzeit" zusammen hängen?

Gruß
TT
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: Probleme mit der HA nach längerer Standzeit

Beitrag von sebastianklaus »

Hi Thomas,
Wenn du mal unter dem Stichwort "Kupplungsverriegelung" in einschlaegiger Literatur nach schaust oder Dir Dein Getriebe anschaust, dann wirst du ein Ventil mit einer Kugel finden, das vorn am Getriebe an der Schaltgabel, die den 1. und den 2. Gang betaetigt, angebracht ist. Es verschliesst die Hydraulikleitung zum Kupplungszylinder, so dass das Schliessen der Kupplung bei nicht korrekt eingelegtem 1. oder 2. Gang verhindert wird.
Das kommt, wenn der Wagen steht und die Getriebezaehne "Zahn auf Zahn" stehen, das ist ja bei einem modernen Schaltgetriebe auch nicht anders.
Das ist ganz normal und daran ist auch nichts kaputt oder beschaedigt.
Viele Gruesse
Sebastian
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Robert Verified
Beiträge: 3587
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: Probleme mit der HA nach längerer Standze

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

das Problem hatten wir hier doch schon mal so ähnlich: Beim Abstellen mit eingelegtem Gang "verkantet" sich das Getriebe und der Gang flutscht trotz Druckabfall nicht raus. Ich habe bisher noch keine Erfahrungen mit der LHM-Kurzhub-Getriebe-Technologie, sondern kann mich nur auf die ohne diese ganzen Ventile und Verriegelungen operierende Technik der ersten Serie beziehen. (Die bei meinem Auto zum Glück problemlos funktioniert) Also: Das Getriebe kann sich nur dann verkanten, wenn die Kupplung eingerückt ist, dann ist es auf der einen Seite der stillstehende Motor, auf der anderen die Räder des Wagens, die gegeneinander arbeiten. Wäre eine Seite frei beweglich (Räder in der Luft oder Kupplung ausgerückt) und kein Druck auf dem Schaltzylinder, müsste die Feder der Schaltgabel problemlos in der Lage sein, den Gang herauszuziehen.
Der Kupplungsnehmerzylinder braucht nur ganz wenig Druck, um die Kupplung zu trennen. Das merkt man, wenn man den Wagen ankurbeln will und nicht den Hebel unter dem Armaturenbrett betätigt hat und der Motor nicht sofort anspringt: Schon nach ein paar Umdrehungen der Andrehkurbel ist genug Druck aufgebaut, dass der Kupplungszylinder anspricht und man dreht ins Leere. Umgekehrt sollte nach dem Abstellen des Motors ZUERST der Gang herausfallen und dann erst, wenn fast gar kein Druck mehr da ist, die Kupplung wieder eingreifen. Wenn diese Reihenfolge funktioniert, kann sich das Getriebe gar nicht verkanten, dies kann nur passieren, wenn der Kupplungsnehmerzylinder VOR dem entsprechenden Schaltzylinder den Druck verliert. Von daher meine Vermutung: Entweder ist der Schaltzylinder des ersten bzw. Rückwärtsganges nicht mehr ausreichend gängig, dessen Feder hat nicht mehr genug Kraft oder der Kupplungsnehmerzylinder ist undicht und verliert zu früh seinen Druck.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
patric
Beiträge: 2112
Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Re: Probleme mit der HA nach längerer Standze

Beitrag von patric »

Hallo Robert,

> das Problem hatten wir hier doch schon mal so
> ähnlich: Beim Abstellen mit eingelegtem Gang
> "verkantet" sich das Getriebe und der Gang
> flutscht trotz Druckabfall nicht raus.

Die Kupplungsverriegelung ist aber nur "aktiv", wenn der Gang nicht drin ist.
Gruß
patric
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